Wann ein Kind?

Hallo zusammen,

ihr seit ja wirklich alle super süß! *knutsch* :wink:.
Der Zuspruch tut mir wirklich gut!

Es tut wirklich gut zu lesen, dass meine Einstellung nicht so falsch ist und viele Mütter bestätigen können, dass es den „besten“ Zeitpunkt für Kinder nicht gibt.

Natürlich hätten wir nicht so viel Geld, dass es für einen gehobenen Lebensstandard ausreicht, aber das tut es jetzt schon nicht. Als Studentin hat man sowieso immer eher zu wenig als genug Geld! Ich bin es somit gewohnt etwas zu rechnen und mich auch mit kleineren Dingen im Leben zufrieden zu geben - oft erfreuen mich die kostenlosen Dinge im Leben. :smiley:

Warum jetzt kein Kind?
Nun ja, im Herbst mache ich ein Praktium, dauert 6 Monate (ca. 50 Std. die Woche, schätze ich mal, weniger sicher nicht!) und danach gehts direkt an die Dipl. Arbeit und die Prüfungen. Ausgerechnet im Endspurt der Ausbildung möchte ich deshalb kein Kind bekommen, schwanger sein kann ich mir jedoch schon vorstellen.

Wie sieht es mit der Erstaustattung aus?
Ich bräuchte ein Bettchen, Babyflaschen, Windeln --> alles andere wird generell in unserer Familie so lange weiterverschenkt, zu gebrauchte Sachen weggeschmissen, alles geschenkte für das jeweilige Kind aber wieder mit weitergegeben. Theoretisch habe ich bis zum 2 Lebensjahr alle Kleidung und Spielsachen.
Eine kleinere 3 Zimmerwohnung mit speratem Kinderzimmer, nun ist es noch unser Büro, ist schon vorhanden.

Mein Partner könnte natürlich schon zu Hause bleiben während des Fernstudiums, vorausgesetzt ich verdiene danach so gut, dass ich für den Lebensunterhalt aufkommen kann. Theoretisch. Ich denke aber, er will sich in seiner Firma nach dem Abschluss eine Position sichern und wird daher höchstwahrscheinlich die ganze Zeit in Vollzeit durcharbeiten. Sollte die Firma sich am Fernstudium finanziell beteiligen, muss er sowieso weiterarbeiten.

Was mache ich später beruflich?

Ich studiere Pädagogik mit der Fachrichtung Erwachsenenbildung und werde schon im Praktikum im Herst dieses Jahres meinen ersten eigenen Kurs halten dürfen. In der Erwachsenenbildungstätte, in welcher ich mein Praktikum machen werden, gibt es über 100 Dozenten und auch die Leiterin ist eine sehr nette Frau. Selbstverständlich werde ich versuchen dort einen guten Eindruck zu hinterlassen und mit den Dozenten Kontakte zu knüpfen und zu pflegen. Vielleicht könnte ich so nach dem Studium auch mit Kind am Wochenende oder abends (meist finden die Kurse in dem Zeitraum statt) einige Kurse selber anzubieten. Als freie Mitarbeiterin auf Honorarbasis. Viel Geld dürfte das nicht sein, aber sehr viel Flexibilität und einen guten Eindruck im Lebenslauf würde es mir schon bringen.
Eine Vollzeitstelle direkt nach dem Studium zu bekommen ist ohnehin nicht so einfach - es fehlt, wie sehr oft, einfach die praktische Erfahrung.

Und eine 31 jährige Frau ohne genug praktischer Erfahrung und ohne Kinder?

Oder eine, sagen wir mal, 34 jährige Frau mit 1 Kindergartenkind, etwas beruflicher Erfahrung und womöglich einem abgeschlossenen Aufbaustudiengang, die auch noch behauptet keine weiteren Kinder haben zu wollen, um sich jetzt voll ihrem Beruf zu widmen…was klingt besser?

Man weiß einfach nie was das Leben einem bringt - sagte hier so ähnlich vorhin jemand. Das stimmt!
Deshalb finde ich die Vorstellung bis Mitte oder gar Ende 30ig auf ein Kind zu warten ziemlich furchtbar.

Hallo auch,

Das stimmt alles, aber das Baby bleibt nicht ein Baby, und
dann ändert sich schon wieder alles.

