Ist es nach den heute herrschenden Standarttheorien möglich, daß sich die Lichtgeschwindigkeit im Laufe der Jahrmilliarden verändert hat? Also beispielsweise seit dem Urknall von 0 auf 300.000 Km/s angewachsen ist, oder früher größer war als heute?
Oder ist die Lichtgeschwindigkeit eine Größe, die nicht verändert werden kann, ohne das ganze physikalisch-mathematische Weltbild zum Einsturz zu bringen?
Gruß Klaus.
Tach ihr Wissensgeier
Soviel wie ich aus Einsteins Theorien weiß, ist die Lichtgeschwindigkeit die einzig Konstante die in der Physik, Biologie und Chemie konstant ist und bleibt.
Ich nehme an das die Geschwindigkeit des Lichtes sich sofort wärend des Urknalls als auch danach geprägt hat und zwar in der Form wie wir sie heute kennen.
Tschau Mathe
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Meine Meinung:
c ist wahrscheinlich so etwas wie ein „determinierender Faktor“ der ganzen Physik bzw. der Ausdruck eines solchen determinierenden Faktors. Würde sich c ändern, würden sich alle anderen physikalischen Grössen vermutlich mitverändern, und zwar gerade so, dass die Veränderung von c nicht bemerkt wird und auch nicht nachweisbar wäre. Eine Veränderung von c könnte demnach nur von Beobachtern bemerkt und nachgewiesen werden, die sich ausserhalb unserer Physik befinden.
Torsten
Hallole
Leider kann ich Dir nur eine Andeutung geben, ist einfach zu lange her, aber vielleicht können andere die Idee aufgreifen.
Wenn ich mich recht erinnere, ergibt sich c im Rahmen der Quantenelektrodynamik aus der Kopplungsstärke der elektromagnetischen Felder.
Diese wiederum ist im Rahmen der (unbewiesenen) vereinheitlichten Feldtheorien gekoppelt an die Kopplungsstärke der übrigen Feldkopplungen (schwach, stark, Gravitation) und möglicherweise zurückführbar auf eine einzige Kopplungsstärke der Vereinheitlichten Feldtheorie.
Die Kopplungsstärken sind nicht konstant, sondern von der Energie abhängig, mit der man eine Reaktion durchführt, aber Hinweise auf eine zeitliche Abhängigkeit hat man bislang nicht gefunden, da das unter das Stichwort Dynamik fällt und die Theorien selbst beschreiben ja die Dynamik. Allerdings besteht ein Zusammenhang zwischen Zeit und Energie, aber dieser Zusammenhang war meines Wissens nur Mikrosekundenbruchteile nach Urknall wirksam.
Es gibt im Rahmen von Kosmologie Überlegungen mit diesen Grundkonstanten zu spielen in dem Sinn „wie sähe unser Kosmos aus, wenn die Konstante um soundsoviel Promille abweicht“. Man ist auf diese Weise auf das Anthropologische Prinzip gekommen, weil es viele in diesem Sinn denkbare Universen gibt, die kein Leben hervorbringen können.
Gruß
Thomas
Wenn ich mich recht erinnere, ergibt sich
c im Rahmen der Quantenelektrodynamik aus
der Kopplungsstärke der
elektromagnetischen Felder.
Das ist dann aber nicht die Lichtgeschwindigkeit, sondern die elektrische Elementarladung e=1.6E-19 As. Die Lichtgeschwindigkeit ist mit keiner Kopplungsstaerke speziell verbunden.
Diese wiederum ist im Rahmen der
(unbewiesenen) vereinheitlichten
Feldtheorien gekoppelt an die
Kopplungsstärke der übrigen
Feldkopplungen (schwach, stark,
Gravitation) und möglicherweise
zurückführbar auf eine einzige
Kopplungsstärke der Vereinheitlichten
Feldtheorie.Die Kopplungsstärken sind nicht konstant,
sondern von der Energie abhängig, mit der
man eine Reaktion durchführt, aber
Hinweise auf eine zeitliche Abhängigkeit
hat man bislang nicht gefunden, da das
unter das Stichwort Dynamik fällt und die
Theorien selbst beschreiben ja die
Dynamik. Allerdings besteht ein
Zusammenhang zwischen Zeit und Energie,
aber dieser Zusammenhang war meines
Wissens nur Mikrosekundenbruchteile nach
Urknall wirksam.
Zeit und Energie sind sogenannte kanonisch konjugierte Groessen, d.h. aus der Tatsache, dass sich die Naturgesetze und die Naturkonstanten nicht zeitlich aendern, folgt die Energieerhaltung.
Sollte sich herausstellen, dass sich einige Naturkonstanten doch mit der Zeit aendern, gilt keine Energieerhaltung mehr - das hoert sich zwar schlimm an, aber mir faellt im Moment nichts ein, warum das wirklich so schlimm sein sollte.
Es gibt im Rahmen von Kosmologie
Überlegungen mit diesen Grundkonstanten
zu spielen in dem Sinn „wie sähe unser
Kosmos aus, wenn die Konstante um
soundsoviel Promille abweicht“. Man ist
auf diese Weise auf das Anthropologische
Prinzip gekommen, weil es viele in diesem
Sinn denkbare Universen gibt, die kein
Leben hervorbringen können.
Hier sind die Naturkonstanten aber seit dem Urknall fest. Lediglich in anderen Universen koennen sie anders sein.
Bobok Semjon.
Wäre es möglich das…???
ICh bin zwar ein wissensachaftlicher Anfänger, interessiere mich aber sehr dafür.
Nur mal eine Frage! Soweit ich weiß ist c ja eine Universalkonstante, nach der sich alles richtet. Wäre es dann nicht eine Logische Erklärung, das vor dem Urknall die Lichtgeschwindigkeit einfach NULL war (was weitreichende Folgen hätte) und der Urknall nur eine Plötzliche Vergrößerung der GEschwindigkeit ist und sich seit dem das Universum mit Lichtgeschwindigkeit ausbreitet. ICh wäre über eine Antwort sehr erfreut. aber bitte nicht alzu kompliziert. Danke.
Max