Wann beginnt die Arbeitszeit?

Mal angenommen eine Fa. hat ihre Verwaltung in einem Hochhaus untergebracht, dass sie ganz in Anspruch nimmt.
Wann beginnt für die Arbeitnehmer die Arbeitszeit??
Mit Betreten des Gebäudes oder mit Betreten der Etage, in der man arbeitet?
Wo müssten also die Zeiterfassungsgeräte angebracht sein??

Gruß
HaWeThie

Hallo,
ich weiß nicht, ob es dafür gesetzliche Vorgaben gibt.
Bei uns jedenfalls stehen die Geräte am Eingang der Gebäude bzw. des Geländes (es gibt z.B. ein Gelände mit mehreren Nebengebäuden, wo die Mitarbeiter sich immer im Hauptgebäude aus- und einbuchen „dürfen“). Es ist auch für den Arbeitgeber weniger Aufwand, z.B. nur 1 Gerät am Hauseingang als vielleicht 10 Geräte auf den Etagen zu installieren.

Beatrix
http://www.trixi.de

Hallo

Wann beginnt für die Arbeitnehmer die Arbeitszeit??

Wo müssten also die Zeiterfassungsgeräte angebracht sein??

Soweit Zeiterfassungsgeräte angebracht sind, beginnt die Arbeitszeit beim Zeiterfassungsgerät. Insofern ist die Antwort auf Frage 1 abhängig von der Antwort auf Frage 2. Der AG kann sich (MBR ds BR lassen wir mal der Einfachheit halber weg) eigentlich aussuchen, wo er die Geräte plaziert. Damit bestimmt er eben auch, wo der AN hin muß, um seinen Arbeitsantritt zu „dokumentieren“.

Gruß,
LeoLo

Hallo,
das würde doch im Endeffekt bedeuten, dass derjenige, der auf der ersten Etage arbeitet, einige Minuten eher am Arbeitsplatz ist, als jemand, der in der 25. arbeitet und den Aufzug nehmen muss, der 2 - 20 mal unterwegs anhält - kann das richtig sein??

fragt sich
HaWeThie

Hallo HaWeThie!

das würde doch im Endeffekt bedeuten, dass derjenige, der auf
der ersten Etage arbeitet, einige Minuten eher am Arbeitsplatz
ist, als jemand, der in der 25. arbeitet und den Aufzug nehmen
muss, der 2 - 20 mal unterwegs anhält - kann das richtig
sein??

Warum denn nicht? Der eine schlürft den Kaffee schneller, der andere schläft beim Reden bald ein und braucht dreimal solange, um einen Satz herauszubringen wie die Schwatzdrossel aus dem Büro nebenan, der dritte putzt sich beim Toilettengang den Hintern sorgfältiger ab, der vierte sortiert erstmal die Jacken an der Garderobe, bevor er zu seinem Arbeitsplatz eilt, und der fünfte muss jeden Morgen erst einmal die Papiere auf dem Schreibtisch umstapeln, bevor er den Rechner einschaltet.

Der Zeitaufwand ist bei vielen Dingen unterschiedlich und ich hoffe, ich muss nie in einem Büro arbeiten, in dem jemand meint, jede einzelne Minute aufrechnen zu müssen.

Grüße
Christiane

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Hallo,

das würde doch im Endeffekt bedeuten, dass derjenige, der auf
der ersten Etage arbeitet, einige Minuten eher am Arbeitsplatz
ist, als jemand, der in der 25. arbeitet und den Aufzug nehmen
muss, der 2 - 20 mal unterwegs anhält - kann das richtig
sein??

da hilft dann nur kündigen und in einer Firma anfangen, bei der das Erfassungsgerät direkt neben dem Arbeitsplatz steht.

Gruß, Niels

Hi,

das würde doch im Endeffekt bedeuten, dass derjenige, der auf
der ersten Etage arbeitet, einige Minuten eher am Arbeitsplatz
ist, als jemand, der in der 25. arbeitet und den Aufzug nehmen
muss, der 2 - 20 mal unterwegs anhält - kann das richtig
sein??

natürlich kann das sein. Jemand, der zwei Häuser weiter wohnt hat auch einen kürzeren Arbeitsweg wie jemand, der aus dem Nachbarort kommt. Der Arbeitsplatz ist nun mal in der 25. Etage und der Weg dorthin ist der Arbeitsweg…
Ich arbeite in einem größeren Unternehmen, da hast Du je nach Arbeitsplatz ordentlich Fußweg vom Parkplatz. Wer direkt hinter dem Tor arbeitet kann da nur lachen…die Zeiterfassung erfolgt dennoch arbeitsplatznah, nebenbei in Arbeitsklamotten (da hat die Sekretärin gegenüber dem Schlosser auch einen Vorteil).

