Hi, ich habe eigentlich zwei Fragen bezüglich der Wehrpflicht:
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Viele behaupten, dass heute nicht mehr jeder eingezogen wird, sondern nur noch jeder Dritte. Stimmt das?
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Soweit ich weiß, bekommt man als erstes einen Wehrerfassungsbericht, auf den man nur im Falle eines Umzuges etc. antworten muss.
Danach kommt irgentwann eine Sammlung von Bögen, in denen man gesundheitliche Daten sowie nähere Zukunfstpläne angeben muss.
Angenommen, jemand hat jetzt dieses Schreiben erhalten, will weder zur Bundeswehr noch zum Zivildienst, sondern sich für sechs Jahre bei der Feuerwehr verpflichten, aber nur wenn er wirklich eingezogen wird.
Ist es in dem Falle möglich, auf irgendwelche Nachrichten zu warten, ob man tatsächlich gezogen wird – beispielsweise bei der Musterung – und sich erst anschließend bei der Fw zu verpflichten?
Oder ist es dann schon zu spät und man hätte es vorher machen müssen?
Ich hoffe, jemand kann die Frage beantworten, denn das interessiert mich brennend!
- Viele behaupten, dass heute nicht mehr jeder eingezogen
wird, sondern nur noch jeder Dritte. Stimmt das?
Nein.
Angenommen, jemand hat jetzt dieses Schreiben erhalten, will
weder zur Bundeswehr noch zum Zivildienst, sondern sich für
sechs Jahre bei der Feuerwehr verpflichten, aber nur wenn er
wirklich eingezogen wird.
Von dieser obskuren „Planung“ (die nämlich keine ist) sollte sich dieser jemand im ureigensten Interesse ganz schnell verabschieden und den Wehrdienst oder einen Wehrersatzdienst fest in seine Lebensplanung mit aufnehmen. Jede andere Vorgehensweise ist prädenstiniert dafür, dass man auf die Schnauze fliegt.
Oder ist es dann schon zu spät und man hätte es vorher machen
müssen?
Zu spät für eine Verpflichtung für den Dienst bei einer Organisation der zivilen Verteidigung ist es an sich erst, wenn der Einberufungsbescheid für den Wehrdienst vorliegt.
Gruß Andreas
Danke für die schnelle Antwort!
Diesen Einberufungsbescheit erhält man wahrscheinlich erst nach der Musterung? Also müsste man sich zwischen Musterung und Bescheit verpflichten?
Sagen wir, jemand macht noch sein Abi bis 2011.
Soweit ich das verstanden habe wird man möglichst nahe am Möglichen Einberufungstermin gemustert. Also wird bis 2011 mit der Musterung gewartet. Dort sagen einem dann die Ärzte ob man gezogen wird und sobald man das erfahren hat, müsste man sich dann verpflichten um vor dem Einberufungsbescheit die 6 jährige Zivilschutz-Verpflichtung beim Kreiswehrersatzam vorlegen zu können.
Also wird bis 2011 mit der Musterung gewartet.
Die Musterung wird ungefähr 6-12 Monate bevor der Wehrpflichtige für den Wehrdienst zur Verfügung steht durchgeführt. Also in diesem Fall mutmaßlich Ende 2010, Anfang 2011.
Dort sagen einem dann die Ärzte ob man gezogen wird
Nein, dort befindet ein Arzt über die Wehrdiensttauglichkeit des Wehrpflichtigen. Aufbauend auf dem Musterungsergebnis befindet dann ein Sachbearbeiter im Kreiswehrersatzamt über die weiteren Maßnahmen.
Gruß Andreas
Achso!
Also erfährt man erst dann, ob man tatsächlich gezogen wird, wenn es für das Verpflichten schon zu spät ist?
Demnach wäre das Vorhaben sich nur im Falle des Einzuges zu Verpflichten wohl nicht möglich, oder?
Danke nochmal für deine schnellen Antworten!
Gurß Abimaker
Nach der Musterung weiß der Wehrpflichtige, ob er wehrdiensttauglich ist oder nicht. Ist er es nicht ist das thema für ihn gegessen. ist er wehrdiensttauglich ist das mehr oder weniger der Punkt an dem er sich um etwaigen Ersatzdienst kümmern sollte.
Gruß Andi
Super danke! Das hat mich brennend interessiert!
Wenn ich es also richtig verstanden habe, ist es also so:
Der Wehrpflichtige braucht in dem Schreiben mit den Fragen über Gesundheit und Zukunfstpläne etc. noch keine Angaben über eine mögliche Verpflichtung beim Zivilschutz machen.
Man wartet bis zur Musterung und wenn man dann erfährt, dass man tauglich ist, geht man beispielsweise zur Feuerwehr, verpflichtet sich dort und sendet den „Vertrag“ zum Kreiswehrersatzamt um sich von der Wehrpflicht zu befreien?
Falls es so ist, scheint die Sache ja doch nicht so kompliziert zu sein.
Nochmals danke für deine Bemühungen mir das so verständlich zu erklären!
Gruß Abi
So kann man es machen.
Und was sollte daran denn kompliziert sein? Dieses System durchlaufen jedes Jahr hunderttausende junger Männer, dementsprechend simpel ist es auch aufgebaut.
Gruß Andreas