Guten Tag,
ich habe das Problem, Warenbuchungen nicht bis zur Schlussbilanz buchen zu können.
Gegeben:
Bilanz am Jahresanfang, Bestand an Waren, Buchungen im Geschäftsjahr
Gefordert:
Buchungen bis zur Schlussbilanz
Situation:
Ich habe an Buchungen im Jahr nur Warenverkäufe, also Umsatzerlöse – die werden zum Schluss über GuV abgeschlossen.
Ich habe aber keine Wareneingänge und keinen Endbestand laut Inventur.
Problem:
Wie schließe ich das Konto Waren ab?
Ich kann schlecht die Verkäufe direkt dort buchen, weil sonst Einkaufswert =Verkaufswert.
Ich kann aber auch schlecht den Warenwert in der Schlußbilanz gleich lassen, wenn ich was verkauft habe.
Kann mir jemand helfen aus diesem Dilemma?
Freue mcih auf Eure Antworten!
Lieben Dank und viel Grüße
Servus,
eine saubere Lösung gibts dafür nicht, weil offenbar keine Inventur zum Stichtag durchgeführt worden ist.
Wenn die unterjährige Entwicklung des Warenbestandes nicht gebucht worden ist, könnte man sich bei Vorliegen des Inventurbestandes damit helfen, dass die gesamte Bestandsveränderung, Zugänge und Abgänge saldiert, zum Abschluss erfasst wird: Dann wäre wenigstens das Ergebnis zutreffend. Wenn man so vorgeht, kann man nur FiFo bewerten, ist aber besser als nichts.
Wenn keine Inventur durchgeführt worden ist, gibt es die Möglichkeit, aus den Umsätzen unter Ansatz eines möglichst genau ermittelten Aufschlagssatzes und einer möglichst genauen Schätzung für Abgänge, Schwund etc. den Wareneinsatz zu schätzen. Aber das, was dann als Saldo in der Bilanz zum Stichtag steht, ist nur eine Hilfsgröße, die für die Steuerbilanz vielleicht akzeptiert würde, weil man bei einer Vollschätzung durch das FA auch nichts anderes machen könnte. Aber eine Handelsbilanz ist das dann jedenfalls nicht, was da herauskommt, weil die Bewertung des Warenbestandes durch schlichtes Fortschreiben mit geschätzten Größen nicht zulässig ist.
Schöne Grüße
MM
Hallo,
vielen Dank für die schnelle Antwort!
Leider habe ich keine zusätzlichen Angaben und kann mich auch nicht an vorhandenen Aufschlägssätzen oder Margen bedienen.
habe das Gefühl, schlußendlich bleibt mir nur die Möglichkeit die Warenverkaufswerte gleichzusetzen mit den Wareneinstandswerten. dann macht das Unternehmen zwar keinen Gewinn, aber alles andere wäre ein hinzudichten von Faktoren, die nicht in der Aufgabe vorkommen.
Wie seht ihr das?
Servus,
eine wenn auch sehr grobe Marge über alle Waren lässt sich aus der GuV ermitteln.
Dieses hier:
die Warenverkaufswerte gleichzusetzen mit den
Wareneinstandswerten.
wäre für die Handelsbilanz eine grosse Katastrophe, weil dann das Umlaufvermögen per Stichtag dramatisch überbewertet würde. Gewinn gibts dann schon, weil in den Wareneinsatz nur die Differenz zwischen EB-Wert und dem erfundenen SB-Wert einflösse, die wegen des aufgeblasenen SB-Wertes zu einem viel zu niedrigen Wareneinsatz führte.
Schöne Grüße
MM