Warnzeichen Herzinfarkt!

Hallo.

Ein Freund stellte mir letztens diese Frage. Kennt Ihr die Warnzeichen? Wer sind Risikopatienten?

Danke
Frank

Hallo.

Ein Freund stellte mir letztens diese Frage. Kennt Ihr die
Warnzeichen? Wer sind Risikopatienten?

Hallo, ich habe zwei Infarkte hinter mir, einen Herzschrittmacher überstanden und - mehr weiss ich nicht - und das nur durch Zufall - seit Dezember 2000 das Herz eines ca. knapp 30 Jährigen aus dem Grossraum Berlin.

Risiko: Rauchen, Stress, keine Bewegung, Übergewicht - waren meine Risikofaktoren

Anzeichen: Müdigkeit, relativ kurzfristiger Leistungsabfall, immer wieder leichtere Schmerzen im Oberkörper, auch hinten am Rücken, im Bauchbereich - wohlbemerkt, das waren meine Zeichen, von anderen weiss ich, dass die überhaupt nie etwas bemerkt haben.

Gruss Günter

Kennt Ihr die Warnzeichen?

Herzschmerzen und Stiche in der Brust, manchmal ausstrahlend in den linken Arm oder die Schulter, „Vernichtungs“- und Angstgefühl, Kurzatmigkeit oder Atemnot, insbesondere nach relativ harmlosen Anstrengungen (Treppensteigen, kleine Steigung hinaufgehen).
Schmerzen im linken Arm/linker Schulter sind ein typisches Symptom, aber es wurden auch schon Schmerzen im rechten Arm oder Bauchschmerzen beschrieben, und es sind sogar schon Leute wegen Zahnschmerzen beim Zahnarzt gewesen, obwohl es sich am Ende als HI herauskristallisierte.

Wer sind Risikopatienten?

Patienten mit Übergewicht, Bluthochdruck („Hypertonie“), Raucher, Liebhaber fetten Essens, viel Streß, wenig Bewegung, Choleriker, genetisch Vorbelastete (Eltern hatten Infarkt), Patienten mit bereits bekannten einschlägigen Herz-Vorerkrankungen.

Bei Verdacht auf Herzinfarkt - das ist immer noch Todesursache Nr. 1 in Deutschland - sollte man sofort den Rettungsdienst alarmieren (Telefon 112 oder in Bayern und Rheinland-Pfalz 19 222). Den Hausarzt zu rufen, der dann nach der Praxis zum Hausbesuch kommt oder gar „aggressives Zuwarten“ ob’s denn von alleine besser wird, verschwendet nur Zeit, und diese ist kostbar, denn das Problem des Herzinfarktes ist, daß nicht mehr gut durchblutete Bereiche des Herzens absterben („nekrotisieren“), was dann zu massiven Rhythmusstörungen und am Ende zum Tod führen kann. Die Zeit läuft also gegen einen, deswegen sollte man im Falle eines Falles am Besten gleich den Rettungsdienst alarmieren.
Typischer Zeitpunkt für Herzinfarkte ist die Zeit 3/4 Uhr morgens sowie nicht ausgerechnet im Moment einer größeren Anstrengung, sondern oftmals Stunden danach.

Gruß,

MecFleih

Hi Frank,

ich möchte nochmal ergänzend zu McFleih die Wichtigkeit seiner Aussage unterstreichen:

Bei Verdacht auf Herzinfarkt - das ist immer noch Todesursache
Nr. 1 in Deutschland - sollte man sofort den Rettungsdienst
alarmieren (Telefon 112 oder in Bayern und Rheinland-Pfalz 19
222).

Leider erleben wir es immer wieder, daß Patienten mit Herzinfarkt den Notruf scheuen. Doch gerade beim Herzinfarkt gilt mehr als irgendwo sonst das Motto 1 1 2 - die Wahl ihres Lebens.
Nahezu die Hälfte aller Infarkte enden tödlich, die Hälfte der Todesfälle tritt dabei in der ersten Stunde nach dem Ereignis ein! Genau dies ist die Stunde, wo der Rettungsdienst mit Notarzt beim Patienten ist. Auch sollte alleine schon deswegen nicht gewartet werden, da jede Verzögerung bei Diagnose und Behandlung die Chancen der Lyse oder der Gefäßdehnung reduziert. Ist diese nicht allerspätestens nach 6 Stunden erfolgt (und sie braucht Vorbereitungszeit, u.U. Verlegung in eine Spezialklinik) hat sie keine Aussicht auf Erfolg mehr.
Weitere Infos findest du auch auf http://www.m-ww.de/krankheiten/herz_kreislauf_erkran…

MfG Claus

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Gibt es aus Ihrer heutigen Sicht Anzeichen, die schon weit vor dem Infarkt liegen?

Müdigkeit ist finde ich nicht so signifikant - hat wohl jeder mit Schlafmangel oder Stress.

Nein, ich meine Beschwerden oder Schmerzen, von denen Sie heute sagen können, das waren frühzeitige Vorwarnungen?

Danke
Ralf Schwarz

Gibt es aus Ihrer heutigen Sicht Anzeichen, die schon weit vor
dem Infarkt liegen?

Müdigkeit ist finde ich nicht so signifikant - hat wohl jeder
mit Schlafmangel oder Stress.

Nein, ich meine Beschwerden oder Schmerzen, von denen Sie
heute sagen können, das waren frühzeitige Vorwarnungen?

Hallo Ralf,

aus heutiger Sicht gab es diverse Anzeichen, wie plötzliches Stechen in der Brust und auch immer wieder bestehende kurzzeitige Schmerzuen im Rückenbereich. Nur, ich habe dies meinem teilweise starken Rauchertrieben zugeschrieben. Kein EGK hatte Auffälligkeiten und mit Ausnahme dieser diversen Anzeichen traf mich der erste Infarkt ohnehin völlig überraschend und der 2 Infarkt war für mich zuerst kein Infarkt. Ich hatte den Beginn am Mittag kurz vor 13.30. Uhr. da ich nach 20 Minuten keine Schmerzen mehr spürte, ging ich davon aus, dass ich mich, weil es insbesonderes brutale Rückenschmerzen schienen, von einer kurzzeitigen Verrenkung aus. Ich ging am Mittag ins Büro, war am Abend unterwegs, war zwar etwas müdse, mehr nicht und ging um 23.30 zu Bett. Um 1.30 kam der Infrakt, ich konnte noch den Notarzt alarmieren, mehr weiss ich nicht mehr. Ich bin in der Uni FR erwacht, fast zwei Wochen später und habe nachträglich erfahren, dass ich den Infarkt hatte und auf dem Weg ins Krankenhaus eine Lungenembolie hinzu gekommen ist. Gegen drei Uhr früh wurden Angehörige verständigt mit dem Hinweis, sofort zu kommen, da ich bis am Morgen nicht überleben werde. Es haben sich glücklicherweis ealle geirrt, auch wenn ich heute mit viel Glück mit einem Spenderherzen seit Ende 2000 lebe.

Grüsse Günter

Danke
Ralf Schwarz