Hallo,
Ein Gerät liefert mit folgende Kenndaten zu seinen Ausgängen
-5.12? +5.12 V, 16 bit,
1 mA max., 200 Ohm
Verstehe ich nicht ganz! 1mA ist der max. Lastrom, oder?
200 Ohm kann dann aber nicht die min. Last sein, weil 200 Ohm an
5,12V = 25,6mA sind.
Was in diesem Zusammenhang die 16 bit bedeuten, das weiß ich
leider nicht, da ich ja einen analogen Wert am Ausgang
erwarte.
Na die 16 Bit bedeuten, daß das Signal mit einer Auflösung von
16Bit gewandelt wird. Ist doch sicher ein Digital-Analogwandler,
oder?
Dieses Signal möchte ich einem Eingang 4? 20 mA zuführen,
welchen ich z.B. jede Sekunde abfragen möchte.
Da empfehle ich dann auch eine handelsüblichen Trennverstärker
mit 10V-Eingang und 4-20mA Ausgang. Der LiveZero von 4mA ist
bei den meisten modernen Modulen einstellbar.
Auch der Eingangsspannungbereich kann oft eingestellt werden
z.B. 0…1V / 0…5V / 0…10V. Dazu noch später.
Wichtig ist, daß der Trennverstärker eine eingene Stromversorgung
bekommt(galv. getrennt von der AD-Wandlerschaltung).
Dann ist es auch egal, welchen Massebezug die Ausgabespannung
hat.
Etwas verwundert bin ich über die Ausgangsspannung -5.12?
+5.12 V. Im Internet finde ich vorwiegend nur Spannungen 0 ?
10 V, für die es Messwertumformer en masse gibt.
Das ist nicht so selten. Oft werden Ausgangsspannungen verwendet,
die krumm erscheinen.
Z.B. 4,096V für 12Bit-Wandler. 12Bit=4096Digit -> 1Digit =1mV
oder 10,24V für 10Bit = 1024Digit -> 1Digit = 1mV
Nun hast Du aber 16Bit -> 64Digit = 1mV.
Da wird 1mV also nochmal mit 6 Bit (64 Stufen) unterteilt.
Die Genauigkeit des Messwertumformers ist jetzt nicht so
entscheidend, sodass ich so aus dem Stehgreif 1% angeben
würde.
Alles klar. Da mache zur Anpassung der -5,12V…+5,12V = 10,24V
einen Spannungsteiler am Eingang des Trennverstärkers, der die 10,24V
auf 10V oder auch auf 5V oder 1V (je nach Eingangsspannung)herunterteilt.
-> 10,24V : R1 + R2 = Ue : R2
Für 10V Eingangsspanunng also R2 = 10KOhm und R2 = 240 Ohm.
Das sind sogar „glatte“ Werte in der Widerstandsreihe.
Mit 1%-Metallschichtwiderständen ist die Genauigkeit allemal ausreichend.
Der Gesamtwiderstand (R1+R2) des Spannungsteilers sollte nicht
kleiner sein als 10kOhm, damit der max. Laststrom vom 1mA
eingehalten wird.
Statt des R1 Kann auch eine Reihenschaltung mit einem Einstellregler
verwendet werden, um damit Feinabgleich zu machen.
Bei einer Auslesenrate von 1 Sekunde emphele ich auch noch einen
Kondensator (1…10uF Tantal-C) parallel zum 10KOhm Widerstand
(Tiefpaß -> Störunterdrückung).
Gruß Uwi