Liebe Elke!
Viiiiiiiiiiiielen herzlichen Dank
Gern geschehen. Es freut mich, wenn du denkst,
dass du das brauchen kannst.
Wie meine Lieblingspatientin zu sagen pflegte „Aus lauter „Danke“ sagen, kommen wir nicht raus“. Damit meine ich jetzt, daß ich mich bestens von Dir verstanden fühle und diesen Beitrag nicht nur ein Sternchen verdient (was ich auch gemacht habe!), sondern auch sind Deine Tipps sehr, sehr gut, voll in meiner Denkweise (wenn ich mich so ausdücken darf) und man merkt sie sind aus Erfahrung entstanden. Deshalb muß ich wieder an meine Liebelingspatientin in München denken und trotzdem mich nochmals 1000 mal bedanken!
Und sei sicher, Elke, ich kann und werde diese Tipps sehr behrzigen (sagt man so?)
Es ist seltsam, aber ich hatte schon dieses Beispiel mit denen
von adoptierten Kindern vergliechen, aber nicht bis zur
(logischen) Schlußfolgerung, daß auch in diesem Bereich die
Lösung zu finden ist…
Nicht seltsam, sondern eigentlich logisch. Ob dein Freund
den Sohn D. (*gg) nun legal adoptiert oder nicht, praktisch
ist es ja schon so etwas wie eine Adoption.
Eben! Ich habe nicht weiter in öffentlichen Ämter gefragt, deshalb ist das was ich jetzt sage, nur eine persönliche Meinung von mir, die mir aber sehr logisch erscheint: Also ich denke Vater D kann Kind A nicht adoptieren solange Zeuger C das nicht zustimmt bzw. „abdankt“ (ich weiß, es ist ein total unpassendes Wort aber das richtige kenne ich nicht!) ;o))) Ich bitte dafür um Nachsicht!!! oder schlicht und einfach stirbt.
Meine beste Freundin hier in Saudi ist in ziemlich genau
der gleichen Situation wie du. Sie hat einen Sohn aus
ihrer ersten Ehe (allerdings ging diese Beziehung auseinander,
kurz nachdem das Kind geboren war). Sie hat ihren jetzigen
Mann getroffen, als ihr Sohn zwei Jahre alt war, geheiratet
haben sie, als er drei war und sind dann sofort mit ihm nach
Saudi gezogen (wie du ja auch nach Nuernberg gezogen bist).
Inzwischen haben sie einen gemeinsamen Sohn (und die Kinder
aus der ersten Ehe des Mannes, also typisch ‚patch work‘).
In der Tat, scheint ihre Geschichte und meine sehr ähnlich…
Ich denke, so wie du auch, daß es nie früh genug ist, um das
Kind mit einer solchen Nachricht zu konfrontieren. Aber ich
weiß nicht wie ich das jetzt hätte ansprechen solen, so daß er
das versteht und nachvollzieht, was gemeint und gesagt
wurde…
Hinzu kommt die ganz konkrete „Gefahr“, dass dein Sohn
irgendwann
mit seinem biologischen Vater konfrontiert wird (vielleicht
taucht
er irgendwann mal auf, oder bei einem Familienfest fallen
bloede Bemerkungen usw.).
Genauso gedacht habe ich auch. Bei mir ging es vorallem um die Möglichkeit, daß Zeuger jetzt seine Ansprüche an Kind A wahrhaben will (zB in der Fall er geht in einer Beziehung ein. Sie heiraten und dann stellt sich heraus, daß sie keine Kinder bekommen kann. Durchaus denkbar, daß beide sich plötzlich an das damals unerwünschte Kind erinnern!). so etwqas versuche ich entgegenzuwirken, indem ich sehr um einen guten „Umgangston“ mit Zeuger bemüht bin. Daraus erhoffe ich mir, daß sollte so etwas vorkommen, wird Zeuger es mir sagen, bevor wir vor vollendeten Tatsachen stehen… Ich glaube soweit ist es so.
