Warmwassertemperatur

Hallo,
ich habe inen Buderus-Gas-Brenner U114. Vor ein paar Tagen wurde ein
neuen „Feuerungsautomat“ (Heizungslektronik) eingebaut.
Der ist wohl eine Weiterentwicklg. des ursprünglichen.

Bei äquvivalenter Einstellung hatte das Warmwasser hatte danach nur
noch ca. 45°C. Jetzt habe ich die Vorlauftemp. auf Max. eingestellt
und die Warmwassertemp. hat ca. 62°C.
Reicht das aus? Habe gehört, daß ca. 65°C sein sollten, wegen der
Legionellen.
Gruß Uwi

Hallo !

§ 8 der HeizAnlV 1989 :

„Die Brauchwassertemperatur im Rohrnetz ist durch selbsttätig wirkende Einrichtungen oder andere Maßnahmen auf höchstens 60 Grad zu begrenzen“.

Die benötigte Brauchwassertemperatur liegt in privaten Haushalten für Körperpflege bei knapp 40 Grad und für Putz- und Reinigungsvorgänge bei ca. 50 Grad C.
Die Temperatur des erwärmten Wassers im Brauchwasseraufbereiter wird heute im allgemeinen aus verschiedenen Gründen bei 55 Grad bis 60 Grad gewählt.

Also ist Deine Temperatur in Ordnung.

Gruß max

Hallo Uwi,

ich habe inen Buderus-Gas-Brenner U114. Vor ein paar Tagen

Das kommt darauf an:

Allgemein gesehen hat Max in seiner Antwort erst mal Recht. Hast du jedoch einen Warmwasserspeicher mit Zirkulationsleitung angeschlossen, dann befinden sich in deinen Warmwasserleitungen mehr als 3 Liter Wasser. In dem Fall ist einmal wöchentlich für eine Stunde das gesamte Warmwassersystem auf mindestens 70 Grad zu erhitzen (wird meist nachts erledigt, damit sich keiner verbrüht).

Hast du keinen Warmwasserspeicher, sondern eine U114K (mit Warmwasserdurchlaufwasserheizer), dann genügen auch 45 Grad, da kein ausreichend großer Warmwasservorrat vorhanden ist, in dem sich gefährlich viele Legionellen bilden können.

Speziell zu Legionellen:
Legionellen sind nur dann gefährlich, wenn sie eingeatmet werden. Legionellenverseuchtes Wasser kann problemlos getrunken oder zum baden benutzt werden. Nur Duschen ist problematisch, wenn du z.B. im Urlaub warst und nach der Rückkehr mit dem 14 Tage alten 45 Grad warmen Wasser duschst, könnten sich dort Legionellen vermehrt haben. Deshalb entweder baden oder das Wasser einmalig auf 70 Grad erwärmen, oder weglaufen lassen.

Gruß
Tilo

Hallo Uwi,

Hast du jedoch einen Warmwasserspeicher mit
Zirkulationsleitung angeschlossen,

ich habe eine 120l-Boiler,
aber keine Zirkulationsleitung und eine spezielle spezielle
„Legionellenschaltung“ habe ich auch nicht.
Die Warmwassertemp. ist fest eingestellt und kann wohl nur durch
einen Poti für die Vorlauftemp. verändert werden.

Das Problem ist ja sowieso, daß ich die 70°C nicht erreiche, sondern
eben nur knapp über 60°C.

Der Inhalt den Speichers reicht in der Regel mindestend 1 Tag.
In der Zwischenzeit schalte ich den Brenner jetzt bei der Hitze
sowieso aus.
Die Frage ist nun, ob der normale Verbrauch ausreicht, Legionelle,
sicher zu vermeiden, indem immer frisches Wasser nachströmt.

Klar, nach dem Urlaub ist es sicher besser, erstmal die Brühe nicht
gleich zum duschen zu benutzen.
Allerdings mache ich im Sommerurlaub natürlich auch die Heizung aus,
so daß das Wasser für knapp 2 Wochen kalt ist.
Entwickeln sich die Legionellen auch bei niedrigeren Temp?
Gruß Uwi

dann befinden sich in
deinen Warmwasserleitungen mehr als 3 Liter Wasser. In dem
Fall ist einmal wöchentlich für eine Stunde das gesamte
Warmwassersystem auf mindestens 70 Grad zu erhitzen (wird
meist nachts erledigt, damit sich keiner verbrüht).

Hast du keinen Warmwasserspeicher, sondern eine U114K (mit
Warmwasserdurchlaufwasserheizer), dann genügen auch 45 Grad,
da kein ausreichend großer Warmwasservorrat vorhanden ist, in
dem sich gefährlich viele Legionellen bilden können.

Speziell zu Legionellen:
Legionellen sind nur dann gefährlich, wenn sie eingeatmet
werden. Legionellenverseuchtes Wasser kann problemlos
getrunken oder zum baden benutzt werden. Nur Duschen ist
problematisch, wenn du z.B. im Urlaub warst und nach der
Rückkehr mit dem 14 Tage alten 45 Grad warmen Wasser duschst,
könnten sich dort Legionellen vermehrt haben. Deshalb entweder
baden oder das Wasser einmalig auf 70 Grad erwärmen, oder
weglaufen lassen.

Gruß
Tilo

Das Problem ist ja sowieso, daß ich die 70°C nicht erreiche,
sondern
eben nur knapp über 60°C.

Das sollten die Legionellen knapp überleben, weiss ich aber nicht genau.

Der Inhalt den Speichers reicht in der Regel mindestend 1 Tag.
In der Zwischenzeit schalte ich den Brenner jetzt bei der
Hitze
sowieso aus.
Die Frage ist nun, ob der normale Verbrauch ausreicht,
Legionelle,
sicher zu vermeiden, indem immer frisches Wasser nachströmt.

Was ist schon sicher? Also mir ist jedenfalls kein Fall bekannt, wo Probleme aufgetreten sind.

Klar, nach dem Urlaub ist es sicher besser, erstmal die Brühe
nicht
gleich zum duschen zu benutzen.
Allerdings mache ich im Sommerurlaub natürlich auch die
Heizung aus,
so daß das Wasser für knapp 2 Wochen kalt ist.
Entwickeln sich die Legionellen auch bei niedrigeren Temp?

Legionellen wurden bekannt, als sich ehemalige Fremdenlegionäre (deshalb „Legionellen“) getroffen haben. Die wurden alle krank, weil sich dort eine Klimaanlage mit Sprühluftbefeuchter befand. In Sprühluftbefeuchtern (heute bei Neuanlagen nicht mehr eingesetzt) ist das Wasser kalt.
Mache dir aber keine allzugroßen Sorgen, oder kennst du irgendjemanden, der an Legionellen erkrankt ist? Du musst große Legionellenkonzentrationen einatmen um als gesunder Mensch krank zu werden. Die damals betroffenen Legionäre waren alles alte Rentner. Naja, benutze das Wasser halt nach längerer Abwesenheit nicht zum Duschen, dann wirst du keine Probleme bekommen.

Gruß
Tilo