Warum all diese Aufregung über die Wahlen?

Hallo,

lese ich die Artikel in diesem Brett, so kann bei den meisten nur mit dem Kopf schütteln. Was habt Ihr von dieser Wahl erwartet: dass sich nun alles zum Besseren wendet, dass Wahlversprechen eingehalten werden, dass die Demokratie sich einmal mehr bewiesen hat?

Nur weil uns die Medien mitsamt ihres „journalistischen Sachverstandes“ ständig die gleichen „Nasen“ präsentier(t)en, ist nicht anzunehmen, dass von diesen Politikern auch nur die geringste Kompetenz ausgeht. Man sehe sich beispielsweise den Lebenslauf des Finanzministers an, der noch nie etwas mit Finanzen zu tun hatte. Seine Qualifikationen für dieses Amt sind: das Parteibuch und eine verlorene Hessen-Wahl.
   Auch ist doch nicht anzunehmen, dass wir mittels zweier kleiner Kreuze so etwas wie Demokratie ausüben. Wir wählen die Volksvertreter bloss aufgrund völlig unverbindlicher Wahlversprechen und Willsensäusserungen. Es mutet merkwürdig an, wie naiv und vertrauensselig doch die angeblich so mündigen Bürgerinnen und Bürger dieses Landes sind, wenn es sich um Politik handelt.
   Banales Beispiel: Wer von Euch würde einer fremden Person ohne Vertrag und Rückversicherung 1000 Euro allein wegen des Versprechens in die Hand drücken, sie käme in einem Jahr wieder und hätte das Doppelte daraus gemacht. - Ihr würdet den Kopf schütteln über eine solch naive Person, die sich trotz dieser vagen Aussage darauf einlässt!
   In Sachen Politik scheint das anders zu sein. Über Jahrzehnte konnte der Filz gedeihen, konnten sich elitäre Gesetzgebungen etablieren, waren Politiker nur ihrem Gewissen und nicht den Wählern gegenüber verantwortlich. Warum also diese Aufregung; die Mehrheit will es doch gar nicht anders, als ständig hinters Licht geführt zu werden. Wären die Menschen wirklich daran interessiert, dass es in diesem Lande allen einigermassen gut geht, wären die „Volksparteien“ mit ihrer Art der „parlamentarischen Diktatur“ längst gestürzt, will heissen: abgewählt und zu einer unbedeutenden Minderheit geworden.
   Doch weil wir bequem sind, machen wir unsere zwei Kreuze und glauben, damit unsere demokratische Pflicht erfüllt zu haben. Das einzige, was wir damit machen, ist lediglich die Verantwortung und die Macht wiederum den gleichen inkompetenten Personen zu übertragen. (Wir sind ja inzwischen so weit, dass selbst das Abwählen der Inkompetenz nicht mehr ausreichend ist, damit diese Personen verschwinden - Stichwort: Landesliste.)

Nur weil allzu oft davon gesprochen wird, wir besässen hierzulande eine Demokratie, ist nicht anzunehmen, dass eine solche real existiert. Auch die DDR nannte sich ‚demkratisch‘ und trug dies sogar im Namen - war sie deshalb demokratisch!?
   Wir liegen vielmehr einer Illusion auf, die sich einen demokratischen Anstrich gibt. Wer einmal auf einem Filmset war, der weiss, was damit gemeint ist: die Kamera zeigt ein scheinbar reales Bild, das jedoch in keinster Weise mit der Wirklichkeit überein stimmt.

Was wir also hier und anderenorts machen, ist allein durch diese Kamera zu sehen und über ein eingeschränktes (Welt-) Bild zu diskutieren.

Marco

Hallo Marco,

Nur weil allzu oft davon gesprochen wird, wir besässen
hierzulande eine Demokratie, ist nicht anzunehmen, dass eine
solche real existiert.

Demokratier hierzulande? Da habe ich ein anderes Demokratieverständnis. Hier darfst du demokratisch einen Diktator wählen, dessen Legislatur eine Periode von 4 Jahren hat.

