Guten Tag, bei den ganzen „Kochsendungen“ macht es mich immer ganz kirre, wenn gelernte Köche viele Fremdwörter ihres Faches völlig falsch betonen bzw. aussprechen. Es betont doch z.B. eigentlich jeder Durchschnittsmensch „Dessert“ auf der 2.Silbe. Es gibt noch eine ganze Reihe solcher Wörter. Über ein wenig Aufklärung wäre ich sehr dankbar.
hallo,
wenn der durchschnittsmensch aber bayer oder österreicher ist, dann betont er dessert auf der ersten silbe.
will sagen: in manchen dialekten ist das einfach anders.
lg dev
Hallo!
wenn der durchschnittsmensch aber bayer oder österreicher ist,
dann betont er dessert auf der ersten silbe.
In Österreich habe ich das noch nie so gehört. Auch nach dem „Österreichischen Wörterbuch“ erfolgt die Betonung auf der zweiten Silbe.
Grüße, Peter
Servus,
meuh à Laúsanne, en Fránçais Féderal, ça se dit poúrtant, n’ést-ce pas - odrr?
Episode aus den 1970ern, der Jura war grad ein selbständiger Kanton geworden und die deutschschweizer Zugführer und Schaffner waren angehalten, den Röstigraben auch sprachlich strikt zu respektieren: Ein internationaler Schnellzug fuhr durch die Waadt, man hielt in Lausanne, dem für eidgenössische Verhältnisse langen Zug mit vierzehn Wagen entstiegen an beiden Enden ein Zugführer und ein Schaffner. Der Zugführer, den Lautsprecher auf dem Bahnsteig übertönend, krähte laut: „Íci Lósanne!“, und der Schaffner echote von der queue her: „Ìci òssi!“…
In diesem Sinne
MM
Moin, dev,
wenn der durchschnittsmensch aber bayer oder österreicher ist,
dann betont er dessert auf der ersten silbe.
in Erdkunde gepennt? Das sind die Schweizer.
Gruß Ralf
Hallo,
ich kann das aus meiner Vergangenheit in der Hotellerie bestätigen. Praktisch alle Wörter der Küchenfachsprache, die französischen Ursprungs sind, werden von den Köchen auf der ersten Silbe betont.
Patissier
garde-manger
mis-en-place
bain-marie
usw.
Sind halt Köche, keine Sprachwissenschaftler … 
Gruß,
Myriam
Hallo,
Koch-Azubis lernen diese Begriffe von ihren Meistern und in der Berufsschule, und da haben sich teilweise durch Generationen falsche Betonungen etabliert, ohne dass ein Muttersprachler oder jemand mit ausreichenden Fremdsprachkenntnissen mal dazwischen gewesen wäre. Wir wollen ja nicht vergessen, dass der durchschnittliche Kochazubi nicht unbedingt Abi und mindestens zwei lebendige Fremdsprachen in der Schule gelernt hat. Hinzu kommt natürlich ebenfalls, dass die Kochausbildung nicht unbedingt aus persönlicher großer Begeisterung für das Thema gewählt wird, sondern oft eher ein „letzter Versuch“ ist, und dann eher das „Handwerkliche“ im Vordergrund steht.
Ich erinnere mich mit Grausen, dass ich Ende der 10. Klasse auch mal überlegt hatte die Schule Schule sein zu lassen, und in der Sternegastronomie anfangen wollte. Nach drei Wochen Praktikum hatte ich den Ausbildungsplatz sicher, wollte aber nicht mehr angesichts dessen, was mir an Illusionen geraubt worden war. Da gab es Azubis, die im dritten Lehrjahr noch kein Rinderfilet von einem Rehrücken unterscheiden konnten. Mit Fremdsprachenkenntnissen hättest Du da gar nicht erst anfangen dürfen.
Gruß vom Wiz