Mein Sohn (5) vergisst immer wieder auf die Toilette zu gehen.
Entweder möchte er auf sich aufmerksam machen oder er ist
wirklich zu faul.
In der Nacht steht er komischerweise auf und geht sein Geschäft
machen, doch beim spielen vergisst er schon mal drauf.
Darum denke ich er ist kein typischer Bettnässer.
Wie kann ich ihn animieren sauber zu werden???
Es muß ihm doch unangenehm sein,oder?
Eine Erfahrung hab ich schon gemacht-Verbote helfen gar nichts.
Seine Schwester geht jetzt in die erste Klasse, vielleicht fühlt
er sich vernachlässigt, aber ich kann mich doch nicht nur ihm
widmen.
Mit 5 Jahren kann es bei einigen Kindern noch vorkommen, daß sie Einnässen (Enuresis) oder Einkoten (Enkopresis). Das ist nich ungewöhnlich. Normalerweise gibt sich das Problem im Laufe der Zeit. Wenn man etwas dagegen tun will, dann muß man erst einmal gucken, ob bei Deinem Sohn nicht ein medizinisches Problem mit der Blase / dem Enddarm vorliegt (also zum Arzt gehen). Viele Kinderärzte zerbrechen sich aber bei einem 5 Jahre alten Kind nicht den Kopf, wenn es noch Probleme mit der Sauberkeit hat.
Wenn es kein medizinisches Problem ist, dann helfen Erziehungsmethoden wie ein Toilettentraining (zu bestimmten Zeiten auf die Toilette gehen, egal ob das Kind nun muß oder nicht). Bei Enkopresis (Einkoten) ist es wichtig, daß die Kinder Strukturen haben, an denen sie sich orientieren können, also eben nach dem Mittag aufs Klo usw. Weitere Tipps kann Dir bestimmt ein Kinderarzt / eine Kinderärztin geben.
Ein paar Informationen mehr findest Du in meinem Artikel: http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…
Hier habe ich z.B. etwas über die Häufigkeit der Enkopresis bei Kindern verschiedenen Alters und die verschiedenen Formen der Enkopresis sowie über mögliche Ursachen geschrieben. Schau doch mal rein, wenn Du noch mehr Infos brauchst.
Hallo Claudia,
wir haben genau das gleiche Problem. Unser Kleiner (seit Januar 4 Jahre) pinkelt während des Tages immer wieder in die Hose. Nachts klappt es wunderbar. Weder schimpfen noch das Belohnungsprinzip klappt. Deshalb sind wir während des Tages wieder auf Windelhöschen umgestiegen, zumindest wenn wir unterwegs sind. Die mag er natürlich überhaupt nicht (er ist doch kein Baby mehr).
Auch bei uns gibt es eine Schwester, jetzt 1 1/2 Jahre alt und auch wir denken an Eifersucht. Bei der Erziehungsberatung wurde uns auch nur der Tip gegeben an erfolgreichen Tagen den Kleinen zu loben und die nicht erfolgreichen einfach zu ignorieren. Das, in Verbindung mit den Windelhöschen schont unsere Nerven und verringert auch den Wäscheberg.
Wir hoffen halt, das er es bald schafft. Ich denke, abwarten ist da das einzige was man machen kann und mit viel Liebe und unterstützung seinen Frust auffangen, wenn es mal wieder schiefgegangen ist.
Gruß
Heinz
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wenn Du einen gesundheitlichen Defekt ausschließen kannst, dann ist das kein Wirkliches Einnässen. Das wird erst so gesehen, wenn eine längere „Trockenperiode“, zum Beispiel über viele Monate da war. Deshalb glaube ich, dass der Kleine über dem viel interessanteren Spielen es schlicht und einfach vergisst, auf die Toilette zu gehen. Mein Sohn war auch so ein Kandidat.
Ich habe ihn regelmäßig und immer wieder darauf angesprochen, auf die Toilette zu gehen, vor allem habe ich ihn auch „drauf gesetzt“, wenn er behauptet hat, dass er eben nicht müsste. Das klappte dann richtig prima.
Primäre und sekundäre Enuresis - Korrektur
Hallo Jana,
ich glaube Du irrst, wenn Du schreibst:
wenn Du einen gesundheitlichen Defekt ausschließen kannst,
dann ist das kein Wirkliches Einnässen.
Doch! Gerade wenn Du einen medizinischen Defekt ausschließen kannst, dann ist das eine Enuresis! Sonst ist es nämlich der medizinische Defekt und so wird das Einnässen darunter als Symptom aufgeführt.
Das wird erst so
gesehen, wenn eine längere „Trockenperiode“, zum Beispiel über
viele Monate da war.
