Warum eignet sich Kupfer nicht zum Hartlöten

Hallo zusammen, ich bräuchte auf die oben genannte Frage ein fachmännische Antwort. Geht um das Fach Werkstofftechnik.
Der Professor hatte das in der Vorlesung mal angesprochen aber wirklich verstanden warum das so ist hab ich nicht.
Er hatte die Frage gestellt warum Kupfer sich für elektrische Zwecke eignet aber nicht zum Hartlöten.

Es vielen begriffe wie Leitkupfer, Kupfer Oxidieren, oxidische einflüsse unter Bildung von Wasser reduzeiern. Bildung einer spröden intermetallischen Phase. Erhöhung des elektrischen Widerstandes.

was genau dasvon jetzt zutrifft weis ich leider nicht

Seit wann geht das nicht mehr?
Hallo Fragewurm,

Der Professor hatte das in der Vorlesung mal angesprochen aber
wirklich verstanden warum das so ist hab ich nicht.

Irgendwer hat da was Falsch verstanden oder Mist erzählt:

http://www.oegussa.at/neu/lottechnik/fachartikel/Har…

MfG Peter(TOO)

Hi,

Er hatte die Frage gestellt warum Kupfer sich für elektrische
Zwecke eignet aber nicht zum Hartlöten.

Als Hartlot ginge reines Kupfer aufgr. seines hohen Schmelzpunktes nicht.
Eine Hartlötverbindung zw. Kupfer lässt sich jedoch zb. mit Silber oder Kupferhaltigem Hartlot problemlos herstellen.

Grüße
Markus

okay, ich habe die Frage wohl falsch verstanden^^

es ging darum warum sich Kupfer welches für elektrische Leitzwecke verwendet wird(Sprich in Kabeln etc) nicht zum Hartlöten eignet

Hallo!

Auch das stimmt nicht.
Kupfer für Rohrleitungen in Sanitär und Heizungstechnik ist identisch mit Kupfer für Leitzwecke. Es unterscheidet sich minimal zu weniger als 0,5 oder gar 0,1 % vom Cu für Leitzwecke.

Und einen volldrähtigen(massiven) Einzelleiter löte ich Dir auch hart auf eine Montageplatte drauf.

Was sind das bloß für Fragen.

mfG
duck313

Okay vielen dank für die Antwort.

Es handelt sich hierbei um eine ehemalige Klausurfrage von unserem Werkstoffkundeprofessor, habe ich herausgefunden.

Ich Zitiere:
Warum eignet sich Kupfer für elektrische Leitzwecke nicht zum Hartlöten?

(A) Beim Hartlöten würde Leitkupfer Schmelzen
(B) Beim Hartlöten würde Leitkupfer zu Kupferoxid oxidieren
© Beim Hartlöten würde oxidische Einschlüsse im Leitkupfer unter Bildung von Wasser reduziert
(D) Beim Hartlöten würde der elektrische Widerstand von Leitkupfer ansteigen
(E) Beim Hartlöten würden sich im Leitkupfer spröde intermetallische Phasen bilden

Hallo
Das Hartlöten/Schweissen von Kupfer bzw. Kupferlegierungen ist ein Spezialgebiet.
Der Werkstoff und der Schweiss/Lötzusatz/Vorwärmung etc. muss stimmen, ansonsten entsteht die sog. „Wasserstoffkrankheit“.
Siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstoffverspr%C3%B6…
Kurz und knapp erklärt.
Das ganze ist aber eher ein Spezialgebiet der Werkstofftechnik.
Ic h hatte dieses Thema in meiner Diplomarbeit, daher das „Fundierte Halbwissen“ :wink:
Wenn weitere Fragen dann PM an mich.
Greetz, Gley

Hi,

ich kann mich nur der letzten Antwort anschließen. Würde sich Kupfer nicht zum Hartlöten eignen, wären manche Stücke die ich als Gold- und Silberschmied gemacht habe, nie entstanden. Hartlöten ist nicht löten(weich/Zinn). Zwei Paar Schuhe! Löten ist die Verbindung von zwei Metallen mit Hilfe eines anderen, niedrig schmelzenden verflüssigten Metalls. Hartlöten ist ein Schweißvorgang, bei dem das Lot eine molekulare Verbindung mit den zu verbindenden Metallen eingeht. Am Ende ein Legierungsvorgang. Richtig ist, dass es kein Kupferlot gibt. Üblicherweise werden silberhaltige, oder gleich Silberlote verwendet. Unter Handwerkern ist das bereits mit einem flussmittelhaltigen Kern versehene Sulfoss beliebt. Ich bevorzuge bei dünnen Blechen 800er Silberlot, das sog. 3er, oder weiche Lot und als Antioxidant und Flussmittel den guten alten Borax (Salz der Borsäure). Den kann ich in der Reibeschale in der gewünschten Konsistenz/ Konzentration, pastos, leicht selbst herstellen. Da kommt kein Fertigprodukt mit.
Ein Problem beim Kupferlöten ist die sehr rasche Oxidation von Cu. Das andere ist das, dass nach dem „Löten“, eigentlich Schweißen, bei dem Cu bis kurz vor dem Liquiduspunkt erhitzt wird, das Material weich, ausgeglüht ist, und sich damit die Materialeigenschaften verändern. Mechanisch ist ausgeglühtes Cu äußert empfindlich.
Heute gibt es, außer der alten „Lötflamme“, noch die Lasertechnik. Beides bedarf viel Erfahrung, und keine Angst vor Mißerfolgen.

Hier trifft Theorie auf Praxis. Ob Kupfer-Hartlöten Sinn macht, hängt immer davon ab, wofür das Ergebnis taugen soll. Metalle ganz ohne Lot zu verbinden, ist eine der ältesten Metalltechniken der Welt. Granulieren, heißschmieden. Bereits die Sumerer vor 5000Jahren hatten das drauf. …aber nur wenn man`s drauf hat, geht das noch heute.

Es gibt Einfacheres als Kupfer-Hartlöten

Hüttengeist