Wann und wie sagen, daß...?

Hi Helena,

der Erzeuger ging früher ab und an ein und aus - weil er zufällig ein alter Freund vom Papa ist. Also definitv kein Problem. Das Mädchen hab tatsächlich absolut keinerlei Interesse an der Person - gedanklich ist er einfach ein Neutrum und menschlich seit Jahren nicht mehr präsent.

Aber er wurde einfach in keiner Weise thematisiert - sondern das war einfach was ganz normales.

Was meine Freundin aber gemacht hat - bevor die Kleine in den Kindergarten kam, hat sie - mit Einverständnis des Erzeugers - eine Namensänderung beantragt, damit die beiden Schwestern, die nur ein gutes Jahr auseinander sind - die gleichen Namen haben.

Nenn es verlogen - aber das macht es wirklich einfacher!

WEndy

Hallo Helena

Ich würde es von Anfang an hin und wieder erwähnen, dass es
noch einen weiteren Vater gibt, …

DAvon halte ich nicht allzu viel. Denn er sieht überall, daß
kein Mensch zwei Väter hat und kann dann die Info nicht
richtig verarbeiten. Das Kind wird nicht verstehen können
das kann sie kaum verarbeiten.

Na ja, deshalb wollte ich ja auch unbedingt die gleichen Bezeichnungen für beide vermeiden. Vater wäre meiner Meinung nach derjenige, der sich kümmert. Ein Papa oder so was ist auf jeden Fall keiner, der nichts wissen will von Kind, das ist schon wahr, das passt nicht.

Mir ist nur keine Vernünftige Bezeichnung für den Erzeuger eingefallen. Wenn man dem Kind von diesem Menschen erzählt, muss man ja auch damit rechnen, dass das Kind dann über diesen Menschen spricht. Und ich fand es nicht so passend, wenn ein kleines Kind (nichtsahnend, welche Assotiationen diese Worte bei Erwachsenen auslösen) über seinen Erzeuger oder gar Zeuger spricht, oder Zahlvater, die Idee hatte ich auch noch gestern. Ich würde dann vielleicht doch einfach den Namen bevorzugen. Oder hast du noch eine bessere Idee?

Nur evtl viiiiiiiiiiel zu
spät um von seinem Zeuger zu erzählen. Denn solche Geschichten
ergeben beim Kind erst einen Sinn, wenn sie ca 5 oder 6/7
Jahre alt sind. Und das ist für mein Vorhaben eindeutig viel
zu spät.

[Neugiermodus]Wie alt ist das Kind A jetzt eigentlich? [/Neugiermodus]

Viele Grüße
Thea

Hallo wendy!
vielne Dank für Deinen Beitrag!!!

der Erzeuger ging früher ab und an ein und aus - weil er
zufällig ein alter Freund vom Papa ist. Also definitv kein
Problem. Das Mädchen hab tatsächlich absolut keinerlei
Interesse an der Person - gedanklich ist er einfach ein
Neutrum und menschlich seit Jahren nicht mehr präsent.

Ich denke, wenn es so ist, wie du sagst, ist eh die beste Lösung. Nur die meisten Erzeuger lasen sie sich überhaupt nicht blicken und somit entstehen dann diese Fragen, wie meine…

Was meine Freundin aber gemacht hat - bevor die Kleine in den
Kindergarten kam, hat sie - mit Einverständnis des Erzeugers -
eine Namensänderung beantragt, damit die beiden Schwestern,
die nur ein gutes Jahr auseinander sind - die gleichen Namen
haben.

Da ich Spanierin bin, hat sich bei mir dieses Problem erübrigt: Wir Spanier (aber auch Portugiesen, Süd- und Mittelamerikanern, also alle Latinos) haben grundsätzlich zwei Nachnamen. Kraft Gesetz, wenn der Erzeuger bekannt ist, muß das Kind sein Nachname tragen. In Spanien, seit kurzem, darf der Nachname des Erzeugers auf zweiter Stelle sein (im Normalsfall kommt erst der Nachname des Vaters und dann der der Mutter). Jedenfalls habe ich bei Kind die sog. „Nachnameumkehrung“ gemacht und somit heisst er Vorname + Mutters-Nachname + Erzeugers-Nachname. Da in D diese 2. Nachname völlig irrelevant ist, habe ich dieses Problem nun nicht. :o)))

Nenn es verlogen - aber das macht es wirklich einfacher!

Ich finde es keineswegs verlogen. Und wenn ich Deutsche wäre, hätte ich bestimmt auch so gemacht. Nach dem Motto: Warum schwerer machen wenn es auch leichter geht??

Ganz liebe Grüße aus Nürnberg!
Helena

Hallo Helena

Na ja, deshalb wollte ich ja auch unbedingt die gleichen
Bezeichnungen für beide vermeiden. Vater wäre meiner Meinung
nach derjenige, der sich kümmert.

Da sind wir uns einig. :o))

Ein Papa oder so was ist auf
jeden Fall keiner, der nichts wissen will von Kind, das ist
schon wahr, das passt nicht.

