guten abend,
eine fachfrage bitte:
warum ist der - die betonung liegt auf EUROPÄISCHE - EURO abhängig von einer US-Währung, deren Wirkungskreis ca. 5000 km übern Teich sich beginnt auszudehnen?
Warum kann das nicht kurzerhand abgeschafft werden? Was sagt die Wissenschaft dazu konkret?
danke!
Hi Dirk,
eine fachfrage bitte:
warum ist der - die betonung liegt auf EUROPÄISCHE - EURO abhängig von einer US-Währung
das ist keine Fachfrage, sondern eine Flachfrage: Wer behauptet, dass der Euro vom Dollar abhinge, hat den Begriff Wechselkurs nicht verstanden.
Der Wechselkurs gibt das Wertverhältnis zweier Währungen an. Für einen Euro bekommst Du heute $ 1,21, morgen vielleicht 1,22 oder 1,20. Wo siehst Du hier eine Abhängigkeit?
Warum kann das nicht kurzerhand abgeschafft werden?
Welche Institution sollte das tun - und vor allem, warum?
Was sagt die Wissenschaft dazu konkret?
Nichts. Der Wechselkurs funktioniert ganz ohne Wissenschaft; das wird auch so bleiben.
Gruß Ralf
danke ralf,
dann anders die Frage gestellt:
wer definiert, das die Währung in der USA (respektive die Wirtschaft) leistungsfähiger zu bewerten sei, als die in Europa?
- eine Kopplung kann ich darin nicht erkennen, zumal geschichtlich gesehen (über die letzten 400 Jahre) da gewiss kein Fortschritt auf Seiten der USA (bzw. des Gebietes) ernsthaft zu verzeichnen ist
vielen dank
Hi Dirk,
wer definiert, das die Währung in der USA (respektive die Wirtschaft) leistungsfähiger
zu bewerten sei, als die in Europa?
jetzt geht’s ins Eingemachte. Aaaalso, dann hol ich mal tief Luft.
Der Wechselkurs gibt lediglich einen Marktpreis wider, er sagt nicht direkt etwas über die Leistungsfähigkeit einer Wirtschaft aus. Das lässt sich schon an den Größenordnungen erkennen: Jeden Tag werden etwa 3 Billionen Dollar bewegt; dabei werden nicht etwa Firmen oder Waren gehandelt, sondern schlicht Währungen. Bei der Preisfestsetzung geht es nicht anders zu als an der Börse: Käufer und Verkäufer müssen sich finden; der Währungskurs ist das Ergebnis der Preisverhandlungen.
Warum dabei gerade die aktuellen Kurse entstehen, das weiß niemand - außer den Gurus, aber die wissen’s auch immer erst hinterher. Der Markt wird von Hoffnungen und Erwartungen bestimmt, nicht von Werten oder Leistungen. Sonst wäre niemals zu erklären, warum irgend jemand Dollars kauft, mehr Schulden hat schließlich niemand.
- eine Kopplung kann ich darin nicht erkennen
geschichtlich gesehen (über die letzten 400 Jahre) da gewiss
kein Fortschritt auf Seiten der USA (bzw. des Gebietes)
ernsthaft zu verzeichnen ist
Diesen Einwand verstehe ich leider nicht.
Gruß Ralf
ich danke dir ralf,
da es sich - augenscheinlich - um einen separaten „Markt“ handelt, was wäre dann, wenn man diesen „Markt“ vom „Produkt-gegen-Leistung-Markt“ entkoppeln würde?
damals hat man, in ermangelung einer Wertzuordnung einen unabhängigen Tauschgegenstand(=Geld, Steine.) dem Produkt/der Leisung zugeordnet.
Mittlerweile ist schon lange der Tauschgegenstand eine sich verselbstständigender Tauschgegenstand geworden. (mehrere Währungen tauschen sich gegenseitig auf dem höchsteigenen Markt aus).
Ich hörte vom Ansinnen den Tauschhandel ohne Nutzung des 3.Tauschmittels GELD vonstatten gehen zu lassen. Dabei war der Staat dagegen. Gib mir Milch und du bekommst Brot oder ich gehe für dich Fensterputzen für ein Essen… Ist doch erstmal voll ok. oder?
Somit sind zunächst eng betrachtet der Wind aus den Segeln derer genommen, die Unruhen wegen Geldgeschäften anzetteln.
Wer nichts kann oder nichts tun will, der wird ausgeschlossen aus der Gemeinschaft derer, die sich erhalten wollen… das ging doch Jahrtausende brauchbar vonstatten, oder?
Meine letzte Annahme bezog sich auf den Gedanken, das Wirtschaftskraft mit dem Geld zu tun hätte. Dabei kritisierte ich den Stillstand in den Gebieten der heutigen USA beispielsweise.
