Wärmeentwicklung in Holzbauweise-Haus im Sommer ?

Hallo Experten,

wir möchten in ein schönen ‚Haus mit Holzbauweise‘, Bj.ca 2001, in B.-W. zur Miete einziehen.
Das EG (Haus hat keinen Keller) ist aus Steinwänden gefertigt, die 1.Etage + DG sind in Holzbauweise erstellt, Flur,Küche, Bad haben Fliessenboden, Wohnzimmer, Schlafzimmer: Laminat + teilweise Teppich.

Wir vermuten dass es im Sommer zu tendenziell starker Wärmeentwicklung in allen Zimmern im 1.Stock + DG kommt, und man es dort möglicherweise dann kaum noch aushält.

Hat jemand hiermit Erfahrung, bzw. bekommt man die Problematik in den Griff ?

VG,
-Thomas

Steine mit guter Wärmekapazität ->Innenluft küh

Moin, wurzel,

das lässt sich nur beantworten, wenn die Dämmung betrachtet
wird. Holz an sich heizt sich nicht auf, es isoliert schon mal
besser als jeder Stein. Eine Auszug von
http://www.harms-holzbau.de/leistungen/hb_gruende.html:

Holz besitzt von Natur aus eine hervorragende Wärmedämmung. Um
den Dämmwert einer 10 cm dünnen Holzwand zu erreichen, müßte
eine Betonwand 160 cm dick sein. Deswegen finden wir in den
kältesten Regionen der Erde bis hinauf zum Polarkreis so viele
Holzhäuser.

Aber ist es nicht so, dass ‚Mauerwerk aus Stein‘ mit deren hoher
Wärmekapazität auch die Innenluft im Sommer länger kühl hält ?
Mit guter Wärmeisolation nach Aussen versteht sich…

Momentan habe ich nämlich nur in ‚Steinhäusern‘ festgestellt,
dass man im Sommer (bei hoher Aussentemperatur ) noch relativ kühle
Innenräume hat.

VG,
-Thomas

Hallo,

Aber ist es nicht so, dass ‚Mauerwerk aus Stein‘ mit deren hoher
Wärmekapazität auch die Innenluft im Sommer länger kühl hält ?

prinzipiell ist das natürlich so. Die Aufwärmung wird durch große
Massen deutlich verzögert. Bei länger anhaltender Hitze wirds dann
irgendwann genauso unangenehm und die Wände kühlen dann auch
über Nacht nicht mehr so schnell ab…

Mit guter Wärmeisolation nach Aussen versteht sich…
Momentan habe ich nämlich nur in ‚Steinhäusern‘ festgestellt,
dass man im Sommer (bei hoher Aussentemperatur ) noch relativ
kühle Innenräume hat.

Das hängt natürlich auch von der Lage, den baulichen Gegebenheiten
und ganz stark auch vom Nutzerverhalten ab.
Ich habe ein komplettes Holzhaus mit sehr guter Isolation.
-> Verbrauch für Heizung um 600-700Liter Öl pro Jahr bei 120m² Wohnfläche.
Diese Isolation wirkt natürlich auch im Sommer ganz effektiv, nur muß man
da sinnvolles Nutzerverhalten haben.
-> Auf der Sonnenseite konseqent Abschatten (Rollos runter)!
-> Lüften nur wenn es dräußen kälter ist als drinnen
-> drinnen so wenig wie möglich Energie verheizen (z.B.keine 500W Halogenlampen)

Dann läßt es sich auch bei Hitze in so einem Haus gut aushalten.
Gerade im Obergeschoß ist es mit Lüften leichter, weil man da
nachts die Fenster offen lsssen kann, ohne daß gleich jemand einsteigt.

Ich habe mir allerdings aus Komfortgründen vor paar Jahren eine
Klimaanlage zugelegt. Auch da hat eine sehr gute Isloation natürlich
den Effekt, daß man mit recht wenig Energieverbrauch auskommt.
Bei größter Hitze läuft das Gerät auch nur 2-3h am Tag.
Gruß Uwi

Moin, -Thomas,

ist es nicht so, dass ‚Mauerwerk aus Stein‘ mit deren hoher
Wärmekapazität auch die Innenluft im Sommer länger kühl hält ?

das ist weniger die Wärmekapazität als die Zeit, die sie brauchen, um sich aufzuheizen. Dass diese Zeit bei dicken Steinmauern gegen unendlich geht, merkst Du spätestens im Winter :smile:

Gruß Ralf

Fliesen-Boden im Holzhaus?->besseres Raumklima?
Fliesen-Boden im Holzhaus? -> besseres Raumklima im Sommer ?

