War es ein fehler?

wenn gott menschen nach seinem ebenbild schuf…wieso verhalten sich dann nicht alle wie er…er gab zu verschiedenen zeiten…den aktuellen bedingungen entsprechend regeln mit auf den weg…wieso hält sich nur niemand dasran…alle glauben an den einen…er hat nur verschiedenen namen.

wenn gott menschen nach seinem ebenbild schuf…wieso verhalten
sich dann nicht alle wie er…

Woher willst Du das wissen, dass wir uns nicht so wie er verhalten??

Lies mal die Bibel!

mfgConrad

wenn gott menschen nach seinem ebenbild schuf…wieso verhalten sich dann nicht alle wie er…

Wieso? Gott ist, liest man die Bibel, ungerecht, eifersüchtig, rachsüchtig, mordlustig, bestraft die ganze Menscheit egen den Verfehlungen zweier Leute, bestraft ganze Völker wegen der Verfehlung eines Mannes, und sei es auch der König, er vernichtet zwei Städte mit Feuer und schwefel wie die Amis mit Atombomber, er vernichtet die Menscheheit, nicht nur ein Volk oder eine nationale Gruppe, er treibt Unzucht mit einem jungen Mädchen, lässt dann das gemeinsame Kind umbringen.

Was muss der Mensch noch alles tun, um Gott ähnlicher zu werden?

IN den USA ist man auf einem guten Weg!

er gab zu verschiedenen zeiten…den aktuellen bedingungen entsprechend regeln mit auf den weg…wieso hält sich nur niemand dasran…

Die Regeln sind auch danach! Und tut er es nicht selber? Ich meine seine Regeln brechen?

Alle glauben an den einen…er hat nur verschiedenen namen.

Alle? Ich nicht!

Fritz

Hallo dirk,

wenn gott menschen nach seinem ebenbild schuf…wieso verhalten
sich dann nicht alle wie er…

„Nach seinem Ebenbild“ heißt doch nicht, dass wir exakt wie Gott geschaffen sind, sonst wären wir ja alle Götter …

Mir fällt dazu ein Zitat von Konrad Lorenz ein:

„Den heutigen Menschen auf einer hoffentlich besonders rasch durchlaufenen Etappe seines Marsches durch die Zeit absolut zu setzen und für die schlechthin nicht mehr zu übertreffende Krone der Schöpfung zu erklären, erscheint dem Naturforscher als das überheblichste und gefährlichste aller haltlosen Dogmen. Wenn ich den Menschen für das endgültige Ebenbild Gottes halten müßte, würde ich an Got irrewerden. Wenn ich mir aber vor Augen halte, daß unsere Ahnen in einer erdgeschichtlich betrachtet erst jüngstvergangenen Zeit ganz ordinäre Affen aus nächster Verwandtschaft des Schimpansen waren, vermag ich einen Hoffnungsschimmer zu sehen. Es ist kein allzu großer Optimismus nötig, um anzunehmen, daß aus uns Menschen noch etwas Besseres und Höheres entstehen kann. Weit davon entfernt, im Menschen das unwiderruflich unübertreffliche Ebenbild Gottes zu sehen, behaupte ich bescheidener und, wie ich glaube, in größerer Ehrfurcht vor der Schöpfung und ihren unerschöpflichen Möglichkeiten: Das langgesuchte Zwischenglied zwischen dem Tiere und dem wahrhaft humanen Menschen - sind wir!

aus: Das sogenannte Böse (1963)

Grüße
Wolfgang

Man sollte Konrad Lorenz nicht zitieren. Man denke nur an seine Vergangenheit, die auch er hatte, vor 1945.
Er war auch kein Gott!

mfgConrad

Man sollte Konrad Lorenz nicht zitieren.

Wer ist „man“? Du vielleicht? Ich nicht.

Man denke nur an
seine Vergangenheit, die auch er hatte, vor 1945.

Wenn du vor 1945 geboren wärest, hättest du auch eine Vergangenheit.

Er war auch kein Gott!

Hat er auch nicht behauptet, siehe obiges Zitat.

