Wann ist man 'geistig behindert'?

Hallo zusammen,

generell scheinen geistig behinderte ja einfach nur einen niedrigeren IQ als ihre Mitmenschen zu haben… aber irgendwie ist diese antwort ja nicht wirklich befriedigend… schließlich sind gerade Authisten oft hochintelligent. kann man irgendwie anders Leute noch als behindert einstufen… gibt es da biologische Unterschiede zum „Durchschnittsmenschen“? lg

Hallo!

Ich kenn mich da leider/zum Glück nicht so mit dem Thema aus, aber ich habe was im Internet gefunden, was dich interessieren könnte.
http://anhaltspunkte.vsbinfo.de/nr/26/26.3.2.htm#bee…

Werd nochmal weiter schauen!

lg
PaleMan

Hallo,
Intelligenz wird langläufig als die Fähigkeit definiert,
Probleme zu lösen.
Ein Problem ist das tägliche Leben zu meistern.

generell scheinen geistig behinderte ja einfach nur einen
niedrigeren IQ als ihre Mitmenschen zu haben…
aber irgendwie
ist diese antwort ja nicht wirklich befriedigend… schließlich
sind gerade Authisten oft hochintelligent.

Aber nur in bestimmten Bereichen, eben nicht in allen Bereichen,
die nötig sind, um ein normales Leben zu führen.
Geistige Behinderung und Genialität liegen oft sehr nah zusammen.

kann man irgendwie
anders Leute noch als behindert einstufen… gibt es da
biologische Unterschiede zum „Durchschnittsmenschen“? lg

siehe auch hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Geistige_Behinderung
Gruß Uwi

Abgrenzung zur seelischen Behinderung
Hallo Uwi,

Aber nur in bestimmten Bereichen, eben nicht in allen
Bereichen,
die nötig sind, um ein normales Leben zu führen.
Geistige Behinderung und Genialität liegen oft sehr nah
zusammen.

man spricht hier aber (auch) von einer seelischen Behinderung.
Zu seelischer Behinderung gehören u.a. auch:
* körperlich nicht begründbare Psychosen,
* seelische Störungen als Folge von Krankheiten oder Verletzungen des Gehirns, von Anfallsleiden oder von anderen Krankheiten oder körperlichen Beeinträchtigungen,
* Suchtkrankheiten,
* Neurosen und Persönlichkeitsstörungen.

Zum Autismus:
Es gibt viele, teils sehr unterschiedliche Formen von Autismus.

Nehmen wir als einen Extremfall von Autismus mal Asperger-Autismus - normal bis überdurchschnittlich intelligent, aber z.B. Probleme, Signale seiner Mitmenschen richtig wahrzunehmen, kann Personen schwer identifizieren, leidet rasch an Reizüberflutung etc.
Diese Person ist sicherlich nicht geistig behindert, gerade wenn sie weitestgehend im Alltag gut zurecht kommt (aber wieder mal nicht mitbekommt, dass die Frau die neben ihr steht die Nachbarin ist, und nicht bemerkt, dass etwas im übertragenen Sinne gemeint ist).
Ich kenne Asperger-Autisten, die studieren, ihre eigene Wohnung haben, komplett für sich selbst sorgen können (angefangen von „eigene Wohnung in Ordnung halten“ über Körperpflege, Einkaufen bis hin zu Behördengängen und Auslandsreisen). Sie haben auch ihre Probleme, unbestritten, kommen aber ohne fremde Hilfe zurecht.

Das ist sicher (!) etwas ganz anderes, als z.B. - anderer Extremfall - ein solcher Autist, der in einem einzigen (und oft für den Alltag nutzlosen) Gebiet genial ist, aber keinen Beruf ergreifen kann, sich nicht selbst versorgen kann, sich nicht selbst anziehen kann, sich in der Stadt verirren würde, extrem gutgläubig ist etc. und auch als Erwachsener nur in einer betreuten Wohngruppe oder bei den Eltern leben kann.

Viele Grüße,
Nina

Hallo,
ich stimme dir vollkommen zu. bin sowieso kein Spezialist in dem Fall.

nicht selbst anziehen kann, sich in der Stadt verirren würde,
extrem gutgläubig ist etc. und auch als Erwachsener nur in
einer betreuten Wohngruppe oder bei den Eltern leben kann.

… oder bei der Frau oder anderweitig gut versorgt.
Da könnte man manchen Hochschuldozenten oder sogenannten
„zerstreuten Professor“ mit dazu zählen, welche ohne ihre Frau oder
Haushälterin nichtmal den eigenen Haushalt und eigene Wasche halbwegs
in Ordnung halten könnten :wink:
Aber wer wird eine Hochschulprofessor schon als Behindert ansehen :wink:
Gruß Uwi

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[Mod] Volker
Ich habe Deinen Artikel gesperrt, um eine Eskalation zu vermeiden. Auch eine Löschung wäre berechtigt!

