Wärmedämmung und Schimmel - Verständnisfragen

Nachdem ich selbst 2008 in meiner damaligen Mietwohnung unangenehme Erfahrungen gemacht habe, frage ich hier lieber einmal nach über Sinn und Unsinn der Wärmedämmung. Denn in unserem Haus steht beim Umbau des Dachgeschosses eine Wärmedämmung auf aktuellem Stand an samt entsprechender Fenster.

Alles erscheint mir so widersprüchlich. Also da wird von Fenstern gesprochen, die keine Wärme mehr nach außen lassen - klar. Der Architekt meine augenzwinkernd man müsse sich ein gedämmtes Haus vorstellen, wie wenn ein Kondom übergezogen wäre. Es dürften keine Kältebrücken entstehen, das wäre der schwierigste Part. Gleichzieitig wurde uns dann per Wärmebildkamerabildern gezeigt, wie schön das alles nach einer aktuellen Dämmung aussieht.
Dann aber gleichzeitig, dass wir zu Schimmelvermeidung nicht nur regelmäßig lüften sollten. Da scheinen sich die Experten auch komplett uneins. Überall geistert diese 10-Minuten-Lüfung herum. Bei den Energiespartegen in München, dort sind angeblich wirkliche Experten, meinte dann ein Energiesparexperte, das wäre Blödsinn, man müsse 3x 3 Minuten lüften mit je 3 Minuten geschlossenen Fenstern dazwischen. Nur so käme die Luffeuchitgkeit wirklich aus dem Haus. Dann noch Hinweise, dass man die Luftfeuchtigkei außen mit beachten müssen. Dazu haben wir dann ein Merkblatt bekommen.
Mal ganz abgesehen davon, dass so etwas in einer Familie am Morgen mit zwei berufstätigen Eltern und schulpflichtigen nicht durchführbar ist, es sei denn die Erwachsenen stehen noch eine Stunde früher auf.
Außerdem kühlt so eine Lüftung Zimmer gefühlt komplett abt, wenn es z.B. Kinderzimmer und Bäder zwischen 12 und 20 qm sind. Das hatte ich in unserer damaligen Mietwohnung so erlebt, siehe unten.

Man beruhigte uns und meinte es gäbe automatische Lüftungsmöglichkeiten. Klar, dafür braucht man dann wieder Strom, also sehr energiesparend und schließlich auch Fenster, die Lüftschlitze beinhalten. Ah, ich dichte also das Haus fast luftdicht ab, um dann Löcher hinein zu schneiden und habe danach Fenster, die auch durch Lüfungslöcher für einen Luftaustausch sorgen. Wo ist dann der Unterschied zu den aktuellen Fenstern (Doppelverglasung 90er Jahre), bei denen das automatisch ohne Lüftungslöcher passiert? Ich gebe dann dafür richtig viel Geld aus.

Meine Erfahrungen bisher:
2008 in einer Mietwohnung wohnend, die nach dem damaligen Kriterien die höchste Wärmedämmung aufwies. Man konnte diese 10-Minuten-Lüftung machen, wie man wollte, es bildete sich Schimmel. Glücklicherweise lebte der Vermieter auch im Haus und auch bei ihm in der Wohnung kam Schimmel. Also konnte da nicht dieses Märchen vom nicht richtigen Lüften der Mieter angeführt werden.

Schulhaus der Kinder. 2012 bis letztes Jahr komplett wärmesaniert. Die Schüler können nun im Winter, wenn es draußen ein paar Grad unter Null hat, tagelang nicht mehr aus dem Fenster sehen. -Die Fenster sind von außen zugereift. Der Architekt jubelt, daran sähe man, wie toll das Fenster isoliert wäre. Aber bringt das wirklich Energieeinsparung? De Lehrer berichten, dass sie im Schnitt 1-2 Stunden länger das Licht im Klassenzimmer anmachen müssen als vor der Sanierung. Dazu kommt nun im Sommer für alle Klassen im obersten Stockwerk (Flachdachbau) die Sauna. War es vorher in dem Stockwerk auch schon warm, ist es jetzt unerträglich. Dazu kommt, dass die Klassenzimmer eigentlich durch ein automatisches Lüftungssystem geregelt werden sollten. Sprich man konnte die Fenster nicht öffnen. Nachdem Klassen in den Schatten ins Freie flüchteten, gab es als Übergangslösung wieder Fenstergriffe, man konnte wenigstens etwas Durchzug erzeugen. Jetzt sollen die Dachgeschossklassenzimmer durch die Lüftungsanlage klimatisiert werden. Wo ist da die Energieersparnis?
Erst durch diese Erfahrung sprachen wir unseren Architekten und Energiesparberater an und die gaben dann eben zu, dass die optimale Wärmedämmung immer einen nicht so guten Hitzeschutz bedeutet. Im Schulhaus sicher noch extremer, weil die Gemeinde eben günstigere Dämmstoffe wählt. Bei der Verordnung ginge es schließlich nur darum, Wärme nicht nach außen zu lassen.