Grüße
Wolfgang

Isa. 29:16

Alle? Ich nicht!

Fritz, Sie gehören zur Minderheit!

… irgendwas von „Ebenbild“???

Hallo Dirk!
Zitat aus: http://www.bibel-online.de/
„Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Weib.“

Daraus kannst du bestenfalls ableiten, daß er sich ein Bild gemacht (erdacht) hat, wie der Mensch auszusehen hätte, und so hat er ihn dann halt gebastelt.

… und wenn der ganze Schmonzes wahr ist, dann macht Gott keine Fehler …

Gruß
Barney

PS: Deine Shift-Taste ist kaputt.

Isa. 29:16

Alle? Ich nicht!

Fritz, Sie gehören zur Minderheit!

Die ist aber größer, als die „Mehrheit“.

Frag mal die Päpste, ob sie wirklich an das glauben, was sie predigen!

Ich glaube, da würden wir unser blaues Wunder erleben.

mfgConrd

Hallo Wolfgang,
das ist ja ein schönes Zitat, mir war gar nicht bewusst, dass Lorenz ein so geschichtlich denkender Autor war.

Die Überheblichkeit der Zeitgenossen, sich für das non plus ultra zu halten, ist heute ja noch viel ausgeprägter als damals vor vierzig Jahren.
Das zeigt sich z.B. in landläufigen Redewendungen, wie:
„Das gehört endgültig der Vergangenheit an“ ist sozusagen das Todesurteil für alles vorherige: Was früher war, ist alles Schrott.
„Die besten Filme, das schnellste Auto usw. aller Zeiten“ legt nahe, das lässt sich auch in der Zukunft nicht mehr toppen, wir sind das Absolute.

Von der Überheblichkeit der Wissenschaften ganz zu schweigen. Die Ärzte sollten lieber mal, statt sich so viel einzubilden, ein wirksames Mittel gegen Schnupfen entwickeln.

Statt des hybriden Stolzes auf ihre Errungenschaften wäre es schön, wenn die Menschheit einmal die Sehnsucht erfüllen würde, die sich z.B. in einem Lied der bürgerlichen Revolution vor über 150 Jahren ausdrückt:
„dass rings der Mensch die Bruderhand dem Menschen reicht, trotz alledem!“

Grüße
oranier

1 „Gefällt mir“

Hi ho,

Frag mal die Päpste, ob sie wirklich an das glauben, was sie
predigen!

Ich glaube, da würden wir unser blaues Wunder erleben.

nämlich dass die Päpste wirklich an das glauben, was sie predigen? Ist (oder wäre) das so erstaunlich?

Grüsse,

Herb

Hallo Fritz!

Die Regeln sind auch danach! Und tut er es nicht selber? Ich
meine seine Regeln brechen?

Aber Fritz!
Das waren doch die Regeln für Moses und seine Rasselbande.
Du weißt doch:
Quod licet Iovi non licet bovi!

Gruß
Barney

1 „Gefällt mir“

wenn gott menschen nach seinem ebenbild schuf…wieso verhalten
sich dann nicht alle wie er…er gab zu verschiedenen
zeiten…den aktuellen bedingungen entsprechend regeln mit auf
den weg…wieso hält sich nur niemand dasran…alle glauben an
den einen…er hat nur verschiedenen namen.

Ich halte mich da an Feuerbach: „Die Menschen schufen sich Gott nach ihrem Ebenbild“. Ist realitätsnäher und widerspruchsfrei.

Gruss
Schorsch

… irgendwas von „Ebenbild“???

Das ist ja wohl eine Frage der verwendeten Übersetzung.

„So schuf Gott den Menschen als sein Ebenbild, als Mann und Frau schuf er sie.“ („Hoffnung für alle“ 1996)

„Und GOtt schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde GOttes schuf er ihn;“ (Luther 1545)

"Und Gott schuf den Menschen in seinem Bilde, im Bilde Gottes schuf er ihn; " (Elberfelder 1871)

„So schuf Gott den Menschen nach seinem Bild. Als Abbild Gottes schuf er ihn.“ (Henne 1936)

„Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde; nach dem Bilde Gottes schuf er ihn“ (Herder-Bibelkommentar, 1937)

„Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn.“ (Einheitsübersetzung 1979)

1 „Gefällt mir“

Hallo, Barney,

hast ja Recht. Ich vergaß!