Stimmt schon, aber Mutter oder Vater könnten auch nach einer Woche einen Unfall haben (berufsunfähig, tot), betriebsbedingte Kündigung des Arbeitsplatzes, die Eltern trennen sich nach 2 Jahren …
Man sollte sich einfach entscheiden: Möchte ich Kinder ? Oder nicht ?
Und dann wird man einen Weg finden.

Viele Grüße
Simsy

einige meiner Mitstudentinnen haben es geschafft ein Kind nebenbei groß zu ziehen, aber es ist mit einer guuten ORganisation und auch einer Portion Egoismus der Mutter verbunden.

Wenn Du nicht verheiratet bist und Dein Partner zufällig auch noch einen anderen Wohnsitz hat als Du, kann man ggf sogar über das Sozialamt die Erstausstattung für das Kind bekommen, so lange man studiert.

Hallo Rainbow,

kann Dich gut verstehen - mache mir ähnliche Gedanken (bei mir kommt aber noch dazu, daß ich - trotz „fortgeschrittenen“ Alters noch nicht mit meinem Wunsch-Studium angefangen habe. Mein Freund beschäftigt sich noch nicht mit dem Thema, auch ich finde es derzeit nicht „dringend“, aber ich möchte trotzdem eine grobe Planung für mein Leben.

Vor 1 1/2 Jahren saß ich mit meiner Freundin zusammen, beide kinderlos, und stellten fest: früher, so mit 18, haben wir gedacht: oh, mit 25, da haben wir bestimmt schon das erste Kind und / oder sind verheiratet…

Nix da. Aber bei ihr ist beides zwischenzeitlich wahr geworden, ungeplant (zu diesem Zeitpunkt), aber erwünscht.

Mein Freund sagt lediglich: „Wenn ich später Geld verdiene, dann…“ - das dauert aber noch fünf Jahre. Ich sage: vor 30 würd ich gern angefangen haben. Das passt beides schon mal nicht zusammen :wink:

Also: Wie bereits gesagt - es gibt keinen perfekten Zeitpunkt. Du kannst ja eh nur den Zeitpunkt planen - aber alles, was sich danach entwickelt, nicht. Oder hast Du Deine jetzige Situation vor z. B. fünf Jahren genau so geplant und erwartet? :wink:

Ich habe es für mich so geklärt: ich weiß, dass ich derzeit einen Partner habe, mit dem ich Kinder haben wollen würde. Er ist auch derart, dass ich wohl - im Falle einer Trennung - im Nachhinein immer noch guten Gewissens sagen kann, dass er für Kinder der Richtige war. Natürlich kann man auch das nie beschwören, aber er ist nicht der Typ für eine Schlammschlacht (und davon kenne ich aus beruflichen Gründen viele!)

Also - so oder so, planen kann man nur einen ganz kurzen Zeitraum, denke ich, weil viele andere Faktoren den Lauf der Dinge beeinflußt.

Liebe Grüße,

Schnägge

Hi!

Das ist das typische Dilemma vieler Frauen heute.
Ich frage mich, was das mit Studium soll, wenn danach gleich ein Kind kommen soll?
Als Du das Studium begonnen hast, muss Dir doch klar gewesen sein, dass Du ohnehin schon sehr alt für eine Absolventin sein wirst.

Zudem finde ich es nicht sonderlich rühmlich, vor allem darauf zu sehen, was DU selbst möchtest und Dir auch noch ernsthaft überlegst, dass Dein Partner neben seinem Studium auch noch Frau und Kind ernähren soll. Vielleicht will er das gar nicht…?

Generell würde ich in solch einem Fall empfehlen, nach dem Studium wenigstens 1-2 Jahre zu arbeiten und dann ein Kind zu bekommen. Du kannst dann ja recht bald wieder in den Job einsteigen und hättest Deinen Partner während der heissen Studienphase unterstützt.

Grüße,

Mathias

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Hallo Mathias,

ich fand deinen Beitrag etwas provokant und leicht diskriminierend mir gegenüber. Wahrscheinlich hast du es nicht so gemeint…

Hätte ich etwa in meinem alten Beruf bleiben sollen, in welchem ich unglücklich war? Weil ich auch da schon wusste, irgendwann einmal hätte ich gerne ein Kind.