Gruß Stefan

Hallo HaWeThie,

das würde doch im Endeffekt bedeuten, dass derjenige, der auf
der ersten Etage arbeitet, einige Minuten eher am Arbeitsplatz
ist, als jemand, der in der 25. arbeitet und den Aufzug nehmen
muss, der 2 - 20 mal unterwegs anhält - kann das richtig
sein??

Das Leben ist hart und ungerecht.
Je höher man kommt, umso besser geht es einem.

Mehr fällt mir dazu nicht ein.

Gruß
Stefan

Das darf doch wohl nicht wahr sein !!!

Hallo,

Ebenfalls.

das würde doch im Endeffekt bedeuten, dass derjenige, der auf
der ersten Etage arbeitet, einige Minuten eher am Arbeitsplatz
ist, als jemand, der in der 25. arbeitet und den Aufzug nehmen
muss, der 2 - 20 mal unterwegs anhält - kann das richtig
sein??

Als ich deinen Beruf in deiner ViKa gesehen habe, bin ich fast vom Stuhl gefallen. Ihr Erbsenzähler habt ja auch genug Zeit, Euch über solche Probleme Gedanken zu machen.
Aber zum Glück gibts ja nicht nur solche Arbeitnehmer, sonst hätten wir in Deutschland gar keine Arbeitsplätze mehr. Solch eine Korinthenkackerei und Unflexibilität. Da kommt mir fast das Kotzen.
Sorry für die harten Worte. Jetzt gehts mir besser.

Gruß.Timo

fragt sich
HaWeThie

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Huhu!

Aber zum Glück gibts ja nicht nur solche Arbeitnehmer,

Nur mal ne kleine Anmerkung: Beamte sind auch keine „Arbeitnehmer“!

LG
Guido, der Deine Aufregung aber durchaus verstehen kann

Hallo,

als in meinem Ausbildungsbetrieb (öffentl. Forschungseinrichtung) die Gleitzeit und damit Erfassungsgeräte eingeführt wurden, wurden auch sog. „Gleitzeitbeauftragte“ ernannt.

Einer dieser GZBs arbeitete in unserer Abteilung. Eines Tages berichtete er mir, dass er geschlagene 20 Minuten mit einem höheren Angestellten diskutieren musste. Dieser habe sich beim Kommen und Gehen jeweils die Zeit aufgeschrieben und dabei festgestellt, dass das Erfassungsgerät ihm während der letzten 2 Monate unverschämterweise 1(!) Minute seiner kostbaren Freizeit „gestohlen“ habe.

Gruß, Niels

Man kann es übertreiben!
Hi!

Einer dieser GZBs arbeitete in unserer Abteilung. Eines Tages
berichtete er mir, dass er geschlagene 20 Minuten mit einem
höheren Angestellten diskutieren musste. Dieser habe sich beim
Kommen und Gehen jeweils die Zeit aufgeschrieben und dabei
festgestellt, dass das Erfassungsgerät ihm während der letzten
2 Monate unverschämterweise 1(!) Minute seiner kostbaren
Freizeit „gestohlen“ habe.

Das halte ich sicherlich für übertrieben!

Aber mal ein anderes Beispiel: In einem großen Industriekonzern meiner Region kann es schon mal 20 bis 30 Minuten ausmachen, ob einige Mitarbeiter direkt am Eingang stempeln, oder aber da, wo sie es müssen: Hinter dem „Umkleideraum“!
Dann noch mal die gleiche Zeit beim Gehen, und Du kommst auf 14-21 Std (bei 21 Arbeitstagen) im Monat…

Die Arbeitszeit beginnt nun mal in der Regel nicht mit dem Erscheinen auf dem Gelände/Im Gebäude, sondern dann, wenn man mit der Arbeit beginnt!

LG
Guido

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Hallo,
schön das es dir besser geht
Wer sagt eigentlich, dass es um mich geht? Oder um die Behörde, in der ich arbeite?
Aber: Es sind ja nur die Beamten, die in solcher Erbsenzählerei sich vergehen - die ach so fleißigen Arbeitnehmer (Beamte sind ja von Natur aus faul - das weiß doch jeder Stammtisch) haben für so was ja keine Zeit.
Ich meine, es hackt.