Gruß Fritz

3 „Gefällt mir“

Hei, Schorsch,

oder mit Nietzsche aus der Fröhlichen Wissenschaft:

_38
Der Fromme spricht

Gott liebt uns, weil er uns erschuf! —
„Der Mensch schuf Gott!“—sagt drauf ihr Feinen.
Und soll nicht lieben, was er schuf?
Soll’s gar, weil er es schuf, verneinen?
Das hinkt, das trägt des Teufels Huf._

Gruß Fritz

4 „Gefällt mir“

nunja das ist eher eine sprachliche frage :smile:

leider verfüge ich über keine besonderen philologischen kenntnisse. das wort ZELEM ist jedenfalls mit fotografieren verwandt. mehr weiß ich dazu nicht.

ist ein foto „mein ebenbild“? ich würde sagen, hätte ich eine eineiige zwillingsschwester, dann wäre sie mein ebenbild. das was in meinem paß zu sehen ist, ist eher mein abbild. es stellt mich dar, sieht mir aber nicht ähnlich, denn es ist flach und ich bin räumlich ausgedehnt. allein deswegen würde ich auf „abbild“ tippen.

gruß
dataf0x

1 „Gefällt mir“

Diese Sache mit dem Ebenbild,
ist ja dem Schöpfungsbericht der Priesterschrift entnommen, der andere mit der Rippe stammt vom älteren und bildhafter erzählenden Jahwisten.

„Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes
schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Weib.“

In dieser Aussage spiegelt sich eine elaboriertere Theologie als im töpfernden Jahwe des Jahwisten.

Und ich meine, es war Gerschom Sholem, der meinte, das Ebenbild Gottes könne weder als Mann allein, noch als Frau allein vorgestellt werden, da er solche Dimension weit übersteige; aber in unserer leider nur vierdimensionalen Welt, konnte das Ebenbild eben nur in einem Doppelbild abgebildet werden.

Das singen auch die Kanben in der Zauberflöte: „Mann und Weib und Weib und Mann reichen an die Gottheit an!“

Und dann fallen mir noch die Doppelwesen des Aristophanes ein aus Platons Symposion.

Gruß Fritz

1 „Gefällt mir“

Päpste
Hallo,

nämlich dass die Päpste wirklich an das glauben, was sie
predigen? Ist (oder wäre) das so erstaunlich?

Für mich - ja.

Wenn die Öffentlichkeit, oder die Gläubigen, einem Papst Bescheidenheit und Demut als löbliche Eigenschaften zurechnen werde ich immer skeptisch.

Wie kann ein bescheidener, demütiger Mann zum mächtigsten Mann einer von Menschen organisierten Gemeinschaft werden?

Morrighan

Hi ho,

Für mich - ja.

Wenn die Öffentlichkeit, oder die Gläubigen, einem Papst
Bescheidenheit und Demut als löbliche Eigenschaften zurechnen
werde ich immer skeptisch.

das Problem ist, dass für das Glauben an sich noch lange nicht das Ausführen des Glaubens oder Leben nach dem Glauben verbunden ist.
Ich denke dass ein Papst wirklich an das glaubt, was er predigt. Wo sonst soll die Motivation für den weiten Weg dahin herkommen. Wenn es „nur“ um Macht geht, dann ist die anderweitig einfacher zu erlangen.

Wie kann ein bescheidener, demütiger Mann zum mächtigsten Mann
einer von Menschen organisierten Gemeinschaft werden?

Bescheidenheit und Demut schliessen Macht nicht aus (Beispiel: Gandhi). Das Problem kommt mit dem zwangsläufigen Machtmissbrauch (zwangsläufig dehalb, weil Menschen beteiligt sind).

Grüsse,

Herb

2 „Gefällt mir“