Wann Schlafenszeit + wie Schulversäumisse ahnden

Hallo zusammen,
meine Tochter Jana (sie wird am 21.12. neun Jahre alt) konfrontierte mich gestern Abend mit einer Diskussion, dass sie ja wohl viel zu früh ins Bett gehen müsste. Momentan regeln wir das so: Schulbeginn 8.15 Uhr = 20 Uhr zu Bett, Schulbeginn 9.00 Uhr = 20.30 Uhr Schlafenszeit. Wir stehen ca. eine Stunde vor Schulzeit auf. Frage: ist das angemessen? Wie handhabt Ihr das? Ich weiß, dass es individuell auf das Kind ankommt. Mir wäre daher an vielen Antworten gelegen, um eine Tendenz zu haben.

Noch eine Frage: für schlechtes Verhalten/Noten in der Schule ergreift man daheim ja auch gewisse Erziehungsmaßnahmen. Lob für gutes Verhalten/Noten ist selbstverständlich bei uns. Mit den Strafen tun wir uns ein bisschen schwer. Momentan zieht Fernsehverbot super, ich bin jedoch der Meinung, dass es so eine generelle Maßnahme ist, die eben auch für Verspätung etc. angewandt wird. Ich hätte gerne schon eine Erziehungsmaßnahme, die eben diesen Unterschied klar macht – dies ist Schulversäumnis und nicht gleichzusetzen mit jedem anderen Versäumnis! Sie hat eigentlich nicht wirklich schlechte Zensuren, läßt sich aber sehr leicht ablenken und vergißt dann mal die Ä-Strichelchen o. ä. :o)…also eher Schusseligkeit, nicht Lernschwächen. Außerdem ist sie aus diesem Grund (Ablenkung) sehr inkonsequent, wenn sie mal nach dem Schreiben das Diktat nachlesen soll. Entweder tut sie es nicht, oder nur unkonzentriert. Hochbegabt ist sie auch nicht, sie ist sich ihrer Sache dann einfach vermutlich so sicher, daß sie eben den Wert der Kontrolle erst dann schätzt, wenn die schlechte Note (ok, bisher nicht schlechter als „gut“ :o)) da ist und sie wirklich diese Fehlerchen selbst sieht, sich dann an den Kopf fasst. Ich hoffe, Ihr versteht mich…klingt ein bisschen wirr, ich weiß :o). Hättet Ihr vielleicht diesbezüglich auch einen Rat?

Es hilft mir auch, wenn Ihr nur auf eine der zwei Fragen eingehen würdet.

Ich danke Euch vorab schon vielmals, Mel

PS: ich will nicht, daß sie Streber wird, aber es sind wirklich dumme Fehler, die nicht sein müssten. Ich denke, Ihr versteht mich schon ;o)!

Probiert es doch mal mit dem Aufbleiben (extrem) bis sie von selbst zu Bett geht.
Aber am nächsten Morgen ohne Nörgeln raus.
Ansonsten haben wir das bei unserem Sohn ähnlich gehandhabt.
) Jahre alt, spätestens um 21 Uhr in die Falle.

Schulversäumnis - Fernsehverbot ist gut, da es ja zieht
bei anderen Versäumnissen - vergeßt doch auch mal was,
Taschengeld zahlen, versprochenen Zoobesuch oder ähnlich.

Bei den schulischen Leistungen, seit doch froh, daß es so gut ist.
Die vergessenen Ö und ä Striche, das gibt sich später von selbst. Aber immer darauf hinweisen.
Bei dem Korrektur lesen, spreche ich aus eigener Erfahrung.
Das war mir zu blöd und anstrengend, ich find ja sowieso keine Fehler.
Auch das hat sich mit zunehmendem Alter (heute 58) geregelt.
Ich gestehe, daß ich auch heute noch Korrektur lesen sehr oberflächlich mache.
Weiterhin alles Gute
PiRo

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Hallo Melanie,

Noch eine Frage: für schlechtes Verhalten/Noten in der Schule
ergreift man daheim ja auch gewisse Erziehungsmaßnahmen.

