Warenannahme DPD

Halo,

Im Archiv hab ich nichts gefunden, obwohl ich mir nicht vorstellen kann dass so ein Fall hier noch nicht behandelt worden sein sollte.

Eine übers Internet bestellte Ware (Der Händler weist auf seiner Seite extra darauf hin, dass die Ware kontrolliert werden soll und nur bei nichtbeanstanden unterschrieben werden soll bzw Mängel vom Zulieferer auf dem Lieferschein gegengezeichnet) wird mit dem Adresszusatz persönlich Frau XY an deren Dienstadresse geliefert.

Frau XY findet zwei Pakete im Untergeschoss direkt hinter der (stets offenstehenden) Eingangstüre vom Hof.

WEder findet sie einen Lieferschein noch jemanden der etwas für sie unterschrieben hätte. Die Pakete wurden nur abgestellt.

Leider ist die Lieferung auch nicht vollständig. Da Frau XY keinen Lieferschein hat, kann sie auch nicht erkennen ob es sich um eine Teillieferung handelte.

Was tut jetzt Frau XY am besten ausser dass sie demn Verkäufer über das Fehlen einiger Teile und das Vorgehen des Paketdienstes informiert? Sie soll innerhalb von 2 (!) Tagen nach Warenerhalt zahlen…also zahlt sie nur das wirklich erhaltene?
Wenn ein Teil, z.B. „Kanister mit Schlauch“ unvollständig ist (Schlauch fehlt) diesen Artikel auch nicht zahlen?

Und warum liefert Zusteller AB gegen Unterschrift und Zusteller KL stellt die Pakete einfach irgendwo hin?

Vielen Dank

Grüße

Mopedhexle

Hallo,

Und warum liefert Zusteller AB gegen Unterschrift und
Zusteller KL stellt die Pakete einfach irgendwo hin?

Zeitdruck. Zeit ist Geld!
Wenn der Fahrer im Laufe des Tages mit der Auslieferung fertig werden will, dann wartet er nicht jedes Mal bis jemand kommt und den Empfang quitiert. In öffentlichen Einrichtungen und großen Büros habe ich schon öfters erlebt, dass die Pakete einfach abgestellt werden oder der nächstbeste Angestellte, der vorbei kommt, mal eben für alle Pakete unterschreibt, ohne die Möglichkeit, alle wirklich zu prüfen.
Manche stellen auch bei Privatlieferungen die Sachen einfach vor die Türe. Allerdings hat der Fahrer dann keinen Nachweis darüber, dass die Sachen auch wirklich abgeliefert wurden, und dürfte meiner Ansicht nach selbst (die Firma wird das wohl nicht übernehmen) für eventuelle Verluste haften.
Du musst nur mal anfangen, ein Paket nach eventuellen Schäden zu untersuchen, oder bei einer Nachnahmesendung deinen Geldbeutel zu suchen, da werden manche Fahrer schnell ziemlich ungeduldig.
Bei DHL kann man auch unterschreiben, dass der Zusteller unterschreibt. Dann stellt der Fahrer das Paket vor die Haustüre und quitiert sich selbst quasi die korrekte Zustellung. Wenn’s dann am Abend nicht mehr vor der Türe steht, wenn ich nach Hause komme, dann dürfte es wohl mein Pech sein.

Die beste Lösung des beschriebenen Problems wird ein Telefonat oder besser noch ein Fax an den Versender sein, bei dem alle fehlenden Artikel aufgelistet sind. Dazu noch der Hinweis, dass die gelieferten Artikel sofort, aber die fehlenden Artikel wie vereinbart erst am 2. Tag nach deren Lieferung erfolgt.

Booze

Hallo Booze,

Danke für Deine Antwort!