Moin Ralf,

das ist weniger die Wärmekapazität als die Zeit, die sie
brauchen, um sich aufzuheizen. Dass diese Zeit bei dicken
Steinmauern gegen unendlich geht, merkst Du spätestens im
Winter :smile:

Hmm, das ist ein guter Punkt. Also unendlich dicke Mauern sind
also tendenziell auch nicht optimal.
Wenn man jetzt z.B. geeignete ‚Fliesen‘(oder Mamorboden etc.) im Holzhaus als Fussboden hätte, dann schätze ich mal, sollten sich die Steine bzw. Fliesen im jeweiligen Zimmer grob gesagt in ca. 12 Stunden aufheizen, mit dem Ziel, dass Tag - und Nachttemperaturen halbwegs ‚gemittelt‘ werden.
(Um nicht mit ner Klimaanlage rumhantieren zu müssen.)
Kennt sich da jemand aus - macht das aso Sinn, bzw. funktioniert das ?

Gruß Ralf

Gruß Thomas

Hallo,

ist es nicht so, dass ‚Mauerwerk aus Stein‘ mit deren hoher
Wärmekapazität auch die Innenluft im Sommer länger kühl hält ?

das ist weniger die Wärmekapazität als die Zeit, die sie
brauchen, um sich aufzuheizen. Dass diese Zeit bei dicken
Steinmauern gegen unendlich geht, merkst Du spätestens im
Winter :smile:

Die Antwort ist reines Blahblah.
Natürlich ist die Zeit, welche zum aufheizen/abkühlen benötigt wird,
unter anderem von der Wärmekapazität (Masse) abhängig.
Du verneinst erst einen physikalischen Zusammenhang um ihn
anschließend wieder zu bestätigen.
Gruß Uwi

Fliesen-Boden im Holzhaus? -> besseres Raumklima im Sommer

Hmm, das ist ein guter Punkt. Also unendlich dicke Mauern sind
also tendenziell auch nicht optimal.

Trivialbetrachtungen führen so nicht zum gewünschten Ergebnis.
Als Beipiel hast du bei jedem Haus quasi eine unendlich dicke
Mauer als Fußboden im Keller bzw. Erdgeschoß (bei Bodenplatte) unter
den Füßen. Das macht im Winter „Fußkalte“ , sorgt im Sommer aber
für angenehme Temp.
Da aber ein moderes Haus auch eine ordenliche Wärmeisolation im
Fußboden hat, ist das alles doch wieder ganz anders. Da zähl
unabhängig von der Dicke max. nur der Teil , welcher von der
Isolation aus gesehen innerhalb des Hause liegt

Wenn man jetzt z.B. geeignete ‚Fliesen‘(oder Mamorboden etc.)
im Holzhaus als Fussboden hätte, dann schätze ich mal, sollten
sich die Steine bzw. Fliesen im jeweiligen Zimmer grob gesagt
in ca. 12 Stunden aufheizen, mit dem Ziel, dass Tag - und
Nachttemperaturen halbwegs ‚gemittelt‘ werden.

Genau so ist es. Je größer die wirksamen Massen für den Temperatur-
ausgleich sind, desto träger verhält sich der Raum temperaturmäßig.
Deshalb haben auch in Holzhäusern ordentliche Massen an den Innenwänden
(z.B. Gipskartonplatten,Bodenestrich,Fliesenbeläge usw.) neben anderen
positive Effekten (Brandschutz) auch den Vorteil, das Raumklima
gegen starke Schwankungen zu dämpfen (bezügl. Temperatur und Feuchte).
Reine Holzwände haben dagegen wenig Wärmekapazität und wegen der
rel. hohen Wärmeisolation wirkt der Wärmeausgleich auch weniger in
die Tiefe des Materials.

(Um nicht mit ner Klimaanlage rumhantieren zu müssen.)
Kennt sich da jemand aus - macht das also Sinn, bzw.
funktioniert das ?

Nur paar Fliesen werden nicht viel machen.
Wie sehen denn die Wände/Decke vom Aufbau her aus?
Wie sieht den

Moin, Uwi,

wenn Du mal Rat brauchst, wie der Mensch bis 2 zählt, dann frag ruhig.

Gruß Ralf