Ich kenne den zugrunde liegenden Vertrag nicht.
Wir hatten mit einem Verbrauch von 3500 Kwh/Jahr gerechnet und dafür rund 560 Euro/Jahr in zwei Halbjahresraten bezahlt (7,99 Grundpreis, 11,95 Cent Arbeitspreis, verbrauchsabhängiger Tarif).
Angeboten wurden zusätzlich 25% Neukundenrabatt am Ende der 1. Vertragslaufzeit und nochmals 15 Frei-Kwh für jede deutsche Gold-Olympiamedaille (es waren 11).
Verbraucht haben wir bis zur Insolvenz knapp 5000 Kwh. Die Mehr-Kwh wären größtenteils gedeckt durch die ausgelobten Rabatte und das wäre natürlich schön.
Wenn der Bonus dort allerdings Rechtssicher zugesichert ist, denke sieht
es gut für Sie aus, den auch zu bekommen.
Die Flexstrom-Gruppe hat meine Wissens mehrere Rechtsstreite verloren und musste die AGBs zu Gunsten der Kunden ändern. Das war noch bevor wir abgeschlossen haben.
Ich habe die letzten beiden Wochen auch viel zu dem Thema gegoogelt und eigentlich alle, die ich gefunden habe und die sich mit FS um die Bonizahlungen gezankt haben, waren erfolgreich. Vorausgesetzt, sie sind ein ganzes Vertragsjahr Kunde geblieben.
Ein weitere Punkt der in meinen Augen nicht unterschätzt
werden sollte, ist der Insolvenzverwalter. Freiwillig wird der
nie im Leben etwas raus rücken, wozu er nicht verpflichtet
ist.
Er muss in unserem Fall ja gar nichts rausrücken, sondern von uns (soviel wie möglich) eintreiben.
Wobei es da sicher Verhandlungsspielraum gibt.
Und dann hilft nur klagen. Dem ist das vollkommen
wurscht,
Bei der Menge von Einzelfällen (ca. 570.000) wird er vielleicht auch über jeden Vorgang, den er erledigt bekommt, froh sein. Es werden wahrscheinlich ziemlich viele versuchen, Ihr Geld zu retten und damit zig Ordner voll Schriftverkehr produzieren.
Viele Beträge werden auch locker die Geringfügigkeitsgrenze übersteigen, da hat er für Jahre Spaß.
aber für Sie kann es unter Umständen teuer und
langwierig werden. Die Frage die Sie sich stellen sollten, ist
die ob sich der ganze Aufwand lohnt. Soooo riesig wird der
Bonus ja jetzt auch nicht sein.
Ob wir klagen werden, wissen wir jetzt noch nicht, wohl eher Strafanzeige stellen.
Einen Klugscheißerrischen Seitenhieb kann ich mir allerdings
nicht verkneifen. Eine etwaige Bonuszahlung sollte niemals bei
der Auswahl eines Anbieters bzw. Tarifs berücksichtigt werden.
Ich gebe Ihnen teilweise Recht, aber ich finde, beim Vergleichen kann man das schon mit einbeziehen, aber man darf es nicht in die fälligen (Abschlags-)Zahlungen mit einberechnen. Die werden erst einmal für den ganzen Verbrauch fällig.
Der Bonus ist ein Sahnehäubchen obendrauf, wenn ein Jahr alles gut geht.
Fazit in unserem Fall: trotz dem jetzigen Wechselstress und ggf. ein paar Wochen Grundversorgung war es kein schlechtes Geschäft (mit und ohne Boni gerechnet), da der Arbeitspreis einfach ungeschlagen günstig war.
Grundsätzlich stellt sich für uns zukünftig aber die Frage, ob wir noch einmal einen Tarif wählen würden, für den mehr als einen Monat im Voraus bezahlt werden muss.
Und deshalb auch: jetzt keinen Fehler machen und das mit der Kündigung richtig bewerkstelligen.
Ich rufe morgen mal ein paar Energielieferanten und den Netzbetreiber an, mal sehen, was die dazu sagen.
Gruß aus der Eifel
Gruß in die Eifel!