Bist du sicher, dass ich nach dem Studium einen festen Job bekomme und soviel verdiene, um Alleinversorgerin zu sein? Wenn ja, ich persönlich bin natürlich für Gleichberechtigung und gehe grundsätzlich davon aus, Eltern (ob nun männlich oder weiblich) sind beide für die Erziehung eines Kindes geeignet. Somit hätte ich überhaupt kein Problem damit, dass mein Partner zu Hause bleibt, lernt und sich um das Kind kümmert, während ich die Brötchen verdiene. Apropos Brötchen: Ich denke, in den 1-2 Jahren Job werde ich kleinere Brötchen als mein Partner backen müssen - was den Verdienst angeht. Ist es da nicht etwas klüger, dass derjenige welcher mehr verdient einen Job ausübt?
Womöglich müsste ich mir sonst noch von einigen anhören, dass ich nicht genug verdiene aber doch so „dreist“ war ein Kind zu bekommen. :wink:
Ich höre von vielen die sich mit Projektarbeiten oder gar Praktika (und viel weniger als 1000 Euro pro Monat nach dem Studium herumschlagen)die erste Zeit über Wasser halten. Leider!

Sollte ich also noch länger mit einem Kind warten und meinen Partner finanziell unterstützen - falls das möglich ist?
Wir wollen beide ein Kind, soviel ist sicher. Die Chance, wenn ich im Berufsleben stehe und mein Partner nach dem Abschluss ebenfalls, ein Kind beidseitig zu versorgen ist mehr als gering! So gesehen geht nichts über einen mind. 10 Stunden Arbeitstag. Abgesehen von der Frage, ob es mit Ende 30ig noch klappt, interessiert mich eher die Frage: Wozu unbedingt ein Kind, welches man dann komplett betreuen lassen soll?
Oder gar: Wozu ein Job, wenn man das Kind betreut und die meisten Posten anders belegt werden in der Zukunft?

Liebe Grüße, Rainbow

Hi Regenbogen!

ich fand deinen Beitrag etwas provokant und leicht
diskriminierend mir gegenüber. Wahrscheinlich hast du es nicht
so gemeint…

Nein, diskriminieren wollte ich Dich bestimmt nicht.
Etwas provokant mag das schon klingen, aber ich habe es durchaus ernst gemeint.

Hätte ich etwa in meinem alten Beruf bleiben sollen, in
welchem ich unglücklich war? Weil ich auch da schon wusste,
irgendwann einmal hätte ich gerne ein Kind.

Keine Ahnung.
Ich würde eben entsprechend planen.
Gemütlich studieren und dann „uuuppps, jetzt will ich doch en Kind“ finde ich persönlich eben nicht unbedingt zielführend.
Da könnten eine Ausbildung und danach einige erfüllte Berufsjahre deutlich positiver sein.

Bist du sicher, dass ich nach dem Studium einen festen Job
bekomme und soviel verdiene, um Alleinversorgerin zu sein?

Nein, das liegt an Dir.

Wenn ja, ich persönlich bin natürlich für Gleichberechtigung
und gehe grundsätzlich davon aus, Eltern (ob nun männlich oder
weiblich) sind beide für die Erziehung eines Kindes geeignet.

Nicht in den ersten 2-3 Jahren. Da braucht m.E. ein Kind sene Mutter. Wenn sie verfügbar ist, sollte man das so machen. Nun schlagt mich…

Somit hätte ich überhaupt kein Problem damit, dass mein
Partner zu Hause bleibt, lernt und sich um das Kind kümmert,
während ich die Brötchen verdiene.

Was sagt er dazu?
Mal mit Baby gelernt?

Apropos Brötchen: Ich
denke, in den 1-2 Jahren Job werde ich kleinere Brötchen als
mein Partner backen müssen - was den Verdienst angeht. Ist es
da nicht etwas klüger, dass derjenige welcher mehr verdient
einen Job ausübt?

Natürlich.
Nur kann frau sich das auch vorher überlegen und rechtzeitig zum System beitragen, wenn es denn schon eng ist.

Womöglich müsste ich mir sonst noch von einigen anhören, dass
ich nicht genug verdiene aber doch so „dreist“ war ein Kind zu
bekommen. :wink:

Möglicherweise…

Ich höre von vielen die sich mit Projektarbeiten oder gar
Praktika (und viel weniger als 1000 Euro pro Monat nach dem
Studium herumschlagen)die erste Zeit über Wasser halten.
Leider!

Das kommt auf das Fach an.
Wer heute noch SozPäd o.ä. studiert, muss sich nicht wundern.

Sollte ich also noch länger mit einem Kind warten und meinen
Partner finanziell unterstützen - falls das möglich ist?

