Wann Eltern werden

Hallo zusammen

Im Magazin des Zürcher Tagesanzeiger ist folgender Artikel erschienen:

http://dasmagazin.ch/index.php/warum-warten/

Es geht in dem Artikel um junge Mütter (ab 19 Jahre).

Wie ist es bei euch, wann habt ihr mit Familienplanung begonnen?
Seit ihr junge Eltern oder ältere (nach 35 das erste Kind)? Was waren die Beweggründe früh, oder spät Kinder zu haben, „Unfall“? Wenn Unfall, wie haben Kindvater, Eltern und Umfeld reagiert, Hilfe oder Ablehnung?

Wie ist es heute, bereut ihr eure Entscheidung?

Ich möchte gerne darüber eine Diskussion anschieben und eure Meinung hören. Meinen Artikel schreibe ich später über uns.

HaegarCH

Hallo Haegar,

Seit ihr junge Eltern oder ältere (nach 35 das erste Kind)?

nach Deiner Definition war ich ein alter Vater und die Mutter eine junge.

Was waren die Beweggründe früh, oder spät Kinder zu haben,

Da hat sich vorher nichts tragfähges :wink: gefunden.
Das die Liebe mittlerweile dahin ist, ist eine andere Sache, Die Jungs sing gelungene Exemplare.

Wie ist es heute, bereut ihr eure Entscheidung?

Nienimmernicht!
Das war und ist die beste Entscheidung meines Lebens

Gandalf

Hallo Hägar!

Wir sind mit gerade 25 und gut 27 das erste Mal Eltern geworden. das zweite Mal werden wir mit knapp 28 und gut 30 Eltern werden *g*
Ich komme mir übrigens ziemlich jung vor, die meisten Mütter in meinem Umfeld sind deutlich älter als ich.

Beweggründe…puh, das ist schwer einzugrenzen. Wenns nach mir gegangen wäre, wären wir auch noch früher Eltern geworden, einfach weil ich gerne ein Kind wollte. Aber da gibts ja noch diese Sache namens Vernunft, und so haben wir uns entschieden, erst nachdem wir beide einen Beruf hatten, an die konkrete Planung zu gehen. Dann musste noch eine Wohnung her, die Platz und gutes Wohnklima für alle bot, und los gings :wink:
Was ausser dem blossen Wunsch, Eltern zu sein, den Zeitpunkt mit bestimmt hat, war meine Gesundheit. Damals hatte ich „dank“ meinem Diabetes noch so einige Begleitprobleme, die uns zu denken gegeben haben. Man weiss nie, was die Zukunft bringt, und womöglich wäre eine Schwangerschaft zehn Jahre später gar nicht mehr möglich gewesen.
Mittlerweile sehe ich allerdings, dass seit der ersten Schwangerschaft meine Gesundheit sich bedeutend gebessert hat, so dass so eine Überlegung beim zweiten Kind gar keine Rolle mehr gespielt hat.
Der Zeitpunkt fürs zweite Kind ist durch das Alter des Grossen und verschiedene kleinere Umstände in unserem Umfeld „entstanden“. Zuerst habe ich nach der Elternzeit wieder angefangen zu arbeiten, dann kam eine grosse OP, die notwendig war, samt Erholungszeit hinterher. Und dann wars eben so weit, wir wollten und haben uns auch gut gefühlt bei dem Gedanken.

Bereut habe ich übrigens nichts. Es hat einfach gepasst mit dem Grossen, und wies ab Sommer mit Nummer zwei wird, das wird sich zeigen. Da ist höchstens der Geburtstzeitpunkt etwas unpraktisch wegen dem Kindergartenstart vom Grossen, aber auch da haben wir schon einige Ideen, wie wir das bestmöglich hinkriegen.

Ich finde, DEN Zeitpunkt zum Kinder kriegen oder haben gibt es nicht, dafür sind wir alle viel zu verschieden! Da spielen so dermassen viele Dinge eine Rolle, die kann kein Mensch beurteilen.
Wichtig finde ich, dass man für sich selbst den richtigen Zeitpunkt findet, damit man sich sicher fühlt und stark an die Aufgaben treten kann, die Elternsein so mit sich bringt.

Liebe Grüsse
Bine

Hi,

sollte ich mal Kinder haben, werde ich zu den alten Müttern zählen, und ich muss sagen: Leider!

Rein vom Alter her hätte ich gerne in jüngeren Jahren Kinder bekommen, besonders, weil meine Mutter eine junge Mutter war und ich das selber immer toll fand.

