Hallo,
ich würde gerne meinen Elektro-Gerätepark (Fernseher, Stereoanlage, Computer, etc.) vor Überspannungen durch einen indirekten Blitzeinschlag schützen. Das geht ja mittlerweile, etwa mit diesen €7-Zwischensteckern von Brennenstuhl, recht einfach, allerdings habe ich auch erfahren dass man zusätzlich auch noch das Antennenkabel und die Telefonleitung absichern müsste.
Mittlerweile sind mir aber Zweifel gekommen: ich wohne in einer Kleinstadt (also nicht auf dem Land), wo die Leitungen, soweit ich das überblicken kann, sämtlich unterirdisch verlegt sind.
* Fernsehen: wir haben Kabelfernsehen, und bekommen das Signal über ein unterirdisch verlegtes Kabel
* Telefon: ditto
* Strom: ditto; das Umspannwerk ist ca. 1 km Luftlinie entfert
Soweit ich das überblicken kann, könnte der Blitz höchstens in einen Verteilerkasten (Strom, Telefon – keine Ahnung ob es das auch für Kabelfernsehen gibt) einschlagen – das halte ich allerdings für sehr unwahrscheinlich.
Wie schätzt ihr das ein, wie hoch ist die Gefahr durch indirekten Blitzschaden (Überspannung) in einer Stadt, verglichen mit dem Land (wo viele Leitungen wohl noch überirdisch geführt werden)?
Zusatzfrage: wenn ein Blitz in eine Leitung (etwa das Umspannwerk oder einen Verteilerkasten) einschlägt, in welchem Radius besteht dann die Gefahr einer gefährlichen Spannungspitze (surge)?
Danke.
Hallo,
ich würde gerne meinen Elektro-Gerätepark (Fernseher,
Stereoanlage, Computer, etc.) vor Überspannungen durch einen
indirekten Blitzeinschlag schützen. Das geht ja mittlerweile,
etwa mit diesen €7-Zwischensteckern von Brennenstuhl, recht einfach,
Naja, wenn die Geräte entsprechend CE-Normen hergestellt und
geprüft wurden, dann ist in jedem Netzspannungseingang ein
Feinschutz eingebaut.
Ob man mit diesen zusätzlichen Zwischensteckern für fast kein Geld
noch was rausholt, das ist schwer zu sagen. Vermutlich wenig,
weil guter Blitzschutz auch Geld kostet.
Aber gut, schaden werden sie wohl nicht.
allerdings habe ich auch erfahren dass man zusätzlich
auch noch das Antennenkabel und die Telefonleitung absichern
müsste.
Ja, prinzipiell sind diese Signaleingänge sogar stärker gefärdet
als die eh schon recht robusten Netzeingänge.
Mittlerweile sind mir aber Zweifel gekommen: ich wohne in
einer Kleinstadt (also nicht auf dem Land), wo die Leitungen,
soweit ich das überblicken kann, sämtlich unterirdisch verlegt
sind.
Das entschärft die Sache etwas.
* Fernsehen: wir haben Kabelfernsehen, und bekommen das
Signal über ein unterirdisch verlegtes Kabel
* Telefon: ditto
* Strom: ditto; das Umspannwerk ist ca. 1 km Luftlinie entfert
Soweit ich das überblicken kann, könnte der Blitz höchstens in
einen Verteilerkasten (Strom, Telefon – keine Ahnung ob es
das auch für Kabelfernsehen gibt) einschlagen – das halte ich
allerdings für sehr unwahrscheinlich.
Ja, das wäre aber auch kein indirekter Einschlag, sondern eben eher
ein direkter.
Bei indirekten Einschlägen in unmittelbarer Nähe des Hauses
(also z.B. auf die Dachhaut des hause oder Nachbarhauses)
wird in allen Leitungen eine Spannung induziert.
Da kommt es jetzt nur drauf an, wie stark der Blitzstrom war,
wie schnell die Ansteigsgeschwindigkeit des Ableitstromes,
wie groß der Abstand ist und wie die baulichen/konsruktiven
Gegegebenheiten sind.
Im Ungünstigen Fall werden aber auf alle möglichen Signalleitungen
ganz heftige Spannungen aufgeprägt, mit Energiemengen, die für
normale Überspannungselemente eh nicht verträglich sind.
Ich hatte solche einen Fall vor paar Jahren, wo ein Haufen
Geräte und Hausinstallation zerschoossen wurde.
Unter anderem auch DSL-Splitter und NTBA von der Telefonanlage,
die auch unterirdisch ins Haus kommen.
