Hallo David,
Das geht mit aehnlich, aber die Idee vom ewigen Leben ist doch
gar nicht schlecht, oder?
Ja schon, aber wie darf ich mir das praktisch vorstellen?
Da das Paradies nicht von dieser Welt ist, kann man es auch nicht mit Begriffen aus dieser Welt beschreiben. unsere Vorstellung verrsagt da einfach. Waere es nicht so, dann koennte man da WISSEN und es ergo mit wissenschaftlichen Methoden untersuchen.
Wenn man diese Grenzlinie ueberschreitet, muss man die Rationalitaet und vor allem den Materialismus ueber Bord werfen.
Außerdem, wird so ein ewiges Leben auf die Dauer nicht
verdammt langweilig? 
Langeweile ist ein irdischer Begriff; s.o.
Die Existenz von Ausserirdischen ist doch eine ziemlich
weitreichende Annahme, zumal wir bisher keinen einzigen
eindeutigen Hinweis auf deren Existenz haben.
Aber auch keine eindeutigen Beweise, daß sie nicht
existieren!
Solange es keinen positiven Beweis gibt ist ein Objekt als nicht existent anzusehen (Erkenntnistheorie!). Sonst muesstest Du ja auch an den Weihnachtsmann glauben. Dazu mal ein Beispiel aus der Physik: Das Neutrino ist ein Teilchen, das sich kaum bemerkbar macht, da es kaum mit anderen Teilchen wie Elektronen, Protonen und Neutronen wechselwirkt. Es wurde postuliert, um Unstimmigkeiten in gewissen Experimenten beseitigen zu koennen. Es sah naemlich so aus, als sei der Satz von der Energie- und Impulserhaltung verletzt, ein Satz, der zuvor immer wieder bewiesenen wurde und damit als gesichert angesehenen werden kann.
Das Neutrino wurde zunaechst nur als hypothetisches Teilchen angesehen und dessen Existenz weiter angezweifelt. Erst als der direkte Nachweis gelang, wurde es als real angesehen.
Dies ist ein Musterbeispiel dafuer, wie das wissenschaftliche Weltbild erweitert wird. Erweiterungen sind nur dann moeglich, wenn es ZWINGENDE Gruende dafuer gibt. Im Falle des Neutrino war es plausibler, ein neues Teilchen anzunehmen, als die so grundlegende Energie- und Impulserhaltung aufzugeben.
Heute wird diskutiert, ob ein Grossteil der Masse des Univerums auf Neutrinos entfaellt, obwohl auch in den groessten Detektoren nur ein paar Dutzend pro Jahr nachgewiesen werden.
Die diversen Steinkreise und Menhire lassen sich viel besser
als Relikte vergangener Zivilisationen deuten. Diese
Auffassung kann man auch mit wissenschafltichen Methoden
stuetzen. Man weiss eben, dass zur fraglichen Zeit bereits
Menschen gelebt haben.
Das mag sein, aber da haben wir doch wieder das Thema, wie die
alten Ägypter ihre Pyramiden gebaut und wie Stonehenge
(richtig geschrieben?
) errichtet wurde…
Menschen sind erfinderisch, Menschen koennen sehr geduldig sein, und fruehere Menschen hatten einfach mehr Zeit, es gab ja kein Fernsehen:wink: Ausserdem sollten wir unsere Vorfahen nicht so gering schaetzen. Viel Wissen, was damals Allgemeinwissen war, ist heute verloren gegangen, z.B. die Kunst, in einem Holzkohlefeuer Eisen zu schmelzen. Das musst man doch erstmal selber hinkriegen! Oder das Wissen, wie man aus Flachs Leinen herstellt. Unsere Grossmuetter konnten das zum Teil noch, wir koennen es in der Regel nicht mehr. Warum sollte das Wissen, wie man nur mit Koerperkraft Pyramiden baut, nicht auch so verloren gegangen sein?
Warum sollte ein einziger König so größenwahnsinnig werden und
fast ein Jahrhundert damit verbringen, solch gewaltige
Bauwerke errichten zu lassen, nur um sich im Endeffekt darin
begraben zu lassen?!?
Vergiss nicht: der Pharao ist GOTT. Da ist es kein Groessenwahn, sondern pure Selbstverstaendlichkeit, sich so monumental zu verewigen.
Wie man weiß, ist der menschliche Geist eigentlich nur im
Stande, schon einmal gesehenes zu reproduzieren.
Einspruch! Sogar Affen koennen echte Erfindungen machen. Die Verhaltensforschung hat das bewiesen. Warum koennen wir Menschen es nicht auch? Ausserdem hat doch wohl jeder von uns schon eine Kleinigkeit erfunden, oder?
Warum sollte es nicht einmal „kosmische
Nachbarn“ gegeben haben, die sich etwas mit uns beschäftigt
und uns gezeigt haben, wie man solche Sachen baut? Vielleicht
haben sie diese Kontruktionen auch selbst für irgendetwas
genutzt?!?
Wie gesagt, das ist eine Erklaerung, aber leider die unwahrscheinlichste => vergiss es!
Ausserdem vertritt Daeniken lediglich ein Pseudoreligion, eine
Mischung aus Religion und Pseudowissenschaft. Meiner Meinung
nach gibt es die reale Welt, die der Erklaerung duch
Wissenschaft zugaenglich ist, und den ganzen Rest, den wir mit
unseren Sinnen eben nicht erfassen koennen, also alles
darueberhinausgehende (Transzendente). Dieser Bereich gehoert
dem Glauben und der Religion und da sollte man mit
Wissenschaft oder gar Pseudowissenschaft nicht herumpfuschen.
Warum? Warum nicht einfach mal die „alten Werte“ in Frage
stellen? Vielleicht ergeben sich daraus ganz neue
Erkenntnisse? Wenn nie jemand Fragen gestellt hätte, würden
wir wahrscheinlich immer noch in Höhlen leben.
Moment mal, ich habe nichts gegen kritische Auseinandersetzung mit dem derzeitig etablierten Weltbild. Jedoch hat es sich bisher hervorragend bewaehrt. Es ist in sich schluessig und ist in der Lage, die meisten Phaenomene zu erklaeren. Wenn Du jetzt an dessen Fundamenten ruetteln willst, musst Du schon Argumente haben, die schwerer wiegen, als die Erfahrung von mehreren Hundert Jahren; siehe obiges Beispiel.
Natuerlich hat sich diese Grenze zwischen Religion und
Wissenschaft mit dem Anwachsen des Wissens immer wieder
verschoben (es ist noch gar nicht so lange her, dass Blitz und
Donner Zeichen goettlichen Willens waren!)
Eben, siehst Du?
Nee, anderherum! Einen Gott als Urheber von Blitz und Donner anzusehen, war in dem Augenblick eine unwahrscheiliche und damit unhaltbare Hypothese geworden, wo man in der Lage war, selber Elektrizitaet zu erzeugen und damit selber Blitze zu machen. Erst das Experiment, dann die Deutung. Eine Theorie, die sich nicht beweisen laesst, ist zu verwerfen. So einfach ist das.
aber im Grenzbereich sollte man besonders vorsichtig sein.
Wieso? Was soll schon groß passieren? 
Scharlatanerie, Pseudowissenschaft und Sekten. Das finde ich schlimm genug, um vorsichtig zu sein.
Viele Gruesse,
Hartmut