Das ist ein ernstes Thema. Im Brett Medizin sollten wir mit Ironie, Spässen sehr vorsichtig sein.

Gruß Volker

generell scheinen geistig behinderte ja einfach nur einen
niedrigeren IQ als ihre Mitmenschen zu haben… aber irgendwie
ist diese antwort ja nicht wirklich befriedigend.

Generell definiert sich Intelligenz über den IQ. Gehen wir einmal von der alten IQ-Skala aus (da gibt es eine Menge verschiedener Skalen), die bis 150 reicht, so kann man einen Menschen mit einem IQ von 100 als etwas dümmlich bezeichnen, einen IQ von 70 etwa mit Schwachsinn und von 40 mit Idiotie (d.h. vollständige Bildungsunfähigkeit) gleichsetzen.
Der Ausdruck „geistig behindert“ ist eher ein Ausdruck der political correctness und hat medizinisch gar keinen Wert.

. schließlich

sind gerade Authisten oft hochintelligent.

Richtig. Und hier wäre der Ausdruck „geistig behindert“ völlig unangebracht, es sei denn wir wollen jeden Menschen, der aus dem normalen Raster herausfällt, so bezeinen.

kann man irgendwie

anders Leute noch als behindert einstufen

Natürlich, ganz wie’s beliebt. Aber das ist ein politisches oder soziologisches Problem.
Nur so als Beispiel: Ich kann jeden Menschen, der nicht schwimmen kann als Wassertechnisch behindert einstufen. Aber mit Medizin hat das nichts zu tun.

… gibt es da

biologische Unterschiede zum „Durchschnittsmenschen“?

Natürlich, der zentrale Computer hat einen Defekt, der sich im Todesfall sogar nachweisen läßt. Nur ist er leider nicht reparabel.

Hallo,

Generell definiert sich Intelligenz über den IQ.

Nein, nicht generell.

Gehen wir einmal von der alten IQ-Skala aus (da gibt es eine Menge
verschiedener Skalen), die bis 150 reicht, so kann man einen
Menschen mit einem IQ von 100 als etwas dümmlich bezeichnen,

Da 100 als der statistische Mittenwert definiert ist, bedeutet dies,
dass 50% der Bevölkerung „etwas dümmlich“ sind?
http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:IQ_c…
Gruß Uwi

Generell definiert sich Intelligenz über den IQ.

Nein, nicht generell.

Wie denn sonst?

Gehen wir einmal von der alten IQ-Skala aus (da gibt es eine Menge
verschiedener Skalen), die bis 150 reicht, so kann man einen
Menschen mit einem IQ von 100 als etwas dümmlich bezeichnen,

Da 100 als der statistische Mittenwert definiert ist, bedeutet
dies,
dass 50% der Bevölkerung „etwas dümmlich“ sind?
http:/de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:IQ_curve.svg&filetimestamp=20061206092054

Es schmerzt mich ja in tiefster Seele, wenn ich das fundierte Wissen bei Wikipedia bestreite aber: In der von mir benutzten Skala liegt der Durchschnitt bei etwa 110 bis 115.
Nebenbei: Die Intelligenzverteilung der Bevölkerung an Hand einer Gaußschen Verteilungskurve dartsllen zu wollen, ist geradezu albern. Selbst wenn es bei Wikipedia steht.

Hallo,

kann man irgendwie
anders Leute noch als behindert einstufen…

Laut Wikipedia ist ein Mensch geistig behindert bei:

. EINSCHRÄNKUNGEN von affektivem Verhalten.

Affektives Verhalten wäre:
Sympathie
Erröten
Scham
Zorn
Gemütsbewegungen
Erregung
Emotionen

Insofern wären 40% der Bevölkerung geistig behindert: Die jungen Coolen, die Manager, alle die, die gelernt haben, keine Emotionen zu zeigen.

. EINSCHRÄNKUNGEN der kognitiven Fähigkeiten

Aufmerksamkeit
Erinnerung
Lernen
Kreativität
Planen
Orientierung
Argumentation

Insofern wären 20% der Bevölkerung geistig behindert - die Alten über 70.

Die restlichen 40% teilen sich dann in 20%, deren IQ unter 100 liegt, also die Arbeiter, Haushaltshilfen, Pizzaausfahrer?

Der Rest, nur 20% der Menschen in unserem Land sind dann NICHT geistig behindert.

Future-mäßig könnte es dann so enden: IQ-Test bei der Krankenkasse als Pflicht, wenn unter 100, dann geistig behindert.
Alle Alten geistig behindert.
Alle Arbeiter geistig behindert.