Also schlechtes Verhalten und Noten sind für mich zweierlei. An Noten ist manchmal auch der Lehrer/die Lehrerin schuld.

Lob für gutes Verhalten/Noten ist selbstverständlich bei uns. :Mit den Strafen tun wir uns ein bisschen schwer. Momentan zieht
Fernsehverbot super, ich bin jedoch der Meinung, dass es so
eine generelle Maßnahme ist, die eben auch für Verspätung etc.
angewandt wird.

Also ich sehe das eher so, daß Fernsehverbot mit den Schulversäumnissen am besten korreliert. Du schreibst ja vom Ablenken, und Fernsehen ist für mich die Ablenkung schlechthin. Such Dir doch lieber für die anderen Versehen auch so gut korrelierte Maßnahmen! Bei Verspätung z.B. sei auch mal nicht pünktlich mit etwas, was Jana wichtig ist etc.

Lieben Gruß, Karin

Was das Aufbleiben angeht: Ich durfte auch nicht länger.

Und was die Bestrafung bei schlechten Noten angeht: Das finde ich weniger gut. Mache ihr besser klar, dass sie sich durch schlechte Noten selber schadet. Was willst Du später machen, wenn sie auf eine weiterführende Schule geht? Du kannst sie nicht ewig mit Verboten oder Androhung von Verboten antreiben und motivieren.
Versuche es doch andersrum; mache kleine Geschenke, wenn sie unerwartet gute Noten schreibt. Und setz dich mit ihr zusammen, wenn sie etwas falsch gemacht hat, erklärs ihr und lern mit ihr zusammen. Naja, das tust Du bestimmt sowieso schon.

Ach ja, und was das Fernsehen angeht: Lass sie bloss nicht diese ganze japanische Comicscheisse sehen! Durfte ich auch nicht und bin ich meinen Eltern noch heute dankbar für. (Hab natürlich trotzdem ab und zu bei Freunden geguckt…)

Gruss
Lars
*der noch gar nicht soooo lange aus dem Alter raus ist…*

nicht Strafen sondern…
SCHLAFENSZEIT…ist -denke ich ok- haben wir auch so gemacht (vielleicht noch ne 1/2 Stunde lesen im Bett…da würde der Schlaf auch noch reichen…)
ist sie denn morgens sehr müde…? oder eher hellwach und geniessbar ??? (ansonsten eben Konsequenzen im Sachzusammenhang…s.u. also doch früher ins Bett…)

Noch eine Frage: für schlechtes Verhalten/Noten in der Schule
ergreift man daheim ja auch gewisse Erziehungsmaßnahmen. Lob
für gutes Verhalten/Noten ist selbstverständlich bei uns. Mit
den Strafen tun wir uns ein bisschen schwer. Momentan zieht
Fernsehverbot super, ich bin jedoch der Meinung, dass es so
eine generelle Maßnahme ist, die eben auch für Verspätung etc.
angewandt wird. Ich hätte gerne schon eine Erziehungsmaßnahme,
die eben diesen Unterschied klar macht – dies ist
Schulversäumnis und nicht gleichzusetzen mit jedem anderen
Versäumnis!

warum sollte da ein Unterschied sein- versteh ich nicht…
Schule = Leben und bei beidem sollte man sich an Anweisungen und Vorgaben halten…
und bei der Sache Schule sollte man eben auch konzentriert drangehen, und auch auf solche Kleinigkeiten wie ä/a ü/u achten…(entweder richtig oder eben nicht richtig ! )
und auch Diktattexte sollten wohl korrekturgelesen werden…ohne wenn und aber…

so und nun noch ein Wörtchen zu „Strafen“ :
Strafen sollten grundsätzlich nichts in der Erziehung eines Menschen zu suchen haben
aber
Konsequenzen schon !

