Warum fangen Schaltersteckdosen irgendwann an zu knistern

Hallo,
ich nutze gerne Schaltersteckdosen um mehrere Geräte auf einmal ein oder auszuschalten.
Dabei ist es so, dass die Steckdosen, bzw. der Schalter irgendwann anfängt zu knistern. Oft in Verbindung mit dem Flackern des Lichts.
Bisher dachte ich immer, dass liegt daran, das ich günstige Steckdosen genommen habe. Daher habe ich beim letzten Mal bewusst eine teurere genommen, doch auch die fängt jetzt nach gut einem Jahr das Knistern an.
Also Elektro und Knistern ist nicht gut, das kann ich mir noch gerade ausknobeln, aber warum ist das so und warum bekommen es die Hersteller anscheinend nicht in den Griff?
Kann man etwas dagegen tun oder vorbeugend etwas machen?

Vielen Dank
Gruß
Taki

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Hallo,

das ist schlicht Kontaktverschleiß durch Abbrand des Materials.

Wenn die Flächen erst einmal verunreinigt sind, erhöht sich der Widerstand. Dadurch kommt es zu einer Erwärmung, die den Verschleiß erhöht.
Flackerndes Licht ist ein sicheres Zeichen, dass der Kontakt massiv durch Abbrand und Oxidschichten verunreinigt ist. Bei stärkerer Belastung kann es dann schmoren.

Mir sind da zwei in Baumärkten stark vertretene Marken bekannt, deren Steckdosenleisten meiner Meinung nach in Qualität und Haltbarkeit einem China-Direktimport gleichen.

Will sagen:
„Lang-Li Electronics“ baut beide Varianten - und in beiden Varianten ist das billige Messing-Stanzteil als Kontakt drin. Die eine Variante kauft man bei aliexpress für 1,97€, die andere im Baumarkt für 9,95€.

Man muss aber auch beachten, dass viele Verbraucher Netzteile haben, die beim Einschalten nahezu ein Kurzschluss sind. Es sind gerade die besonders sparsamen Netzteile, die bei billiger Machart extrem hohe Einschaltströme haben können.

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Ganz einfach: wer billig kauft, kauft mehrfach.

Beschaff dir ordentliche Steckdosenleisten eines Markenherstellers, dann halten sie auch.

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Ja aber.

Er hat schon „teurere“ gekauft - mit dem selben Ergebnis.

Kennst du einen guten Hersteller?
Ich nicht. Selbst die wohlklingenden deutschen Namen importieren aus China.
Bis 2014 hatte ich Bachmann im Verdacht, gute Qualität zu liefern.
Da kam dann der Rückruf, dass bei bestimmten Tischsteckdosen „Phase und Schutzleiter vertauscht wurden.“
Bei sowas fällt einem die Kinnlade herunter.

ist natürlich relativ. 5€ sind 100% mehr als 2,50€, aber immer noch nicht in der Qualitätsregion.

Wir haben hier die Alu-Dosenleisten von Brennenstuhl (Premium-Alu-Line) im Einsatz. Die ersten schon seit 15 Jahren. Mit denen gab es noch nie Probleme.

Allerdings hängen da auch PCs, Monitore und Sensor-Netzteile dran, keine Heizlüfter.

Naja - beim China-Import würde vermutlich nicht mal das einen Rückruf auslösen, sondern nur eine Wegduck-Reaktion.

In diesem Zusammenhang immer wieder interessant sind EU-Produktwarnungen (ehem Rapex-Liste)
https://ec.europa.eu/consumers/consumers_safety/safety_products/rapex/alerts/?event=main.search&lng=de#searchResults
(Ohne Filter, der lässt sich nicht kopieren)

Ich habe übrigens vor langer Zeit Mal eine so zurückgerufene Steckdose besessen - und ohne weiter publizierten Rückruf diese im Baumarkt retouniert. Kostete einige Worte, das Vorzeigen des Rückrufs und dann hat der Marktleiter alle noch vorhandenen aus dem Laden genommen (auf Dauer, ich war später in anderer Mission dort und bin neugierig)

Weil’s so schön passt.

Schade, ich hätte fast gedacht, dass das ein seriöser Anbieter ist. Und dann sieht man das bei einer Steckdosenleiste mit Überspannungsschutz:

Nö, das Sternchen wird auf der Produktseite nicht weiter erklärt.
Denken soll man wohl: Wenn der Blitz einschlägt und der Computer kaputt ist, dann zahlt die Versicherung.

Tatsächlich ist das lediglich die Deckungssumme der Produkthaftpflichtversicherung. Steht dann dort auch so, wenn man in den FAQ sucht.
Wenn also ein Blitz einschlägt und der Computer danach raucht, dann muss man lediglich beweisen, dass die Steckdosenleiste einen Produktionsfehler hatte - das bedeutet, dass man zuerst beweisen muss, dass der Blitzstrom kleiner 60kA gewesen ist. Dann muss man beweisen, dass das ausgelobte Schutzniveau tatsächlich überschritten wurde (und nicht etwa der Computer zu sensibel auf die erlaubte Rest-Überspannung reagierte).

Wenn jemand so wirbt, dann hab ich keinen Bock auf die Produkte.

Bachmann kenne ich noch, aber da sind auch die teureren Leisten aus China (Brennenstuhl dagegen produziert die höherwertigen Sachen in Deutschland).

Wie kommt man nur darauf zu denken, etwas teures wäre automatisch besser?
Ich kann dir so ein Ding für 50 € verkaufen wo genau der gleiche schrottige Schalter drin ist.
Das ist übrigens mit vielen Produkten so.

Wie kommt man darauf, was billiges wäre automatisch genauso gut wie was teures?

Beides ist Unsinn. Aber die Wahrscheinlichkeit , dass das teurere tatsächlich besser ist als das billigere ist doch größer als 50%.

Also ich habe mal einen Bandschleifer vom Lidl gekauft… 30 Euro… Später habe ich einen Bandschleifer von Bosch gekauft… 100 Euro… Was glaubst du, mit welchem ich lieber arbeite :wink:
In der Regel ist es so, dass „Wer billig kauft, kauft zweimal“… Ist einfach so.
Natürlich kann ich den Lidl-Bandschleifer jetzt für 200 Euro weiterverkaufen. Das ist aber Wucher und hat ja nichts mit der Qualität zu tun.

Du kannst jetzt gerne mit Joghurt-Bechern argumentieren, die bei 30 Cent losgehen, dann für 50 Cent von Rewe Beste Wahl und dann für 90 Cent von Bauer kommen, aber Prinzipiell alle von Bauer sind… Trotzdem ist der Inhalt nicht der gleiche :wink:

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Moin,

Beschaff dir ordentliche Steckdosenleisten eines Markenherstellers

Kennst du einen guten Hersteller?

vor nicht so vielen Jahren habe ich mal versucht unseren Fundus an guten, stabilen Steckdosenleisten zu erweitern um den auch vorhanden Mist direkt mal auszusortieren. Bei sowas schaue ich nicht beim Discounter nach sondern eher auch bei den einschlägigen Versendern für Gewerbetreibende. Aber so richtig tolles Zeug fand ich dort auch nicht, dabei war sogar der Preis eher nachranging.
Ist schon traurig.

VG
J~