Das Thema interessiert mich sehr: Wo zieht man die Grenze? Welche Symptome müssen auftreten? Was muß passieren? Dazu hätte ich gerne mehr gehört.

Gruß
Karin

Hallo,

Generell definiert sich Intelligenz über den IQ.

Nein, nicht generell.

Wie denn sonst?

Der IQ ist kein exaktes Maß für intelligenz, sondern nur das Ergenis
eines IQ-Tests. IQ-Tests können aber beliebig gestaltete werden und
wiederspiegeln in der Regel nur gesellschaftliche Normen.

Dass diese Tests nicht unbedingt sehr Aussagekräftig sind und
bestimmte Leistungen gar nicht berücksichtigen ist allg. bekannt.

Gehen wir einmal von der alten IQ-Skala aus (da gibt es eine Menge
verschiedener Skalen), die bis 150 reicht, so kann man einen
Menschen mit einem IQ von 100 als etwas dümmlich bezeichnen,

Da 100 als der statistische Mittenwert definiert ist, bedeutet
dies,
dass 50% der Bevölkerung „etwas dümmlich“ sind?
http:/de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:IQ_curve.svg&filetimestamp=20061206092054

Es schmerzt mich ja in tiefster Seele, wenn ich das fundierte
Wissen bei Wikipedia bestreite aber: In der von mir benutzten
Skala liegt der Durchschnitt bei etwa 110 bis 115.
Nebenbei: Die Intelligenzverteilung der Bevölkerung an Hand
einer Gaußschen Verteilungskurve dartsllen zu wollen, ist
geradezu albern. Selbst wenn es bei Wikipedia steht.

Ah ja.
Du kannst natürlich deine IQ-Skala auch auf 150 oder 1Mio. normieren.

Üblich ist aber die Normierung des Mittelwertes auf 100.
Anderfalls muß man sich nicht wundern, wenn Mondzahlen genannt werden
und niemand weiß, was gemeint ist.
Gruß Uwi

Der IQ ist kein exaktes Maß für intelligenz, sondern nur das
Ergenis
eines IQ-Tests. IQ-Tests können aber beliebig gestaltete
werden und
wiederspiegeln in der Regel nur gesellschaftliche Normen.

Nun, alle wissenschaftliche Tests können beliebig gestaltet werden. Sollen wir die nun alle grundsätzlich in die Tonne klopfen?
Angeblich widerspiegeln sie nur gesellschaftliche Normen. Schön, um so unverständlicher wird die Berufung auf den Wikipedia-Artikel, der übrigens jeden Menschen, der sich mal mit Statistik beschäftigt hat, kichern läßt.

Dass diese Tests nicht unbedingt sehr Aussagekräftig sind und
bestimmte Leistungen gar nicht berücksichtigen ist allg.
bekannt.

Davon war auch nie die Rede! Jetzt versuchen Sie wohl, das rettende Ufer zu erreichen?!

Selbst wenn es bei Wikipedia steht.

Ah ja.
Du kannst natürlich deine IQ-Skala auch auf 150 oder 1Mio.
normieren.

Üblich ist aber die Normierung des Mittelwertes auf 100.
Anderfalls muß man sich nicht wundern, wenn Mondzahlen genannt
werden
und niemand weiß, was gemeint ist.

Wenn man einmal statistische Mathematik gelernt hhat, dann weiß man, daß der MW nie auf 100 gelegt wird. Er ergibt sich erst aus der statistischen Berechnung. Er wird berechnet, nicht festgelegt! Eine Gradzählung wird normiert, aber nie ein Mittelwert. Das wäre statistischer Unfug.

Übrigens: Man lege den Mittelwert auf 100 fest, nehme dann die Bevölkerung und lege ihre Anzahl einfach darüber - fertig. Bei dieser Geschichte brauche ich die ganze Rechnung nicht mehr, ich habe ja bereits definiert, was herauskommen soll.

Und bei biologischen Individuen eine so schöne Gaußsche Kurve zu kriegen wie bei Wikipedia dargestellt, ist einfach Blödsinn.

Hallo

Nun, alle wissenschaftliche Tests können beliebig gestaltet
werden. Sollen wir die nun alle grundsätzlich in die Tonne
klopfen?
Angeblich widerspiegeln sie nur gesellschaftliche Normen.
Schön, um so unverständlicher wird die Berufung auf den
Wikipedia-Artikel, der übrigens jeden Menschen, der sich mal
mit Statistik beschäftigt hat, kichern läßt.