Auch die DDR nannte sich ‚demokratisch‘

und trug dies sogar im Namen - war sie deshalb demokratisch!?

Da war die Periode länger. Allerdings hatte das Volk mehr zu sagen und die Anfänge einer Demokratie waren eher gegeben als hierzulande.

   Wir liegen vielmehr einer Illusion auf, die sich einen
demokratischen Anstrich gibt. Wer einmal auf einem Filmset
war, der weiss, was damit gemeint ist: die Kamera zeigt ein
scheinbar reales Bild, das jedoch in keinster Weise mit der
Wirklichkeit überein stimmt.

Was wir also hier und anderenorts machen, ist allein durch
diese Kamera zu sehen und über ein eingeschränktes (Welt-)
Bild zu diskutieren.

Das kann für mich nicht gelten. Ich glaube, wir wurden früher noch nichtmal mit solch einer Unmenge an Propaganda zugeschüttet und haben ein vernünftigeres Weltbild. Ich kann mich nicht so weit zurückentwickeln, daß ich auf den Quatsch reinfalle.

Gruß
Frank

Hallo Frank,

wenn Du mir jetzt wirklich klarmachen willst, dass die „Anfänge“ der Demokratie in der ehem. DDR eher gegeben waren als hier, dann versuch mal, jetzt dem System den Rücken zu kehren…

Merkst Du den Unterschied?

Ansonsten kann ich nur sagen, Demokratie heisst eben nicht immer, dass das Volk tatsächlich herrscht, es heisst nur, dass jeder aktiv und passiv wählen darf und dementsprechend alle Möglichkeiten zur Mitwirkung hat.
Wenn Du sie nicht nutzt, dann bist Du selber schuld, beklag Dich aber nicht dafür…

Grüße
Jürgen

Dann wander du doch aus…
Hallo Jürgen,

wenn Du mir jetzt wirklich klarmachen willst, dass die
„Anfänge“ der Demokratie in der ehem. DDR eher gegeben waren
als hier, dann versuch mal, jetzt dem System den Rücken zu
kehren…

Merkst Du den Unterschied?

Wozu den Rücken kehren? Hab ich mich beschwert, daß es mir schlecht geht?
Ich wollte dich z.B. nur darauf aufmerksam machen, daß es der Möglichkeit entsprechen kann, daß in nahender Zukunft einige Entscheidungen fallen werden, die dir zum Nachteil gereichen könnten. Aber da du dich ja soeben damit einverstanden erklärt ghast, akzeptiere ich deinen Wunsch.

Ansonsten kann ich nur sagen, Demokratie heisst eben nicht
immer, dass das Volk tatsächlich herrscht, es heisst nur, dass
jeder aktiv und passiv wählen darf und dementsprechend alle
Möglichkeiten zur Mitwirkung hat.

Wie bitte? Entschuldige bitte meine Ausdrucksweise, aber das ist keine Demokratie sondern gequirlte Schei…
Man darf sich aussuchen, wer einem weniger hart irgendwo hintritt, um sich die Taschen vollzusacken? Tolle Demokratie!
Es gibt auch noch die Möglichkeit, sich auf einen vernünftigen Plan (ähnlich Geschäftsplan) als Grundkonzept zu entscheiden, den jeder mitentwickeln darf. Das finde ich erstens viel vernünftiger, weil dabei tatsächlich eigene Ideen einfließen und verwirklicht werden können und zweitens, weil nicht jeder machen kann, was er will. Denn wenn hier jeder machen kann, was er will, ist es nachweislich unmöglich, dieses System stabil zu bekommen. Zeige mir eine stabile Marktwirtschaft. Gibts nicht? OK, setzen wir noch einen drauf: zeige mir eine Firma, in welcher die Belegschaft das Managnent wählen darf, welches aus zwei verschiedenen Parteien besteht, die alle 4 Jahre gegensätzliche Unternehmenspolitik machen. Denen würde ich nur wenige Wochen geben.
Hier kann man nicht planen, es ist ausgeschlossen.

Wenn Du sie nicht nutzt, dann bist Du selber schuld, beklag
Dich aber nicht dafür…

Klar werde ich die nutzen, gegen deinen Willen.

Gruß
Frank

Hallo Frank,

Ich wollte dich z.B. nur darauf aufmerksam machen, daß es der
Möglichkeit entsprechen kann, daß in nahender Zukunft einige
Entscheidungen fallen werden, die dir zum Nachteil gereichen
könnten. Aber da du dich ja soeben damit einverstanden erklärt
ghast, akzeptiere ich deinen Wunsch.

Da bedanke ich mich doch mal bei Dir:smile:

Ansonsten kann ich nur sagen, Demokratie heisst eben nicht
immer, dass das Volk tatsächlich herrscht, es heisst nur, dass
jeder aktiv und passiv wählen darf und dementsprechend alle
Möglichkeiten zur Mitwirkung hat.

Man darf sich aussuchen, wer einem weniger hart irgendwo
hintritt, um sich die Taschen vollzusacken? Tolle Demokratie!

Du übersiehst, dass Du auch jederzeit in der Position bist, der zu werden, der das Geld wieder zurückstopft. Und das ist eben Demokratie…

Es gibt auch noch die Möglichkeit, sich auf einen vernünftigen
Plan (ähnlich Geschäftsplan) als Grundkonzept zu entscheiden,
den jeder mitentwickeln darf.

Und Dir ist verboten worden, an dem Plan mitzuarbeiten, so Du nur wolltest? Also mir nicht…

Das finde ich erstens viel
vernünftiger, weil dabei tatsächlich eigene Ideen einfließen
und verwirklicht werden können und zweitens, weil nicht jeder
machen kann, was er will. Denn wenn hier jeder machen kann,
was er will, ist es nachweislich unmöglich, dieses System
stabil zu bekommen. Zeige mir eine stabile Marktwirtschaft.

Hier, seit 50 Jahren. USA seit ca. 200 Jahren.

OK, setzen wir noch einen drauf: zeige mir eine
Firma, in welcher die Belegschaft das Managnent wählen darf,
welches aus zwei verschiedenen Parteien besteht, die alle 4
Jahre gegensätzliche Unternehmenspolitik machen. Denen würde
ich nur wenige Wochen geben.

Willst Du jetzt einen Diktator? Volkes Wunsch ist wechselnd wie das Wetter und so ist auch die Politik… Denn jedes Volk hat die Führer, die es verdient…

Hier kann man nicht planen, es ist ausgeschlossen.

Quatsch, es wird nur derzeit nicht vernünftig gemacht. Andere Länder mit vergleichbarem polit. System zeigen uns ja, dass der Umbau der Gesellschaft möglich ist, wenn auch langsam (z.B. NL)

Klar werde ich die nutzen, gegen deinen Willen.

Wieso gegen meinen Willen? Ich rufe Dich doch gerade auf, Deine Möglichkeiten zu nutzen und Dich einzubringen und nicht permanent über die anderen, die oberen, die Politiker zu meckern. Wir sind der Staat und wir sind das Volk!

Grüße
Jürgen

Hallo Jürgen,

Ich wollte dich z.B. nur darauf aufmerksam machen, daß es der
Möglichkeit entsprechen kann, daß in nahender Zukunft einige
Entscheidungen fallen werden, die dir zum Nachteil gereichen
könnten. Aber da du dich ja soeben damit einverstanden erklärt
ghast, akzeptiere ich deinen Wunsch.

Da bedanke ich mich doch mal bei Dir:smile:

Bitte, keine Ursache :smile:

Du übersiehst, dass Du auch jederzeit in der Position bist,
der zu werden, der das Geld wieder zurückstopft. Und das ist
eben Schwachsinn…

korrekt.

Es gibt auch noch die Möglichkeit, sich auf einen vernünftigen
Plan (ähnlich Geschäftsplan) als Grundkonzept zu entscheiden,
den jeder mitentwickeln darf.

Und Dir ist verboten worden, an dem Plan mitzuarbeiten, so Du
nur wolltest? Also mir nicht…

Oh! Prima! Ich darf an eurem Geschäftsplan mitarbeiten. Das ist aber großzügig! Dann verdoppelt bitte die Ausgaben und halbiert die Einnahmen, davon habe ich dann partiell mehr.

Das finde ich erstens viel
vernünftiger, weil dabei tatsächlich eigene Ideen einfließen
und verwirklicht werden können und zweitens, weil nicht jeder
machen kann, was er will. Denn wenn hier jeder machen kann,
was er will, ist es nachweislich unmöglich, dieses System
stabil zu bekommen. Zeige mir eine stabile Marktwirtschaft.

Hier, seit 50 Jahren. USA seit ca. 200 Jahren.

Wenn man, wie du, nur mit einem haleben Auge hinguckt, könnte man das unterstellen. Wir haben mittlerweile ein einheitliches weltweites Währungssystem aufgrund der freien Wechselkurse mit verschiedenen Währungen, deren Länder alle an der Stabilitätsgrenze krächzen und irrste Verschuldungen haben (gesamt, auch privat).

OK, setzen wir noch einen drauf: zeige mir eine
Firma, in welcher die Belegschaft das Managnent wählen darf,
welches aus zwei verschiedenen Parteien besteht, die alle 4
Jahre gegensätzliche Unternehmenspolitik machen. Denen würde
ich nur wenige Wochen geben.

Willst Du jetzt einen Diktator?

Haben wir. Dieses Jahr ists für vier Jahre max Schröder (ok, Diktator light)

Volkes Wunsch ist wechselnd

wie das Wetter und so ist auch die Politik… Denn jedes Volk
hat die Führer, die es verdient…

Oh, wie sind wir Deutschen doof! :smile:

Hier kann man nicht planen, es ist ausgeschlossen.

Quatsch, es wird nur derzeit nicht vernünftig gemacht. Andere
Länder mit vergleichbarem polit. System zeigen uns ja, dass
der Umbau der Gesellschaft möglich ist, wenn auch langsam
(z.B. NL)

Die sind jetzt wieder Nomaden und haben alle ihren Wohnwagen, ich weiß.

Klar werde ich die nutzen, gegen deinen Willen.

Wieso gegen meinen Willen? Ich rufe Dich doch gerade auf,
Deine Möglichkeiten zu nutzen und Dich einzubringen und nicht
permanent über die anderen, die oberen, die Politiker zu
meckern. Wir sind der Staat und wir sind das Volk!

Genau, also runter mit euren Einnahmen und rauf mit den Ausgaben - ich will mehr verdienen.

Gruß
Frank

Hallo Frank,

Und Dir ist verboten worden, an dem Plan mitzuarbeiten, so Du
nur wolltest? Also mir nicht…

Oh! Prima! Ich darf an eurem Geschäftsplan mitarbeiten. Das
ist aber großzügig! Dann verdoppelt bitte die Ausgaben und
halbiert die Einnahmen, davon habe ich dann partiell mehr.

Wenn Du den Geschäftsplan BRD meinst, natürlich immer. Wie Du allerdings gegenüber den Gesellschaftern (Bürgern) argumentieren willst, die Ausgaben zu verdoppeln und die Einnahmen zu halbieren, ist mir jetzt etwas schleierhaft. Ich glaube, so doof sind die Deutschen auch wieder nicht…

Zeige mir eine stabile Marktwirtschaft.

Hier, seit 50 Jahren. USA seit ca. 200 Jahren.

Wenn man, wie du, nur mit einem haleben Auge hinguckt, könnte
man das unterstellen. Wir haben mittlerweile ein einheitliches
weltweites Währungssystem aufgrund der freien Wechselkurse mit
verschiedenen Währungen, deren Länder alle an der
Stabilitätsgrenze krächzen und irrste Verschuldungen haben
(gesamt, auch privat).

Ja und? Je nach Wirtschaftsleistung steigen und fallen die Preise für Währungen, das ist funktionierende Marktwirtschaft. Es wird niemand(!) gezwungen, mehr Geld als vorhanden auszugeben. So er das tut, hat er mit den Konsequenzen zu leben oder zu sterben.

Willst Du jetzt einen Diktator?

Haben wir. Dieses Jahr ists für vier Jahre max Schröder (ok,
Diktator light)

Na ja, wenn er (oder Vorgänger) wirklich diktatorische Möglichkeiten gehabt hätte, hätte sich vielleicht sogar mal was bewegt. So wird doch alles zerredet (was schliesslich ja auch das einzig negative an der Demokratie ist)

Oh, wie sind wir Deutschen doof! :smile:

ACK:smile:

Die sind jetzt wieder Nomaden und haben alle ihren Wohnwagen,
ich weiß.

Und verstopfen unsere wertvollen Autobahnen:smile:

Genau, also runter mit euren Einnahmen und rauf mit den
Ausgaben - ich will mehr verdienen.

Welche Einnahmen?:smile:

Grüße
Jürgen

Hallo Jürgen,

Wenn Du den Geschäftsplan BRD meinst, natürlich immer. Wie Du
allerdings gegenüber den Gesellschaftern (Bürgern)
argumentieren willst, die Ausgaben zu verdoppeln und die
Einnahmen zu halbieren, ist mir jetzt etwas schleierhaft. Ich
glaube, so doof sind die Deutschen auch wieder nicht…

Doch, gebe ich dir schriftlich, amtlich gesiegelt und gestempelt und du bist auch einer davon! „g“
Seitdem das Wirtschaftswunder vorbei ist, schrumpft in Dtl der allgemeine Lebensstandard. Das haben hier einige Wessis oft genug geschrieben. Entweder wächst dein Anteil an der Staatsverschuldung, oder deine Einnahmen verringern sich relativ, oder…, oder…
Irgendwo ist in diesem System immer ein unlösbarer Widerspruch, welches ihn an der Entwicklung hindert. Er wird immernur hin- und hergeschoben, ist aber systemimmanent. Ich sehe das, glaubs mir.
Es gibt keinen Geschäftsplan BRD. Im Osten hatten wir einen Wirtschafts- und Sozialplan, der aber aufgrund fehlenden Leistungsprinzips etliche Mängel hatte. Dafür war die Wirtschaft aber stabil. Nur mußte eine DDR außenwirtschaftlich Pleite gehen, weil sie ja wie ein Konzern wirkte, der auch noch boykottiert wurde. Ansonsten konnte ich mich persönlich über die Politik nicht beklagen. (wir lassen bitte mal Stasi & Co außen vor, da wären noch Bände zu schreiben, es geht ums Grundprinzip)

Ja und? Je nach Wirtschaftsleistung steigen und fallen die
Preise für Währungen, das ist funktionierende Marktwirtschaft.
Es wird niemand(!) gezwungen, mehr Geld als vorhanden
auszugeben. So er das tut, hat er mit den Konsequenzen zu
leben oder zu sterben.

Darf ich dir an dieser Stelle nochmal den Koalitionsvertrag unter die Nase halten? Würdest du dich dann ggf. revidieren?

Willst Du jetzt einen Diktator?

Haben wir. Dieses Jahr ists für vier Jahre max Schröder (ok,
Diktator light)

Na ja, wenn er (oder Vorgänger) wirklich diktatorische
Möglichkeiten gehabt hätte, hätte sich vielleicht sogar mal
was bewegt. So wird doch alles zerredet (was schliesslich ja
auch das einzig negative an der Demokratie ist)

Sie machen ihre Politik immer für eine bestimmte Wirtschaftslobby, gegen deine und meine Wünsche und Vorstellungen. Glaub mir bitte, daß hinter unserem Zusammenleben ein System steckt und es nur eine einzige Möglichkeit gibt, dieses vernünftig zu gestalten, nämlich sich von vornherein auf einen gemeinsamen Plan zu einigen. Und ich bin mir hundertprozentig sicher, daß das funktionieren kann. Wenn du mal richtig liest, sind nämlich die Vorstellungen aller hier Postenden gar nicht so unterschiedlich.

Oh, wie sind wir Deutschen doof! :smile:

ACK:smile:

Wat dat?

Gruß
Frank

Hallo Frank,

Dafür war die Wirtschaft aber stabil.

Das wär jetzt aber eher was fürs Witzebrett, schade, dass ich hier kein Link setzen kann.

Darf ich dir an dieser Stelle nochmal den Koalitionsvertrag
unter die Nase halten? Würdest du dich dann ggf. revidieren?

Nö, warum denn. Meine Aussage passt.

Sie machen ihre Politik immer für eine bestimmte
Wirtschaftslobby, gegen deine und meine Wünsche und
Vorstellungen.

Nicht immer, aber das ist Demokratie, mal gewinnt man, mal verliert man.

Glaub mir bitte, daß hinter unserem
Zusammenleben ein System steckt und es nur eine einzige
Möglichkeit gibt, dieses vernünftig zu gestalten, nämlich sich
von vornherein auf einen gemeinsamen Plan zu einigen.

Ich glaube da ja eher an die Selbstheilungskräfte der geregelten(!) Wirtschaft. Das letzte was wir brauchen, sind 5 Jahrespläne. Was wir brauchen ist weniger staatliche Eingriffe, nicht mehr.

Und ich
bin mir hundertprozentig sicher, daß das funktionieren kann.
Wenn du mal richtig liest, sind nämlich die Vorstellungen
aller hier Postenden gar nicht so unterschiedlich.

Na ja:smile:

ACK:smile:

Wat dat?

Zustimmung (Acknowlege auf Usenet-denglisch)

Gruß
Jürgen

abschließend
Hallo wiedermal,

Dafür war die Wirtschaft aber stabil.

Das wär jetzt aber eher was fürs Witzebrett, schade, dass ich
hier kein Link setzen kann.

Nein, das stimmt nicht. Da mußt du wirklich differenziert anschauen, was ich meine.

Darf ich dir an dieser Stelle nochmal den Koalitionsvertrag
unter die Nase halten? Würdest du dich dann ggf. revidieren?

Nö, warum denn. Meine Aussage passt.

Also die, die dann für 500€ brutto arbeiten gehen müssen, denen geht es dann besser? Die müssen keine Federn lassen, obwohl sie hofften, mal einen 2000€-Job zu bekommen?

Sie machen ihre Politik immer für eine bestimmte
Wirtschaftslobby, gegen deine und meine Wünsche und
Vorstellungen.

Nicht immer, aber das ist Demokratie, mal gewinnt man, mal
verliert man.

Was konkret hast du in den letzten Jahren gewonnen? Mehr gewonnen oder verloren in Summe? Kannst du ausschließen, eine Ausnahme zu sein? Ich kann dich gern mal zu mir einladen, dann kannst du dir anschauen, wieviel Schaden man in 13 Jahren anrichten kann. Und eine Besserung ist nicht in Sicht, das weißt du selbst.

Glaub mir bitte, daß hinter unserem
Zusammenleben ein System steckt und es nur eine einzige
Möglichkeit gibt, dieses vernünftig zu gestalten, nämlich sich
von vornherein auf einen gemeinsamen Plan zu einigen.

Ich glaube da ja eher an die Selbstheilungskräfte der
geregelten(!) Wirtschaft. Das letzte was wir brauchen, sind 5
Jahrespläne. Was wir brauchen ist weniger staatliche
Eingriffe, nicht mehr.

Selbstheilungskräfte kann es in dieser Wirtschaft nicht geben, das kann ich dir logisch belegen. Das ist ausschließlich Propaganda.
Mit einem Plan reglementiert man die Wirtschadft nicht, sondern ordnet sie nur. Er schließt Marktstrukturen nicht aus. Im Gegenteil dereguliert er staatliche Vorgaben. Es ist lediglich eine Koordinierung einzelner Wirtschaftszweige/Firmen untereinander bis hin zum Betriebsplan. Ich erwarte aber nicht, das du das verstehst. Ist auch nicht vergleichbar mit einem planunfgsbüro heute - man kann in diesem System nicht planan. Irgendwas geht immer schief, weil hier jeder macht, was er will.

Und ich
bin mir hundertprozentig sicher, daß das funktionieren kann.
Wenn du mal richtig liest, sind nämlich die Vorstellungen
aller hier Postenden gar nicht so unterschiedlich.

Na ja:smile:

Ja! Christian hat mir empirisch die Funktionalität dieses Währungssystems erklären müssen. Ich bin ihm da ordentlich auf den Sack gegangen „g“ Irgendwie betrachtet ihr die ganze Sache von der verkehrten Seite.
Du kannst Wirtschaftspolitik nicht einseitig betreiben. Wirtschafts- und Sozialpolitik sind antagonistische Widersprüche, die sich gegenseitig ihrer Existenz bedingen. Du kannst die wirtschadft nur stabilisieren, wenn du die soziale Komponente nicht außer acht läßt. Das will hierzulande aber keiner wahr haben.

Gruß
Frank

Ergänzung: Frage zum gesunden Menschenverstand
Zum letzten mal nu, Hallo!

Wenn mal mal den gesunden Menschenverstand benützt, wem würdest du eher zutrauen, ein vernünftiges Regierungskonzept vorzulegen? Einem Jurastudenten, einem Taxifahrer, einem Sozialarbeiter, einem Ungelernten, einem Stoibtoibtoibtoibtoiber, einem, der sich ne 18 auf die Schuhsohle malt, einer mit einer Frisur, wie Frau Merkel sie hat oder einem von denen hier:

Ahmed Chaker (Großefehn/Niedersachsen), Lehrer, Gewerkschaftspolitiker
Fred Dellheim (Berlin), Diplom-Ingenieurökonom
Prof. Dr. Stefan Doernberg (Berlin), Historiker, Politologe
Prof. Dr. Ernst Engelberg (Berlin), Historiker
Oskar Fischer (Berlin), Außenpolitiker
Hans-Dieter Fritschler (Bad Salzungen, Thüringen), Diplom-Gesellschaftswissenschaftler
Edith Graw (Lahstedt/Niedersachsen), Gewerkschafts- und Frauenpolitikerin
Prof. Dr. Erich Hahn (Berlin), Philosoph
Prof. Dr. Günther Heider (Berlin), Veterinärmediziner
Klaus Herrmann (Uelzen/Niedersachsen), Journalist
Hans Jacobus (Berlin), Journalist
Friedel Juch (Berlin), Diplom-Pädagogin
Prof. Dr. Gerhard Junghähnel (Potsdam), Diplom-Physiker
Ingrid Langbein (Rostock), Philosophin, Pädagogin
Prof. Dr. Hans Lauter (Chemnitz), Historiker, Hochschullehrer
Dr. Kurt Libera (Potsdam), Historiker
Dr. Heinz Marohn (Berlin), Kulturwissenschaftler
Jacob Moneta (Frankfurt am Main), Journalist, Gewerkschaftspolitiker
Günter Pötschke (Berlin) Journalist
Jolanda Putz (Riemerling), Schneiderin, auch Mitglied der Rifondazione Comunista Italiens
Prof. Dr. Eberhard Rebling (Ziegenhals/Brandenburg) Musikwissenschaftler
Johann Scheringer (Camitz/Mecklenburg-Vorpommern), Diplom-Landwirt
Gisela Schirdewan (Potsdam), Redakteurin
Dr. Edwin Schwertner (Berlin), Diplom-Ökonom
Horst Siebeck (Berlin), Außenpolitiker
Günter Sieber (Berlin), Außenpolitiker
Prof. Willi Sitte (Halle), Maler, Grafiker
Margot Theben (Frankfurt/Oder) Diplom-Ökonomin
Prof. Dr. Heinz Tischer (Bayreuth), Didaktiker der deutschen Sprache und Literatur
Dr. Friedel Trappen (Berlin), Außenpolitiker
Prof. Dr. Manfred Wekwerth (Berlin), Regisseur
Dr. Friedrich Wolff (Stolzenhagen/Brandenburg), Rechtsanwalt

Die Partei in der DDR hatte eine andere Funktion als eure hier. Es gab z.B. auch eine Parteihochschule und eine Akademie für Gesellschaftswissenschaften. An denen wurden Führungskräfte ausgebildet. Die mußten aber keine Parolen auswendig lernen, sondern hatten ein echt zähes Studium, um die Zusammenhänge in der Gesellschaft zu erfassen. Nur hat das ganze trara darum mit Jungpionieren, FDJ und Honnielektrischwinkgötzenkult das ganze ins lächerliche gezogen.
Dafür sind die mit ihren Führungserfahrungen in der Westwirtschaft schon fast unabkömmlich. Frag mal RaRo.
Allein unser Bildungssystem wäre es wert gewesen, komplett übernommen zu werden.

Schönes WE
Frank

Hallo Frank,

da komme ich nach meinem Urlaub mal wieder vorsichtig ins Brett und … oops, RaRo als Zeitzeuge :wink:)

Dafür sind die mit ihren Führungserfahrungen in der
Westwirtschaft schon fast unabkömmlich. Frag mal RaRo.
Allein unser Bildungssystem wäre es wert gewesen, komplett
übernommen zu werden.

Habe Eure Diskussion leider nicht umfassend studiert, jedoch soviel mitgenommen, daß hier zwei Welten aufeinandertreffen, was sich alleine schon im Demokratieverständnis äußert (Basisdemokratie auf der einen Seite, Parlamentarische Demokratie auf der anderen).

Selbiges gilt auch für die Regeln (Zwänge) des Marktes.
Ich denke, die Wahrheit liegt in der Mitte. Ja, ein Plan ist unabkömmlich, im Unternehmen nennt man das Strategie und legt es im Market Plan ab. Ist im Prinzip auch nichts anderes, was in der DDR 5-Jahres-Plan genannt wurde.

In der DDR wurde dies bis zum Erbrechen auch auf politischer Ebene mit massivem Eingriff in die wirtschaftliche Ebene veranstaltet … und genau das war der Sargnagel. Marx und Engels haben diesen Blödsinn in der Form auch nie zu Papier gebracht.

Führungskräfte aus dem Osten haben den Vorteil, daß sie in solchen Zwängen großgeworden sind und somit Verfechter von Controlling sind, was in der heutigen Zeit des Kostensenkens für jedes Unternehmen das TOP-Thema ist.

Jedoch brauche ich trotz jeden Plans auch Bewegungsfreiheit und den Raum für Kreativität und Eigenverantwortung. Denn nur so kann ich die notwendigen Taktiken entwickeln, um eine Strategie (Plan) erfolgreich umzusetzen.
Dieser Raum fehlte in der DDR. Und deswegen bin ich in der DDR auch nicht selten angeeckt.

Was die Unternehmen in jedem Fall brauchen, ist eine Stabilität der Rahmenbedingungen. Und genau die ist seitens der Politik nicht gegeben. Somit ist es richtig, daß die Politik keinen Plan zur Entwicklung des Landes hat, sondern nur den Plan kurzfristige Erfolge zu erzielen, die möglichst eine Wiederwahl sichern.

Verunsichern tut mich zur Zeit, daß die Politik diesmal nicht den konjukturellen Zyklen folgt, was, wie bei Marx und Engels nachzulesen, das System stabil hält (mit damit verbundener Inflation), sondern mit ihrem Sparkurs plötzlich die Gegensätze der Gesellschaft fördert. Warum das ein Staat macht, muß ich nochmal nachschlagen :wink:

Ansonsten würde ich das DDR-Bildungssystem nicht vollständig übernehmen, in jedem Fall aber den zentralistischen und somit vergleichbaren und chancengleichen Ansatz.

Ist nun 'n bissel lang geworden. Hätte auch noch viel mehr zum Babbeln. Naja, der Urlaubsstau.

Grüße
RaRo