Ich hab mitbekommen dass Spitzdächer/Satteldächer deswegen genommen werden weil diese Umwelteinflüssen gegenüber resistenter ist.
Das kann ich irgentwo verstehen, jedoch können Flachdächer nicht so schlecht für die Stabilität sein.
Was aber am wichtigsten ist, im Dachgeschoss hätte man doch viel mehr Platz, die nervigen Dachschrägen stören dann auch nicht, zudem kann man das Dach da es ja Flach ist alle drei Jahre einmal richtig säubern.
Ich frage desewegen da meine Eltern sich eventuell ein 2-3Stöckiges Haus bauen wollen und da würde ich mal gerne die unterschiede erfahren.
Mal abgesehen von modernen,futuristischen oder Bauten a lá` „Bauhaus“ findet man Flachdächer kaum bei privaten Wohnhäusern,noch dazu bei mehrgeschossigen.
Das sieht meist verboten aus und ist es meistens sogar wörtlich,der Bebauungsplan untersagt es. Man braucht ein Schrägdach um das sonst unzulässige weitere Vollgeschoss doch noch teilweise zu erreichen.
Dachform und Neigung ist auch sehr oft vorgeschrieben,selbst wo nicht,kann es dann Probleme mit der Einfügung ins Ortsbild geben.
Eine in meinen Augen gute Lösung ist ein Pultdach,auch ggf. gegenläufig mit versetzen Dachebenen. Drunter hat man viel Platz durch zwei Ebenen,Schrägen gibts nur an den Raumdecken,nicht an den Fensterseiten.
Grundsätzlich ist auch ein Flachdach(es hat aber doch eine Mindestneigung von wenigen Grad) fachgerecht hergestellt dicht und langzeitbeständig. Und eine Wartung(Reinigung,Besichtigung auf Schäden usw.) ist tatsächlich nötig.
Nur machen sich hier eben kleinste Fehler in der Ausführung sehr schnell mit großen Schäden bemerkbar,die ein Steildach noch selbst ausbügeln kann.
Nicht umsonst setzt man oft statt Erneuerung der Flachdachdeckung bei Bestandsbauten ein flaches Walmdach drauf und deckt das dann konventionell. Selbst wenn man diesen niedrigen Dachraum nicht nutzen kann.
Stabiler sind Flachdächer nicht,jedenfalls nicht ohne weiteres. Denn was waren denn das für Dächer,bei denen in Katastrophenwintern die Dächer unter den Schneelasten einbrachen? Flachdächer.
gerade in den 70ern gab es aber auch den umgekehrten Fall. Da wurde vielfach das Flachdach insbesondere in Hanglagen vorgeschrieben, weil man damit die Sicht weniger beeinträchtigt als mit Satteldächern. Aufgrund der gerade damals noch bestehenden Probleme mit Flachdächern wurde dann oft das Verbot der Satteldächer gelockert, nachdem eine größere Zahl von Dächern zur Komplettsanierung anstand. Aber wenn Du mal aufmerksam an Hanglagen mit schöner Aussicht und Bebauung in den 70ern vorbei kommst, siehst Du immer noch viele der damaligen Flachdachsiedlungen.