Warmer Trafo

Hallo Leute,

ich habe hier einen 50W Halogen-Trafo den ich zur Stromversorung eines Projektes benutze.

Nun habe ich die erste Hardware aufgebaut und aktuell hängt nur ein PIC dran, der ein paar LEDs treibt. Wenn ich den laufen lasse, wird der Trafo echt heiß.

Schließe ich aber zusätzlich noch nen Lüfter mit etwa 1W an, dann wird das Ding lange nicht so heiß, obwohl der Lüfter nicht den Trafo kühlt. Kann das jemand erklären?

Ich bin sicher, dass ich keine Kurzschlüsse oder sowas habe.

Vielleicht weiß es ja jemand. Ist jetzt auch kein großes Problem, weil da noch reichlich Verbraucher dazukommen.

der Günther

Hallo Günther!

Hast du zur Erzeugung der Gleichspannung für den PIC und die LED einen Einweggleichrichter genommen? Betreibst du den Lüfter direkt an der Wechselspannung des Trafos? Wenn ja, verwende mal für die Elektronik einen Brückengleichrichter um beide Halbwellen zu belasten. Es könnte sein, daß der Trafo schon nahe an der Sättigungsgrenze arbeitet, und durch die einseitige Belastung der Primärstrom bereits deutlich ansteigt.

Hallo Günther,
wenn der Trafo ok ist und trotzdem heiß wird, dann entnimmst Du zu viel Strom! Schalte zwischen Trafo und Verbraucher beim Testen ein Ampermeter ein, dann kommst Du dem Fehler schnell auf die Schliche.

Gruss

Waldemar

Hallo,

Du meinst einen herkömmlichen Trafo mit Primär- und Sekundärspule? Oder handelt es sich um einen ‚elektronischen‘ Trafo?

Gruß

Dieter

noch eine Hypothese
möchte ich hinzufügen:
Trafos sind manchmal spannungsmäßig unterdimensioniert und führen bei Netzüberspannung (vorzugsweise unbeobachtet in der Nacht oder zu später Bastelstunde) aufgrund beginnender Sättigung hohe Leerlaufstöme.
Ich hatte mal eine Lötversorgung, da kam sogar die Sicherung!
Es gibt Schlampenhersteller, die ihre knappen 220V Trafos einfach weiter verbauen - bei +15% Überspannung an 230V ist dann eben schluss.
Mit einem Stelltrafo kommt man der Sache auf die Spur.

Hallo,

Trafos sind manchmal spannungsmäßig unterdimensioniert und
führen bei Netzüberspannung (vorzugsweise unbeobachtet in der
Nacht oder zu später Bastelstunde) aufgrund beginnender
Sättigung hohe Leerlaufstöme.

Das würde aber nicht erklären, warum unter einer geringen Last die Verhältnisse besser sein sollen.

Gruß

Dieter

Okay, Danke für eure Antworten. Noch ein paar zusätzliche Erklärungen:

Dass da zuviel Strom fließt kann ja nicht sein, denn es hängt wirklich nur ein PIC mit ein paar LEDs dran. Das sind unter 200 mA (per Definition, hab’s noch nicht gemessen)

Schließe ich noch einen Lüfter zusätzlich an, dann wird er eben nicht so warm. Es kann ja nicht sein, dass ohne Lüfter mehr Strom fließt als mit Lüfter. Und der Lüfter kühlt wirklich nicht den Trafo.

Es ist ein ganz normaler gewickelter Trafo, 12V (naja, 11,5), 50W.
Ich benutze einen Brückengleichrichter (b40c7000), danach einen Festspannungsregler (LM338), dann noch einen 3300uF Kondensator.
Daran hängt der Lüfter und noch ein Festspannungsregler(ein LM1084) und daran der Pic.

Die Festspannungsregler und der Brückengleichrichter frieren eher. (Werden nicht heiß, was auch gegen zuviel Strom spricht).

Ich hoffe, alle Fragen an mich sind erstmal beseitigt. Ist nett, dass ihr mir helft.

der Günther

geringe Last - näher an magn. Sättigung
Wegen dem ohmschen Spg.-Abfall der Wicklungen steigt die Magnetisierung eines Trafos bei sinkendem Ausgangsstrom an.
Daher ist das beobachtete Verhalten (heißer bei geringerer Last) doch mit Eisenverlusten erklärbar!
Dennoch stimmt da was nicht. Ob es an der Trafoauslegung oder der DC-Magnetisierung liegt, können wir nicht klären.

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Hallo,

Wegen dem ohmschen Spg.-Abfall der Wicklungen steigt die
Magnetisierung eines Trafos bei sinkendem Ausgangsstrom an.
Daher ist das beobachtete Verhalten (heißer bei geringerer
Last) doch mit Eisenverlusten erklärbar!

Ja, das ist mir (qualitativ) schon klar, aber dieser drastische Unterschied wie geschildert erscheint mir dadurch nicht erklärt. Der primärseitige Spannungsabfall würde ja auch die Kupferverluste ansteigen lassen.

Dennoch stimmt da was nicht. Ob es an der Trafoauslegung oder
der DC-Magnetisierung liegt, können wir nicht klären.

Ich vermute eher eine triviale Ursache.

Gruß

Dieter