Das wäre wohl das Sinnvollste.

Wir wollen beide ein Kind, soviel ist sicher. Die Chance, wenn
ich im Berufsleben stehe und mein Partner nach dem Abschluss
ebenfalls, ein Kind beidseitig zu versorgen ist mehr als
gering! So gesehen geht nichts über einen mind. 10 Stunden
Arbeitstag. Abgesehen von der Frage, ob es mit Ende 30ig noch
klappt, interessiert mich eher die Frage: Wozu unbedingt ein
Kind, welches man dann komplett betreuen lassen soll?

Nach 2-3 Jahren geht das.

Oder gar: Wozu ein Job, wenn man das Kind betreut und die
meisten Posten anders belegt werden in der Zukunft?

Wie gesagt, das sollte man sich rechtzeitig überlegen.

Grüße,

Mathias

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Hi Regenbogen!

ich fand deinen Beitrag etwas provokant und leicht
diskriminierend mir gegenüber. Wahrscheinlich hast du es nicht
so gemeint…

Nein, diskriminieren wollte ich Dich bestimmt nicht.
Etwas provokant mag das schon klingen, aber ich habe es
durchaus ernst gemeint.

–> Nun ja, diskriminiert gefühlt habe ich mich schon ein wenig, weil Frauen in diesem Dilemma stecken und sich sehr oft „Vorwürfe“ deshalb machen und anhören müssen. Auch, wenn die innere Uhr schon für einen selber leicht tickt und man meint, nicht mehr unbedingt alle Zeit der Welt zu haben, was bei Männern auch etwas anders ist. Während Männer schön Job und Familie vereinbaren können aber niemals dann: Karrieregeil, Egoist oder, sollten sie jemals zu Hause bleiben: Hausväterchen anhören müssen. :wink:

Hätte ich etwa in meinem alten Beruf bleiben sollen, in
welchem ich unglücklich war? Weil ich auch da schon wusste,
irgendwann einmal hätte ich gerne ein Kind.

Keine Ahnung.
Ich würde eben entsprechend planen.
Gemütlich studieren und dann „uuuppps, jetzt will ich doch en
Kind“ finde ich persönlich eben nicht unbedingt zielführend.
Da könnten eine Ausbildung und danach einige erfüllte
Berufsjahre deutlich positiver sein.

–> Weißt du, theoretisch ist es auch besser nach dem Studium einen Job auzuüben und dann eine Familie zu planen, da gebe ich dir natürlich Recht. Doch leider bin ich nunmal nicht mehr so jung.
Zielführend, was eine ordentliche Karriere angeht, ist das Vorgehen natürlich nicht. Aber eine großartige Karriere strebe ich auch nicht an. Nur einen erfüllenden Job und ein erfüllendes Privatleben.

Bist du sicher, dass ich nach dem Studium einen festen Job
bekomme und soviel verdiene, um Alleinversorgerin zu sein?

Nein, das liegt an Dir.

–> Stimmt und an der dann herrschenden wirtschaftlichen Lage!

Wenn ja, ich persönlich bin natürlich für Gleichberechtigung
und gehe grundsätzlich davon aus, Eltern (ob nun männlich oder
weiblich) sind beide für die Erziehung eines Kindes geeignet.

Nicht in den ersten 2-3 Jahren. Da braucht m.E. ein Kind sene
Mutter. Wenn sie verfügbar ist, sollte man das so machen. Nun
schlagt mich…

–> Ich denke nicht, dass das Kind zwingend eine Mutter braucht. Bis man abgestillt hat, sicher sinnvoll. Aber danach? Eine Bezugsperson ist wichtig…doch muss sie unbedingt die leibliche Mutter sein?

Somit hätte ich überhaupt kein Problem damit, dass mein
Partner zu Hause bleibt, lernt und sich um das Kind kümmert,
während ich die Brötchen verdiene.

Was sagt er dazu?
Mal mit Baby gelernt?

–> Er hat mehr Babyerfahrung als ich :wink:. Und kann sich gut vorstellen auch alleine für ein Kind zu sorgen. DAS wäre möglich, wenn ich nach dem Studium einen guten Job bekäme und ausreichend verdienen würde. Bekomme ich zuvor das Kind, so muss er für die Brötchen sorgen.