Da wir im Dachgeschoss den Schwerpunkt auf wenig Aufheizen im Sommer setzen, machte unser Energiesparberater eine insteressante Rechnung auf: Wenn wir auf dem Standard dämmen, dass wir den KfW-Zuschlag (maximal 5000 Euro) bekommen, sind das nur Dämmmaterialien, die nicht sooo (bewusst mit mehreren Os geschieben) gut die Hitze abhalten. Wenn wir nur ein oder zwei Stufen zurückgehen, hätte man Dämmaterialien, die auch gegen in das Haus kommende Hitze ideal wären. Sie wären 9000 Euro günstiger und der Unterschied bei den Heizkosten wäre marginal, wenn überhaupt feststellbar.

Ich komme mir als ganz normaler Mensch, der sich informieren und dann eine Entscheidung treffen will, inzwischen vor, als wäre man ein Riesen-Versuchskaninchen. Wie kann man erreichen, dass man das auf sich ideal Zugeschnittene wirklich bekommt?

Nun müssen wir uns aber entscheiden und da hätte ich gerne Hinweise, was nun stimmt.

1. Wie können Fenster mit Lüftungsschlitzen energetisch besser sein als unsere alten?
Bei Ihnen strömt doch auch die warme Luft hinaus, was man doch mit modernen Fenstern verhindern will.

2, Für welche Wärmedämmung soll man sich entscheiden?
Oberste Kriterien: Im Winter aktuelle Wärmedämmung, aber mindestens genauso wichtig ist die Dämmung gegen Hitze im Sommer. Im Dachgeschoss sind Elternschlafzimmer und Kinderzimmer. Wir hätten es gerne dort genauso kühl wie im Rest des Hauses,

3. Warum macht man erst alles luftdicht, um dann Lüftungslöcher ins Haus zu schneiden? Warum ist ein Loch für eine Dunstabzugshaube übel, für eine Entlüftung aber genau das Richtige?

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Ha, ha, ha - ein frommer Wunsch ohne Klimaanlage.

Hallo!

ich versuche es mal:

zu 1) Welche Fenster vergleichst Du denn, die von 2008 zu den neuesten ?
Da wird sich auch nicht viel tun und niemand käme auf die Idee die Fenster zu wechseln.
Die angesprochene „Fensterlüftung“ durch Schlitze ist eine Mindestlüftung/Zwangslüftung, sie soll Bauschäden vermeiden helfen, weil sich die Bewohner doch nicht an die Lüftungsempfehlungen halten.
Das sind aber nicht einfach „Löcher“ im Rahmen, die man mit den Fugen alter undichter Fenster vergleichen kann.

Das sind spezielle Luftführungen in Kammern der Fensterprofile, z.T. mit Filtern ausgestattet und auch mit Schiebern verschließbar. Dadurch findet bereits ein Wärmetausch statt, der Frischluft mit Abluft vorwärmt.

Und kommen wir gleich mal zur „Kontrollierten Wohnungsbe- und Entlüftung“, also mit Luftkanälen in allen Zimmern, Absaugung in Deckennähe, Zuluft in Bodennähe und einem Zentralgerät zum Wärmetausch und zur Staub und Pollenrückhaltung.
Klar brauchen die Strom, das ist aber minimal (wenige 10 Watt) für den Komfort den sie bieten.
Sie können (müssen es aber nicht) Fensterlüftung komplett ersetzen und die Räume frisch und mit angenehmer Luftfeuchte halten.

