Warum der hase zu ostern?

liebe leute,

ich wuesste gern, warum der Hase zum Symbol des Christlichen Osterfestes geworden ist!
Wer kann helfen?

Die Sache mit dem Ei erkläre ich mir durch die Symbolik der Neugeburt bzw. der bevorstehenden Himmelfahrt. Liege ich da falsch?
Aber Hasen legen doch keine Eier!

verzweifelt aber mit Hoffnung…
pet

Hallo !

Hier findest Du alles: http://www.osterhasenmuseum.de

Gruß Max

Team: Link aktualisiert

der hase zu ostern
Das habe ich zu diesem Thema:

Das Symbol Osterhase
Er ist Sinnbild der Fruchtbarkeit und wurde einst, vor allem auf österlichen Bildbroten zuweilen neben einem Ei abgebildet, weil auch dieses Zeichen der Fruchtbarkeit und Lebensfülle war. Unser Eier verteilender Osterhase ist also nur aus falsch interpretierter Symbolik heraus entstanden?
Auch die christliche Deutung aus dem Psalm 104, 18 ist möglich: In der Übersetzung wird von „Klippdachsen“ gesprochen, jedoch findet man in alten Übersetzungen auch die Wörter Hase oder Kaninchen.
In Byzanz war der Hase in der Tiersymbolik ein Symbol für Christus. Weiterhin steht der Hase als Zeichen der Fruchtbarkeit, was sich anhand der griechischen Liebesgöttin Aphrodite und der Germanischen Frühlings- und Fruchtbarkeitsgöttin Ostera, denen ein Hase als heiliges Tier zugeordnet wurde, belegen lässt. Die grosse Fruchtbarkeit beweist der Hase durch seine starke Vermehrung mit bis zu 20 Jungen im Jahr selbst.
Aus weltlicher Sicht, galt der Gründonnerstag als Abgabe- und Zinstermin für Schuldner an die Gläubiger. Einerseits ist überliefert, dass die Gläubiger in Eiern oder Hasen bezahlt wurden, siehe das Haushaltsbuch eines Speyrer Domherrn. Eine zweite Überlieferung sagt aus, dass der Schuldner bei Bezahlung seiner Schulden ein freier Mann ist, der mit einem Hasen verglichen wurde, der nicht vom Hund gehetzt wird.
Der Hase kommt im Frühjahr zur Futtersuche in die Dörfer und Gärten und aufgrund des ungewöhnlichen Verhaltens sich in Menschennähe aufzuhalten, wird ihm gleichzeitig das Ablegen der besonderen Eier angedichtet. In Verbindung damit das Frühlingserwachen der Fauna und Flora in dieser Zeit.
Auch sie Terminierung des Osterfestes lässt eine Verbindung zum Hasen zu. Das Osterfest wird am ersten Sonntag des Frühlingsvollmondes gefeiert und der Hase gilt als Mondtier.
In Zürich ist alten Aufzeichnungen zufolge der Osterhase als Eierbringer überliefert. Dabei ist es von den Paten Brauch gewesen Kinder einzuladen, um mit ihnen den Osterhasen zu jagen, d. h. es wurden die im Garten versteckten Eier gesucht. Die bunten Eier wurden dabei dem Osterhasen zugeschrieben, weil er viel flinker ist und die Hennen keine bunten, verzierten Eier legen konnten. Damit geht dieser Brauch auf den Erklärungsnotstand der Erwachsenen gegenüber den Kindern zurück. Denn die Hennen als Überbringer waren weniger glaubhaft als der Hase.
Auch die Niedlichkeit des Hasen, vor allem für Kinder lässt den Glauben an den Hasen immer wieder aufleben. Dabei setzte sich der eierlegende Hase sich in Deutschland um das 19. Jahrhundert durch und konnte bei der städtischen Bevölkerung schnell überzeugen, denn die Landbevölkerung bedurfte aufgrund der besseren Kenntnisse über die Hasen mehr Überzeugungskraft, um an den Osterhasen zu glauben.

