Wann wird sich Glasfaser durchgesetzt haben?

Hallo und Guten Tag,

die superschnelle Glasfaser bzw. Lichtleitertechnik gilt ja als „die“ Zukunftstechnologie beim Internet und überhaupt für Informationsaustausch. Kann man schon abschätzen, wann sich Glasfasernetze anstatt von Kupfernetzen als „Selbstverständlichkeit“ durchgesetzt werden haben? Dass also überall mehr oder weniger jeder, der heute ein „konventionellen“ DSL-Anschluss hat, einen Glasfaseranschluss mit bis zu 1GB/s haben wird? In Deutschland, Europa, aber auch im Rest der Welt?

Im Jahre 2015 oder erst im Jahre 2025?

Und, Anschlussfrage: Gibt es da schon Szenarien, welche Möglichkeiten sich durch die Lichtleitertechnik eröffnen? „Verschmelzung“ von Fernsehen und Internet z.B.?

Vielen Dank im Voraus für Antworten und Meinugsäußerungen,

Jasper.

Moin, Moin.

Das werden wir beiden nicht mehr erleben.

alf

Moien

„Verschmelzung“ von Fernsehen und Internet z.B.?

Normales 16MBit DSL reicht für normale TV-Übertragung locker aus. VDSL* reicht für HD TV**.

Es gibt einfach keinen Grund auf Glasfaser umzustellen… Auch wenn Cisco schonmal zu Demozwecken eine 40 000 MBit Leitung zu einer Oma schaltet: http://www.thelocal.se/7869/20070712/

cu

* je nach Ausbaustufe 25 - 50 - 100 MBit/s über Kupferkabel, mehr ist geplant. Das kann man in Deutschland schon stellenweise bestellen.

** Blueray hat 48MBit/s maximal.

Wenn’s billiger wird.

Oder etwas ausführlicher: Noch reichen selbst in Firmen meist Kupferverkabelungen, auch wenn es bei 10GB-Ethernet schon recht spannend wird. Glasfaser nimmt man nur für lange Strecken oder wenn starke Störfelder zu erwarten sind. Das Zeug is einfach zu teuer.

Ich dachte, Glasfaserkabel wären *billiger*?
Hallo Hermann Schaefer,

ich dachte immer, dass Glasfaserkabel billiger wären als Kupferkabel, weil der Rohstoff dafür mehr oder weniger unbegrenzt zur Verfügung steht.

Ist das doch nicht so?

Hallo Fragewurm,

ich dachte immer, dass Glasfaserkabel
billiger wären als Kupferkabel, weil der
Rohstoff dafür mehr oder weniger unbegrenzt zur Verfügung
steht.

Ist das doch nicht so?

Das Rohmaterial ist ist billiger, aber die Verarbeitung ist komplizierter.

Auch Spleissen oder einen Stecker ans Kabelende zu bekommen ist aufwendiger als bei Kupfer.

MfG Peter(TOO)

Hallo Jasper,

die superschnelle Glasfaser bzw. Lichtleitertechnik gilt ja
als „die“ Zukunftstechnologie beim Internet und überhaupt für
Informationsaustausch. Kann man schon abschätzen, wann sich
Glasfasernetze anstatt von Kupfernetzen als
„Selbstverständlichkeit“ durchgesetzt werden haben?

Laut dem was man vor 25 Jahren gesagt hat, sollte überall schon Glasfaser liegen.

Nunja, für Neubaustrecken ist Glasfaser eine Option und wird oft auch gemacht.
Aber hast du schon mal nachgerechnet, welches Vermögen in Form von Kupfer im Boden liegt?
Ich meine nicht das Kupfer selbst, sondern die Baukosten.

Warum wurde wohl Geld in die Entwicklung von DSL und VDSL gesteckt, wenn man doch einfach nur Kupfer gegen Glas tauschen müsste ?

MfG Peter(TOO)

Moin,

mal blöd gefragt, wozu?

Deine Beispielszenarien sind bereits mit normalen
DSL-Anschlüssen ohne Probleme möglich.