Aber da hat man ja nicht immer Einfluss drauf, und wenn die Situation (Partner, Job etc.) es nicht möglich macht, dann kommt es eben anders als „geplant“. Darum werde ich zwar froh sein, wenn ich mal Kinder habe, aber ein „Entscheidung bereuen“ wird da nicht zur Diskussion stehen, weil es bei mir die Wahl zwischen junger oder alter Mutter eben nicht gab.

Gruß
Cess

Hi

Meine Eltern waren eignetlich schon ältere Eltern.
Meine Mutter war 33 als ich auf die Welt kam (10 Tage später 34), mein Vater 37.

Damit waren meine Eltern auf der Grundschule und Realschule immer die ältesten.

Auf dem Gymnasium hatten schon mehr Leute Eltern der selben Altersklasse.

Und jetzt auf der Uni habe ich schon von einigen mitbekommen, dass die Eltern noch älter sind, oder als die ersten Kinder durch waren nochmal ein Kind bekommen haben (Beispiel: Freundin 26, kleiner Bruder 7).

Meine Eltern waren schon 10 Jahre verheiratet gewesen, wollten aber erst das Haus fertig bauen, ein kind auf der Baustelle wollten sie auf keinen Fall.

lg
Kate

Wenn es passiert
Hi,

es gibt kein richtiges Alter für Kinder, sondern nur den richtigen Partner. Ich hätte nicht zu jung (

Hallo!

Wir waren am WE den 5 Monate alten Sohn einer Freundin (und ihres Mannes) besuchen. Sie war mit 30 eine der jüngeren in all ihren Schwangerschaftskursen. Ich bin Mitte 20 und könnte sofort loslegen. Eigentlich passt alles. Mein Freund würde auch gern. Wir lassen jetzt das Kultusministerium entscheiden. Komme ich in Heimatnähe, steht der Sache (nach einem Jahr, man braucht ja Elterngeld - aber die „Produktion“ dauert ja eh eine Weile :wink: ) nichts im Wege. Werde ich verschickt, müssen wir warten, bis eine Versetzung möglich ist. Das wäre dann nach frühstens drei Jahren. Dann wäre ich in meinen Augen schon alt. Von heute aus gesehen… :wink:
Vielleicht hätte ich dieses Argument in die Bewerbung mit reinschreiben sollen, wo doch alle Bundesländer so dringend Kinder brauchen. Mist… :wink:

Grüße!

alte Mutter
mit 35. Ich war nicht bereit, vorher diesen Schritt zu wagen und mich der Verantwortung zu stellen. Jetzt paßt es und die derzeitigen Einschränkungen (Abende zu Hause; veränderte Reiseziele; veränderter Genußmittelkonsum) fühlen sich nicht als solche an.
PP

Danke für die Antworten und meine Erfahrung
Hallo zusammen

Vielen Dank an die, die schon geschrieben haben.

Eins vorweg. Es gibt kein Richtig und es gibt kein Falsch. Wie schon einige von euch geschrieben haben, man merkt selber, wann man soweit ist.

Ich, als Mann, habe schon sehr früh Kinder gewollt. Mit 17 lernte ich ein nettes Mädchen kennen, welche ein Jahr jünger war und auch schon Kinder wollte. Aber irgendwie kam es zu gar keiner Beziehung und daher war die ganze Sache erst mal auf Eis gelegt.

Als ich dann 21 wurde, habe ich meine Frau kennen gelernt. Mit 22 haben wir geheiratet. Eigentlich wollten wir noch ein, zwei Jahre warten und dann Kinder haben. Wie es aber so ist, es kommt es ganz anders als man denkt. Meine Frau, wir waren gerade drei 3 Wochen verheiratet, bekam eine Lungenembolie. Aus diesem Grunde musste sie die Pille absetzten. Das führte dazu, dass 1994 unsere Tochter zur Welt kam. Ich war damals 23 und meine Frau 24. Zwei Jahre später kam dann unser Sohn zur Welt.

Persönlich finden wir es gut, dass wir schon Kinder haben. Wir wissen noch, wie wir als Jugendliche waren und erinnern uns, jetzt wie unsere Tochter in die Pubertät gekommen ist, wie wir es damals hatten.

Auch sagen wir uns, dass wir mit allfälligen Enkel noch herum tollen können. Wenn ich meine Schwiegereltern anschaue, so ist das bei ihnen nicht mehr so möglich. Meine Mutter hingegen ist vor ein paar Tagen mit meinen Kindern auf der Schaukel und der Wippe gewesen und haben geschaukelt. Sie wurde jetzt 58 und ist mehr oder weniger noch fit.

