Hallo
Mal folgender Fall:
Herbert arbeitet in einem kleinen Betrieb. Er ist schon 11 Jahre dabei und kennt sich in allem sehr gut aus (Betriebstechnisch). Ist im Laufe auch „gut Kumpel“ mit dem Chef geworden, weil dieser ja „weiß, was er an Herbert hat“.
Das läuft allerdings auch soweit, das Herbert ganz gerne mal vom Chef ausgenutzt wird. Überstunden, Sonderarbeiten und sonstige Nichtbetriebliche „Gefallen“.
Da Herbert nun aber kein Fortkommen im Beruf sieht und sich ziemlich ausgenutzt vorkommt, sucht er sich einen anderen Job, den er dann letztendlich auch findet.
Er überreicht seinem Chef die Kündigung und er nimmt sie erstmal entgegen. Für Herbert ist die Geschichte damit abgetan.
Der Chef „flachst“ nun immer mit Herbert, das er doch wohl nicht wirklich kündigen wolle und das er das mal nicht so als solches hinnimmt. Herbert Sagt dazu dann immer nur sowas wie „Das kannst du schon glauben“ oder „Ich hab ja schon was anderes“ usw.
Da die beiden aber mehr im Spaß mit einander reden, denkt sich Herbert aber nichts dabei. Da der Betrieb ziemlich klein ist, laufen diese Gespräche aber immer ohne Zeugen ab.
Nun kommt der Tag des letzten Tages und der Chef verabschiedet sich nur mit zu seiner neuen Arbeitsstelle.
Ein paar Tage später ruft der alte Chef plötzlich an und fragt, ob Herbert krank sei oder warum er denn nicht mehr zur Arbeit kommt.
Herbert wird langsam sauer und sagt nur so was in der Richtung, das er ihn endlich in Ruhe lassen soll und das er nicht mehr kommt.
Dann ist erstmal Ruhe. Doch dann findet Herbert ein Anwaltsschreiben im Briefkasten, wo ihn sein alter Chef vorwirft, das er einfach Fristlos gekündigt hat. Das ihm nie eine Kündigung übergeben wurde.
Bei einem Anruf beim Chef stellt sich dieser ziemlich dumm, das er die Kündigung nie bekommen hätte und das er zudem einige Zeugen hat, das der Chef ihn „ganz normal“ mit „Bis morgen“ verabschiedet hat und Herbert da wohl nichts „gegen“ gesagt hat.
Außerdem noch Zeugen für den Telefonanruf, wo er einfach „fristlos gekündigt“ hätte, indem er sagte „Ich komme nicht mehr“.
Nun ist Herbert sauer und auch verzweifelt.
Hätte er sich die Kündigung gegenzeichnen müssen? Was erwartet ihn nun? Muß er zurück in den Betrieb und die neu (sehr gute) Stellung aufgeben, oder muß er eine Strafe für „fristlose Kündigung“ zahlen?
Vielen Dank
Gruß
Andreas (nich Herbert *g* )