Überspannungsbauelemente, die durchaus an die 100A Impulsstrom
abkönnen, wurden regelrecht weggesprengt.
Wie schätzt ihr das ein, wie hoch ist die Gefahr durch
indirekten Blitzschaden (Überspannung) in einer Stadt,
verglichen mit dem Land (wo viele Leitungen wohl noch
überirdisch geführt werden)?
Wie oft ist es den schon passiert?
Bei mir in über 10 Jahren nur einmal so heftig.
Zusatzfrage: wenn ein Blitz in eine Leitung (etwa das
Umspannwerk oder einen Verteilerkasten) einschlägt, in welchem
Radius besteht dann die Gefahr einer gefährlichen
Spannungspitze (surge)?
Wenn es ein Trafo ist, der auf normale Niederspannung (230V/400V)
runtertransformiert, dann sicher im gesamten Versorgungsbereich des
Trafos. In welcher Stärke das wirkt, hängt von vielen Randbed. ab.
Der sicherste Blitzschutz für Geräte ist übigens die komplette
Trennung aller Leitungen von Anschlüssen.
Wenn’s draußen also donnert, an besten alle Strippen abmontieren.
Gruß Uwi
Hallo,
Hallo (hier bitte Namen einfügen)
ich würde gerne meinen Elektro-Gerätepark (Fernseher, Stereoanlage, Computer, etc.) vor Überspannungen durch einen indirekten Blitzeinschlag schützen. Das geht ja mittlerweile, etwa mit diesen €7-Zwischensteckern von Brennstuhl, recht einfach,
so behauptet es die Werbung, aber um das nachzuprüfen, benötigt man ein spezielles Blitzlabor (wie im Deutschen Museum in München). Das hat nicht jeder. Und da Blitzschäden relativ selten sind, erfolgt auf die Werbeaussagen kaum Widerspruch und wenn Doch, dann heißt es: „Dann lesen Sie mal unsere technische Spezifikation“. Bist Du in der Lage, die zu interpretieren?
allerdings habe ich auch erfahren dass man zusätzlich auch noch das Antennenkabel und die Telefonleitung absichern müsste.
Mittlerweile sind mir aber Zweifel gekommen: ich wohne in einer Kleinstadt (also nicht auf dem Land), wo die Leitungen, soweit ich das überblicken kann, sämtlich unterirdisch verlegt sind.
* Fernsehen: wir haben Kabelfernsehen, und bekommen das Signal über ein unterirdisch verlegtes Kabel
* Telefon: dito
* Strom: dito; das Umspannwerk ist ca. 1 km Luftlinie entfernt
Soweit ich das überblicken kann, könnte der Blitz höchstens in einen Verteilerkasten (Strom, Telefon – keine Ahnung ob es das auch für Kabelfernsehen gibt) einschlagen – das halte ich allerdings für sehr unwahrscheinlich.
Was die Stromleitungen und die Kommunikationsleitungen betrifft, so treiben die Versorger einen ziemlichen Aufwand zum Blitz- und Überspannungsschutz. Und wenn der Blitz ins Haus einschlägt, dann kann weder Brennstuhl noch eine nachträglich eingebauter Blitzfeinschutz für mehrere Hundert Euro Dich retten.
Wie schätzt ihr das ein, wie hoch ist die Gefahr durch indirekten Blitzschaden (Überspannung) in einer Stadt, verglichen mit dem Land (wo viele Leitungen wohl noch überirdisch geführt werden)?
Relativ gering. Wie viele Menschen kennst Du, bei denen der Blitz schon eingeschlagen hat (damit meine ich nicht die, die einen kennen, der einen Bekannten hat, der schon mal gehört hat, dass bei einem Arbeitskollegen bei einem Blitz der Fernseher explodiert ist und die Wohnung in Brand gesteckt hat.
Zusatzfrage: wenn ein Blitz in eine Leitung (etwa das Umspannwerk oder einen Verteilerkasten) einschlägt, in welchem Radius besteht dann die Gefahr einer gefährlichen Spannungsspitze (surge)?
Das kommt auf die Stärke des Blitzes an, Bei denen gibt es auch so etwas wie die „nach oben offene Richterskala“. Bei einem Einschlag ins Umspannwerk halte ich die Gefahr für relativ gering – die Versorger treffen da Vorkehrungen, die mit Sicherheit wirksamer sind als das, was Du bezahlen kannst. Bei einem Verteiler vorm Haus hast Du schlechte Chancen, ob mit oder ohne Brennstuhl
Danke.
Bitte
merimies