Eine solche mechanische Be-/Entlüftung ist im vollgedämmten Energiesparhaus nahezu zwingen erforderlich. Sonst sind Feuchteschäden und Schimmel möglich.
Ersatzweise kann eine sehr disziplinierte Fensterlüftung /Stoßlüftung/Durchzug) mehrmals am Tag oder gezielt direkt nach starkem Feuchteeintrag (Duschen, Kochen) ebenfalls Schäden vermeiden.
Die Lüftungsanlage ist da ein Komfortvorteil.

zu 2) Dämmung wirkt immer für/gegen beides, Wärmeverlust von innen nach außen und Hitzeeintrag von außen nach innen.

Es gibt aber bestimmte Dämmstoffe, bzw. Montageweise die beides optimieren. Das sind etwa die Aufsparrendämmung und oder „schwere“ Dämmstoffe (Steinwolle, Holzfaserplatten) die zusätzlich zum sommerlichen Hitzeschutz auch noch sehr gute Schalllschutzeigenschaften haben.

Da man im üblichen Dachgeschoß meist keine schweren schalldämmenden und hitzedämmenden Baustoffe wie Mauerwerk oder Beton hat, muss man im leichten Holzgebälk eben diese fehlende Eigenschaft durch die „Schwere“ der Dämmung ausgleichen.

Dein Beispiel Schule zeigt mir nur, dass da baulich/fachlich etwas nicht gut, ja einfach falsch ausgeführt wurde.
Selbst in einem Flachbau muss es im OG nicht brütend heiß sein.
Man hört diese (dort berechtigten) Klagen in provisorischen Schulbauten aus Containern oder ähnlichen Schnellbauten, die man bei Platzproblemen schnell aufstellen muss.
In jeder Baugenehmigung(öffentliche Bauten sowieso) ist ein Wärmeschutznachweis zu erbringen, der auch den sommerlichen Hitzeschutz umfasst.
Und je nach Lage(Himmelsrichtung) brauchen Klassenräume auch zwingend Sonnenschutz außen

Schulfenster beschlägt/bereift außen .
Wäre es Dir lieber, es wäre innen ? Das ist durchaus ein Zeichen eines guten Fensters. Innenscheibe warm, Außenscheibe kalt, es muss außen bereifen.
Schlechte Fenster wären innen mindestens beschlagen.

Man muss deswegen länger Licht brennen lassen ? Klassenzimmer werden fast durchgängig auch tagsüber beleuchtet, ideal helligkeitsgesteuert nach Außenlicht. Das geht gar nicht anders.

zu 3)

Es geht nicht um Löcher in der Wand. Die sind schlecht, weil dabei ein unkontrollierter Luftzutritt erfolgt, der das Mauerwerk(Baustoffe ganz allgemein) in Lochnähe auskühlt und zur Feuchtebildung beiträgt. Schimmel und Bauschäden entstehen.
Abzugshaube bläst warme feuchte Kochabluft raus, gleichzeitig muss aber neue Luft nachströmen.
Woher ? Aus der gesamten restlichen Wohnung mehr recht als schlecht über Undichtigkeiten an Fensterfugen. Oder durch eine Nachströmöffnung in der Küche.
Das ist energetisch ungünstig, da die Abluft viel Energie enthält und die kalte Frischluft erst wieder aufgeheizt werden muss.

Ideal kombiniert man es in einem Wärmetauscher(einer Zentrallüftungsanlage), der die Wärme der Abluft auf die kalte Frischluft überträgt ( sie also nahezu kostenlos vorwärmt) . So hat man 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Man spart Heizkosten und hat trotzdem (oder gerade deswegen) gute Luft im Haus.

Zum Schluss möchte ich Dir aber durchaus grundsätzlich recht geben. Man muss Dämmmaßnahmen immer bewerten nach „was habe ich zur Zeit“ und muss ich da etwas verbessern. Was gewinne ich dadurch, kann ich ein gleiches/vergleichbares Ergebnis (nämlich Gesamt-Energieeinsparung) auch auf anderem Wege erreichen ?

MfG
duck313

hi,

Das Thema ist sehr, sehr umfangreich.

Zweitens wirst du so vergessen können, ohne aktiv einzugreifen. Es ist ein Dachgeschoss.