Ich würde es anders ausdrücken: Für mich ist ein Vater nicht der, der bei der Zeugung dabei war. Für mich Vater ist ein Wort der Liebe, der Zuneigung und der Zusammenhalt. Ein Vater ist die Fels in der Brandung und der, der da ist wenn das Kind nicht schlafen kann, weil es Angst hat. Ein Vater ist der, der da ist, wenn das Kind sich verletzt hat und Trost braucht. Ein Vater ist der, der mit dem Kind spielt und sich riesig freut, wenn das Kind, allein, auf die Toilette geht. Ein Vater ist der, auf dem man sehnsüchtig wartet, wenn das Kind aus der Schule/KiGa kommt und er noch arbeiten muß. Ein Vater ist, schlußendlich der, der dem Kind mit Liebe überschüttet und sich darüber freut, nach Hause zu kommen um mit dem Knirps zu sein. Das wort Vater ist viel zu wichtig, viel zu schön um auschließlich mit der Zeugung zu verknüpfen. Das wort Vater will und muß verdient werden.
Solche „Verpflichtete Väter“ sind sie das ganz bestimmt nicht.

Mir ist nur keine Vernünftige Bezeichnung für den Erzeuger
eingefallen. Wenn man dem Kind von diesem Menschen erzählt,
muss man ja auch damit rechnen, dass das Kind dann über diesen
Menschen spricht. Und ich fand es nicht so passend, wenn ein
kleines Kind (nichtsahnend, welche Assotiationen diese Worte
bei Erwachsenen auslösen) über seinen Erzeuger oder gar Zeuger
spricht, oder Zahlvater, die Idee hatte ich auch noch gestern.
Ich würde dann vielleicht doch einfach den Namen bevorzugen.
Oder hast du noch eine bessere Idee?

Ich finde Zeuger oder Erzeuger schon passend, denn dann kann man dem Kind erzählen was überhaupt so ein Mann ist (ebern der, der bei der Zeugung dabei war -sonst nichts weiter). Ihn „Pepe“ (oder egal wie er heisst) nennen finde ich etwas zweigleisig, denn er wird dieser Name mit nichts verbinden und so ziemlich zusammenhanglos annehmen. Das finde ich auch nicht so toll…

[Neugiermodus]Wie alt ist das Kind A jetzt eigentlich?
[/Neugiermodus]

Gerade 3 Jahre alt geworden.

Dir auch vielen liebe Grüße und nochmals Danke!
Helena

Hallo Helena,

Ich finde Zeuger oder Erzeuger schon passend, denn dann kann
man dem Kind erzählen was überhaupt so ein Mann ist (ebern
der, der bei der Zeugung dabei war -sonst nichts weiter).

Ich wollte mich noch mal anhaengen. Ich hab mich
da wohl oben in meinem Posting zu Namen nicht so
geschickt ausgedrueckt. Was dir eventuell entgeht,
ist der negative Beigeschmack, den das Wort „Erzeuger“
und noch mehr das Wort „Zeuger“ hat. Das reduziert
auf das Mechanische und ist wird total abfaellig benutzt.
Im besten Fall ironisch, wenn ein Teenie von seinem
„Herrn Erzeuger“ redet. Du koenntest das Wort nicht
direkt im Beisein des biologischen Vaters benutzen,
das waere eine Beleidigung.

Gruesse
Elke

Danke Elke! Hab nicht gewußt! owT Gruß
ohne
weiteren
Text

Erfahrung in der Familie
Liebe Helena,

auch wenn ich (zum Glück) nicht selbst betroffen war und keine Ahnung bezüglich des WIE habe, denke ich auf jeden Fall, daß es notwendig ist, daß Kind mit dem Wissen aufwachsen zu lassen.

Bei meiner Cousine war es so, daß sich ihre Eltern scheiden lassen haben und sie zu ihrem Vater wollte. Sie war damals 16 und hätte theoretisch diesen Wunsch problemlos in die Tat umsetzen können. Wenn nicht von ihrer Mutter eiskalt der Spruch gekommen wäre: „Was willst du eigentlich, das ist gar nicht dein Vater!“ Mein Onkel hatte natürlich auch kein Sorgerecht. Sie ist dann bei ihrer Mutter geblieben, aber wenige Monate später zur Lehre ans andere Ende von Dtl. gezogen…

Zu meinem Onkel hat sie natürlich regelmäßigen Kontakt. Wie es mit der Mutter ausschaut weiß ich nicht. Aber es war schon ein schlimmer Schock für sie.

Also ich halte „auf den richtigen Moment warten“ für nicht richtig. Ich würde es dem Kind von klein auf immer mitgeben, daß es einen leiblichen Vater hat, der nicht der gefühlte Vater ist.

Alles Gute für euch drei

Viele Grüße
Anja

Liebe Anja!

Vielen, vielen herzlichen Dank für Deinen sehr persönlichen, ehrlichen Beitrag. Allein deshalb schon ein Sternchen von mir!

In etwa genau das was du schilderst ist, worauf ich Angst habe. Ich glaube zwar nicht, daß es je zu einer Beziehung zwischen Erzeuger und Kind kommen wird, aber diese Möglichkeit darf man nie ausschließen und schon gar nicht ausser Acht lassen. Deshalb eben hier mein Posting.´

Nur ich weiß nicht so genau wie ich drauf eingehen soll, mit welchen Wörtern ich das dem Kind beibringen soll. Aber ich werde mir in den Bücherei umschauen, wie mir hier empfohlen wurde.

Jedenfalls, nochmals vielen herzlichen Dank!

Einen lieben Gruß aus Nürnberg!
Helena

Vielen herzlichen Dank an alle,…
…die mir beantwortet haben.

Es war eine große Hilfe (vorallem der Beitrag von Elke) und ich werde diese Tipps zu nutzen wissen.

Also nochmals vielen herzlichen Dank an alle und einen lieben Gruß aus Nürnberg!
Helena