Hallo CMБ
Die (einige) Deutschen
brachten es erst fertig, in Anlagen zur geregelten
Menschenvernichtung allmorgendlich „zur Arbeit“
zu erscheinen.
Ohne Zweifel eine Sache, die sich viele nicht erklären können. Auch die Erklärung Goldhagens (sein Buch „Hitlers willige Helfer“ vor einigen Jahren), dass das bei den Deutschen so im Blut ist, lehne ich komplett ab, nicht nur, weil ich dann ja auch so sein müsste.
Wollte schon immer mal das Buch „Polizeikompanie 101“ (oder so ähnlich) lesen. Da setzt der Autor (?) sich mit solchen Dingen auseinander.
Dann verloren sie den Krieg,
nahezu alle ihre Städte wurden ausgebrannt
(ausser einigen wichtigen Universitätsstädten -
welch ein Zufall …) …
Nein, kein Zufall. Die Allierten haben Heidelberg auf Anweisung der Amerikaner ganz bewusst geschont, weil sie ihr Hauptquartier dort nach dem Krieg einrichten wollten.
… und dann werden sie inner-
halb einiger Jahre zu einer führenden politischen
und wirtschaftlichen Macht, obwohl sie 1/4 ihres
alten Gebietes komplett verloren und 1/3 ihres ver-
bleibenden Gebietes lange ein sow. Satellit blieb.
Wirtschaftlich, politisch nicht - ist da ja heute noch ein Zwerg (Gott sei Dank). Man kann ja viel darüber philosophieren, ob die Deutschen ein besonders leistungsfähiges Völkchen sind (immerhin sind sie in der Mitte Europas so vielen Einflüssen der Völker rund herum ausgesetzt und eine so gute Mischung daraus wie kaum ein anderes Volk
). Ohne den Willen der Amerikaner, ein starkes Bollwerk gegen den Kommunismus zu errichten, wäre es aber wohl kaum so schnell wieder aufwärts gegangen.
Und nun stellen sie sich ein Denkmal ihrer früheren
(„das muss eben gemacht werden“ - )Arbeitstätigkeit
in ihre Hauptstadt, weil sie meinen, „das müsse so sein“.
Ist das nicht eigenartig?
Ja, schon eigenartig. Henry Kissinger hat das auch eher abgelehnt, weil er meinte, dass es „sich ein Volk nicht leisten sollte, ein Denkmal seiner größten Niedertracht ausgerechnet in seiner Hauptstadt zu errichten.“
Demnächst werde ich bei meiner US-Tour die …
Viel Spaß bei deiner Tour. Deinen ironisch gemeinten Aussagen stimme ich völlig unironisch und vorbehaltlos zu! Dieses auch, obwohl ich 1 1/2 Jahre dort gelebt habe und die USA als ein faszinierendes Land mit wirklich netten Menschen kennen und schätzen gelernt hatte. Aber das Verhalten gegenüber den Indianern - ich habe mich da etwas näher mit beschäftigt - und die vollkommene Ignoranz diesen Vorgängen gegenüber bis heute macht mich rat- und sprachlos. Ein Indianer sagte, das „der Holocaust gegen die Indianer ein Mehrfaches dessen gegen die Juden war“ (Radiointerview, das Tonband habe ich noch). Wenn man die Details dieses Ausrottungskrieges nachliest, dann hat man den Eindruck, dass es tatsächlich so ist. Aber jetzt werden die politisch Korrekten sicher über mich herfallen. Hollywood hat in der Verklärung ganze Arbeit geleistet. Da machen auch die paar Filme, die das scharf aufs Korn nehmen nichts („Little Big Man“, „Der mit dem Wolf tanzt“, ein Film über die Verfolgung und Vertreibung der Nez Perce im Nordwesten).
Zur Vervollständigung deiner Aussagen noch die Phillipinen: Als die USA diese den Spaniern vor ca. 100 Jahren abjagten, die „erste Republik auf asiatischen Boden“ platt machten, kamen in den Freiheitskämpfen danach innerhalb weniger Jahre (oder weniger als ein Jahr?) 1 Mill. Menschen um. Na ja, lange her … Googel mal nach „Bloody Jake“.
Traurige Grüße
Stucki