Osterhase
Jahrhunderte lang verband den Hasen rein gar nichts mit dem Osterfeste! Erst evangelische Familien schließlich brachten den Osterhasen als Eierlieferanten ins Spiel. Erste Belege für den Osterhasen aus dem Jahre 1678 (Reformationszeit) sind von Georg Franck von Franckenau, einem Medizinprofessor aus Heidelberg überliefert, der Brauch im Elsaß, in der Pfalz und am Oberrhein entstanden. Erst durch den Einfluss von bebilderten Osterbüchern (mit Osterhasen) und durch die Schokoladen- und Spielzeugindustrie ist er allgemein populär geworden.
Der Osterhase erhielt damals die Aufträge, Eier zu bemalen, zu verstecken und zu legen! Derart wollten sie sich von den Katholiken distanzieren, deren Fastenbräuche und Eierweihe sie ablehnten. Denn auch evangelische Familien schenkten zu Ostern Eier. Um diese katholische Erfindung aber zu verschleiern, begannen sie, Eier zu verstecken. Verantwortlich dafür gemacht wurde der Osterhase wegen seiner, besonders im Frühling, Fruchtbarkeit, oder weil er mit offenen Augen schläft.
Damals war der Osterhase nicht alleine zuständig! Auch der Hahn brachte die Eier, in der Schweiz der Kuckuck, in Westfalen der Fuchs, der Storch in Thüringen oder es brachten sie die Glocken usw.;
Im 19. Jahrhundert konnte sich der Osterhase erst generell durchsetzen, seither versieht nur er seinen Job als Osterhase und bringt bunte Eier und noch so manches mehr.
Schon lange davor waren Osterhase und auch Osterei (allerdings nicht aus Schokolade) traditionelle Speisen zum Frühlings- und Osterfest. Man veranstaltete auch Eierfeste mit Wettläufen und Spielen, wobei die Eier als Gewinne dienten. Der Osterhase, der einst der Frühlingsgöttin heilig war, wurde auch oft in Kuchenform gebacken, genauso wie das Osterlamm, das ja ein Symbol für Kreuzigung und Auferstehung ist (Jesus = Opferlamm). Später ersetzte der Kuchenosterhase oft das Osterlamm.
Und so bescherten uns ein paar alte Bräuche und clevere Schokoladehersteller den Osterhasen.

Gruß Fritz

Hi heffer,

Die Sache mit dem Ei erkläre ich mir durch die Symbolik der
Neugeburt bzw. der bevorstehenden Himmelfahrt. Liege ich da
falsch?

nun ist es so, daß das Christentum ziemlich ungeniert bei anderen Religionen deren Symbole na sagen wir mal assimiliert haben (hilfe Borgs :wink: ) und bei den Germanen/Kelten auch deren Fruchtbarkeitssymbole übernommen haben. Ist doch einfacher für die neuen Christen den neuen Wein aus alten Schläuchen zu trinken, sprich neue Inhalte mit alten, bekannten Symbolen zu vermitteln.

Aber Hasen legen doch keine Eier!

Ist aber ungemein fruchtbar. Und da sowohl Eier, als auch Hasen ein Symbol der Fruchtbarkeit waren/sind, wurden sie irgendwann verquickt.

Gandalf

Das habe ich zu diesem Thema

gefunden und zitiert :

Fritz, bei allem Respekt…
Du solltest bei so viel wörtlicher Wiedergabe auch die Seite
benennen, woher Du den Text hast… Copyright!
Und die Arbeit, den Text zu schreiben, haben sich andere
gemacht. Das war eine Leistung, die gewürdigt werden sollte.

http://www.osterhasen-service.de/herkunft.htm
Und das steht am Ende dieser Seite
© Oktober 2001 by S.D. Service & Dienstleistungen

Otto

Du hast Recht, Otto,

in meiner Datei, aus der ich einen Ausschnitt mit „cut & paste“ ins Forum stellte, stehen am Ende von insgesamt 12 Seiten zum Thema Ostern die von dir angemahnten Quellenangaben.
Ich habe es versäumt, diese anzufügen.
Asche auf mein Haupt!
Gruß und Froschtern!
Fritz

Noch zwei nette Texte
Wie der Hase zum Ostereierlieferauten wurde

Schon im Mittelalter spielte Färben der Eier eine große Rolle -
Genuss in der Fastenzeit verboten

Woher kommt der Brauch, jedes Jahr zu Ostern Eier zu färben und zu verschenken? Nun, der Brauch kann nicht älter sein als die Geschichte des Osterfestes selbst, denn das " Osterei " ist durch seinen Namen fest an das Osterfest gebunden. Eier außerhalb der Osterzeit sind nun mal keine „Ostereier“. Bei näheren Nachforschungen stößt man in auf die vorösterliche Fastenzeit. Spätestens seit dem siebten/achten Jahrhundert war der Genuss von Eiern in der Fastenzeit ausdrücklich verboten, ebenso der Verzehr des Fleisches von warmblütigen Tieren sowie tierischen Produkten.