Apropos Brötchen: Ich
denke, in den 1-2 Jahren Job werde ich kleinere Brötchen als
mein Partner backen müssen - was den Verdienst angeht. Ist es
da nicht etwas klüger, dass derjenige welcher mehr verdient
einen Job ausübt?

Natürlich.
Nur kann frau sich das auch vorher überlegen und rechtzeitig
zum System beitragen, wenn es denn schon eng ist.

–> Ist eine gut Ausbildung nicht auch schon ein Beitrag den ich versuche zu leisten? Ich bemühe mich zumindest darum, eine höhere Ausbildung abzuschließen und so meine Chancen auf dem Markt zu erhöhen.

Womöglich müsste ich mir sonst noch von einigen anhören, dass
ich nicht genug verdiene aber doch so „dreist“ war ein Kind zu
bekommen. :wink:

Möglicherweise…

–> Höchstwahrscheinlich :wink:

Ich höre von vielen die sich mit Projektarbeiten oder gar
Praktika (und viel weniger als 1000 Euro pro Monat nach dem
Studium herumschlagen)die erste Zeit über Wasser halten.
Leider!

Das kommt auf das Fach an.
Wer heute noch SozPäd o.ä. studiert, muss sich nicht wundern.

–> Nur deshalb sehe ich nicht ein mich durch ein Wirtschaftsingenieursstudium zu quälen und wieder jahrzehntelang unglücklich im Job zu sein.

Sollte ich also noch länger mit einem Kind warten und meinen
Partner finanziell unterstützen - falls das möglich ist?

Das wäre wohl das Sinnvollste.

–> Wenn du mir garantierst, dass ich mit Ende 30ig genauso locker schwanger werden kann, gerne!

Wir wollen beide ein Kind, soviel ist sicher. Die Chance, wenn
ich im Berufsleben stehe und mein Partner nach dem Abschluss
ebenfalls, ein Kind beidseitig zu versorgen ist mehr als
gering! So gesehen geht nichts über einen mind. 10 Stunden
Arbeitstag. Abgesehen von der Frage, ob es mit Ende 30ig noch
klappt, interessiert mich eher die Frage: Wozu unbedingt ein
Kind, welches man dann komplett betreuen lassen soll?

Nach 2-3 Jahren geht das.

–> Kann ich mir erlauben 2-3 Jahre komplett aus dem Job auszusteigen?
Ich denke, NEIN! Dann ist der Zug nämlich erst recht abgefahren. Lieber dann doch noch zuvor ein Kind und dann richtig durchstarten. Oder?

Oder gar: Wozu ein Job, wenn man das Kind betreut und die
meisten Posten anders belegt werden in der Zukunft?

Wie gesagt, das sollte man sich rechtzeitig überlegen.

–> Mache ich jetzt, zuvor war kein so großer Kinderwunsch vorhanden und mir stellte sich diese Frage vor dem Beginn des Studiums in der Form nicht.

Grüße,

Mathias

–> Ebenfalls liebe Grüße

Hallo

Nicht in den ersten 2-3 Jahren. Da braucht m.E. ein Kind sene
Mutter. Wenn sie verfügbar ist, sollte man das so machen. Nun
schlagt mich…

–> Ich denke nicht, dass das Kind zwingend eine Mutter
braucht. Bis man abgestillt hat, sicher sinnvoll. Aber danach?
Eine Bezugsperson ist wichtig…doch muss sie unbedingt die
leibliche Mutter sein?

Es müsste zwar eigentlich nicht die leibliche Mutter sein, aber sie ist nun mal zwangsläufig die erste Bezugsperson des Kindes (nicht nur durchs Stillen, sondern schon durch die Schwangerschaft). Und eine Bezugsperson ist nicht auswechselbar. Jeder Wechsel ist auch ein Bruch.

Ich glaube, es ist optimal, wenn das Kind sich schrittweise von der ersten Bezugsperson immer weiter wegbewegt, und zwar nicht indem die Mutter dann plötzlich weg ist, sondern indem andere Bezugspersonen hinzukommen, die sich mit dem Kind mal von der Mutter wegbewegen, aber auch wieder hin.

Meiner Meinung nach ist die ständige oder fast ständige Greifbarkeit der Mutter meistens auch noch weit über das 3. oder 4. Lebensjahr hinaus eher förderlich. Dabei stelle ich mir aber weder eine den Hausputz machende Mutter mit einem einsamen Kind noch eine Alleinunterhalterin ihres Kindes dabei vor, sondern die zusätzliche Anwesenheit von anderen Kindern und Erwachsenen, und dass da auch irgendwas passiert.

