Naja, unter dem Punkt Umweltverschmutzer stimmt das.
Entscheidender sollte aber hier politisch *leicht*
vorbelastete Begriff „Umweltsünder“ sein. Moderne Waschmittel
sind nicht sonderlich aggressiv, immerhin tragen wir ja nicht
unerhebliche Rückstände davon auf unserer Kleidung mit uns rum
und da wir das Abwasser ja nicht durch öffentliche Gewässer
ableiten, sondern durch geschlossene Systeme in Klärwerk,
sollten die Konsequenzen für die Umwelt ehr gering sein.
ABER: das "Umwelt"manko bei Waschmaschinen und Badewannen ist,
dass wir am Tag damit genug Trinkwasser verbrauchen um 20
Menschen am Leben zu erhalten. Das hat geopolitisch durchaus
moralische Bedeutung.
Hallo,
ich muss da auch ml meine Senf dazu geben.
In unseren Breitengraden ist die Versorgung mit ausreichend Trinkwasser absolut kein Problem.
Der Wasserpreis den wir alle zahlen ergibt sich überwiedend aus den laufenden Kosten der Versorgungsleitungen und deren Abnutzung geteilt durch den Gesamtwasserverbrauch in Euro/qm.
Würde die Gesamtwasserentnahme über längere Zeit drastisch ansteigen würde sich der Preis/qm verringern.
Wasser verbraucht sich nicht und wird nach dessen Reinigung und Aufbereitung immer wieder dem Kreislauf zugeführt.
Die ganze Wassersparerei führt heute schon dazu das die Füllhöhe in Kanälen und Abwasserleitungen sich derart verringern das die eingeleiteten Feststoffe nicht weggeschwemmt werden, diese versanden und / oder verstopfen. Das kostet die Komunen jährich zig Millionen, dadurch erhöht sich logischer weise die Abwassergebühr.
In Klärwerken wird regelmässig sauberes Wasser dem Schmutzwasser zugemengt damit die Konzentration an Schadstoffen und Schmutz sinkt.
Die unverdünnte Brühe würde dazu führen das die Bakterien in den Klärbecken absterben würden und die Kläranlage überfahren würde.
Das hier zugeführte saubere Wasser wird selbstverständlich den Kosten für Trinkwasser aufgerechnet.
gruss, Bernd
Und dann kommt hinzu, dass die
Trinkwassermenge auch bei uns in einem echten Hochsommer -den
wir nun schon lange nicht mehr hatten- zum Problem werden
könnte.
Bei uns gibt es kein Problem mit der Bereitstellung ausreichender Trinkwassermengen. Nur wenn immer weniger Wasser verbraucht wird auch entsprechend kleinere Aufbreitungsanlagen (Trinkwasserwerke) montiert, entsprechendes klein dimensionierte Versorgungsleitungen verlegt.
Steigt nun in Folge höherer Temperaturen und langer Niederschlagsfreier Zeiten der Wasserverbrauch schlagartig an, zB fürs Rasensprengen kann dieser Bedarf nicht mehr abgedeckt werden.
Eine Regulierung des Wasserverbrauches müsste dann
wohl über den Preis stattfinden und dann hast du nicht nur
abstrakte soziale Probleme, sondern eine sozial-schwache
Schicht direkt vor deiner Haustüre, die keine Wurst mehr auf
dem Brot haben, weil sie das Geld für die höhere
Wasserrechnung brauchen, auf Grund deines
Waschmaschinenkonzepts.
Das klingt jetzt alles schwer nach George Orwell, aber
prinzipiell gleicht die Debatte darüber dem CO2 Ausstoß von
Autos. Wären Autos nicht viel effizienter, wenn
sie mehr CO2 ausstoßen würde? Und wen interessiert wenn
Vanuatu absäuft und wo ist das überhaupt?
Ach, wäre das schön, wenn wir nur technische Probleme hätten.