So und sollte das Mädel eben zu hippelig sein, und ä/ö/Ü-striche verschludern, dann ist eben das abendliche Fernsehen an der Unkonzentriertheit schuld (evt.) und sollte dementsprechend halt mal weggelassen werden (müssen).
Auch bei Versäumnissen sonstiger Art, sollte die Konsequenz(nicht die Strafe) in einem sachlichen Zusammenhang stehen… denn wie gesagt:
wir wollen ja nicht irgendetwas bestrafen, sondern nur bei der Einhaltung und Beachtung von Regeln ,Vorganben oder Abmachungen ect. behilflich sein…

Hi Melanie,
tja,meine Tochter ist ungefähr gleich alt.Beim Ins Bett gehen bin
ich verhandlungsbereit.Wurde den ganzen Tag getobt,gibts keinen Kompromiss.Aber sonst ist um 20.00Uhr Schluß,evtl. noch ein bischen lesen.Bin froh,das heute im Game-Boy Zeitalter überhaupt noch gelesen wird.
Das mit dem ä,ö,ü usw. ist eine Konzentrationsschwäche.Wann macht Deine Tochter die Hausaufgaben?Bei uns sind erst Hausaufgaben angesagt,dann erst spielen oder verabreden mit Freunden.Ich setze mich ab und zu abends mit meiner Tochter hin,und wir gehen die Sachen nochmal durch.Ich zeige Ihr die Fehler nicht,sondern fordere sie auf,alles noch einmal selbst genau durchzusehen und erkläre ihr dabei,das nicht nur Wissen zählt,sondern auch Konzentration.Strafen gibt es bei uns nicht.
Der Leistungsdruck kommt noch früh genug in der Schule ;-(
Gruss Sebastian

Prinzipiell gebe ich Dir Recht!
Hi!

…aber mal ehrlich: Erkläre doch mal einem Kind, dass der Fernsehentzug keine Strafe sondern eine Konsequenz sei :wink:

Gruß
Guido, der schon bei seinem zweieinhalbjährigen Zwerg manchmal einen Anfall bekommt…

Vielen Dank für die Beiträge!
Hallo zusammen,
ich danke Euch ganz herzlich für die zahlreichen Anhaltspunkte.

Wir werden jetzt zu Punkt eins den Rat befolgen, die Schlafenszeit nicht so starr zu handhaben, sondern etwas mehr Flexibilität walten zu lassen - so im Rahmen von bis zu einer Stunde, je nach Befinden und Tagesaktivitäten. Vielen Dank nochmal für diese Einsicht!

Zum Punkt Ahndung (ich bin nach wie vor der Meinung, daß man nicht ausschließlich mit Lob für Gutes, Versäumnisse ausschließen kann…über das Wort Konsequenz oder Strafe oder wie auch immer kann man sich streiten, wobei es dennoch IMHO ja das Gleiche bleibt) von Schusseligkeitsfehlern im Unterricht: Wir werden den Rat befolgen, auch dies mit TV-Verbot zu honorieren, ich habe den Zusammenhang erkannt.

Eine Frage kam noch in Bezug auf die Hausaufgabenzeit (wobei Jana die Hausaufgaben wirklich immer top macht): Sie besucht den Hort, macht dort die Hausarbeiten nach dem Mittagessen mit Zeitvorgabe (flexibel). Die Kinder werden dort sehr gut betreut und es gibt einen Extra-Raum hierfür, so daß Ablenkung dort ausgeschlossen ist.

Allen noch mal vielen Dank! Mel

die Einstellung machts…

Hi!

…aber mal ehrlich: Erkläre doch mal einem Kind, dass der
Fernsehentzug keine Strafe sondern eine Konsequenz sei :wink:

…das kannst du ganz leicht „erklären“, obwohl du es nicht erklären musst,
du musst lediglich das „Konsequenzen-Prinzip“ leben
und DU selbst solltest davon überzeugt sein…

deshalb ja (auch hier nochmal) der Hinweis, dass die Konsequenz immer in einem sachlichen Zusammenhang stehen muss:
Unkonzentriertsein kommt durch / zu viel Fernsehen (denn das Kind hat wohl [nur!] dafür Zeit…)
also die Konsequenz: solange die unkonzentrierte Haltung anhält -> Fernsehverbot -bzw.besser Einschränkung, denn wir wollen ja nicht strafen! :wink:

  • frei nach dem Motto Fernsehen ist zwar gut - aber Schule geht vor…

natürlich wird es sich nicht vermeiden lassen, dass die Konsequenz beim Kind erstmal gefühlsmässig mit Strafe gleichgesetzt wird (wo doch unser ganzes gesellschaftliches Systhem immer noch im „Prinzip der Strafe“ denkt und lebt…
aber
wenn die Eltern es sich selbst und dem Kind klarmachen, dass sie nicht strafen sondern nur konsequent auf die Einhaltung von Regeln und Vorgaben achten…eben auch mit Konsequenzen bei Nichteinhaltung … dann
lässt sich das im Alltag ganz gut durchsetzten und leben…
(ich spreche da u.A. aus 10 jähriger praktischer Erfahrung… und Anfälle fallen auch bei uns noch ab und an an :wink: )

ich bin der Überzeugung (…durch meine berufliche Praxiserfahrung immer mehr…) ,
dass es ein WICHTIGER ERZIEHUNGSAUFTRAG aller Eltern ist, Kindern „Grenzen“ zu geben und Anforderungen zu stellen, und den Kindern den Umgang damit zu lehren !
Nur so wird die nächste Generation im Stande sein, eine Generation mündiger Staatsbürger zu werden, die eigenbestimmend (ohne Strafen- aber mit Konsequenzen!) ein vielleicht „besseres“ Leben führen kann.

Gruß
Guido, der schon bei seinem zweieinhalbjährigen Zwerg manchmal
einen Anfall bekommt…

Grüsse auch an den Zwerg…und währet den Anfängen…!

p.S. Kinder sind es wert, nicht gestraft zu werden- aber sie sind es auch wert, dass sie Unterstützung darin bekommen, den Umgang mit ihren „Grenzen“ im menschlichen Zusammenleben leben zu dürfen…

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p.S. Kinder sind es wert, nicht gestraft zu werden-
aber sie sind es auch wert, dass sie Unterstützung darin
bekommen, den Umgang mit ihren „Grenzen“ im menschlichen
Zusammenleben leben zu dürfen…

könnte mein Motto sein…

Belohnung statt Strafe
Hallo Melanie,
ich habe jetzt keine Zeit andere Postings zu lesen, so schreibe ich dir nur „kurz“ was ich denke:
Schlafenszeit ist ok, wenn sie morgens fit ist.
Schlechte Noten zu bestraffen finde ich nicht ok, die ist doch schon bestrafft mit der schlechte Note, warum noch zusätzlich Strafe? Kein Kind will wirklich schlechte Note bekommen und wenn man Fehler macht, lernt man auch was. Und ausserdem sagst du dass sie eigentlich keine wirklich schlechte Note hat, sondern *nur* *gut*! Warum ist dir *gut* nicht gut genug?
Besser finde ich gute Noten zu belohnen mit irgendwas was sie gerne hat, so bekommt sie positive Verstärkung und bemüht sich.
Das kannst du auch auf Schlafenszeit anwenden: wenn sie pünktlich ins Bett kommt, dann gibt es eine Geschichte, oder sonstwas (Spaziergehen oder spielen mit dir am nächsten Tag), wenn sie z.B. ganze Woche pünktlich ins Bett kommt, dann kann sie am Wochenende *Jackpott* *erarbeiten* …z.B.schwimmen gehen oder …? So schafft man eine positive Atmosphäre und das Kind fängt an gerne ins Bett zu gehen und gerne für die Schule *aufzupassen*

Viel Glück und Erfolg,
Maja

p.s. Fernsehverbot hebt nur die Wichtigkeit des Fernsehens an.

Hallo Melanie,
ich habe jetzt keine Zeit andere Postings zu lesen, so
schreibe ich dir nur „kurz“ was ich denke:
Schlafenszeit ist ok, wenn sie morgens fit ist.
Schlechte Noten zu bestraffen finde ich nicht ok, die ist doch
schon bestrafft mit der schlechte Note, warum noch zusätzlich
Strafe?

