Warmwasserspeicher schweißen?

Hallo zusammen,

Unser gasbetriebener Warmwasserspeicher (ca. 20 Jahre alt) ist letzte Nacht geborsten. Klar, Ersatz muss schnellstmöglich her, aber was macht man in der Zwischenzeit? Hat man eine Chance den Behälter als provisorische Übergangslösung ggf. zu schweissen? Den ein oder anderen Bekannten mit passender Ausrüstung könnte man schon auftreiben.

Oder sollte ich mir den Aufwand das leider vollständig vernietete Gehäuse auf zu machen und das Leck zu suchen besser gleich sparen und mich an den Gedanken kalter Duschen für die nächsten Tage gewöhnen?

Gruß vom Wiz

Hallo Wiz

Unser gasbetriebener Warmwasserspeicher (ca. 20 Jahre alt) ist
letzte Nacht geborsten. Klar, Ersatz muss schnellstmöglich

Das ist traurig, aber der Lauf der Dinge.
Nach 20 Jahren kommen zu einer gewissen Materialermüdung auch noch unvorhersehbare Ereignisse, die dann gegebenenfalls im Bersten münden.
Es gibt zwei Arten dieser Geräte, eine drucklose und eine Druckversion. In beiden Fällen dürfte eine Störung des Betriebs, Verstopfung, Dampfschlag oder was auch immer den Schaden hervorgerufen haben.
Genieße die kalte Dusche und kauf Dir einen Neuen.
Bei einer Reparatur wirst Du jede Menge Erfahrungen sammeln, wenn es überhaupt gelingt, aber diese Erfahrungen werden teuer.
Fröstelnde Grüße
Rochus

Guten Abend!

Oder sollte ich mir den Aufwand das leider vollständig
vernietete Gehäuse auf zu machen und das Leck zu suchen besser
gleich sparen und mich an den Gedanken kalter Duschen für die
nächsten Tage gewöhnen?

Beim Gedanken an eiskalte Duschen und angesichts der Tatsache, daß ohnehin ein neuer Speicher fällig ist, würde ich das Gehäuse entfernen, die Leckage suchen, den Speicher restlos entleeren und danach einen Reparaturversuch starten.

Am besten wird der komplette Speicher demontiert, um ihn auf der Werkbank ordentlich vor der Hand zu haben und verarzten zu können. Ob Schweißen die geeignete Methode ist, weiß ich nicht. Ich würde unabhängig davon, ob es ein Stahl- oder Kupferspeicher ist, hartlöten. Wenn Du Dich sofort ans Werk machst, kannst Du gegen Mitternacht wieder duschen. Warm duschen! Vermutlich wird dann das, was als Provisorium und Notmaßnahme gedacht war, in den ersten Tagen mißtrauisch beäugt, irgendwann vergessen und jahrelang halten.

Gruß
Wolfgang

Hallo Wolfgang

Gehäuse entfernen, die Leckage suchen, den Speicher restlos
entleeren und danach einen Reparaturversuch starten.

Mir graut vor Dir.
Das Ganze hat doch eine Ursache gehabt !
Solange die nicht gefunden ist, ist auch eine Reparatur nicht sinnvoll.
Außerdem erkläre mir doch mal, wie man einen Platzer, also gerissene Wandungen ohne größeren Aufwand ( Flicken, Klemmen…) hart löten soll.
Wiege bitte die Leute nicht in einer Sicherheit, die es nicht gibt.
Kalt duschen soll gesund sein.

Gruß
Rochus

Hallo!

Das Ganze hat doch eine Ursache gehabt !

Ja sicher. Um die erkennen und das Ausmaß des Schadens beurteilen zu können, muß man nachsehen. Also wie vorgeschlagen, Gehäuse demontieren und die Leckage/Ursache suchen. Dann wird man höchstwahrscheinlich sehen, ob eine Instandsetzung Sinn macht.

Wo siehst Du dabei Anlaß für Grauen?

wie man einen Platzer, also
gerissene Wandungen ohne :größeren Aufwand ( Flicken,
Klemmen…)

Wenn Du Dir darunter etwas Geborstenes mit klaffenden Löchern und auseinander gebogenen Wandungen vorstellst, hast Du sicher recht. Wie aber soll das wohl bei einem drucklosen oder höchstens dem üblichen Wasserversorgungsdruck ausgesetzten Behälter passieren? Eine kleine Leckage, ein kleiner Riß und schon ists vorbei mit dem Druck und auf die Konstruktion wirkenden Kräften. Ich habs ja nicht gesehen, aber in aller Regel sind irgendwelche verrotteten Ventil- oder Rohrleitungsanschlüsse die Ursache. Besteht der Behälter nur noch aus Rost, kann man das ganze Teil nur noch entsorgen. Ansonsten wird man den Behälter nach einer Reparatur abdrücken und überprüfen, ob Schutzmechanismen wie ein Überdruckventil noch funktionieren. Das ist bis dahin alles werkstattüblich.

Mir grausts immer noch nicht :smile: .

Gruß
Wolfgang

Hallo Wolfgang,

dass macht Hoffnung. Momentan ist zwar der erste Betrieb da, ein Angebot für einen Austausch zu machen, aber da wir bei der Gelegenheit die komplette Anlage sanieren wollen (um unter dem Strich nicht doppelt zu bezahlen wenn der alte Kessel demnächst mal seinen Geist aufgeben sollte), machte man mir wenig Hoffnung auf warmes Wasser in den nächsten Tagen, zumal für einen Brennwertkessel auch der Schornstein saniert werden muss, was zusätzlich Zeit kostet.

Also mal sehen, wenn ich Zeit finde, bohre ich mal die Nieten auf und nehme das Teil so weit es geht auseinander und befrage dann mal einen Metaller im Freundeskreis, ob er sich zutraut das Leck provisorisch dicht zu machen. Wenn es dann so lange hält, bis der Austausch möglich ist, reicht es ja.

Gruß vom Wiz

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Ich hoffe für Dich, Du duschst inzwischen wieder warm, aber:

Wir haben kürzlich auch unseren Warmwasserspeicher (bj. 65 !) ausgetauscht u. einen neuen nochmal an die alte Heizung angeschlossen. Im Frühjahr gibt’s ne neue Heizung, wo selbstverständlich der neue Warmwasserspeicher dann auch wieder angeschlossen wird.

Ist das bei Dir nicht auch möglich ?