Sowas ist allerdings in unserem System überhaupt nicht vorgesehen. Ob es das jemals in früheren Systemen war, weiß nicht, vielleicht vor der industriellen Revolution in manchen Dörfern.

Viele Grüße
Simsy

Hi Regenbogen!

ich fand deinen Beitrag etwas provokant und leicht
diskriminierend mir gegenüber. Wahrscheinlich hast du es nicht
so gemeint…

Nein, diskriminieren wollte ich Dich bestimmt nicht.
Etwas provokant mag das schon klingen, aber ich habe es
durchaus ernst gemeint.

–> Nun ja, diskriminiert gefühlt habe ich mich schon ein wenig, weil Frauen in diesem Dilemma stecken und sich sehr oft „Vorwürfe“ deshalb machen und anhören müssen.

Das ist mir schon klar.
In diese Kerbe wollte ich nicht schlagen.
Es ist nun einmal so, dass Frauen die Kinder bekommen und daher etwas weitsichtiger planen sollten.

Auch, wenn die innere Uhr schon für einen selber leicht tickt und man meint, nicht mehr unbedingt alle Zeit der Welt zu haben, was bei Männern auch etwas anders ist. Während Männer schön Job und Familie vereinbaren können aber niemals dann: Karrieregeil, Egoist oder, sollten sie jemals zu Hause bleiben: Hausväterchen anhören müssen. :wink:

Damit müssen wir Männer heute auch leben.

Hätte ich etwa in meinem alten Beruf bleiben sollen, in
welchem ich unglücklich war? Weil ich auch da schon wusste,
irgendwann einmal hätte ich gerne ein Kind.

Keine Ahnung.
Ich würde eben entsprechend planen.
Gemütlich studieren und dann „uuuppps, jetzt will ich doch en
Kind“ finde ich persönlich eben nicht unbedingt zielführend.
Da könnten eine Ausbildung und danach einige erfüllte
Berufsjahre deutlich positiver sein.

–> Weißt du, theoretisch ist es auch besser nach dem
Studium einen Job auzuüben und dann eine Familie zu planen, da
gebe ich dir natürlich Recht. Doch leider bin ich nunmal nicht
mehr so jung.

Das meinte ich mit rechtzeitiger Planung.

Zielführend, was eine ordentliche Karriere angeht, ist das
Vorgehen natürlich nicht. Aber eine großartige Karriere strebe
ich auch nicht an. Nur einen erfüllenden Job und ein
erfüllendes Privatleben.

Das lässt sich auch heute noch erreichen.

Bist du sicher, dass ich nach dem Studium einen festen Job
bekomme und soviel verdiene, um Alleinversorgerin zu sein?

Nein, das liegt an Dir.

–> Stimmt und an der dann herrschenden wirtschaftlichen
Lage!

Nein, es liegt v.a. an Dir.
Die „wirtschaftliche Lage“ ist in Europa generell nicht schlecht. Wer etwas kann, bekommt einen Job. Nur muss man ggf. örtlich flexibel sein.

Wenn ja, ich persönlich bin natürlich für Gleichberechtigung
und gehe grundsätzlich davon aus, Eltern (ob nun männlich oder
weiblich) sind beide für die Erziehung eines Kindes geeignet.

Nicht in den ersten 2-3 Jahren. Da braucht m.E. ein Kind sene
Mutter. Wenn sie verfügbar ist, sollte man das so machen. Nun
schlagt mich…

–> Ich denke nicht, dass das Kind zwingend eine Mutter
braucht. Bis man abgestillt hat, sicher sinnvoll. Aber danach?
Eine Bezugsperson ist wichtig…doch muss sie unbedingt die
leibliche Mutter sein?

So sie noch am Leben ist, halte ich das für vorteilhaft.
Wenn nicht, geht es auch nur mit Vater, klar.

Somit hätte ich überhaupt kein Problem damit, dass mein
Partner zu Hause bleibt, lernt und sich um das Kind kümmert,
während ich die Brötchen verdiene.

Was sagt er dazu?
Mal mit Baby gelernt?

–> Er hat mehr Babyerfahrung als ich :wink:. Und kann sich
gut vorstellen auch alleine für ein Kind zu sorgen. DAS wäre
möglich, wenn ich nach dem Studium einen guten Job bekäme und
ausreichend verdienen würde. Bekomme ich zuvor das Kind, so
muss er für die Brötchen sorgen.