Lüftungen in Fenstern sind geregelt. Früher (also sehr viel früher) waren die Fenster und Türen schlicht unkontrolliert undicht.
Fensterlüftungen gibt es auch mit Wärmetauscher, dabei wird ein Großteil der Wärme dazu genutzt, um die Außenluft anzuwärmen. Es wird dabei also nur die Luft, nicht aber die Wärme weggelüftet. Da rechnet sich dann eben auch mal ein kleiner Lüfter.

Lüftungsschlitz hin oder her, Lüften muss man so oder so. Ob man dies nun auf einmal macht oder über längeren Zeitraum sehr wenig ist letztlich egal. Das Fenster selbst kann aber vergleichsweise besser dämmen und weniger Wärme über Scheibe und Rahmen verlieren.

Das Loch selbst stört nicht so sehr, das lässt sich passend abdichten. auch für die Dunstabzugshaube gibt es mittlerweile passende Lösungen zur Energierückgewinnung.
Was stören würde, wäre eine übermäßiges lüften der Küche durch den Dunstabzug beim Kochen. die Luftmenge steht aber dabei in keinem Verhältnis zu einer Zwangslüftung am Fenster.

Nicht ganz vergessen, sollte man auch den Punkt des Lärmschutz. Die Fenster dämmen den Schall auch deutlich besser als früher. Auch dazu müssen sie dicht sein.
Ein ‚luftdicht‘ abgedichtetes Haus benötigt man vor allem beim Dachboden, Das hat aber weniger mit der Lüftung zutun, sondern mit dem Ort, an dem der Luftaustausch stattfindet.
Wo sich kalte und warme Luft trifft, kann und wird Wasser kondensieren. Das willst du aber nur an Stellen, wo es vorgesehen ist.

Deine Schulfensterbeispiel müsste man eigentlich etwas aufdröseln können.
gegeben war früher ein Fenster, welches sich bis nach außen auf mindestens 1°C erwärmt hat.
Heute sind die Fenster außen unter 0°C kalt, also geht weniger Wärme verloren.

Die Wärme bleibt das Ganze Jahr im Haus, auch im Herbst und Frühjahr. Dagegen stehen 2 Stunden mehr Licht an sehr kalten Tagen. Diese wenigen Stunden fürs Licht verbrauchen nun aber weniger Energie als die Fenster in der deutlich längeren Zeit (aufs Jahr gesehen) einsparen. Gerade Klassenzimmer haben üblicherweise große Fensterflächen.
Allein 10 Leuchtstofflampen mit je 50 Watt würden über 2 Stunden gerade so viel Verbrauchen wie ein Heizlüfter mit üblichen 2000 Watt in einer halben Stunden verheizt.
und nun stell mal einen Heizlüfter ne halbe Stunde in ein Klassenzimmer…

grüße
lipi

Theorie und Praxis!

Theoretisch wäre eine Thermoskanne ideal, aber wer will dann darin wohnen?

Oft werden leider nur die Isolationswerte gesehen und dabei ganz vergessen, dass da auch noch Leute wohnen!
Und genau hier liegen dann die praktischen Probleme:
Jeder Mensch verdunstet Wasser und wodurch die Luftfeuchtigkeit im bewohnten Raum ansteigt.
Manche sollen sogar heiss duschen!

Einfach dichte Fenster einzubauen, sieht auf dem Papier gut aus, was die Verbrauchswerte angeht, ist aber unbrauchbar.
Mit den dichten Fenstern muss auch ein Konzept für den Luftaustausch erstellt werden, was dann zusätzliche Kosten verursacht!

OK, ist schon eine Weile her, aber da war ein Projekt, bei welchem man nur die Fenster ausgetauscht und die Fassade isoliert hat. Direkt nach Fertigstellung kamen dann die Probleme mit Feuchtigkeit und Schimmel.

Der Bauphysiker meinte an eine Versammlung, man müsste halt, Tag und Nacht jede Stunde lüften!

Ich fragte dann wie er sich die vorstellt? Jede Stunde von der Arbeit nach Hause und Lüften und Nacht jede Stunde den Wecker stellen?

Nach 3 Monaten wurden dann alle Dichtungen an den Fenstern entfernt!

Da laufen eine Menge Idioten mit der Bezeichnung Bauphysiker rum!