Meine Eltern haben mich und meine Schwester auch früh bekommen. Ich habe es sehr genossen, junge Eltern zu haben. Manchmal meinten ja einige, dass meine Mutter meine ältere Schwester sei.

Wir bereuen auch nicht, dass wir selber junge Eltern sind. Im Gegenteil. Ich habe immer gesagt, ich will Kinder, solange ich noch die Kraft und die Nerven dafür habe. Und für meine Kinder brauche ich besonders die Nerven da beide doch sehr speziell sind.

HaegarCH

Hallo Haegar,

wir sind mit 32 und 40 Eltern geworden. Gründe hierfür sind relativ einfach:

Ich wollte erst mein Studium beenden und eine Zeit lang Berufserfahrung sammeln bzw. meine Firma so weit stabilisieren, dass ich mir kleinere Pausen erlauben kann ohne, dass alle Kunden verloren gehen.

Ich mit 20 noch nicht die Geduld hatte wie heute und mir aktuell ziemlich sicher bin, dass ich mich mehr beherrschen und meine Bedürfnisse zurückstellen kann, auch wenn ich gerade vor Müdigkeit umkippe und keine Lust habe ein hellwaches Kind zwei Stunden voll zu bespielen… *gähhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhn*

Der Richtige Partner weit und breit nicht zu sehen war mit dem man ein derartig Zeit-, Kräfte- und Nervenzehrendes Projekt meistern kann. Auch wenn bei uns aktuell der Kampf um die Ressourcen statt findet, bin ich zuversichtlich, dass wir das meistern werden.

…und nicht auch zuletzt - der finanzielle Rahmen gesichert und nicht allzu schlecht ist und davon abängig auch das Wohnumfeld. Es ist einfach schön, wenn man was nettes für das Krümelchen sieht und es einfach kaufen kann und nicht auf jeden Cent gucken muss…und da ich mein eigenes Geld verdiene auch meinem Partner keine Rechenschaft abliefern muss.

Warum mein Mann erst mit 40 Vater geworden ist??? Er wollte nie vorher heiraten (das haben wir jetzt auch nicht) aber das schien für ihn das Alter zu sein, um „sesshafter“ zu werden. Vielleicht benötigt man auch so lange, um die eigenen Kindheitstraumata aufzuarbeiten und sich emotional auf seine eigene Elternschaft vorzubereiten und dann auch sicher zu sein. Wir sind beide Scheidungskinder - die Eltern haben sich beide nen netten Rosenkrieg geliefert und da überlegt man sich dann schon, ob man so etwas seinem Kind antuen möchte - ob die Beziehung tragfähig ist, was man selbst in Bezug auf Beziehung zum Kind und Erziehung ändern möchte… das dauert eine ganze Weile, bis man sich da im klaren ist. Nicht zuletzt muss das eigene Erziehungskonzept/Wertesystem auch mit dem vom Partner übereinstimmen, - wir haben das Thema lieber vorher besprochen und durchdacht -

Irgendwann hatte ich mal mit 20 den Wunsch nach Kindern… ich bin froh, dass ich jetzt erst mein erstes Kind bekommen habe. Ich merke erst jetzt so richtig, was aktuell wichtig ist im Leben und nehme mir sehr bewusst Zeit für den Krümel - mit 20 wäre das Kind vermutlich so mitgelaufen, aber man hätte da „wichtige“ Schritte einnfach verpasst. Ich merke, dass auch mein Mann immer mehr Zeit mit dem Kind verbringt und Arbeit auch mal Arbeit sein lässt und sich die Prioritäten verschieben.

Hallo,

Wie ist es bei euch, wann habt ihr mit Familienplanung
begonnen?

Ich habe mit meiner Familienplanung begonnen, als ich den richtigen Partner dazu hatte :wink:
Wichtig war allerdings, zuerst die Ausbildung zu beenden (bei mir war das das Studium).

Seit ihr junge Eltern oder ältere (nach 35 das erste Kind)?

Mein erstes Kind kam also nach dem Studiumende mit 24, das Zweite erst mit 35.

Ich muß sagen, das Erste war relativ unkompliziert, und wir hatten wenig Stress.
Jetzt beim Zweiten merke ich, dass ich öfter die Geduld verliere und andererseits manches durchgehen lasse, um „meine Ruhe“ zu haben, was früher nicht so war.

Also ich habe mich als „junge Mutter“ besser gefühlt als jetzt „alte Mutter“.

Beatrix