Moin,
mal blöd gefragt, wozu?
Deine Beispielszenarien sind bereits mit normalen
DSL-Anschlüssen ohne Probleme möglich.
Was willst Du für Datenmengen hin- und herschieben?
Möchtest Du ein Backup vom Internet machen,
falls die Leitung mal nicht geht? 
Schau mal, selbst ein normales Kupfer 1Gb-Netz ist
im Schnitt 2-3x so schnell wie eine Standard Festplatte,
okay, eine schnelle Festplatte…
Selbst wenn die Leitung so schnell wäre, würden
i.d.R. die Webserver, aber vor allem Deine Festplatte
nicht hinterherkommen.
Ich spinne mal etwas …
Denkbar wären vielleicht hyperschnelle Grid-basierte
virtuelle Supercomputer im Stil wie Matrix oder Terminators Skynet.
Also Rechensysteme bei denen es nicht darauf ankommt
viele Daten zu speichern, sondern nur sie zu verarbeiten,
anzuzeigen und wieder zu verwerfen.
Je schneller die Verbindungen zwischen den CPUs sind,
desto einfacher ließen sie sich für rechenintensive
Aufgaben zusammenschliessen.
Somit wäre auch ein Computing on Demand aus der Steckdose
denkbar. Du bräuchtest lediglich als „Heimcomputer“ ein Display
und Eingabegeräte. Die Anwendungen wären On Demand abrufbar und
laufen nicht auf Deinem Display, sondern im Grid.
Sie werden lediglich auf Deinem Display angezeigt und pro
benutzte Zeit abgerechnet.
Du hättest unbegrenzte Rechenpower, die pro Sekunde
Rechenzeit abgerechnet wird. Also, kommt dann nicht nur
eine Strom und Telefon, sondern auch noch eine Grid-Usage-Abrechnung.
Spiele … gibts On Demand und laufen auf jeden Fall, da unbegrenzte
Power, je nach Geldbeutel.
Deine Daten liegen irgendwo im Netz auf virtualisierten
Grid-basierten Speichersystemen, welche immer verfügbar und extrem
schnell zur Verfügung ständen, schneller als jetzt von Deiner
Festplatte. Der benötigte Speicher wird auch On Demand
abgerechnet. Also pro GB, TB oder PB xx€.
Du hättest jederzeit und überall sämtliche Anwendungen und Daten
zur Verfügung. Du bräuchtest nicht mal ein übliches Betriebssystem.
Man würde eine neue weltweite virtuelle Platform ähnlich Java
benötigen die auf alle CPUs portabel ist, Java kann dies ja bereits.
Alle Anwendungen laufen dann auf dieser Platform.
Es werden also On Demand virtuelle Rechner erzeugt und wieder
gelöscht, welche auf dieser Platform basieren und mit den
aktuell notwendigen Resourcen bestückt werden.
Dann gibts kein Windows oder Linux mehr auf dem die Anwender arbeiten.
Diese dann „Urahnen-Betriebssysteme“ stellen lediglich eine
virtuelle Platform und die Rechenzeit sowie Speicher für das
Grid zur Verfügung, existieren also nur noch als Grid-Server.
Je schneller die entwickelten CPUs für die notwendigen Server
werden, desto weniger Server werden benötigt.
Irgendwann gibts vielleicht nur noch ein paar Superrechenzentren
pro Kontinent mit einer schnellen Anbindung der Client-
Displays. Der Trend ist bereits heute sichtbar.
Alle großen Firmen konsolidieren bereits ihre RZs auf immer
weniger CPUs, welche dann die notwendigen Server virtualisieren.
Allerdings noch nicht in dem Sinne wie beschrieben.
Naja, dieses nennen wir es Supergrid, würde nie ausfallen und
von der Rechenleistung hochskalierbar sowie kontinental
Load-Balancing-fähig sein.
Die höchste Workload entstände auf den Kontinenten,
auf denen gerade Tag ist. Sollten wir dann endlich und hoffentlich
nahezu zu 100% die Sonne als Energielieferant nutzen, wird
da gerechnet wo die Sonne ist.
Alle anderen Kontinente können ihre Rechenzentren in einen
Standby-Modus fahren und nur bei Bedarf zum Grid zuschalten.
Es gäbe bei entsprechender Architektur keine Hardware-bedingten
Datenverluste mehr, da extrem redundante Speichersystem
möglich wären.
Die Nutzdaten werden auf die Kontinente transferriert
auf denen sie gerade benötigt werden.
Somit können auch die Speichersysteme an den verfügbaren
Energieressourcen entsprechend partizipieren.
Aber, bedenke. Die Technologie die Du gerne daheim hättest,
also Gigabit Fibre Verbindungen, werden momentan im Serverbereich
verwendet. Wenn die Servertechnologien erstmal daheim
angekommen sind, müssen die dann verfügbaren Servertechnologien
entsprechend noch extrem schneller sein als heute.
Was auch bedenklich ist … Deine Daten.
Würdest Du wirklich wollen, dass Deine privaten Daten
irgendwo im Netz vorgehalten werden?
Wir bräuchten sehr gute Sicherheitstechnologien und und und…
Aber … irgendwann wird es kommen. Bestimmt.
Und unsere Kinder, vielleicht sogar wir, könnten es noch erleben.
Wir gewöhnen uns ohnehin an allen möglichen Sch**ß 
Wer weiss, vielleicht wird alles noch viel krasser als gedacht.
Science-Fiction Filme wie Terminator, Minority Report und
Matrix sind vielleicht - im Grunde genommen - garnicht sooo
fernab aller Realität. Der Flug zum Mond und überhaupt das
Fliegen war auch alles mal Spinnerei.
Aber hat jemand erstmal eine utopische Idee … irgendwann
wird sie umgesetzt…
Gut, genug gesponnen :o)
Gruß, Dennis