Was willst Du für Datenmengen hin- und herschieben?
Möchtest Du ein Backup vom Internet machen,
falls die Leitung mal nicht geht? :wink:

Schau mal, selbst ein normales Kupfer 1Gb-Netz ist
im Schnitt 2-3x so schnell wie eine Standard Festplatte,
okay, eine schnelle Festplatte…

Selbst wenn die Leitung so schnell wäre, würden
i.d.R. die Webserver, aber vor allem Deine Festplatte
nicht hinterherkommen.

Ich spinne mal etwas …
Denkbar wären vielleicht hyperschnelle Grid-basierte
virtuelle Supercomputer im Stil wie Matrix oder Terminators Skynet.
Also Rechensysteme bei denen es nicht darauf ankommt
viele Daten zu speichern, sondern nur sie zu verarbeiten,
anzuzeigen und wieder zu verwerfen.
Je schneller die Verbindungen zwischen den CPUs sind,
desto einfacher ließen sie sich für rechenintensive
Aufgaben zusammenschliessen.
Somit wäre auch ein Computing on Demand aus der Steckdose
denkbar. Du bräuchtest lediglich als „Heimcomputer“ ein Display
und Eingabegeräte. Die Anwendungen wären On Demand abrufbar und
laufen nicht auf Deinem Display, sondern im Grid.
Sie werden lediglich auf Deinem Display angezeigt und pro
benutzte Zeit abgerechnet.
Du hättest unbegrenzte Rechenpower, die pro Sekunde
Rechenzeit abgerechnet wird. Also, kommt dann nicht nur
eine Strom und Telefon, sondern auch noch eine Grid-Usage-Abrechnung.
Spiele … gibts On Demand und laufen auf jeden Fall, da unbegrenzte
Power, je nach Geldbeutel.
Deine Daten liegen irgendwo im Netz auf virtualisierten
Grid-basierten Speichersystemen, welche immer verfügbar und extrem
schnell zur Verfügung ständen, schneller als jetzt von Deiner
Festplatte. Der benötigte Speicher wird auch On Demand
abgerechnet. Also pro GB, TB oder PB xx€.
Du hättest jederzeit und überall sämtliche Anwendungen und Daten
zur Verfügung. Du bräuchtest nicht mal ein übliches Betriebssystem.
Man würde eine neue weltweite virtuelle Platform ähnlich Java
benötigen die auf alle CPUs portabel ist, Java kann dies ja bereits.
Alle Anwendungen laufen dann auf dieser Platform.
Es werden also On Demand virtuelle Rechner erzeugt und wieder
gelöscht, welche auf dieser Platform basieren und mit den
aktuell notwendigen Resourcen bestückt werden.
Dann gibts kein Windows oder Linux mehr auf dem die Anwender arbeiten.
Diese dann „Urahnen-Betriebssysteme“ stellen lediglich eine
virtuelle Platform und die Rechenzeit sowie Speicher für das
Grid zur Verfügung, existieren also nur noch als Grid-Server.
Je schneller die entwickelten CPUs für die notwendigen Server
werden, desto weniger Server werden benötigt.
Irgendwann gibts vielleicht nur noch ein paar Superrechenzentren
pro Kontinent mit einer schnellen Anbindung der Client-
Displays. Der Trend ist bereits heute sichtbar.
Alle großen Firmen konsolidieren bereits ihre RZs auf immer
weniger CPUs, welche dann die notwendigen Server virtualisieren.
Allerdings noch nicht in dem Sinne wie beschrieben.

Naja, dieses nennen wir es Supergrid, würde nie ausfallen und
von der Rechenleistung hochskalierbar sowie kontinental
Load-Balancing-fähig sein.
Die höchste Workload entstände auf den Kontinenten,
auf denen gerade Tag ist. Sollten wir dann endlich und hoffentlich
nahezu zu 100% die Sonne als Energielieferant nutzen, wird
da gerechnet wo die Sonne ist.
Alle anderen Kontinente können ihre Rechenzentren in einen
Standby-Modus fahren und nur bei Bedarf zum Grid zuschalten.
Es gäbe bei entsprechender Architektur keine Hardware-bedingten
Datenverluste mehr, da extrem redundante Speichersystem
möglich wären.
Die Nutzdaten werden auf die Kontinente transferriert
auf denen sie gerade benötigt werden.
Somit können auch die Speichersysteme an den verfügbaren
Energieressourcen entsprechend partizipieren.

