einmal am Rande selber mitbekommen und schon öfters gehört oder in den Medien gesehen: Mietnomaden, die nicht nur keine Miete zahlen, sondern am Ende auch noch die Wohnung beschädigen. Warum machen die das? Ich meine, sie haben ja keinen Vorteil davon, anders als durch das mietfreie Wohnen an sich. Aus Rache? Denken die in irgendeiner verqueren Logik, sie seien moralisch im Recht und würden ungerecht behandelt durch die Räumungsklage?
Und allgemeiner gefragt: Kann man die Denkstrukturen von Menschen erklären, die aufgrund ihres antisozialen Verhaltens landläufig als „Asis“ bezeichnet werden? Gibt es eine „Psychologie des Gesocks“? Kann man das irgendwo in einfachen Worten (populärwissenschaftlich) nachlesen?
Hintergrund: Ich habe gerade mit solchen Leute zu tun und frage mich, wie man so sein kann bzw. wie man so wird. Ich verstehe nicht, wie die ticken. (Deshalb kann ich auch gerade nicht neutraler und distanzierter darüber schreiben.)
Ich habe zwei dieser ‚Mietnomaden‘ kennengelernt und kann nur berichten was diese Beiden mir sagten.
Was aus Vermietersicht Beschädigungen sind, sind aus deren Sicht ihre Art Geld zu verdienen. Da werden Heizungs-, Wasser- und Elektroinstalationen abgebaut um sie beim Schrotthändler oder so zu verkaufen. Selbst Fensterbänke, Fenster und Wandpanele lassen sich noch irgendwie zu Geld machen. Sie verhalten sich damit ökonomisch durchaus rational!
Als Begründung ihres Verhaltens kenne ich zwei Anschaungen : Was sie selber sagen und was ich für die Wahrheit halte
Sie selbst erzählen das, was so ziemlich alle Hausbesetzer und ‚Kapitalismuskritiker‘ von sich geben: Das der Besitz von Wohnraum zur Vermietung Ausbeutung und Diebstahl sei und sie mit Recht auf diese Weise gegen die ‚fetten Schweine mit den dicken Zigarren‘ kämpfen. Diese Denkweise findet man sehr häufig auch in den Medien und bestimmten Parteien …
Meiner Meinung nach ist es schlicht so, dass diese Menschen rücksichtslose Kriminelle sind. Wenn die erst mal in der Wohnung sind, können sie je nach Bundesland zwischen 15 und 24 Monate darin leben, Das macht durch Mietersparnis, Plündern der Wohnung und am Ende Schmiergeld fürs Ausziehen oder vom nachfolgenden ‚Mieter‘ leicht 20.000 Euro Gewinn oder mehr. Und das bei einem Risiko und bei Strafen die in Relation zu dieser Summe mehr als nur lächerlich sind.
Du selbst landest mit Anwalts-, Gerichts- und Räumungskosten sowie der Renovierung bist du dagegen schnell bei 30.000 € an Schaden.
Mein Tipp für dich ist, dich auf keinen Fall auf unsere Justiz zu verlassen. Mietnomaden spielen in aller Regel dann auf Zeit und du verbrennst dein gutes Geld während sie sich per Prozesskostenhilfe vom Staat einen Anwalt stellen lassen.
Sichere Abhilfe bietet es nur ihnen Geld fürs schnelle, beschädigungsfrei und geräuschlose Verschwinden zu bieten oder deine Mietforderungen an ein Inkassounternehmen zu verkaufen und dieser Firma eine Erfolgsprämie auszuloben wenn der Mieter auszieht.
Sofern sie nicht die Heizungen abbauen, um sie zu verkaufen, sondern wirklich nur alles zerstören, dann kann das auch den Grund haben, dass sie es nicht gut aushalten können, wenn es anderen gut geht, während sie selber nichts auf die Reihe kriegen. Oder um überhaupt mal was zu bewirken. Manche Leute können nichts aufbauen, sondern nur kaputtmachen.
Hallo,
darin versteckt sich ein Ansatz, einer der vielen, wo sich die Politik fuer mehr Wohnraum einsetzen und profilieren koennte. Mir scheint, Politiker sind keine Vermieter und kennen keine.
Es kommt auch ein wenig auf die mentalität des Vermieters an.
Meine Eltern haben fast 2 Jahre gebraucht um ihre „Mieter“ aus der vermüllten und demolierten Wohnung zu bekommen.
Nachdem sie dann „zufällig“ den neuen Wohnsitz der „Mieter“ und die Adresse ihres Vermieters herausfanden reichten schon 24 std um die Wohnung besenrein zu verlassen. Sie hatten schon wieder 2 Monate Mietrückstand, und der Vermieter (Exrusse) war über den hinweis hocherfreut.
Das sollte ohne Probleme beim Einwohnermeldeamt (gegen Gebühr) möglich sein.
Ich konnte diesen Service jedenfalls für die Organisation eines Klassentreffens in Anspruch nehmen.
War purer Zufall das meine Mutter die neue Adresse in der Nachbarstadt herausgefunden hatte.
Sie hatte eine bekannte der Mieter getroffen die den neuen Wohnsitz kannte.
Ein Rechtsweg wurde sicherlich nicht bestritten. Eher wurden sie auf den rechten Weg geleitet
Und, beschwert hatten sie sich anscheinend auch nicht.
Und, wo kein kläger, da kein Richter.
Aber, da gings richtig ab.