Da man nun zwar die Menschen anhalten konnte, sich in der Fastenzeit bestimmte Beschränkungen aufzuerlegen, nicht aber die Hennen zwingen konnte, keine Eier zu legen, ergab sich zum Osterfest ein Überschuss an Eiern, der abgebaut werden musste.

Man versuchte den Eieranfall dadurch zu verringern, dass man so genannte Fastnachtshühner verkaufte, um zum einen die Bauern für die fehlenden Einnahmen zwischen Aschermittwoch und Gründonnerstag zu entschädigen, zum anderen aber auch, um den Speisezettel an Fastnacht zu bereichern und die Menge der anfallenden Eier in der Fastenzeit zu reduzieren.

Dennoch blieb ein Überschuss an Eiern bis zu Ostern, was dem Brauchtum vielfältige Möglichkeiten eröffnete. Seit dem siebten Jahrhundert wurden am Ostersonntag Speisen gesegnet, ab dem zwölften Jahrhundert dann auch die gesammelten Eier .

Schon im Mittelalter spielte das Färben der Ostereier eine- wichtige Rolle, da das Ei als Symbol des entstehenden Lebens auf die Auferstehung Jesu Christi hin gedeutet wurde.

Zweck des Einfärbens sollte sein, die geweihten Eier von den ungeweihten zu unterscheiden. Dieser Brauch stammt aus der Ostkirche und ist schon sehr alt. Zunächst offenbar nur einfarbig rot eingefärbt, Wurde das Osterei Anfang des 13. Jahrhunderts zum Gegenstand künstlerischen Interesses. Verschiedene Techniken zur ornamentalen Verzierung und figürlichen Darstellung verschiedener christlicher Motive gingen dabei der Anfertigung künstlicher Eier z. B. aus Glas, Porzellan oder Wachs sowie der kunsthandwerklichen Herstellung eiförmiger Vasen und Gefäße mit österlichem Schmuck voraus.

Und bis heute werden in vielen Familien die Eier mit Wasserfarben, aber auch mit Öl- und Wachsmalfarben reich verziert. Keiner besonderen Erwähnung bedarf es, dass in unserer Zeit das Schokoladenosterei in Variationen das meistgekaufte Osterei ist.

Der Osterhase hat seinen Ursprung im 18. Jahrhundert, als es in protestantischen Familien üblich wurde, die Ostereier zur Verschleierung ihrer Herkunft zu verstecken. Da die Protestanten weder die Fastenvorschriften der katholischen Kirche mit ihrem Verzicht auf Eier in der österlichen Bußzeit übernommen hatten noch die damit verbundene Segnung der gefärbten Eier am Ostersonntag kannten, stellte sich die Frage nach der Herkunft der Eier, die auch in protestantischen Familien zu Ostern verschenkt wurden. Dass dann schließlich ein Hase zum Lieferanten erklärt wurde, der die Eier verstecke, die von den Kindern gesucht werden sollen, geht auf überlieferte Symbolbilder zurück, unter denen das Dreihasenbild besonders wichtig war. Es stellt drei laufende Hasen in einem Kreis dar, die mit den Läufen nach außen gestellt und so angeordnet sind, dass ihre sechs Löffel sich zu einem Dreieck von nur drei sich berührenden Ohren verbinden.

Dieses Sinnbild für die’ Dreieinigkeit Gottes wurde übertragen auf das Osterfest: Christus schenkt durch seine Auferstehung neues, „abgerundetes“ Leben. Die Feier der Auferstehung Jesu Christi bleibt daher an Ostern das Geschehen, das bei den Christen im Vordergrund ihrer feierlichen Gottesdienste steht. F.S.

Als Symbol der Lebenskraft ist das Ei unschlagbar.

In Erinnerung an das Blut Christi war Rot ursprünglich die Ostereierfarbe - Wunder in der Schale

Ostern ohne Ei wäre wie Weihnachten ohne Tannenbaum. Als Symbol der Lebensfülle und -kraft kommt dem Ei nichts gleich. Bereits in vorchristlicher Zeit finden sich Eier als Beigaben in römisch-germanischen Gräbern. In China gab es Eier zur Geburt eines Sohnes, in Persien zum Neujahrsfest.

Die Christen nutzten das Oval früh als Sinnbild der Auferstehung: Die Schale hält das Wesentliche verborgen, aus ihr entspringt Leben. Ganz nüchtern erforschen Zoologen das Ei. Professor Reinhard Hilbig von der Universität Stuttgart-Hohenheim erkennt in ihm „ein komplettes Lebenserhaltungssystem mit Eiklar, Dotter, Eihaut und einer Harnblase“.