Aber, bedenke. Die Technologie die Du gerne daheim hättest,
also Gigabit Fibre Verbindungen, werden momentan im Serverbereich
verwendet. Wenn die Servertechnologien erstmal daheim
angekommen sind, müssen die dann verfügbaren Servertechnologien
entsprechend noch extrem schneller sein als heute.

Was auch bedenklich ist … Deine Daten.
Würdest Du wirklich wollen, dass Deine privaten Daten
irgendwo im Netz vorgehalten werden?
Wir bräuchten sehr gute Sicherheitstechnologien und und und…

Aber … irgendwann wird es kommen. Bestimmt.
Und unsere Kinder, vielleicht sogar wir, könnten es noch erleben.
Wir gewöhnen uns ohnehin an allen möglichen Sch**ß :wink:

Wer weiss, vielleicht wird alles noch viel krasser als gedacht.
Science-Fiction Filme wie Terminator, Minority Report und
Matrix sind vielleicht - im Grunde genommen - garnicht sooo
fernab aller Realität. Der Flug zum Mond und überhaupt das
Fliegen war auch alles mal Spinnerei.
Aber hat jemand erstmal eine utopische Idee … irgendwann
wird sie umgesetzt…

Gut, genug gesponnen :o)

Gruß, Dennis

noch ein Anhang
Oft liegen schon Glaskabel bis vor Deiner Haustüre.

Glas bis an den PC macht zweierlei keinen Sinn.

  1. Dann müssten auch die Leitungen bis an die Verteilerkästen
    und die Kontinental- sowie die Server"leitungen" erweitert werden
    um wirklich einen Nutzen daraus zu ziehen.
    Was bringt ein Verteiler der z.B. 10 Haushalte bedienen kann,
    wenn diese Bandbreite bis an den PC gelegt wird?

  2. Glas ist sehr empfindlich. Eine Kupferleitung im Haus ist wesentlich robuster, wesentlich!

Manche Kunden wundern sich warum ihre Fibre Channel Verbindungen
oder Fibre Ethernet Verbindungen nicht mehr richtig funktionieren.
Findet man dann übel verworrene Kabel oder vielleicht sogar
Knoten, dann ist alles klar.

Hast Du nen HiFi-Verstärker mit digitalem optischen Anschluss
für Deinen DVD-Player?
Wenn Du etwas Geld zu viel hast, versuch mal nen Knoten in
Dein optisches Kabel zu machen und guck was passiert.
Vielleicht funktioniert es noch ein paar Tage oder sogar
Wochen, aber irgendwann bricht das Kabel.

Das Glas da drin ist wirklich richtiges Glas.
Deine Fenster kannst Du auch nicht verbiegen, ne? :wink:

U. warum werden dann überh.Glasfaserkabel verlegt?
Hallo meenzer,

aber es werden doch, zumindest in großen Städten wie Köln oder Berlin, überall fleißig Glasfaserleitungen verlegt, oder nicht?

Warum geschieht das denn, wenn Kupfer doch besser ist?

Oder ist Glasfaser nur für ausserhalb des Haushaltes, für innerhalb des Haushaltes wird nach wie vor Kupfer genommen?

Ich hatte das so verstanden, dass durch die Glasfasernetze, kombiniert mit entsprechenden Monitoren und Rechnern, eine Art „Super-Internet“ kommt bzw. irgendwann kommen soll.

Hatte ich da was falsch verstanden?

Gruß Jasper.

P.S.: Vielen Dank an alle für die Antworten

Nachtrag: Links
„Wissenschaftler vermelden neuen Rekord im Glasfasernetz“

http://www.zdnet.de/news/wirtschaft_telekommunikatio…

„Glasfaser soll die Zukunft sichern“

http://www.ahlener-zeitung.de/aktuelles/muensterland…

„Bürgernetzvereine wollen Internet mit Glasfaser statt Schmalband“

http://www.openpr.de/news/275708/Buergernetzvereine-…

Kann es sein, daß Ihr in der Diskussion ein bißchen die Übertragunsleistung der Protokolle und Rechner mit der theoretischen Leistung des Übertagungsmediums durcheinander bringt?

Hardware müsste s. natürlich auch weiterentwckeln
Hallo meenzer,

Schau mal, selbst ein normales Kupfer 1Gb-Netz ist
im Schnitt 2-3x so schnell wie eine Standard Festplatte,
okay, eine schnelle Festplatte…

Selbstverständlich müsste auch die Hardware sich entsprechend weiterentwickeln. (Man hätte schließlich auch keine Autobahnen für Pferdekutschen bauen müssen :wink: ).

Es soll doch z.B. in nicht allzuferner Zukunft die bisherige Festplattentechnologie ersetzt werden durch gigantische, mechanikfreie Flash-Speicher (mir ist die Bezeichnung dafür gerade entfallen).

Oder es setzt sich das sogenannte „Cloud Computing“ durch, wo mehr oder weniger alles, ob nun Anwendungen, Dateien usw. von vorneherein ins Netz verlagert ist und der Computer daheim im Wesentlichen nur noch zum Zugriff aufs Netz dient.

Gruß Jasper.

Hallo,

nein, das ist nicht so: für Glasfasern braucht man Glas, das so extrem rein ist, dass man durch Kilometer hindurchsehen kann, Fensterglas dagegen ist bei einem Meter schon undurchsichtig.

Glasfasern haben zum normalen Glas etwa dasselbe Verhältnis wie Silizium-Monokristalle für Halbleiter zu Wüstensand, den gibts ja auch in unbegrentzter Menge.

Gruss Reinhard

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

Glas bis an den PC macht zweierlei keinen Sinn.

Dieser Satz ist aber mindestens einerlei sinnlos! :wink:

  1. Dann müssten auch die Leitungen bis an die Verteilerkästen
    und die Kontinental- sowie die Server"leitungen" erweitert
    werden
    um wirklich einen Nutzen daraus zu ziehen.
    Was bringt ein Verteiler der z.B. 10 Haushalte bedienen kann,
    wenn diese Bandbreite bis an den PC gelegt wird?

Erstens gehen nicht alle Haushalte gleichzeitig auf den selben Server los und zweitens sind Zeiten, in denen Dienste wie „google“ auf einem einzigen Server im Keller vor sich hinwerkelten auch schon ne Weile vorbei.

  1. Glas ist sehr empfindlich. Eine Kupferleitung im Haus ist
    wesentlich robuster, wesentlich!

Das ist nicht wirklich der Fall. Mach mal nen Knoten in eine Fast- oder Gigabit Ethernet Kupferverbindung. Wenn man da nicht genau die Krümmungsradien einhält, ist es auch schnell vorbei, mit der Geschwindigkeit. Manche Forumsteilnehmer wundern sich, warum ihre Netzwerkverbindung so unzuverlässig und langsam geht. Findet man dann übel verworrene Kabel oder vielleicht sogar Knoten, dann ist alles klar. Die Biegeradien von Glasfasern müssen sich nicht hinter denen von Kupferkabeln verstecken. Siehe dazu auch die IEC 60794-1-2-E6.

Glasfaser hat neben ihrer Eigenschaft, auf sehr engem Raum sehr hohe Übertragungsraten zu ermöglichen, auch noch den Vorteil, sehr unemfpdindlich gegenüber elektromagnetischen Störungen zu sein. Auch das Abhören einer Glasfaser ist nicht ganz so einfach, wie das einer Kupferleitung. Auch die maximale Kabellänge ist erheblich größer, als bei Kupferleitungen. Insbesondere im multi-GB Bereich ein wichtiger Faktor.

Das Glas da drin ist wirklich richtiges Glas.
Deine Fenster kannst Du auch nicht verbiegen, ne? :wink:

Ein Glasfaserkabel besteht nur im Kern wirklich aus hochwertigem Quarzglas. Darum herum kommt erstmal eine Hülle aus einem Glas mit radikal anderem Brechungsindex, um gute Reflexionseigenschaften im Kern zu erreichen. Darum wiederum kommt dann eine Hülle aus flexiblem Kunstoff, gerade um eine Flexibilität und mechanische Stabilität zu erreichen, die bei „nackten“ Fasern sofort zu Bruch führen würde.

Gruß

Fritze

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Moin, Moin.

Das werden wir beiden nicht mehr erleben.

Bei der Telekom eher nicht. Zum Glück gibt es noch ein paar andere Anbieter. So gibt es in Köln bereit „FTTH“. 100 MBit/s down-, 10 MBit/s upstream, Flatrate für 29,90 EUR/Monat. Mit Telefonflat kostet es 5,- EUR mehr.

Vor allem die 10 MBit up finde ich sehr interessant.

Gruß

Fritze

jap, das ists was ich meinte.

manche nennen es cloud computing,
ich nenn es computing und storage grids.

die flash speicher die du meinst, gibt
es bereits. solid state disks.
sind noch recht teuer und relativ langsam.
aber, mit großen raid verbunden und LVMs
kommt da etwas mehr fahrt ins geschehen

tschö!

Hi Fritz,

Dieser Satz ist aber mindestens einerlei sinnlos! :wink:

Na danke! :wink:

Erstens gehen nicht alle Haushalte gleichzeitig auf den selben
Server los und zweitens sind Zeiten, in denen Dienste wie
„google“ auf einem einzigen Server im Keller vor sich
hinwerkelten auch schon ne Weile vorbei.

Hste schon recht, die meisten Server sind geclustert
um eine höhere Performance zu erreichen.
Sollten aber die Clients noch schnellere Zugriffe
bekommen, müssen die Server und Backbonenetze
sowie die Speichernetze großzügig aufgebohrt werden.

  1. Glas ist sehr empfindlich. Eine Kupferleitung im Haus ist
    wesentlich robuster, wesentlich!

Das ist nicht wirklich der Fall. Mach mal nen Knoten in eine
Fast- oder Gigabit Ethernet Kupferverbindung. Wenn man da
nicht genau die Krümmungsradien einhält, ist es auch schnell
vorbei, mit der Geschwindigkeit. Manche Forumsteilnehmer
wundern sich, warum ihre Netzwerkverbindung so unzuverlässig
und langsam geht. Findet man dann übel verworrene Kabel oder
vielleicht sogar Knoten, dann ist alles klar. Die Biegeradien
von Glasfasern müssen sich nicht hinter denen von Kupferkabeln
verstecken. Siehe dazu auch die IEC 60794-1-2-E6.

Hmm, muss ich mal probieren. :o)
Ich vermute es liegt dann aber eher an den Interferrenzen,
als am Maerial. Glas bricht halt wesentlich schneller.
Und … Ich denke, eine Kupferverbindung funktioniert
meist auch besser als Glasverbindungen.
Grade im SAN-Bereich kommt es oft vor, dass ein
paar Staubkörner im HBA oder am Kabel sehr störend sind.
Für HBAs gibts spezielle Reinigungskits,
für Kupferverbindungen nicht …

Glasfaser hat neben ihrer Eigenschaft, auf sehr engem Raum
sehr hohe Übertragungsraten zu ermöglichen, auch noch den
Vorteil, sehr unemfpdindlich gegenüber elektromagnetischen
Störungen zu sein. Auch das Abhören einer Glasfaser ist nicht
ganz so einfach, wie das einer Kupferleitung. Auch die
maximale Kabellänge ist erheblich größer, als bei
Kupferleitungen. Insbesondere im multi-GB Bereich ein
wichtiger Faktor.