Nein! Wenn ein Kind noch nie trocken war, dann nennt man es primäre Enuresis , und wenn es eine längere Phase der Trockenheit gab und das Kind wieder einnäßt, ist es eine sekundäre Enuresis
Deshalb glaube ich, dass der Kleine über
dem viel interessanteren Spielen es schlicht und einfach
vergisst, auf die Toilette zu gehen. Mein Sohn war auch so ein
Kandidat.
Genau dagegen kann man was tun (weiß ich z.B. aus meinem Praktikum in der Kinder- und Jugendpsychiatrie!).
Ich habe ihn regelmäßig und immer wieder darauf angesprochen,
auf die Toilette zu gehen, vor allem habe ich ihn auch „drauf
gesetzt“, wenn er behauptet hat, dass er eben nicht müsste.
Das klappte dann richtig prima.
Richtig. Das ist ein Teil des von mir unten angesprochenen Toilettentrainings.
also wenn aus ärztlicher Sicht alles ok ist, dann solltest Du Dir keine solche Sorgen machen.
Ich habe vier Kinder und jedes war im „trocken werden“ anderst. Meine Älteste war bereits als Zweijährige Tag und Nacht trocken (einfach so!), mein zweiter erst als Siebenjähriger, mein dritter war 5 3/4 Jahre alt und die Kleinste war zweieinhalb Jahre alt.
Ich habe mit keinem meiner vier Kinder groß geübt oder gefragt, ob sie auf die Toilette müssen. Jedes hat seine eigene Zeit dafür gebraucht und ich habe nie ein Wort darüber verloren, wenn morgens das Bett nass war oder tagsüber was in die Hose ging.
Ich denke, manchmal machen sich die Eltern darüber viel zu viele Gedanken und bemerken dabei nicht, dass sie ihr Kind damit vielleicht überfordern.
Vertrau Deinem Kind ein bisschen mehr, Du machst es Dir und ihm damit einfacher und hilfst ihm mehr, als wenn Du das „trocken werden“ zum großen Thema machst.
DANKE an alle!
Ich habe jetzt einige Standpunkte gelesen und ich muß sagen es
ist nicht so schlimm.
(er ist ja nicht der einzige dem sowas passiert).
Vor allem jetzt wenn der Sommer kommt, und vielleicht ist er ja
im Herbst eh schon sauber.
Das mit dem Toilettentraining werde ich auf jeden Fall
durchziehen.
Klingt sehr vernünftig.
ich hatte das Problem - wie erwähnt - bei meinem Sohn in dem Alter auch. Daraufhin bin ich zur Kinderärztin gegangen, weil man als Eltern natürlich auch sehnsüchtig darauf wartet, das Kind endlich-endlich trocken wird. Und die hat mir dann das von mir Wiedergegebene erzählt. Natürlich nicht im Medizinerjargon. Das hast Du ja jetzt übernommen
Bei einem Kind in dem Alter von Bettnässen zu sprechen, wenn es nachgewiesenermaßen stetig trockener wird (nachts keine Probleme), dann spricht ein Arzt eben nicht von der Enurese. Denn hierbei handelt es sich um ein unwillkürliches Wasserlassen, was unterstellt (wie der Begriff schon sagt), dass das Kind sein Wasser nicht halten kann, ob es nun will oder nicht. Dieser Fall ist hier aber ganz offensichtlich nicht gegeben.
Naja, ich bin kein Mediziner… Ich weiß nur: Früher oder später werden sie alle trocken!! Wenn sie gesund sind!!
Mitnichten brauchte ich das zu übernehmen, weil es schon in meinem früheren Artikel stand
Bei einem Kind in dem Alter von Bettnässen zu sprechen, wenn
es nachgewiesenermaßen stetig trockener wird (nachts keine
Probleme), dann spricht ein Arzt eben nicht von der Enurese.
Davon war nicht die Rede.
Denn hierbei handelt es sich um ein unwillkürliches
Wasserlassen, was unterstellt (wie der Begriff schon sagt),
dass das Kind sein Wasser nicht halten kann, ob es nun will
oder nicht. Dieser Fall ist hier aber ganz offensichtlich
nicht gegeben.
Na, recht konstruiert ist das! Mach Dir doch mal die Mühe und schau in ein Fachbuch oder sprich mit einem Arzt / Psychologen darüber, dann wirst Du es einsehen (mir scheinst Du ja nicht zu glauben).
Naja, ich bin kein Mediziner… Ich weiß nur: Früher oder
später werden sie alle trocken!! Wenn sie gesund sind!!
Das ist richtig, weil banal: Wenn Nicht-Trockenwerden eine Störung ist, dann sind alle trocken, die nicht gestört sind.