Nochmal: Der Spruch: „Intelligenz ist das was der IQ-Test mißt“ kann
man zwar als weitläufig akzeptiert ansehen, aber es gibt auch genügend
Kritik dagegen. Deshalb ist diese sehr einfache Formulierung nicht
"generell" gültig.
Als weitere Erklärung dazu finde ich dieses Posting ganz gut:
/t/iq-test-trainierbar/847797/3

Wissenschaftler können normal gut damit leben, dass ihre Modelle nur
einen wohl definierten Gestungsbereich haben und stellen üblicherweise
keinen Anspruch auf Generalität ihrer Aussagen.
Bei dir sehe ich natürlich ein, dass deine Aussagen generell gültig
sein müssen ;-(

Du kannst natürlich deine IQ-Skala auch auf 150 oder 1Mio.
normieren.
Üblich ist aber die Normierung des Mittelwertes auf 100.
Andernfalls muß man sich nicht wundern, wenn Mondzahlen genannt
werden und niemand weiß, was gemeint ist.

Wenn man einmal statistische Mathematik gelernt hat, dann
weiß man, daß der MW nie auf 100 gelegt wird.

Hier geht es nicht u den Mittelwert an sich, sondern um die
Zuordnung der IQ-Skale, oder worüber diskutierst du hier jetzt?

Er ergibt sich erst aus der statistischen Berechnung. Er wird berechnet,
nicht festgelegt!

Sehr klug, doch leicht am Thema vorbei.
Wie man einen Mittelwert berechnet, kann ich mir gerade so noch vorstellen.

Eine Gradzählung wird normiert, aber nie ein Mittelwert.
Das wäre statistischer Unfug.

Ich merke schon, die Statistik ist deine Geheimwissenschaft.
Dann erkläre doch bitte mal, wie du konkret zu einer IQ-Skala kommst?

Und bei biologischen Individuen eine so schöne Gaußsche Kurve
zu kriegen wie bei Wikipedia dargestellt, ist einfach Blödsinn.

Ah ja, du hast bestimmt gute Belege für deine Behauptungen?
Gruß Uwi

1 „Gefällt mir“

Hallo
wir geratn langsam in einen Diskussionsbereich, wo uns nur wenige verstehen. Ich für meine Teil bemühe mich die Fragen so einfach wie möglich zu beantworten, daß dann irgendwer mit dem großen „Aber“ kommt, muß ich ertragen. Aber schreiben nwir hier ein Symposium über Grundlagen und Validisierung wissenschaftlicher Tests?

Nochmal: Der Spruch: „Intelligenz ist das was der IQ-Test
mißt“ kann
man zwar als weitläufig akzeptiert ansehen, aber es gibt auch
genügend
Kritik dagegen. Deshalb ist diese sehr einfache Formulierung
nicht
"generell" gültig.

Man könnte sogar sagen, daß es verschiedene Arten von Intelligenz gibt, wenn ich damals in den Psychologievorlesungen richtig aufgepaßt habe. Aber wohin führt uns das speziell hier?

Als weitere Erklärung dazu finde ich dieses Posting ganz gut:
/t/iq-test-trainierbar/847797/3

Dem stimme ich ja auch zu, aber wir hängen dier halbe Lesergemeinschaft ab.

Wissenschaftler können normal gut damit leben, dass ihre
Modelle nur
einen wohl definierten Gestungsbereich haben und stellen
üblicherweise
keinen Anspruch auf Generalität ihrer Aussagen.

D’accord!

Bei dir sehe ich natürlich ein, dass deine Aussagen generell
gültig
sein müssen ;-(

Wenn man hinter jede Aussage ein „Aber“ setzt, welches man eigentlich nur denkt

Wenn man einmal statistische Mathematik gelernt hat, dann
weiß man, daß der MW nie auf 100 gelegt wird.

Hier geht es nicht u den Mittelwert an sich, sondern um die
Zuordnung der IQ-Skale, oder worüber diskutierst du hier
jetzt?

Er ergibt sich erst aus der statistischen Berechnung. Er wird berechnet,
nicht festgelegt!

Sehr klug, doch leicht am Thema vorbei.

Wieso?

Wie man einen Mittelwert berechnet, kann ich mir gerade so
noch vorstellen.

Eine Gradzählung wird normiert, aber nie ein Mittelwert.
Das wäre statistischer Unfug.

Weiß ich, aber mir fiel in der Eile ken besseres Beipsiel ein.

Ich merke schon, die Statistik ist deine Geheimwissenschaft.
Dann erkläre doch bitte mal, wie du konkret zu einer IQ-Skala
kommst?

Und bei biologischen Individuen eine so schöne Gaußsche Kurve
zu kriegen wie bei Wikipedia dargestellt, ist einfach Blödsinn.

Ah ja, du hast bestimmt gute Belege für deine Behauptungen?

Der Methematiker würde sagen: Das ist evident.