Auf, auf zum fröhlichen Tauschen
Moin, Dirk,
mit diesen Ideen gründen wir einen Stammtisch. Der Wirt schreibt dann mit einem Ziegelbrocken an die Wand:
"Eine Maß Bier für wahlweise
- 1 Beutelchen Gerste,
- 3 Handvoll Holzkohle,
- 1 Schaff Wasser,
- 2 Döldelein Saazer Hopfen,
- 1 Quadratfuß Kupferblech,
- 2 Dauben,
- 1 Fassreifen,
- 1 Bollen Pech,
- 1 Strang Werg,
- 3 Fass aus dem Keller rauftragen".
Und dann kommen wir, haben nichts im Sack und bieten an, jeder (wir sind gerade ein Dutzend Leute) drei Fass Bier raufzuholen.
Prost!
Und wenn wir dann alle unseren Durst gestillt haben, dann überlegen wir uns, wie in einer solchen Wirtschaftsordnung ein Forum wie w-w-w aussehen könnte.
Gruß Ralf
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Hallo Dirk,
Ich hörte vom Ansinnen den Tauschhandel ohne Nutzung des
3.Tauschmittels GELD vonstatten gehen zu lassen. Dabei war der
Staat dagegen. Gib mir Milch und du bekommst Brot oder ich
gehe für dich Fensterputzen für ein Essen… Ist doch erstmal
voll ok. oder?
Somit sind zunächst eng betrachtet der Wind aus den Segeln
derer genommen, die Unruhen wegen Geldgeschäften anzetteln.
Wer nichts kann oder nichts tun will, der wird ausgeschlossen
aus der Gemeinschaft derer, die sich erhalten wollen… das
ging doch Jahrtausende brauchbar vonstatten, oder?
ja klar, wenn ich einen Chrevrolet kaufen will, putz ich erst mal bei Lufthansa paar Flugzeuge, dann in Korea verkauf ich paar Döner und fahr dann auf dem Landweg nach hause, ernte unterwegs Reuis, damit ich an den tanbkstellen Sprit bekomme…
CIao maxet.
öh 
was dagegen?
ich find`s ganz gescheit…
danke dir ralf
hier hat man doch noch ne echte Wahl!:
- 1 Beutelchen Gerste,
- 3 Handvoll Holzkohle,
- 1 Schaff Wasser,
- 2 Döldelein Saazer Hopfen,
- 1 Quadratfuß Kupferblech,
- 2 Dauben,
- 1 Fassreifen,
- 1 Bollen Pech,
- 1 Strang Werg,
- 3 Fass aus dem Keller rauftragen
Auf geht’s!
ich find`s ganz gescheit…
dann lass uns endlich anfangen - Du bist der Wirt.
Gruß Ralf
Hallo!
Nach dem ich den Rest gelesen habe, rate ich dir, dich einem Tauschring anzuschließen - wenn du gut mitarbeitest, kannst du sicher einfach 30-50% des Geldes ersetzen.
Cu Rene
Freude, ihr seid Spitze 
Aber mal im Ernst: gab es eigentlich (unter den studierten Börsianern) damals in ihrer Ausbildungsphase ein Fach, welches über die Anfänge des Geldverkehrs ***tiefgreifend **** (=analysierend) informierte? Wenn ja, bitte welche Literatura wurde empfohlen (ausser vielleicht mal nur auf die FUGGERS geschielt zu haben)?
gruss dirk
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
ich find`s ganz gescheit…
dann lass uns endlich anfangen - Du bist der Wirt.
Gruß Ralf
öh…
ich habe heute „geschlossene Veranstaltung“ 
Geld
Aber mal im Ernst: gab es eigentlich (unter den studierten
Börsianern) damals in ihrer Ausbildungsphase ein Fach, welches
über die Anfänge des Geldverkehrs ***tiefgreifend ****
(=analysierend) informierte?
In der ersten Stunde VWL lernt man, wieviele Preise es bei n gehandelten Gütern geben muß, wenn man sie tauscht und nicht mit einer Geldkonstruktion bezahlt. Ob die Chinesen das auch ausgerechnet haben oder einfach merkten, wie unhandlich die Tauscherei ist, weiß ich nicht. So oder so führte man dortselbst vor rd. 2100 Jahren das erste Ledergeld ein.
Warum gerade zu Beginn des 21. Jh. soviele Fanatiker aus den Löchern kriechen, die die Vorteile von Geld ignorieren und Nachteile übertreiben und erfinden, ist mir völlig unklar. Wie man übersehen kann, daß 99% der Waren und Dienstleistungen nicht verfügbar wären, wenn es kein Geld gäbe, verstehe ich genauso wenig.
Gruß,
Christian
danke dir christian!
vermutlich deswegen:daß 99% der Waren und Dienstleistungen
nicht verfügbar wären, wenn es kein Geld gäbe
Warum gerade zu Beginn des 21. Jh. soviele Fanatiker aus den
Löchern kriechen, die die Vorteile von Geld ignorieren und
Nachteile übertreiben und erfinden, ist mir völlig unklar. Wie
man übersehen kann, daß 99% der Waren und Dienstleistungen
nicht verfügbar wären, wenn es kein Geld gäbe, verstehe ich
genauso wenig.
Gruß,
Christian