Muss er das?
Er könnte, so Ihr Euch einig werdet.

Apropos Brötchen: Ich
denke, in den 1-2 Jahren Job werde ich kleinere Brötchen als
mein Partner backen müssen - was den Verdienst angeht. Ist es
da nicht etwas klüger, dass derjenige welcher mehr verdient
einen Job ausübt?

Natürlich.
Nur kann frau sich das auch vorher überlegen und rechtzeitig
zum System beitragen, wenn es denn schon eng ist.

–> Ist eine gut Ausbildung nicht auch schon ein Beitrag
den ich versuche zu leisten? Ich bemühe mich zumindest darum,
eine höhere Ausbildung abzuschließen und so meine Chancen auf
dem Markt zu erhöhen.

Du hättest ja schon 10 Jahre gearbeitet haben können und jetzt gemütlich schwanger werden.
Rechtzeitige Planung eben…

Womöglich müsste ich mir sonst noch von einigen anhören, dass
ich nicht genug verdiene aber doch so „dreist“ war ein Kind zu
bekommen. :wink:

Möglicherweise…

–> Höchstwahrscheinlich :wink:

Du musst schon selbst mit Deinem Kram klarkommen. Es sind nicht die anderen verantwortlich (zu machen).
Wenn Dein Mann mitzieht, gut. Wenn nicht, musst Du eben eine Alternative finden.

Ich höre von vielen die sich mit Projektarbeiten oder gar
Praktika (und viel weniger als 1000 Euro pro Monat nach dem
Studium herumschlagen)die erste Zeit über Wasser halten.
Leider!

Das kommt auf das Fach an.
Wer heute noch SozPäd o.ä. studiert, muss sich nicht wundern.

–> Nur deshalb sehe ich nicht ein mich durch ein
Wirtschaftsingenieursstudium zu quälen und wieder
jahrzehntelang unglücklich im Job zu sein.

Diese Kausalität sehe ich eigentlich nicht.

Was studierst Du denn?

Sollte ich also noch länger mit einem Kind warten und meinen
Partner finanziell unterstützen - falls das möglich ist?

Das wäre wohl das Sinnvollste.

–> Wenn du mir garantierst, dass ich mit Ende 30ig genauso
locker schwanger werden kann, gerne!

Ich muss nichts garantieren, meine Planung passt einigermassen.

Wir wollen beide ein Kind, soviel ist sicher. Die Chance, wenn
ich im Berufsleben stehe und mein Partner nach dem Abschluss
ebenfalls, ein Kind beidseitig zu versorgen ist mehr als
gering! So gesehen geht nichts über einen mind. 10 Stunden
Arbeitstag. Abgesehen von der Frage, ob es mit Ende 30ig noch
klappt, interessiert mich eher die Frage: Wozu unbedingt ein
Kind, welches man dann komplett betreuen lassen soll?

Nach 2-3 Jahren geht das.

–> Kann ich mir erlauben 2-3 Jahre komplett aus dem Job
auszusteigen?

Das kommt darauf an, was für ein Job das ist.

Ich denke, NEIN! Dann ist der Zug nämlich erst recht
abgefahren. Lieber dann doch noch zuvor ein Kind und dann
richtig durchstarten. Oder?

Mit Kindern unter 14 gibt´s immer mal wieder Ärger, der Zeit kostet.
Darauf zu warten lohnt sich nicht.

Oder gar: Wozu ein Job, wenn man das Kind betreut und die
meisten Posten anders belegt werden in der Zukunft?

Wie gesagt, das sollte man sich rechtzeitig überlegen.

–> Mache ich jetzt, zuvor war kein so großer Kinderwunsch
vorhanden und mir stellte sich diese Frage vor dem Beginn des
Studiums in der Form nicht.

Was soll ich dazu sagen?
Normalerweise beendet frau ihr Studium mit ca. 27, arbeitet 5 Jahre und bekommt dann ein Kind.
Wenn Du das anders gemacht hast, ist das schlecht. Evtl. auch auf dem Jobmarkt.

Mich stört einfach, dass viele Frauen studieren, dann sofort Kinder bekommen und niemals richtig arbeiten. Die Studienplätze könnten andere gut gebrauchen.
Man muss sich halt schon irgendwann überlegen, was man will.

Nur darum geht es mir.

Grüße,

Mathias