Hallo,
es gibt ja verschiedene Meinungen dazu, aber wann kann man davon ausgehen, dass Streit krank bzw. notwendig ist?
Und wie kann man besser handeln?
Danke
Hallo,
es gibt ja verschiedene Meinungen dazu, aber wann kann man davon ausgehen, dass Streit krank bzw. notwendig ist?
Und wie kann man besser handeln?
Danke
Das ist pauschal leider nicht zu beantworten. (Personengruppen,Themen etc.) Man sollte nur schauen das die Streitereien nicht den Alltag bestimmen!
Hallo,
es gibt ja verschiedene Meinungen dazu, aber wann kann man davon ausgehen, dass Streit krank bzw. notwendig ist?
Und wie kann man besser handeln?
Danke
Hallo Niko,
Streit wird natürlich unterschiedlich empfunden, je nachdem, ob er in einer Angsterregung stattfindet, oder ob er als Ausdruck einer ‚Suche nach Stimmigkeit‘ erfolgt!
Wenn es beispielsweise darum geht, Recht zu haben, dann liegt darunter die Angst, eben, im UN-Recht zu sein. Das ist dann also der Kampf um richtig/falsch, der in Wahrheit nie gewonnen werden kann und der früher oder später sogar krank macht…
Vor diesem Hintergrund wäre ein Bestreben nach gegenseitigem VERSTEHEN auch ein ‚Streiten‘, ein miteinander Ringen um Verständnis der jeweils anderen Bedürfnisse. Jedoch ganz OHNE richtig/falsch!
Diese Art zu streiten gehört gewissermaßen zur ‚hohen Schule‘, die ein stetiges Arbeiten mit/an den eigenen Gefühlen voraussetzt.
Jedoch: Der Weg lohnt sich! 
hallo,
bin etwas überrascht über die anfrage, aber vielleicht hast du mich ausgesucht, weil ich erzieherin bin.
streit ist im grunde schon normal, weil sich zu streiten mehrere funktionen hat. es dient dazu, frust abzulassen, verschiedene meinungen zu diskutieren und sollte eigentlich auch dazu führen, konflikte zu lösen.
es gibt auch eine art streitsucht (immer dran denken, ich bin nur erzieherin und keine psychologin), die dann eventuell als krank gilt, wenn jeder noch so kleine anlass zum streit führt.
um genaueres zu sagen, müsste ich wissen, ob es um beispielsweise beziehungsstreit oder streit auf der arbeit geht, also nicht unbedingt bis ins kleinste detail aber so ungefähr. oder streit unter kindern?
besser handeln kann man beim streit, wenn man sich an gewisse regeln hält.
ist man sehr wütend, erstmal ne kurze auszeit bzw. aus der situation raus.
eventuell muss große wut rausgelassen werden - einen pappkarton zertreten hilft manchmal, es sei denn man hat einen boxsack zuhause.
dann sollten alle streitbeteiligten die möglichkeit bekommen, ihre sicht der dinge wiederzugeben - alle anderen, oder der andere soll unbedingt zuhören, auch wenn es ihm noch so absurd vorkommt. es ist total wichtig, die gefühle, die zum streit führten zu kommunizieren.
dann wäre es schön, wenn sich der jeweils andere in den anderen hineinversetzen könnte und versucht, verständnis aufzubringen.
klappt nicht immer, aber der wirklich ernst gemeinte versuch ist schon schön.
ich habe ein paar mal die woche streit mit meinem mann. oft nur deshalb, weil er oder ich frust ablassen müssen, der sich aus verschiedenen gründen angesammelt hat - stress, ärger auf arbeit…
wenn man allerdings ständig streit mit dem partner hat wegen der arbeit zum beispiel, sollte man dann doch den wirklichen konfliktherd beseitigen, mit dem chef sprechen oder dem kollegen.
ich könnte jetzt noch zig beispiele finden, weil ich ja nicht weiß, worum es genau geht.
hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen, frag nochmal nach, wenn du etwas genauer wissen möchtest, oder sag mir auch, wenn ich dir gar nicht helfen konnte bitte.
bis dahin!
Hallo Schmurz,
es handelt sich um Streit mit meiner Mutter. Wir streiten nicht so oft, aber wenn, dann richtig. Das schaukelt sich dann so richtig hoch, bis jemand was ganz schlimmes sagt. Ich weiß nicht, wie ich es ändern kann, meiner Mutter manipuliert mich richtig und macht mich aggressiv. Ich bin sogar deswegen schoneinmal ausgezogen, weil ich es nicht mehr schaffte. Meine Mutter sagt beim Streiten immer: >du hast ja immer recht, ne?!
Hallo Niko,
Streit wird natürlich unterschiedlich empfunden, je nachdem, ob er in einer Angsterregung stattfindet, oder ob er als Ausdruck einer ‚Suche nach Stimmigkeit‘ erfolgt!
Wenn es beispielsweise darum geht, Recht zu haben, dann liegt darunter die Angst, eben, im UN-Recht zu sein. Das ist dann also der Kampf um richtig/falsch, der in Wahrheit nie gewonnen werden kann und der früher oder später sogar krank macht…
Vor diesem Hintergrund wäre ein Bestreben nach gegenseitigem VERSTEHEN auch ein ‚Streiten‘, ein miteinander Ringen um Verständnis der jeweils anderen Bedürfnisse. Jedoch ganz OHNE richtig/falsch!
Diese Art zu streiten gehört gewissermaßen zur ‚hohen Schule‘, die ein stetiges Arbeiten mit/an den eigenen Gefühlen voraussetzt.
Jedoch: Der Weg lohnt sich! 
Danke, deine Antwort hat mir geholfen
das freut mich.
ich finde übrigens sätze wie „du hast ja immer recht“ bei einem streit nicht sehr konstruktiv. den wind aus den segeln könntest du deiner mutter nehmen, wenn du darauf antwortest: nein, ich habe nicht immer recht, genauso wenig wie du immer recht hast. aber ich bin dieser meinung aus dem und dem grund…
auszuziehen war nicht unbedingt eine schlechte lösung, es sei denn, du bist dem streit nur davongerannt. abstand hilft oft erstmal, om eine sache objektiver betrachten zu können. dann muss man aber, wenn man eine lösung überhaupt möchte, das problem nochmal in aller ruhe besprechen.
es ist allerdings überaus schwierig, mit müttern zu streiten. der glaube, nur das beste für das kind zu wollen und daher automatisch recht zu haben, behindert eine objektive betrachtung oft. das ist gar nicht böse gemeint deiner mutter gegenüber. sie ist wahrscheinlich davon überzeugt, dass sie dir auf ihre art nur helfen kann. allerdings muss man einfach manche „fehler“ - soll heißen erfahrungen - selbst machen. irgendwann kann man dann auch sagen „du hattest doch recht“ - egal ob jetzt mutter oder kind es sagen.
allerdings ist das schon wieder viel spekulation gewesen.