Letzthin habe ich wieder einmal im Fernsehen gesehen, wie es aussieht wenn ausströmendes Gas in einem Keller explodiert. Vom ganzen Haus blieben nur mehr noch die Grundmauern übrig.
Meine Frage dazu: Warum baut man Gasheizungen immer noch im Keller der Häuser ein, anstatt sie im Garten in einen Container zu stellen und die Wärme über Heizrohre ins Haus zu transportieren?
Die ganze Anlage wäre kleiner als eine Telefonzelle und muss mit ein bischen Design gar nicht mal hässlich aussehen. Ein eigener, vom Haus baulich getrennter Schacht für den Heizkessel wäre ja auch denkbar.
Weil Gas immer noch sicherer ist als Öl und Holz. Glingt erst mal komisch, ist aber so. Nirgends gibt es mehr Vorschriften und Sicherungen als bei Gas. Schon alleine der Weg zum Gaszähler befinden sich bis zu 3 Sicherungen die den Gasfluss, und die Gasrichtung kontrollieren, und absichern. Und nach dem Gaszähler geht es noch weiter mir Absicherungen.
Bei Öl hat man gerade mal ein Auffangbecken, die Leitungen sind Überhaupt nicht gesichert. Bei Feuer schmelzen diese dünnen Leitungen als erstes. Gasleitungen werden neuerdings nur noch gepresst. Bei Feuer kann da schon mal kein Lötzinn schmelzen. Gasleitungen sind auch dicker und halten demnach auch mehr aus.
Je nach Holzofen muss man direkt in die Brennkammer greifen. Auch besteht die Gefahr bei vollen Touren dass die Flammen beim öffnen der Brennkammer hinaus schlagen. Pellets sind zwar bequemer und werden automatisch angesaugt und der Brennkammer hinzugeführt, doch ist diese Anlage sehr groß, sehr teuer, und dementsprechend auch ziemlich laut. Je nach Gastherme hört man von ihrer Arbeit fast nichts. Bei manchen Modellen muss es schon leise sein, damit man was hört. Zudem ist so eine Gastherme relativ klein. Für ein Einfamilienhaus hat die Therme gerade mal eine größe von einem langen Hängeschrank.
Hier in der Stadt haben schon mehr Öl, Holz, und Nachtspeicheröfen gebrannt als Gasheizungen explodiert sind. Und meine Stadt wird fast komplett mit Gas versorgt.
Für die Medien ist so eine Gasexplosion einfach ein gefundenes Fresschen. Keine Sau berichtet von einem geplatzen Beuler, oder abgeknickter Ölleitung, … oder dass man sich am Holzkessler verbrannt hat.
Bei Gas zucken die Zuschauer eher zusammen. Weil man den Leuten eintrichtet wie gefährlich Gas doch ist. Dabei ist es sicherer als alles andere. Wenn dann doch mal durch Blödheit, oder grobe Fahrlässigkeit doch mal was passiert, müssen sich die Medien natürlich darauf stürzen wie Geier.
Und ich lese immer wieder, das erst durch herumspielen an Gasanlagen ein Haus / Wohnmobil usw. in die Luft geflogen bzw. abgebrannt ist.
Was stimmt nun?
MfG wolfwer
Servus,
die Frage bezog auf die Anordnung von Gasheizungen im Keller von Häusern und nicht in separaten Verschlägen auf dem Grundstück neben diesen Häusern, so dass sie im Fall des Falles nicht das komplette Haus zerlegen würden.
Schöne Grüße
MM
Hallo!
Und ich lese immer wieder, das erst durch herumspielen an
Gasanlagen ein Haus / Wohnmobil usw. in die Luft geflogen bzw.
abgebrannt ist.
Was stimmt nun?
Basteleien, vorsätzliche Manipulationen und unbeabsichtigte Schäden durch Bauarbeiten können Ursachen für Gasexplosionen sein. Aber an jedem technischen Gerät können auch ohne solche Einflüsse Schäden auftreten. Mit Gas betriebene Anlagen zum Heizen oder Kochen sind dabei keine Ausnahme. Unter allen Umständen funktionierende, „unkaputtbare“ Technik gibt es nicht.
Es gibt zwar Schutzmaßnahmen, aber auch die können versagen. So sind dem Erdgas Geruchsstoffe beigefügt, so dass austretendes Gas bemerkt wird. Aber vermutlich riechen sturzbesoffene Bewohner nichts und abwesende Bewohner ganz sicher auch nicht.
Gruß
Wolfgang
Hallo!