Meinst Du es ist wichtig, dass die Information über das Fehlen einiger Dinge telephonisch oder per fax passiert?
Nehmen wir an der Versender fordert auf seiner homepage ausdrücklich zu mails auf, da er anderweitig zu schwer erreichbar bzw zu überlastet sei.
Was wenn Frau XY sofort eine mail geschickt hat in der die Art der Anlieferung und das Fehlen div Artikel thematisiert wurden? Dennoch fax wegen evtl empfangsnachweis-problemen?

Werden unvollständig gelieferte Artikel bezahlt? Nur Teilweise?

Gruß

Mopedhexle

Und warum liefert Zusteller AB gegen Unterschrift und
Zusteller KL stellt die Pakete einfach irgendwo hin?

Zeitdruck. Zeit ist Geld!
Wenn der Fahrer im Laufe des Tages mit der Auslieferung fertig
werden will, dann wartet er nicht jedes Mal bis jemand kommt
und den Empfang quitiert. In öffentlichen Einrichtungen und
großen Büros habe ich schon öfters erlebt, dass die Pakete
einfach abgestellt werden oder der nächstbeste Angestellte,
der vorbei kommt, mal eben für alle Pakete unterschreibt, ohne
die Möglichkeit, alle wirklich zu prüfen.
Manche stellen auch bei Privatlieferungen die Sachen einfach
vor die Türe. Allerdings hat der Fahrer dann keinen Nachweis
darüber, dass die Sachen auch wirklich abgeliefert wurden, und
dürfte meiner Ansicht nach selbst (die Firma wird das wohl
nicht übernehmen) für eventuelle Verluste haften.
Du musst nur mal anfangen, ein Paket nach eventuellen Schäden
zu untersuchen, oder bei einer Nachnahmesendung deinen
Geldbeutel zu suchen, da werden manche Fahrer schnell ziemlich
ungeduldig.
Bei DHL kann man auch unterschreiben, dass der Zusteller
unterschreibt. Dann stellt der Fahrer das Paket vor die
Haustüre und quitiert sich selbst quasi die korrekte
Zustellung. Wenn’s dann am Abend nicht mehr vor der Türe
steht, wenn ich nach Hause komme, dann dürfte es wohl mein
Pech sein.

Die beste Lösung des beschriebenen Problems wird ein Telefonat
oder besser noch ein Fax an den Versender sein, bei dem alle
fehlenden Artikel aufgelistet sind. Dazu noch der Hinweis,
dass die gelieferten Artikel sofort, aber die fehlenden
Artikel wie vereinbart erst am 2. Tag nach deren Lieferung
erfolgt.

Booze

Bei DHL kann man auch unterschreiben, dass der Zusteller
unterschreibt. Dann stellt der Fahrer das Paket vor die
Haustüre und quitiert sich selbst quasi die korrekte
Zustellung. Wenn’s dann am Abend nicht mehr vor der Türe
steht, wenn ich nach Hause komme, dann dürfte es wohl mein
Pech sein.

nein, das dürfte dann nicht mein Pech sein, sondern das Pech desjenigen Zustellers, der quitiert hat oder einer anderen Person, die unterschrieben hat. denn derjenige haftet dann auch.
es muss selbstverständlich eine meldung an der Versender geschickt werden, vorab per email in der die fehlenden Artikel beanstandet werden. (am besten noch als einschreiben hinterher)und ein hinweis auf das transportunternehmen. ausserdem würde ich bei dhl auch bescheid sagen.
mein hintergrund: ich habe ein päckchen für einen mieter aus unserem haus angenommen und es ihm an die treppe gestellt, da ich den mann nicht kannte und er längere zeit nicht da war. am abend war das päckchen weg und ich war davon ausgegangen, dass er es abgeholt hatte. im endeffekt musste ich die rechnung des päckchens zahlen, weil ich unterschrieben hatte und es angeblich spurlos verschwunden war.

