Wann ist ein Tumor bös- bzw. gutartig?

Guten Tag,

ich habe folgende Frage:
Wenn jemand eine Gewebsveränderung hat, wird davon eine Gewebeprobe untersucht. Wie kann der Arzt dann erkennen, ob ein Tumor gut- bzw. bösartig ist?

Anhand der Zellen erkennt der Arzt oder Pathologe um welche Art von Tumor es sich handelt.
Es gibt Tumoren die streuen Metastasen und die sind sehr gefährlich.
Darüberhinaus wird anhand der Schnitte geschaut ob der Tumor über die Zellgrenzen hinaus gewachsen ist (infiltrierend) also ins Nachbargewebe hinein. Da ist ein malignes Zeichen. Daher überprüft der Arzt immer ob der Tumor beweglich ist (gutes Zeichen) oder ob er sich kaum bewegen lässt (schlechtes Zeichen da infiltrierend ins Nachbargewebe verwachsen.
Gruss

Hi,

Nunja, zunächst ist ein tumor keine gewebsveränderung im eigentlichen sinne, sondern lediglich gewebe, welches an die betreffende stelle nicht hingehört.
Jedes Gewebe hat seine typischen mikroskopischen eigenschaften und ist so durch einen pathologen genau zuzuordnen (Gewebsdifferenzierung).

Und nun kommt die gewebsveränderung ins spiel. Nimmt man eine probe aus einem tumor, muss der pathologe genau wissen woher das gewebe stammt. Und je typischer die zellen nun zur entnahmestelle passen, desto weniger bösartig ist der tumor. Sind die zellen jetzt aber nicht mehr so typisch, also beginnen sie sich zu „entdifferenzieren“, desto bösartiger ist der tumor.

Das ist jetzt die grobe erklärung.

Dann beurteilt man tumoren noch nach dem sog. TNM-System wobei das T für die tumorgröße, bzw ausbreitung (und wandüberschreitung) steht. Das N beschreibt ob und wieviele Lymphknoten betroffen sind und ob es sich um nahe oder ferne lymphknoten handelt. Genauso verhält es sich mit dem M, was für metastatsen steht. Also ob es absiedelungen des Tumors gibt.

Man jann das alles noch ausweiten auf lymphbahnen (L) und das venöse system (V).

Ich hoffe ich konnte helfen.

Lg Alex:smile: