War das NS-Regime ein deutscher Staat ?

Die Frage der Zugehörigkeit einer Person zu einem kulturellen Kreis oder einem Volk ist, wenn diese Frage tatsächlich aufgeworfen ist, so gewichtig, daß sie nicht von einer einzelnen Person beantwortet werden kann und vielleicht auch von keinem Gremium.

Auf jeden Fall sind diese beiden originelle Deutsche.

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Hallo CMБ,

ich schätze deine Meinungen ja sonst sehr, was du aber hier gesagt hast, geht irgendwie an meinen Äußerungen (meiner Meinung sowieso) völlig vorbei. Davon abgesehen, brauchen wir ja nur mal in die Runde zu gucken, welche Völker das alles, was ihre Führer gut fanden, mitgemacht haben: Napoleon und die Franzosen, Stalin und die Russen, George W. und die US-Amerikaner - womit ich die Genannten natürlich nicht im Geringsten auf eine Stufe stellen will.

Gruß, Stucki

Was ist ein Deutscher?
„Und jetzt stellen Sie sich doch mal Ihre Ahnenreihe vor - seit Christi Geburt. Da war ein römischer Feldhauptmann, ein schwarzer Kerl, braun wie ne reife Olive, der hat einem blonden Mädchen Latein beigebracht. Und dann kam ein jüdischer Gewürzhändler in die Familie, das war ein ernster Mensch, der ist noch vor der Heirat Christ geworden und hat die katholische Haustradition begründet. Und dann kam ein griechischer Arzt dazu, oder ein keltischer Legionär, ein Graubündner Landsknecht, ein schwedischer Reiter, ein Soldat Napoleons, ein desertierter Kosak, ein Schwarzwälder Flözer, ein wandernder Müllerbursch vom Elsaß, ein dicker Schiffer aus Holland, ein Magyar, ein Pandur, ein Offizier aus Wien, ein französischer Schauspieler, ein böhmischer Musikant - das hat alles am Rhein gelebt, gerauft, gesoffen und gesungen und Kinder gezeugt - und - und der der Goethe, der kam aus demselben Topf, und der Beethoven und der Gutenberg, und der Matthias Grünewald und - ach was, schau im Lexikon nach. Es waren die Besten, mein Lieber! Die Besten der Welt! Und warum? Weil sich die Völker dort vermischt haben. Vermischt - wie die Wasser aus Quellen und Bächen und Flüssen, damit sie zu einem großen, lebendigen Strom zusammenrinnen. Vom Rhein - das heißt: vom Abendland. Das ist natürlicher Adel. Das ist Rasse. seien Sie stolz darauf, Hartmann - und hängen Sie die Papiere Ihrer Großmutter in den Abtritt. Prost.“

Carl Zuckmayer, General Harras in „Des Teufels General“

Tja, dem ist nichts mehr hinzu zu fügen!

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Hallo stucki

ich schätze deine Meinungen ja sonst sehr,
was du aber hier gesagt hast, geht irgendwie
an meinen Äußerungen (meiner Meinung sowieso)
völlig vorbei.

Du kannst ruhig ohne „Umschweife“
zur Sache kommen :wink:

Davon abgesehen, brauchen wir ja nur mal in die
Runde zu gucken, welche Völker das alles,
was ihre Führer gut fanden, mitgemacht haben:
Napoleon und die Franzosen, Stalin und die Russen,
George W. und die US-Amerikaner - womit ich die
Genannten natürlich nicht im Geringsten auf eine
Stufe stellen will.

Was ich meine, ist was anderes. Die (einige) Deutschen
brachten es erst fertig, in Anlagen zur geregelten
Menschenvernichtung allmorgendlich „zur Arbeit“
zu erscheinen. Dann verloren sie den Krieg,
nahezu alle ihre Städte wurden ausgebrannt
(ausser einigen wichtigen Universitätsstädten -
welch ein Zufall …) – und dann werden sie inner-
halb einiger Jahre zu einer führenden politischen
und wirtschaftlichen Macht, obwohl sie 1/4 ihres
alten Gebietes komplett verloren und 1/3 ihres ver-
bleibenden Gebietes lange ein sow. Satellit blieb.
Und nun stellen sie sich ein Denkmal ihrer früheren
(„das muss eben gemacht werden“ - )Arbeitstätigkeit
in ihre Hauptstadt, weil sie meinen, „das müsse so sein“.

Ist das nicht eigenartig?

Demnächst werde ich bei meiner US-Tour die

  • riesige Denkmalanlage für 20 Mill. Indianer
    im Park vor dem weissen Haus,

  • die schöne große und eindringliche Stele in
    Washington für die Chemiewaffenopfer in Vietnam,

  • die riesige goldene Feuerballplastik als Symbol
    der Atombombenabwürfe, gewidmet den 100-Tausenden
    verbrannten und verstrahlten japanischen Zivilisten
    vor dem Pentagon

besichtigen.

Grüße

CMБ

Hallo Thorsten,

Was ich für sehr wahrscheinlich halte, ist, daß die originären
Deutschen längst in Nordamerika,

ok (Angeln, Sachsen usw. plus spätere deutsche Einwanderer)

Nordeuropa

wohl kaum. Welche germanische Siedlungsbewegung
ist nach Skandinavien gerichtet?

und auch in Rußland beheimatet

Wohl kaum. Die herrschende Klasse in Russland
war usrprünglich eine Mischung aus Schweden
und anderen Nordleuten. Die tragenden Klasse
ist iirc vollkommen slawisch. Kleinere spätere
germanische Siedlungsenklaven in Russland kommen
nicht in Betracht.

und dort in wirklich multikulturelle
Gesellschaften eingebunden sind. Das ursprüngliche deutsche
Staatsgebiet fungiert in diesem System als Nabe und dessen
Bevölkerung, der eine Kolonialverwaltung verpaßt wurde
(mittlerweile 3. oder 4. Programmversion), macht den August.

Naja, das erscheint mir ein wenig weit hergeholt.
Wer sagt Dir denn, dass die „Deutschen“ so ein
reines, originäres „Volk“ sind, welches nach
allen Richtungen in der besagten Weise „ausstrahlt“?

Welche Literatur legst Du da zu Grunde?

Grüße

CMБ

Hi Stucki,

Klasse! Vielen Dank für das Zitat und ein Sternchen von mir.

Liebe Grüße
Burkhard

Auf jeden Fall sind diese beiden originelle Deutsche.

Originell waren sie auf jeden Fall!

Burkhard

Einstein, ein Deutscher?
Lieber Torsten,

ob sich Einstein als Deutscher hätte bezeichnen lassen, bin ich mir keineswegs sicher, da er schon im Alter von 17 Jahren seine Ausbürgerung beantragt hat. Mehr zu seinen verschiedenen Nationalitäten hier: http://www.einstein-website.de/z_information/verschi…

Grüße
Burkhard

Hi Semjon,

vielleicht wird ja umgekehrt ein Schuh draus. Meines Erachtens wäre es mal an der Zeit, dass sich andere Nationen ihrer Schandtaten besinnen und dies auch öffentlich markieren. Die USA hast Du ja bereits genannt, aber auch in der Nachbarschaft könnte man ruhig mal Gedenken an den Tag legen. Die Holländer z.B. tun sich unglaublich schwer mit der Anerkennung ihrer Verbrechen gegen die Indonesier.

Liebe Grüße
Burkhard

Hallo CMБ

Die (einige) Deutschen
brachten es erst fertig, in Anlagen zur geregelten
Menschenvernichtung allmorgendlich „zur Arbeit“
zu erscheinen.

Ohne Zweifel eine Sache, die sich viele nicht erklären können. Auch die Erklärung Goldhagens (sein Buch „Hitlers willige Helfer“ vor einigen Jahren), dass das bei den Deutschen so im Blut ist, lehne ich komplett ab, nicht nur, weil ich dann ja auch so sein müsste.
Wollte schon immer mal das Buch „Polizeikompanie 101“ (oder so ähnlich) lesen. Da setzt der Autor (?) sich mit solchen Dingen auseinander.

Dann verloren sie den Krieg,
nahezu alle ihre Städte wurden ausgebrannt
(ausser einigen wichtigen Universitätsstädten -
welch ein Zufall …) …

Nein, kein Zufall. Die Allierten haben Heidelberg auf Anweisung der Amerikaner ganz bewusst geschont, weil sie ihr Hauptquartier dort nach dem Krieg einrichten wollten.

… und dann werden sie inner-
halb einiger Jahre zu einer führenden politischen
und wirtschaftlichen Macht, obwohl sie 1/4 ihres
alten Gebietes komplett verloren und 1/3 ihres ver-
bleibenden Gebietes lange ein sow. Satellit blieb.

Wirtschaftlich, politisch nicht - ist da ja heute noch ein Zwerg (Gott sei Dank). Man kann ja viel darüber philosophieren, ob die Deutschen ein besonders leistungsfähiges Völkchen sind (immerhin sind sie in der Mitte Europas so vielen Einflüssen der Völker rund herum ausgesetzt und eine so gute Mischung daraus wie kaum ein anderes Volk :wink:). Ohne den Willen der Amerikaner, ein starkes Bollwerk gegen den Kommunismus zu errichten, wäre es aber wohl kaum so schnell wieder aufwärts gegangen.

Und nun stellen sie sich ein Denkmal ihrer früheren
(„das muss eben gemacht werden“ - )Arbeitstätigkeit
in ihre Hauptstadt, weil sie meinen, „das müsse so sein“.
Ist das nicht eigenartig?

Ja, schon eigenartig. Henry Kissinger hat das auch eher abgelehnt, weil er meinte, dass es „sich ein Volk nicht leisten sollte, ein Denkmal seiner größten Niedertracht ausgerechnet in seiner Hauptstadt zu errichten.“

Demnächst werde ich bei meiner US-Tour die …

Viel Spaß bei deiner Tour. Deinen ironisch gemeinten Aussagen stimme ich völlig unironisch und vorbehaltlos zu! Dieses auch, obwohl ich 1 1/2 Jahre dort gelebt habe und die USA als ein faszinierendes Land mit wirklich netten Menschen kennen und schätzen gelernt hatte. Aber das Verhalten gegenüber den Indianern - ich habe mich da etwas näher mit beschäftigt - und die vollkommene Ignoranz diesen Vorgängen gegenüber bis heute macht mich rat- und sprachlos. Ein Indianer sagte, das „der Holocaust gegen die Indianer ein Mehrfaches dessen gegen die Juden war“ (Radiointerview, das Tonband habe ich noch). Wenn man die Details dieses Ausrottungskrieges nachliest, dann hat man den Eindruck, dass es tatsächlich so ist. Aber jetzt werden die politisch Korrekten sicher über mich herfallen. Hollywood hat in der Verklärung ganze Arbeit geleistet. Da machen auch die paar Filme, die das scharf aufs Korn nehmen nichts („Little Big Man“, „Der mit dem Wolf tanzt“, ein Film über die Verfolgung und Vertreibung der Nez Perce im Nordwesten).
Zur Vervollständigung deiner Aussagen noch die Phillipinen: Als die USA diese den Spaniern vor ca. 100 Jahren abjagten, die „erste Republik auf asiatischen Boden“ platt machten, kamen in den Freiheitskämpfen danach innerhalb weniger Jahre (oder weniger als ein Jahr?) 1 Mill. Menschen um. Na ja, lange her … Googel mal nach „Bloody Jake“.

Traurige Grüße
Stucki

Hallo Burkhard,

Klasse! Vielen Dank für das Zitat und ein Sternchen von mir.

Merci vielmals! Das Zitat hatte ich mir mal irgendwann geholt, ums immer parat zu haben.

Gruß, Stucki

Hallo stucki

Ohne Zweifel eine Sache, die sich viele nicht erklären können.
Auch die Erklärung Goldhagens (sein Buch „Hitlers willige
Helfer“ vor einigen Jahren), dass das bei den Deutschen so im
Blut ist, lehne ich komplett ab, nicht nur, weil ich dann ja
auch so sein müsste.
Wollte schon immer mal das Buch „Polizeikompanie 101“ (oder so
ähnlich) lesen. Da setzt der Autor (?) sich mit solchen Dingen
auseinander.

Ich habe das Buch und lese öfters darin, wenn ich zum
Themenkomplex recherchiere. Du brauchst imho unbedingt
das „andere“ Buch, welches dazu „orthogonal“ ist und
in welchem das besagte Buch eingeordnet wird
„Der Weg zur Endlösung“ (ISBN: 3499613441 Buch anschauen).

Und nun stellen sie sich ein Denkmal ihrer früheren
(„das muss eben gemacht werden“ - )Arbeitstätigkeit
in ihre Hauptstadt, weil sie meinen, „das müsse so sein“.
Ist das nicht eigenartig?

Ja, schon eigenartig. Henry Kissinger hat das auch eher
abgelehnt, weil er meinte, dass es „sich ein Volk nicht
leisten sollte, ein Denkmal seiner größten Niedertracht
ausgerechnet in seiner Hauptstadt zu errichten.“

Da kann ich mir eine gewisse Gehässigkeit bezüglich eines
aktuellen Spiegel-Artikels nicht verkneifen. Zur Eröffnung
des HCD schreibt der Spiegel doch Folgendes:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,355…

 ...
 Der von der Mahnmal-Stiftung engagierte 
<u>Sicherheitsdienst</u> greift nicht ein - 
 er ist schlichtweg nicht da. 
 ... 

Nun ist aber bekannt, dass ein Teil der Endlösung,
besonders in Russland und Polen, so vollzogen wurde, dass die
Juden dem Sicherheitsdienst zur Sonderbehandlung
überstellt

wurden. Das ist ein fester Begriff, das war der feste Begriff dafür.

Mir drängt sich bei Lesen dieses Artikels daher überaus
deutlich auf, in welchen Uniformen ein „Sicherheitsdienst“
herumstolziert, der mit dem Holocaust zu tun hat.

Na ja, vielleicht geht es nur mir so.

Googel mal nach „Bloody Jake“.

Ja, mir ist einiges nicht unbekannt. In einer
Lebensphase hatte ich eine gute Freundin, die
selbst Kontakt mit nordamerikanischen Indianern
pflegte.

Aber „bloody jake“? meinst Du das hier:
http://victorian.fortunecity.com/rothko/420/aniyunti…

Grüße

CMБ

Hallo Semjon,

komme gerade von einer Woche Urlaub zurück, daher erst jetzt eine Antwort.

Aber „bloody jake“? meinst Du das hier:
http://victorian.fortunecity.com/rothko/420/aniyunti…

Nein, das ist was anders, „Bloody Jake“ agierte so vor 100 Jahren. Ich hatte das auch gegoogelt, mache das nochmal und melde mich dann.

Grüß, Stucki