Danke für die Antwort, sie ist sowohl einleuchtend, als auch deprimierend.
Die Frage ist aber wie der politische Wille in
diesem Land gestrickt ist und Politiker sehen das in aller
Regel ganz pragmatisch so, dass wohl ein paar (hundert)
verletzte Unbeteiligte oder Polizisten weniger „Prestige“
kosten, als ein oder mehrere erschossene Straftäter.
Meiner Meinung nach sollte sich die Polizei in solchen Situationen nicht um ihr Prestige kümmern, sondern ihre Pflicht erfüllen.
Einzig probates und effektives
Mittel die bürgerkriegsähnlichen Zustände schnell und effektiv
zu beenden wäre hier wohl der gezielte Schusswaffeneinsatz
gewesen.
Hätte sich aber wohl kaum gut in der Presse gemacht und man
will gar nicht wissen, wie das vor Gericht geendet hätte
Ich glaube, dass es, abgsehen von den Hooligans selbst, niemand stören würde, wenn man da durchgreiffen würde. Wäre es dem entsprechend nicht an der Zeit die Rechtslage anzupassen?
Also gewöhnen wir uns lieber daran, dass das Opfern des Lebens
von Polizisten und ihrer Gesundheit und die billigende
Inkaufnahme von schwerverletzten oder toten Unbeteiligten
zugunsten von Straftätern und ihren Möglichkeiten ungehindert
Straftaten zu begehen in diesem Land leider zur Tagesordnung
gehört.
Daran werde ich mich mit überzeugter Gewissheit nie gewöhnen (hoffe ich zumindest)
Nun, das definiert primär die zu erwartende schlechte Presse.
Was hat die Presse eigentlich für ein Interesse daran, die Polizei schlecht hinzustellen?
Wenn es noch so berechtigt und rechtmäßig ist, dass Polizist A
gerade Straftäter B seinen Tonfa durchs Gesicht zieht, das
hilft alles nichts, wenn ein aus dem Zusammenhang gerissenes
Foto der Situation später irgendwo in der Presse landet. Sowas
löst bei deutschen Politikern einen Entschuldigungs- uns
„lückenlos-aufklären“-Reflex aus, der bei den meisten das
Rückgrat ersetzt.
Ich habe die Vermutung, dass man der Polizei mehr Glauben schenkt als einem Hooligan, wieso also nicht einfach die Version der Polizie publizieren?
LG Domi