Das Problem ist, dass man bei der Dunstabzugshaube keine kontrollierten Bedingungen hat.

Ein funktionierendes Konzept mit dichten Fenstern, bedingt einen kontinuierlichen Luftaustausch um die Feuchtigkeit wieder raus zu bekommen. Etwas optimieren kann man das noch durch die Messung der aktuellen Luftfeuchte und entsprechender Regelung des Luftaustausches.
Ein energetisch optimales Konzept bewerkstelligt dies über eine zentrale Lüftung bei welcher man dann auch noch einfach einen Teil der Wäre zurückgewinnen kann.

Dazu genügt eine recht einfache Technik:
Durch eine sich drehende Metallspirale wird auf der einen Seite die Abluft geführt, welche die Spirale erwärmt. Wenn sich die Spirale um 180° gedreht hat kommt sie in den Luftstrom der Zuluft und wärmt diese vor.

Allerdings benötigt so eine Lüftung zusätzlichen Platz und ist oft nachträglich nicht einbaubar.

Man erreicht damit eine kontrollierte Zwangslüftung und bekommt, bei richtiger Auslegung. , keine Probleme mit der Feuchtigkeit. Bei manueller Lüftung hängt die Effizienz vom Benutzer ab.
Zudem arbeiten die Schlitze 24h/d, was der Benutzer nicht leistet.

Aber wie schon geschrieben habe, dichte Fenster funktionieren nur mit einem praktikablen Lüftungskonzept.
Nicht optimal, aber am billigsten, ist es dies auf den Bewohner abzuwälzen!

MfG Peter(TOO)

Als Hausbesitzer und bald -sanierer: Wir planen und überlegen schon ewig hin und her und sind auf die selben Fragen gestoßen wie du.

Ich kaufe sicher keine neuen dichten Fenster mit unkontrollierter Zwangslüftung.
Wie die anderen Antworter auch schreiben, lautet unsere Antwort: Lüftungsanlage.
Damit sind dann wieder ganz andere Probleme verknüpft: Kachelofen, Dunstabzugshaube, Zuluft Ölbrenner im Keller…
Dezentrale oder zentrale Lüftung. Mit oder ohne Wärmetauscher.
Außerdem werden wir mit Steinwolle dämmen, wegen der Brandgefahr und auch der späteren Entsorgung.

Krötengrüße

Hallo,

ein Tip gegen Überhitzung im Sommer: Fotovoltaikanlage aufs Dach. Die wandelt die Sonnenernergie in Strom um und beschattet gleichzeitig die Südseite des Dachs. Funktioniert erstaunlich gut - bei mir ist es diesen Sommer (erster nach nahezu flächendeckendem FVA-Aufbau, keine weitere Isolierung) auf dem Dachboden kaum wärmer als im EG.

Zum Lüften: macht Sinn, wenn es draußen kälter ist als drinnen (kalte Luft ist trockener als Warme) oder drinnen deutlich feuchter durch Eintrag (z.B. Schlafzimmer am Morgen, Küche nach dem Kochen).
Je besser der Durchzug und vor allem je größer der Temperaturunterschied, desto schneller ist die Wohnung durchlüftet. Regeln mit Minutenangaben für alle Situationen sind Unfug. Bei -20 grad ist eine Wohnung sehr viel schneller durchlüftet als bei +16 grad. Merkt man auch.

Um Wände trocken zu halten bietet sich möglichst oft kurz lüften in der Heizperiode an. Vor allem dann, wenn man daheim ist und selbst Feuchtigkeit produziert. Der kurze Luftaustausch kostet wenig Energie, da Luft kaum Masse hat und schnell wieder erwärmt ist. Ungünstig ist Dauerlüftung, da dann auch Wände teils auskühlen und sich an den kalten Stellen Kondenswasser niederschlägt. Das ist toll für Schimmel.
Im Sommer wird leicht alles etwas feuchter, da sollte man am besten nachts lüften - vor allem in Schlafzimmern und im Bad.

Dauerlüftung mit Wärmetauscher kenne ich vom Bau eines Bekannten (ca. 2005) - funktioniert prima und kostet nur wenig Strom. Muss aber sicher auch sinnig installiert sein.

Es ist ein weites Feld und hängt von vielen Faktoren ab.

Viel Glück, Paran