Ich will auch nicht die Note bestrafen, das ist es nicht, ich möchte ihr jedoch schon klar machen, daß ihre Unaufmerksamkeit nichts ist, was ich einfach hinnehmen werde. Ich glaube kaum, daß sie das allein merkt. Also: wenn sie wirkliche FEHLER machen würde, wäre das kein Thema - dann wird halt gebüffelt. Ärgerlich ist eben, daß sie sich zu leicht ablenken läßt…irgendwie rumspielt, nicht bei der Sache ist, unkonzentriert eben (zumindest was z. B. das Diktat anbelangt). Du verstehst, also Punktabzug, der nicht sein müsste. Vielleicht ist das auch eine Charakterschwäche?! In jedem Fall weise ich sie natürlich darauf hin und werde dies ja auch unterstreichen, damit sie es wirklich gedanklich nachvollzieht und sich beim nächsten Test mehr Mühe gibt.

Kein Kind will wirklich schlechte Note bekommen und
wenn man Fehler macht, lernt man auch was. Und ausserdem sagst
du dass sie eigentlich keine wirklich schlechte Note hat,
sondern *nur* *gut*! Warum ist dir *gut* nicht gut genug?

S. o. - um die Note an sich geht es nicht.

Besser finde ich gute Noten zu belohnen mit irgendwas was sie
gerne hat, so bekommt sie positive Verstärkung und bemüht
sich.

Das Eine schließt ja das Andere nicht aus, nichtwahr? Ich habe ja nicht gesagt, daß ich ausschließlich mit Tadel erziehe. Das Lob einen viel höheren Stellenwert hat weiß ich und lebe dies auch Jana gegenüber aus :o)!

Das kannst du auch auf Schlafenszeit anwenden: wenn sie
pünktlich ins Bett kommt, dann gibt es eine Geschichte, oder
sonstwas (Spaziergehen oder spielen mit dir am nächsten Tag),
wenn sie z.B. ganze Woche pünktlich ins Bett kommt, dann kann
sie am Wochenende *Jackpott* *erarbeiten* …z.B.schwimmen
gehen oder …? So schafft man eine positive Atmosphäre und
das Kind fängt an gerne ins Bett zu gehen und gerne für die
Schule *aufzupassen*

Wir beschäftigen uns wirklich viel mit Jana. Sei´s schwimmen gehen, Darten etc… Es geht - wie gesagt - nicht um Lob und Tadel an sich, eher um das Maß. Ich schließe in jedem Fall eine Erziehung ohne Tadel/Bestrafung/Konsequenzen aus, denn auch für seine Fehler gradezustehen, muß meine Tochter lernen. Ich möchte sie ja für ein Leben erziehen! Allerdings bin ich alles andere, als wirklich streng. Was jedoch die Schulpflichten angeht, ist das anders.

Viel Glück und Erfolg,
Maja

p.s. Fernsehverbot hebt nur die Wichtigkeit des Fernsehens an.

Das ist ein Aspekt, über den ich nachdenken werde!

Danke, Mel

Konsequenzen sind nicht dasselbe wie Strafe!
Hallo Melanie,

über das Wort Konsequenz oder Strafe oder
wie auch immer kann man sich streiten, wobei es dennoch IMHO
ja das Gleiche bleibt)

eben nicht! Konsequenzen haben immer einen sachlichen Zusammenhang zu dem, was das Kind „falsch“ gemacht hat. Strafen sind in ihrer Sache bezuglos.

Viele Eltern strafen dummerweise mit Dingen, wo das Kind beim besten Willen keinen Zusammenhang sehen kann. Der Lerneffekt ist dadurch schlechter.

Alles Gute wünscht
Michael

Hallo Michael,
vielen Dank zunächst für die Aufklärung. Dann meine ich natürlich doch die Konsequenz.

Gruß, Mel

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Hallo Mensch :o),
ich habe mich wohl in meiner Wortwahl offensichtlich mißverständlich ausgedrückt. Sicherlich meine ich im Zusammenleben mit meiner Tochter grundsätzlich dann die Konsequenz - Lob akzeptieren, aber auch Tadel…eben bei Fehlverhalten.

