Hallo, Ich wohne seit fast 2 Jahre in Deutschland und lerne noch immer über die schöne Deutsche Sprache.
Aber jetzt verstehe ich etwas nicht. Warum sagt man ‚ich möchte dich etwas fragen‘ und nicht ‚dir etwas fragen‘? Ich wurde denken ‚etwas‘ ist hier das Akkusativobjekt, was bedeutet ‚du‘ muss im 3. Fall sein, oder?
wen möchte ich fragen? Dich.
Wem möchte ich etwas sagen? Dir.
Anstatt nach Objekten zu suchen (die muss man erstmal identifizieren), finde ich es hilfreicher, nach den Fragewörtern wer, wessen, wem, wen zu suchen.
Anstatt nach Objekten zu suchen (die muss man erstmal
identifizieren), finde ich es hilfreicher, nach den
Fragewörtern wer, wessen, wem, wen zu suchen.
Das hilft einem Nichtmuttersprachler nun gar nicht weiter. Wer glaubt, es hieße „dir fragen“, fragt auch „wem fragen?“. Die Fragen-Tests sind wirklich nur für Muttersprachler geeignet.
Es ist einfach auswendigzulernen, dass „fragen“ ein Verb ist, bei dem beide Objekte im Akkusativ stehen, ähnlich wie auch „lehren“.
Ich hätte da zwar eine Erklärung, weis aber nicht, ob die 100 ig richtig ist, deshalb lasse ich es lieber, sonst verwirre ich dich noch mehr. Deine Frage ist eine Frage für das gebiet : Deutsch als Zweitsprache, also für jemand, der Ausländern die deutsche Sprache beibringt.
Gruß
Warum sagt man ‚ich
möchte dich etwas fragen‘ und nicht ‚dir etwas fragen‘? Ich
wurde denken ‚etwas‘ ist hier das Akkusativobjekt, was
bedeutet ‚du‘ muss im 3. Fall sein, oder?
Man sagt doch auch ‚ich möchte dir etwas sagen‘?
mit Vergleichen zu ähnlich klingenden Konstruktionen kommst Du da nicht weit.
Der sicherste Weg ist, wie schon gesagt wurde, das Auswendiglernen, am besten jeweils gleich mit einem Beispielsatz.
Hallo,
Inwiefern soll das einem Nichtmuttersprachler helfen? Der weiß doch dann auch nicht, ob es „Wem frage ich?“ oder „Wen frage ich?“ heißt. Die Frageformen werden oft als angebliche Hilfe zitiert, helfen aber allerhöchstens Muttersprachlern beim Erkennen der Fälle, die sie ohnehin nach Sprachgefühl anwenden.
Lieber NevenC,
die traurige Wahrheit ist, dass die deutsche Sprache voller Unregelmäßigkeiten und Ausnahmen ist. Es gibt zwar Regeln und Faustregeln, aber zu jeder Regel auch zahlreiche Ausnahmen.