Ansonsten alle Angehörigen, Bekannten und Freunden, ja sogar die Erzieherinnen im KiGa wissen davon.
Wenn man erst dann mit Erklaerungen
anfaengt, ist man in der denkbar schlechtesten
Ausgangsposition.
Ich halte viel von Praevention.
Ich auch. Zumal Kind ja so entstanden ist ;o)))) *gg*
Auch wenn die Kinder
es nicht voll realisieren oder gar verinnerlichen koennen,
ist es wichtig, dass sie die Information haben, damit sie
lernen koennen, damit umzugehen.
Denke ich genauso. Denn als Erwachsene weiß man ja nicht wie sie das realisieren bzw wie lange sie dafür brauchen und wie sie diese Information überhaupt verarbeiten.
Bei den Geschichten wuerde ich auch auf jeden Fall, dem
Erzeuger-Vater (Bezeichnungen sind ein bloedes Kapitel, wir
haben das uebrigens so geloest, dass die Jungs die Vornamen
ihrer biologischen Muetter kennen, die anderen Ausdruecke
waren mir entweder zu kalt oder zu zwiespaeltig [erste Mutter
ist z.B. bloed, weil dann kann es ja eine zweite, eine dritte,
eine vierte etc. geben, irgendwie nimmt es auch die Einmalig-
keit der „Mutter“])
Ja, darüber werde ich mir Gedanken machen müssen. Zwischen uns, Erwachsenen sagen wir „Zeuger“ zu ihm oder einfach sein Vorname.
eine NEBENrolle zukommen lassen und neben
der
Hauptrolle des Kindes (das steht im Mittelpunkt!) Mutter und
neuer Papa als zweite Hauptrollen haben (so wie bei den
Bildern).
Bei uns in der Krankenpflege gibt es ein Wort, eine Bezeichnung, die mir sehr gut gefällt und sehr passend dazu finde, nämlich „Bezugsperson“. Mein Partner und ich sind die Bezugspersonen für das Kind. Und das gewiß nicht sein Zeuger. Der Zeuger ist für mich eben nur der Mann der damals seine Erbanlage weiter gegeben hat. Nicht mehr und nicht weniger.
Du scheinst das ja sowieso gut anzugehen,
Danke! Ich bemühe mich…
aber ich wollte
die folgende Bemerkung noch anfuegen, mehr fuer Mit-Leser
als fuer dich: fuer das Selbstbewusstsein eines Kindes ist
es sehr wichtig, dass sie wissen, von guten Menschen abzu-
stammen. Wer will schon der Nachwuchs eines Ekelpakets sein?
Ich glaube schon, daß ich diese Bemerkung schon kenne. Es ist außerordentlich wichtig, daß man dem Kind gut und positiv von seinem Zeuger redet, egal welche Gefühle wir sonst noch für ihn hegen.
Viele Eltern in Scheidungssituationen vergessen das, sehr
zum Leidtragen der Kinder. Andererseits - auch hier meine
Adoptionserfahrung - ist es aber auch wichtig, kein zu ver-
klaertes Bild von den biologischen Eltern zu zeichnen.
Das verstehe ich nicht ganz, Elke. Kannst du mir bitte genauer erklären was du damit meinst? Was ist für dich ein „verklärtes Bild“ zu zeichnen?
Irgendjemand hat mal gesagt, dass Adoptivkinder da
nicht schrecklicher als biologische Kinder sind - sie haben
nur die besseren Waffen (die aber nur so scharf oder stumpf
sind, wie die Eltern selbst zulassen).
Ja, genau! Jedes Kind nimmt die „Waffen“, die ihm zur Verfügung stehen um an sein eigenes Ziel zu kommen…
Also, keine Angst und ran an den Speck!
Angst nicht so. Eher Unwissenheit und Zweifeln, wie.
Also nochmals vielen herzlichen Dank und ganz, ganz liebe Grüße aus der berits verschneiten Lebkuchenstadt!
Helena