Die beste Lösung des beschriebenen Problems wird ein Telefonat
oder besser noch ein Fax an den Versender sein, bei dem alle
fehlenden Artikel aufgelistet sind. Dazu noch der Hinweis,
dass die gelieferten Artikel sofort, aber die fehlenden
Artikel wie vereinbart erst am 2. Tag nach deren Lieferung
erfolgt.

Booze

Hi Hexe,

habe ähnliche Fälle einige Male erlebt als Großversender.

Melde den Vorfall auf jedem Fall deinem Lieferanten per E-Mail, Telefon UND Fax.
Je schneller der Versender informiert wird, desto schneller kann er die „Verfolgung“ des Paketes aufnehmen und/oder Ersatz liefern.
Jedes Paket hat eine Identifikationsnummer (oft unter dem Strichcode)
Diese benötigt dein Lieferant.

Als Versender respektive Großbversender hat man einiges mehr an Möglichkeiten.
Man kann das Paket im Internet verfolgen oder durch den Paketservice verfolgen lassen.

Als mir einmal passierte, dass einfach ein Paket im Wareneingang lag, habe ich bei der Geschäftskunden-Hotline angerufen und anhand der Paket-ID das Paket rückverfolgen lassen.
Jeder Scanzeitpunkt ist datentechnisch erfasst.
Man findet immer den letzten Punkt an dem ein Paket übergeben und eingescannt wurde.

Bei „meinem“ Paket habe ich dann erfahren, dass angeblich ein „Herr Müller“ das Paket für mich entgegen genommn hatte.
Müller gabs nicht in der Firma . Schon verdächtig.
Ich ließ mir per Fax die Unterschrift zusenden… Terminaltechnik macht es möglich.

Schlussendlich: Der Zusteller hatte selbst mit Müller unterschrieben (hieß aber auch nicht so). War klarer Fall von Urkundenfälschung.
Daraufhin ließ ich auch die von Kunden an uns gesendeten aber scheinbar nie angekommenen Pakete nachforschen.
Ergebnis: Ein Großteil dieser verlorenen Pakete waren zuletzt durch diesen Zusteller übernommen worden… Die Unterschriften sahen alle ähnlich aus.
Anzeige wegen Urkundenfälschung und Unterschlagung/Diebstahl.
Das Ergebnis der Kripo war eindeutig und entsprach meiner Vermutung.

Erfahrungen:
Hermes: Es gibt intern bei denen auch eine „Nachbarschaftszustellung“. Hierbei wird das Paket irgendwem in der Nachbarschaft übergeben oder vor dessen Tür gelegt. Unterschrift durch Zusteller reicht denen.
Musste sehr „auf den Busch“ klopfen, dass dieses Verfahren bei unserer Firma nicht mehr angewendet wurde.
Schon blöd wenn man jeden Morgen 15 Häuser abklappern muss und eventuell ein völlig durchgeweichtes Paket vor irgendeinem Tor findet.

Post/DHL:
Übergabe an Beauftragten,Mitarbeiter, Familienmitglied, Nachbarn. Zusteller unterschreibt nicht selbst, sondern der Empfänger.
(Seht beim nächsten Paketempfang mal auf das Handterminal, welche Möglichkeiten dort noch zur Wahl stehe - oder fragt den Zusteller)

UPS: (Hamburg)
Ohne Fremd-Unterschrift läuft garnix. Selbst Versandanweisungen usw. nutzen nichts.

Meine Meinung zum Rechtlichen:
Der Empfänger (Unterzeichner) ist für das Paket haftbar.
So entstand auch die Masche des „Versandbetruges“ - Nachbar nimmt freundlicherweise an… und darf dann nachher auch noch dafür zahlen, weil er unterschrieben hat.

Eine Sendung, deren Zustellung der Zusteller selbst unterzeichnet gilt für mich als nicht zugestellt.
Da wird dann Aussage gegen Aussage stehen. Der Verlust (bei Versand an Privatleute) muss dann vom Versender getragen werden bzw durch die Versicherung des Paketdienstes.

Gruß
BJ