Ja, dafür gibt es eben Glas.
Licht wird nicht so stark gedämpft wie elektrische Signale,
daher können die Leitungen wesentlich länger sein.
Und es ist einfacher meherere Leitungen zu bündeln und
Platz zu sparen, da es keine elektromagnetischen Störungen gibt.

Das Glas da drin ist wirklich richtiges Glas.
Deine Fenster kannst Du auch nicht verbiegen, ne? :wink:

Ein Glasfaserkabel besteht nur im Kern wirklich aus
hochwertigem Quarzglas. Darum herum kommt erstmal eine Hülle
aus einem Glas mit radikal anderem Brechungsindex, um gute
Reflexionseigenschaften im Kern zu erreichen. Darum wiederum
kommt dann eine Hülle aus flexiblem Kunstoff, gerade um eine
Flexibilität und mechanische Stabilität zu erreichen, die bei
„nackten“ Fasern sofort zu Bruch führen würde.

Auch hier ja :smile:
Trotz allem Schutz drumherum bricht es irgendwann mal.
Kupfer ist da wesentlich flexibler.

Gruß Dennis

Moin Jasper,

aber es werden doch, zumindest in großen Städten wie Köln oder
Berlin, überall fleißig Glasfaserleitungen verlegt, oder
nicht?

Warum geschieht das denn, wenn Kupfer doch besser ist?

Ich finde Glas ist im Backbonebereich und bis ans Haus
auch eine gute Wahl.
Es sind sehr lange Leitungen möglich.
Elektromagnetisch gesehen ist Glas unempfindlich.
Du sparst ne Menge Platz und kannst nahezu problemlos
Kanäle bündeln ohne die ganze Stadt auszuhöhlen.

Oder ist Glasfaser nur für ausserhalb des Haushaltes, für
innerhalb des Haushaltes wird nach wie vor Kupfer genommen?

Ich denke schon.
Und ich bleib bei der Meinung das Kupfer rein mechanisch
gesehen unempfindlicher ist.

Schnell bist Du mal auf ein Kabel gelatscht.
Da brauchst Du dann schon dicke robuste Glaskabel.

Und schnell ziehst Du mal nen Kabel ab und das
Ende fällt in eine staubige Ecke.
Macht bei Kupfer nicht viel aus.
Hast man Staub auf dem Stecker eines Glaskabels
würder jeder „Normalo“ kurz mit dem Finger drüber wischen.
Kann funktionieren ist aber bestimmt nicht gut.
Ein bisschen Fett vom Finger und die Leitung funktioniert
nicht mehr richtig.
Die Faser selber ist dünner als ein menschliches Haar…

Ach naja, da kann man lange drüber philosophieren.
Ich halte es für sinnvoll Glas nur bis an fest installierte
Geräte zu legen, vielleicht sogar bis an Deinen Router.
Alles was danach angeschlossen wird, ist meiner Meinung
nach mit Kupfer besser.
Und, wie man beim DSL sieht, es gibt immer wieder
Möglichkeiten auch Kupferleitungen noch schneller zu machen.

Vielleicht haben wir auch irgendwann mal Glas bis
an einen fest installierten Router und die Clients
werden einfach per superschnellen WLAN angebunden.

Wir werden sehen…

Ich hatte das so verstanden, dass durch die Glasfasernetze,
kombiniert mit entsprechenden Monitoren und Rechnern, eine Art
„Super-Internet“ kommt bzw. irgendwann kommen soll.

Hatte ich da was falsch verstanden?

Maybe…
Wie gesagt, je schneller die Anbindungen der Clients,
desto schneller müssen auch die Server und Backbones sein
um sie nicht hoffnungslos zu überlasten.

Kann es sein, daß Ihr in der Diskussion ein bißchen die
Übertragunsleistung der Protokolle und Rechner mit der
theoretischen Leistung des Übertagungsmediums durcheinander
bringt?

Who’s talking? :o)
Nein im Ernst, worauf möchtest Du hinaus?