hi
Ja, auch Wanderreitanfänger müssen bitteres Lehrgeld
bezahlen… 
gerade die :o\ aber es wird von Mal zu Mal besser :o))) *tröst*
Wir haben heute einen 5-stündigen Tagesritt gemacht,
HALB-Tagesritt … ;o)
Was Fällt Euch noch ein, was man beim Wanderreiten unbedingt
beachten muß oder was man niemals tun darf?
nun das erste weisst du jetzt schon ;o)
das 2. vernünftiger Umgang mit Karte und Kompass ist unerlässlich !!!wenn man in unbekanntem Gelände keinen ortskundigen Führer hat …
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Wald ist Wanderreiters Tod ;o) sprich : unbekannte grosse Wälder sind ein echtes Risiko ! Vor allem wenn man Punkt 2 NICHT beherrscht
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Diese hauchfeinen Wandereithalfter aus Nylonschnürchen sind LEBENSGEFÄHRLICH !!! für Pferde
dann noch …
NIE in der Box / im Stall packen
NIE mit ungewohnter / frisch gewaschener Kleidung auf Strecke gehen
NIE mit ungewohnter Ausrüstung fürs Pferd auf Strecke gehen
NIE aus stehenden Gewässern (ausser frischen Regenpfützen trinken
lassen)
NIE an der Trense anbinden
NIE an beweglichen Teilen anbinden
NIE Bananen als Proviant nitnehmen ;o) *matsch*
NIE sofort komplett Absatteln bei Ankunft
NIE unbekannte Pferde zusammen auf fremde Koppeln lassen, wenn sich
mindestens zwei der Pferde kennen - kennt sich keiner geht es meistens überraschend gut
NIE mit Trense fressen lassen (schlundverstopfung ist grausam)
IMMER mindestens ein Handy (besser zwei mit unterschiedlichen Netzen) mit den wichtigsten Notrufnummern (Tierarzt, Notarzt) dabei haben
IMMER rechtzeitig vor dem eigentlichen Ritt TEST-Ritte mit vollem Gepäck machen ! Es ist für Pferd UND Ausrüstung ein Riesenunterschied ob 10 kg mehr oder weniger dabei sind - das unterschätzt man leicht !
IMMER VORHER Packen üben !! und das Gepäch muss rechts und links gleich schwer sein …
IMMER das schwere nach unten und vorne - das leichte nach oben und hinten oben (wie beim Motorrad packen)
IMMER Hufauskratzer dabei haben
IMMER Regenschutz dabei haben
IMMER mehrere Sporenriemen dabei haben (ohne Sporen ;o) ) die sind das perfekte Reparaturzeug für fast alles ;o), wasserfest,stufenlos verstellbar, billig …
IMMER Halfter gleich unter der Trense dabei haben - Anbindestrick natürlich auch irgendwo dabeihaben
IMMER Kompass und aktuelle Karte (billige Farbkopien sind perfekt weil man auch drin herummalen kann)
IMMER Asphaltstrecken zu Fuss gehen - die gehen auch so schon schlimm genug auf die Gelenke der Pferde
IMMER kohlesäurearme Flüssigkeit für die Reiter dabei haben + Müsliriegel o.ä. (für den Blutzucker)
WENN MÖGLICH alle 1,5 Stunden 10-15 Minute Pause machen - absitzen - Pferde tränken evtl grasen lassen - sattelgurt fest lassen
WENN MÖGLICH alle 3 Stunden 1/2 Stunde Pause machen - Pferde hoch und kurz anbinden, damit sie wirklich Pause machen und dösen
WENN MÖGLICH Pausen an fliessenden Gewässern / brunnen / Gasthäsuern (sie sind ausnahmslos immer SEHR nett wenns um Pferde geht :o))) meistens durften wir sie sogar auf dem heiligen Rasen grasen lassen :o) ) planen
WENN MÖGLICH Tränkeimer (faltbar oder rel. wasserfeste Futtersäcke dabei haben - WASSERVERSORGUNG ist das A & O beim Wanderreiten
PFERDE VORHER an fressen aus Futtersäcken gewöhnen - geht schnell
Pferde VORHER an trinken aus Futtersack, Falteimer gewöhnen
Strecken lieber zu kurz als zu lang planen - ein einziger Verreiter kann 10 und mehr km Umweg bedeuten …
Strecken je nach Gelände mit Hilfe topographischer Karte planen !!! Bei sehr hügeliger,bergiger Gegend kommen zu den Kilometern auf der Karte nochmal 25- 50% dazu !!!
D.h. 40 gemessene Kilometer auf der Karte sind auch schnell mal 60 km und das ist ein RIESENunterschied nicht nur für die Pferde
TRAINING im Vorfeld so einteilen, dass die Pferde auf 2/3 der geplanten Tagesstrecke fit sind - 1/2 mehr schaffen sie dann auch ohne Ausfalleerscheinungen - Überforderung ist bei Todesstrafe verboten schliesslich sollen alle Spas daran haben - auch die Pferde :o)
ein Tagesritt ist noch kein wanderritt „Wanderreiten“ bedeutet normalerweise von punkt zu punkt zu reiten - jede nacht in einem anderen Stall/Heulager/Gasthof/Bauwagen/Zelt… die Pferde jede Nacht in einem anderen Stall/Box/Paddock/Koppel/angebunden/freilaufend …
d.h. echtes mehrtägiges Wanderreiten mit vollem Gepäck für Pferde UND Reiter ist ziemlich anspruchsvoll und stellt hohe Anforderungen an die Gesundheit und Anpassungsfähigkeit vor allem der Pferde, die sich eben durch so unterschiedliche Gegebenheiten nicht stressen lassen dürfen (mal abgesehen vom Improvisationstalent der Reiter ;o))
Mit Tagesritten anzufangen ist schon mal sehr gut … dann ausbauen auf 2 Tagesritte (1 Tag hin 1 Tag zurück) und dann langsam ausbauen …am besten jemanden dabei haben, der selber (und auch dessen Pferd) da Erfahrung haben - die Newbies unter den Wanderreitpferden gucken sich das Verhalten der anderen Pferde ab - und man selber lernt stressfreier von erfahrenen Wandereitern, als wenn man alle Fehler erstmal selber machen muss (im Zweifelsfall leidet doch eher das Tier drunter - nicht der Reiter)
*ächz*
jetzt fällt mir so auf die Schnelle nichts mehr ein - ausserdem muss ich jetzt meine Satteltaschen packen … morgen gehts auf 1 Woche Wanderritt in die Eifel ;o) diesmal allerdings mit "Zentrallager und Betten " weil das Wetter nicht wirklich vielversprechend aussieht *schlotter*
Grüßle H.