Diesen kleinen aber feinen Unterschied erkenne ich und - wie weiter oben im Thread schon betont lebe ihn auch, nicht erst seit heute :o). Ich respektiere meine Tochter als Menschen, so muß sie eben (wie Du ja auch betonst) kritikfähig werden/Konsequenzen tragen lernen. Die Frage bezog sich ja auch eher auf die Art der - wie nun? - Konsequenz?

Also - entschuldigt meine Ausdrucksweise, Gruß Mel.

Erziehen ohne Strafe aber mit Grenzen+Konsequenzen
hallo Leute…ihr alle, die ihr unten gepostet habt…

eigentlich sind wir ja alle der gleichen Meinung…und das gibt mir wieder Hoffnung - für die nächste Generation…
sicherlich stellt sich der/dem Einen oder Anderen aber auch die Frage: wie mache ich es , konsequent zu sein…

wäre das nicht einmal ein Thema für einen Experten-chat ??? ich hätte Lust dazu (und würde mir das auch zutrauen)
und wie ist´s mit Euch ?

gute Idee!
…ich wäre selbstverständlich dabei!

Gruß, Mel

vergessen
Huhu Rolf!

Probiert es doch mal mit dem Aufbleiben (extrem) bis sie von
selbst zu Bett geht.
Aber am nächsten Morgen ohne Nörgeln raus.

Das hat meine Oma immer gemacht…„Wer abends ein Held ist, muss auch morgens einer sein“ und weckte uns im Urlaub (meine Mutter un mich, obwohl ich da auch schon über 18 war) um 7 Uhr, obwohl wir erst um 3 ins Bett gekommen waren :wink:)
Nee, mal im Ernst, den Vorschlag finde ich ganz gut, evt. sollte man sowas aber dann machen, wenn am nächsten Tag nciht zu viele Schulstunden anstehen. Oder, noch besser, für Samstag z.B. vormittags einen tollen Ausflug (Zoobesuch etc.) planen, also etwas, das sie selbst gerne möchte. Und dann eben ins Bett gehen lassen, wann sie meint, und morgens eben zeitig aus dem Bett holen.

Schulversäumnis - Fernsehverbot ist gut, da es ja zieht
bei anderen Versäumnissen - vergeßt doch auch mal was,
Taschengeld zahlen, versprochenen Zoobesuch oder ähnlich.

Die Idee finde ich nicht besonders gut. Eltenr sollen ja Vorbilder sein. Nun wird dem Kind erzählt, dass es nichts vergessen soll, und dann kommen die Eltern an und vergessen so etwas wichtiges. Ich glaube, das versetzt auch dem Vertrauen einen Dämpfer.
Taschengeld sollte nicht als Strafe gesperrt werden,e s soll ja dazu dienen, den Umgang mit Geld zu üben. Wird das willkürlich gestrichen, passt’s nicht mehr so ganz.
Versprochene Sachen zu „vergessen“ finde ich am schlimmsten. Für mich als Kind war es entsetzlich, dass meine Eltern mir etwas versprochen haben und dann auf einmal nichts mehr davon wussten oder es dementierten oder einfach nicht einhielten.

Leider weiss ich auch keinen Rat…
Liebe Grüsse und viel Erfolg wünscht
Bine :smile:

Entschuldige, daß ich erst heute antworte.
War zum TÜV im Krankenhaus.
Aber wenn am nächsten Morgen Zoo o.ä. geplant ist, dann mußt Du aber zu der Zeit auch losfahren, egal ob der Sprößling auf ist oder nicht. Er muß merken, daß sich nicht alles nur um ihn dreht.
Von einer Sache halte ich absolut nichts, und das ist Stubenarrest, wie es zu meiner Jugend gab.
Vergiß doch auch mal Taschengeld pünktlich zu zahlen.
Viel Erfolg, spätestens wenn sie verheiratet sind, ändert es sich.
Gruß
PiRo

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]