Warmwasser dauert 1/2 Minute. Kaufpreisminderung?

Hallo!

Wie lange darf es dauern, bis aus einem Wasserhahn im Bad Warmwasser kommt? Bei einem schlüsselfertig gekauftem Neubau dauert dies bei voll aufgedrehtem Hahn mindestes 30 Sekunden. Meines Erachtens ist dies zu lange. Im Internet habe ich leider keine eindeutigen Aussagen gefunden, wie lange dies dauern darf. Tendenziell sind 30 Sekunden jedoch wohl zu lange. Die verkaufenden und gewährleistungspflichgtigen Architekten gehen auf die Anmahnung des Mangels zum wiederholten Male nicht ein. Die ausführende Sanitärfirma sagt, dass dieser Mangel ein Planungsfehler sei, da ins OG keine Zirkulationsleitung eingebaut wurde. Diese Leitung nachzurüsten würde immense Kosten verursachen.

Angenommen, es handelt sich tatsächlich um einen Mangel: wie wird wohl der Schaden gehandhabt? Die Chance auf Nachbesserung hat die verkaufende Firma aufgrund verpasster Nachfristen nicht mehr. Kann man nun die „immensen Kosten“ vom Kaufpreis abziehen, oder handelt es sich dann um unverhältnissmässig hohe Kosten, und man wird aufgrund einer noch zumutbaren Wartezeit mit ein paar Euro abgespiesen?

Hat hier schon mal jd. Erfahrungen sammeln können? Kennt jd. Urteile?

Danke für den Gedankenaustausch!

Hallo,

Wie lange darf es dauern, bis aus einem Wasserhahn im Bad
Warmwasser kommt? Bei einem schlüsselfertig gekauftem Neubau
dauert dies bei voll aufgedrehtem Hahn mindestes 30 Sekunden.

es gibt dafür keine Norm, weil es auch kein genormtes Haus gibt

Die verkaufenden und gewährleistungspflichgtigen
Architekten gehen auf die Anmahnung des Mangels zum
wiederholten Male nicht ein.

zu Recht auch, denn was sollen sie dir mitteilen?

Die ausführende Sanitärfirma
sagt, dass dieser Mangel ein Planungsfehler sei, da ins OG
keine Zirkulationsleitung eingebaut wurde.

Zirkulationsleitungen bei Ein-, Zweifamilien- oder kleineren Häusern sind Tabu. Diese, in den 70er Jahren beliebten und in Hochhäusern manchmal notwendigen Leitungen verbrauchen Unmengen an Energie (Wärmeverluste, Pumpenstrom) und sind heute verpönt

Diese Leitung nachzurüsten würde immense Kosten verursachen.

Das hätte der Installateur wohl gerne und vielleicht hätte er bei der Installation schon auf ein mögliches „Problem“ aufmerksam machen sollen.

Angenommen, es handelt sich tatsächlich um einen Mangel

Mangel kann man ausschließen, denn die Leitungen sind vielleicht theoretisch zu lang, aber in der Praxis gibt es dafür keine Vorgaben. Ich mein, man kann eine Leitung vom Keller in das Obergeschoss über sieben Ecken führen, dann wird die Leitung halt um 10 m länger, aber dass ist dem Architekten überlassen wie die Planung verläuft und vielleicht war es auch gar nicht anders möglich.

wie wird wohl der Schaden gehandhabt? Die Chance auf Nachbesserung
hat die verkaufende Firma aufgrund verpasster Nachfristen
nicht mehr. Kann man nun die „immensen Kosten“ vom Kaufpreis
abziehen, oder handelt es sich dann um unverhältnissmässig
hohe Kosten, und man wird aufgrund einer noch zumutbaren
Wartezeit mit ein paar Euro abgespiesen?

Lass dir einmal von einem Fachmann ausrechnen, wieviel Energie du mit einer Zirkulationsleitung mehr verbrauchen würdest. Damit ist dein Problem sofort erledigt
Gruß biopeso

Hallo

Zirkulationsleitungen bei Ein-, Zweifamilien- oder kleineren
Häusern sind Tabu. Diese, in den 70er Jahren beliebten und in
Hochhäusern manchmal notwendigen Leitungen verbrauchen
Unmengen an Energie (Wärmeverluste, Pumpenstrom) und sind
heute verpönt

Wikipedia meint: In neuen Brauchwasseranlagen gehören Zirkulationspumpen zum Standard.

Das Argument mit dem erhöhten Energieverbrauch ist aber nicht von der Hand zu weisen.

sigterm

hallo.

Die verkaufenden und gewährleistungspflichgtigen
Architekten gehen auf die Anmahnung des Mangels zum
wiederholten Male nicht ein.

wenn keine zirkulationsleitung vertraglich vereinbart wurde, liegt in der hinsicht auch kein mangel vor.

Die ausführende Sanitärfirma
sagt, dass dieser Mangel ein Planungsfehler sei, da ins OG
keine Zirkulationsleitung eingebaut wurde.

daß das kein standard ist, wurde ja schon gesagt.
wenn die leitungen von quelle zu zapfstelle sehr lang sind, ist das allerdings tatsächlich schlecht geplant.
was aber noch lange nicht heißt, daß der architekt für die konsequenzen verantwortlich ist.

Diese Leitung
nachzurüsten würde immense Kosten verursachen.

normalerweise schon. aber evtl. wäre das eine alternative:
http://www.spiegel-innovation.de/spp/prospekt/prospe…

allgemein gilt: es ist leichtsinnig, sich beim hausbau voll und ganz auf planer und handwerker zu verlassen.
man sollte zumindest soweit durchblicken, daß man derlei probleme selbst erkennt und rechtzeitig eingreifen kann.

kannst du wenigstens mit sicherheit sagen, daß man deine warmwasserrohre vernünftig isoliert hat? wenn nicht, wäre das sicher als mangel anzusehen.

gruß

michael

Hallo,

Das Argument mit dem erhöhten Energieverbrauch ist aber nicht
von der Hand zu weisen.

es gibt Steuerungen, mit denen der Energieverbrauch minimiert werden kann. Das reicht von Zeitschaltuhren bis zur Steuerung über die Wasserentnahme.

Gruß, Niels