Hallo Herb,
erstmal ein Sternchen von mir, trotzdem noch einige Gedanken.
Hi ho,
Für mich - ja.
Wenn die Öffentlichkeit, oder die Gläubigen, einem Papst
Bescheidenheit und Demut als löbliche Eigenschaften zurechnen
werde ich immer skeptisch.das Problem ist, dass für das Glauben an sich noch lange nicht
das Ausführen des Glaubens oder Leben nach dem Glauben
verbunden ist.
Ich denke dass ein Papst wirklich an das glaubt, was er
predigt. Wo sonst soll die Motivation für den weiten Weg dahin
herkommen. Wenn es „nur“ um Macht geht, dann ist die
anderweitig einfacher zu erlangen.
Es geht nicht nur um Macht. Aber er schließt sich einer Gemeinschaft an (aus Überzeugung), in der er sich Macht erarbeitet. Und das widerspricht m. M. nach dem Glauben. Er muß die Tugenden Demut und Bescheidenheit hintan stellen um zu Macht zu gelangen.
Auch ein Geschäftsmann macht vieles aus Überzeugung, um zum Erfolg zu gelangen. Und jemand, der anstrebt Papst zu werden, muss Tugenden seiner Überzeugung opfern.
Wie kann ein bescheidener, demütiger Mann zum mächtigsten Mann
einer von Menschen organisierten Gemeinschaft werden?Bescheidenheit und Demut schliessen Macht nicht aus (Beispiel:
Gandhi). Das Problem kommt mit dem zwangsläufigen
Machtmissbrauch (zwangsläufig dehalb, weil Menschen beteiligt
sind).
Gandhi war nicht im selben Sinn mächtig wie ein Papst der r.k. Kirche. Außerdem hat er meiner Meinung nach nie seine wirklichen Ziele „verschleiert“, also etwas anderes gepredigt als er gelebt hat.
Grüsse,
Herb
lg
M.