Hallo zusammen!
Wir haben hier gerade Familienfeier und da stellte sich die Frage:
kann man einen so großen (Warm-)Wassertank bauen, dessen Wasser ich im Sommer über Sonnenkollektoren aufheizen kann und das warme Wasser dann über das ganze Jahr nutzen kann. Also im Winter dann auch heiß Duschen kann, ohne, dass man mit Öl oder sonst irgendwie nachheizen müsste.
Wäre sowas technisch überhaupt möglich? Der Platz wäre kein Problem, also man kann bei uns auch locker 100.000 Liter unterbringen.
Das Wasser sollte etwa 70° erreichen, wegen Bakterien usw.
Der erste gedanke war praktisch ein mega-Loch buddeln, dort den Tank rein und wieder zu machen.
Danke für jede Antwort!
ich bins nochmal 
wenn sowas wirklich möglich wäre, wieviel m² solarfläche braucht man denn??
Nochmal:
Du willst im Sommer Wasser für ein ganzes Jahr aufheizen? Dann benötigst Du meiner Schätzung nach, eine utopische Isolation.
Gruß,
David
Moin,
das geht theoretisch zumindest teilweise. Der Reichstag verfügt beispielsweise über solch eine Technik.
http://de.wikipedia.org/wiki/Reichstagsgeb%C3%A4ude#…
„Im Sommer nutzen Absorptionskältemaschinen einen Teil der Abwärme der Motoren, um die Gebäude zu kühlen. Ein anderer Teil wird dazu verwendet, salzhaltiges Wasser, das aus einem Reservoir in rund 300 Meter Tiefe unter dem Gebäude hochgepumpt wird, auf etwa 70 °C zu erhitzen – danach wird es wieder in die Erde geleitet und dort gespeichert und kann im Winter zur Beheizung der Gebäude dienen. Ein anderes Wasservorkommen in 60 Meter Tiefe kann die winterliche Kälte speichern und bei besonders hohen Sommertemperaturen zur Klimatisierung der Bauwerke beitragen.“
Hallo hannes,
ich bin Mitglied im Arbeitskreis Langzeit-Wärmespeicher.
http://www.solites.de/SolitesWelten/ArbeitskreisLang…
Wir haben solche Speicher schon als Pilotprojekte gebaut, auf Basis eines reinen Wasserspeichers oder eines Kies-Wasser-Speichers, beides unterirdisch.
Allerdings rentieren sie sich nicht für kleinere Bedarfseinheiten, sondern nur für große Wohnanlagen oder Bürogebäude.
Das liegt daran, dass man bei den kleinen Speichern viel Oberfläche (=Verlust), aber wenig Volumen hat (schlechtes A/V-Verhältnis). Trotz des Vergrabens im Erdreich braucht’s auch noch eine ganz ordentliche Dämmung, und zwar eine druckfeste. Und dann muss der Speicher gegenüber der Dämmung und die Dämmung gegenüber dem Erdreich absolut wasserdicht sein. Und der Speicher muss gegenüber der Dämmung auch noch absolut wasserDAMPFdicht sein, und das ist bei den Dampfdrücken ein Problem. Das und die Temperaturen macht nicht jedes Abdichtungsmedium mit.
Aufgeladen werden die Speicher darum meist nicht bis knapp unter den Siedepunkt, sondern nur bis etwa 80 °C. Für einen Kubikmeter Wasseräquivalent beim Speichervolumen braucht man zum Beladen etwa 0,5 m² Kollektor (Faustformel).
Gugel bei Interesse auch mal nach „saisonaler Wärmespeicher“ oder „Langzeitwärmespeicher“.
Gruß
smalbop