„Alles ist wunderbar angelegt“, schwärmt der Zoologe Hilbig. Das Gelb hält Fett, Kohlenhydrate und Vitalstoffe pur bereit, das Weiß Protein, die Eihaut lässt atmen und die Miniharnblase braucht das ovale Wesen „zum Pippimachen“. Für Hilbig ist das Wunder in der Schale „Lebewesen, Embryo“ und Vitalbombe zugleich. Es gibt kein Nahrungsmittel, das in so wenig Raum so viel Nährkraft birgt. Dabei so hygienisch verpackt.

Dass das Ei zum Lebenssymbol geworden ist, wundert den Professor nicht. "Da entwickelt sich etwas, braucht Sorgfalt und Wärme, gibt Leben weiter und ist doch so zerbrechlich. "

Umso mehr stört es den Zoologen, wenn Eier im „Hühner-KZ“ produziert werden, leblos weil unbefruchtet: „Das ist Ausbeutung eines Organismus bis zum Gehtnichtmehr“, schimpft Hilbig. Massenproduktion und -konsum von Eiern schaden seiner Ansicht nach Tier und Mensch gleichermaßen: Wer natürlich erzeugte Eier wähle, lasse die Kreaturen würdig leben und nehme selbst nur so viel Cholesterin auf, wie ihm zuträglich ist.

Mehr als zwei bis drei Eier in der Woche sollten nach Angaben der Freiburger Emährungswissenschaftlerin Gudrun Zürcher allerdings auch in der Osterzeit nicht auf dem Speiseplan stehen. Der Hintergrund: Ein einziges Hühnerei ist laut Zürcher eine „300-Milligramm-Cholesterinbombe“.

Österliche Eierfreude kommt erst richtig auf, wenn in der Fastenzeit - gänzlich aber in der Karwoche vor dem christlichen Auferstehungsfest - dem ovalen Energiespender entsagt wird. Manche Fastende sparen die Eier auf und bemalen sie in ihrer Vorfreude auf das Auferstehungsfest - bunt fürs Leben.

Ursprünglich war die Ostereierfarbe Rot in Erinnerung an das Blut Christi, aber auch als Farbe des Lebens, des Sieges und der Freude. Mit der Zeit bekamen die „Roteier“ andersfarbige Gesellschaft. Gelb stand für Weisheit und Erleuchtung, Grün für Jugend und Unschuld, Orange für Kraft und Wärme. Immer aber sind sie oval, Ewigkeitssymbol, ohne Anfang und Ende.

Bemalte und mit allerlei Techniken verzierte Eier gewannen dermaßen Popularität, dass nicht mehr nur Hühner für die Produktion beansprucht wurden. Die Süßwarenindustrie stellt sie in Schoko und Marzipan her, Ziereier gibt es aus Marmor, Porzellan oder Glas. Das 'Huhn, das goldene Eier legt, ist dagegen in jedem Falle eine Mär…

Über den Nährwert und die Symbolfülle hinaus - in Zeiten der Schokoeierinflation kaum mehr vorstellbar - genossen die Ovale sogar Ansehen als Zahlungsmittel. So galt das Ei im Mittelalter bisweilen als Berechnungseinheit für Zins und Pacht. In manchen Gegenden mussten Landpächter an Ostern ihren Herren den Pachtzins in ovalen Naturalien bezahlen. Das dürfte die Osterfreude indes gemindert haben.

Tipps zu Ostereierausstellungen finden sich übrigens im Internet unter Www.ostereier-markt.de. Uwe Renz

Für Otto! Beide Texte sind aus den „Badischen Neuesten Nachrichten“.
Woher aber die Herren F.S. und Uwe Renz ihr Wissen bezogen, haben sie - bis auf eine Netzadresse - nicht bekannt gegeben.

Beste Grüße und Froschtern!
Fritz

Hallo Pet,

hier ist die perfekte Antwort auf deine Frage;

http://www.hr-online.de/fs/herrchengesucht/archiv/01…

weitere Links hier:
http://www.sungaya.de/schwarz/germanen/ostera.htm
http://www.german-easter-holiday.com/ostern-osterfes…
http://www.logpak.de/feste.htm

Das Stichwort ist hier der Namen der germanischen Frühlingsgöttin Ostara, nach der das Osterfest benannt ist.

Gruß
Carlos