Gruß
HaWeThie

(PS: bei der Person, um die es geht, macht der Unterschied ca. 20-25 Minuten pro Woche)

Hi!

(PS: bei der Person, um die es geht, macht der Unterschied ca.
20-25 Minuten pro Woche)

Aber nochmal: Wenn diese Person dafür evtl. 20 km näher am Arbeitsplatz wohnt, als ein in der ersten Etage beschäftigter Arbeitnehmer gleicht sich das schon aus :wink:

Dann muss diese Person halt eher losfahren!

LG
Guido

nur mal so
Ich muss mich anscheinend dafür entschuldigen, dass ich als Beamter eine einfache Frage gestellt habe.
Ich dachte, es würde gerne mal ohne Polemik gegen meinen Beruf geantwortet - schade, dass das offenbar nicht möglich ist.

Kurze Klarstellung meinerseits - off topic
Hi!

Ich habe mir gerade mein Posting weiter unten noch mal durchgelesen und denke, dass ein Sorry von mir angebracht ist!

Es war eigentlich eher wertfrei gemeint!
Meine Aussage, dass Beamte keine Arbeitnehmer sind, war rein sachlicher Natur.

Mein Verständnis für die Aufregung über die (eigentlich gar nicht vorhandene) Aufregung Deinerseits gehört in den Müll!

Sorry!

LG
Guido

Ich muss mich anscheinend dafür entschuldigen, dass ich als
Beamter eine einfache Frage gestellt habe.
Ich dachte, es würde gerne mal ohne Polemik gegen meinen Beruf
geantwortet - schade, dass das offenbar nicht möglich ist.

Hallo HaWeThie,

auch ich fand den Ausfall gegen das Beamtentun mehr als unnötig, deplaziert und dabei sogar ein ganz kleines bisschen vorpubertär.

Aber zum Glück ist es ja nicht nur zu solchen Antworten bekommen!

Grüße
Christiane

Krass
Hi!

Heftig, das sind ja ganze 4-5 Minuten pro Tag. Das darf ja wohl so nicht sein. Ich würde vors Arbeitsgericht gehen. Oder die Bild-Zeitung einschalten. Oder beides zusammen.
Gruß.Timo *derSichImmerNochAnDenKopfFässt*

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

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Hallo.

Ich muss mich anscheinend dafür entschuldigen, dass ich als
Beamter eine einfache Frage gestellt habe.

Nein, ist nicht nötig :wink:

Ich dachte, es würde gerne mal ohne Polemik gegen meinen Beruf
geantwortet - schade, dass das offenbar nicht möglich ist.

Daran merkt man aber auch, dass das Beamtentum als überflüssiger Berufsstand angesehen wird. Obwohl auch diese Geschöpfe durchaus nützlich sind. Immerhin halten diese den Staat am Laufen.

Vor ein paar Tagen war im Psychologiebrett ein Posting mit der These, dass der IQ bei einer Menschenmenge immer tiefer in den Keller geht. Warum sollte das hier anders sein ? Siehe http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…
In diesem Posting aus dem Brett Auslandspolitik wurde es in der Einleitung noch schärfer artikuliert: http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Das nur als Aufmunterung :smile:
mfg M.L.

Hallo

das würde doch im Endeffekt bedeuten, dass derjenige, der auf
der ersten Etage arbeitet, einige Minuten eher am Arbeitsplatz
ist, als jemand, der in der 25. arbeitet und den Aufzug nehmen
muss, der 2 - 20 mal unterwegs anhält - kann das richtig
sein??

Ja. Das kann der AG doch auch frei für sich entscheiden, ob er einen AN für’s Aufzugfahren bezahlen will, oder? Letztendlich dürfte Dir einleuchten, daß es überhaupt keine Konstellation gibt, wo jeder AN gleichzeitig einstempeln und am Arbeitsplatz sein kann. Der eine arbeitet direkt neben der Uhr, der andere eben nicht. Der eine parkt auf dem Parkplatz ganz vorne, der andere eben nicht. Und so weiter. Solange eben jeder bezahlt wird ab dem Augenblick, wo er einstempelt, ist es die gerechteste Lösung. Zumindest kann ich mir nichts „gerechteres“ vorstellen.

Gruß,
LeoLo