Warum sollte man das so etwa teures machen ?
Hast Du eine annähernde Ahnung von den Kosten selbst beim Einfamilienhaus ?
Wegen einer Gefahr, die überhaupt nicht gegeben ist ?
Die nur in äußerst seltenen Fällen und dann auch meist nach Manipulation oder unsachgemäßer Laien-Reparatur passiert ?
MfG
duck313
Hallo!
Warum baut man Gasheizungen immer noch im
Keller der Häuser ein, anstatt sie im Garten in einen
Container zu stellen und die Wärme über Heizrohre ins Haus zu
transportieren?
Die ganze Anlage wäre kleiner als eine Telefonzelle und muss
mit ein bischen Design gar nicht mal hässlich aussehen. Ein
eigener, vom Haus baulich getrennter Schacht für den
Heizkessel wäre ja auch denkbar.
Kann man machen. Aber mit der Designer-Telefonzelle ist es nicht getan. Zunächst braucht man Platz dafür - kann man in Stadtquartieren schon mal weitgehend vergessen. Außerdem muss man mit dem Verbrennungsprodukt irgendwo abbleiben, neben Nutzwärme ist das CO2. Die Designer-Telefonzelle braucht also einen Schornstein mit einem Auslass oberhalb der höchstgelegenen Fenster. Zudem kostet das Ganze auch noch Geld.
Ohnehin ist es mit der Design-Telefonzelle nicht getan. Schließlich soll der Betrieb ja nicht nur bei muckeligen Sommertemperaturen funktionieren, sondern vorzugsweise im Winter, wenn es ar***kalt ist. Nach dem Gesetz von Murphy geben Heizungen grundsätzlich im Winter ihren Geist auf, brauchen Service. Dann soll sich der Heizungsmonteur bei -20°C in die ungeheizte Design-Telefonzelle quetschen und dort ohne Handschuhe Feinarbeiten verrichten. Er wird dir was husten und dir raten, bei frostfreiem Wetter für ein ordentliches Heizhaus zu sorgen. Genau darauf läuft es nämlich hinaus.
Der Charme von Gasheizungen liegt ja gerade im geringen Platzbedarf für die Technik und damit zusammenhängend in vergleichsweise niedrigen Anschaffungs- und Installationskosten. Mit einem nach außen verlegten gesonderten Heizraum sieht die Rechnung nicht mehr günstig aus, selbst wenn man die übrigen Voraussetzungen (genügend Platz auf dem Grundstück und Rauchgasführung) erfüllen kann.
Bei uns auf dem Land hat man Grundstücksgrößen, die Vermarkter in der Stadt für eine ganze Siedlung nutzen würden. Auf dem Grundstück verlieren sich neben dem Wohnhaus noch ein Garagengebäude, ein Werkstatthaus und diverse Schuppen. Hier kann man auch noch ein veritables Heizhaus hinstellen - fällt gar nicht weiter auf. Aber so viel freien Platz kennt ein Städter nur aus dem Fernsehen, wenn Auslandskorrespondenten aus dem Outback Australiens berichten
Scherz beiseite: Allein schon der Schornstein für die ausgelagerte Heizungsanlage ist ein schwieriges Problem, aber bevor man an Abgase und Platz denkt, wird man angesichts der Kosten jede andere Lösung bevorzugen.
Heizhäuser, wenn auch nicht in Gestalt von Design-Telefonzellen, sind durchaus üblich. Allerdings nicht für das einzelne EFH, sondern als zentrale Einrichtung für mehrere Gebäude, die per Fernheizung versorgt werden. Mancherorts werden ganze Stadtteile so versorgt und auch viele Gewerbebetriebe und Werksanlagen wurden/werden mit zentralem Heizhaus angelegt. Das kann wirtschaftlicher und letztlich auch sicherer sein als separate Heizanlagen in jedem einzelnen Gebäude.
Gruß
Wolfgang
Moin, Grußloser,
Letzthin habe ich wieder einmal im Fernsehen gesehen, wie es
aussieht wenn ausströmendes Gas in einem Keller explodiert.
was wurde denn vorher mit dem Gasanschluss angestellt?
Meine Frage dazu: Warum baut man Gasheizungen immer noch im
Keller der Häuser ein,
Weil eine ordentlich verbaute, nicht manipulierte Gasinstallation sehr sicher ist.
Wenn man etwas manipulieren will, dann kriegt man das irgendwie hin, das ändert aber nichts an der grundsätzlichen Sicherheit eines Systems.
Gandalf