s.o.
Pfingsten feiert (als Abschluss der Osterzeit) das „Ereignis“, dass aus der ÄUSSEREN Person und Botschaft Jesu eine INNERE Wirklichkeit wurde, der Heilige Geist: „Es ist gut für euch, dass ich weggehe, sonst kann der Beistand nicht zu euch kommen. Gehe ich aber, werde ich ihn zu euch senden.“ (Joh 16,7)
Die Pfingstgeschichte von Lukas (Apg 2) erzählt das wunderbar bildhaft und dynamisch (Sturm und Feuer - wie eine alttestam. Gotteserscheinung), verschiebt aber dadurch die Optik: so als ob nur Spektakuläres vom Heiligen Geist stammen könnte.
Q
Hi.
Mir ist der Begriff ‚Pfingsten‘ echt egal.
Hat wohl was mit der Bibel zu tun.
Aber ich freu mich weil ich frei hab. *lol*
Geniesse die Zeit,
Jump
Hallo Anna,
Pfingsten bezieht sich auf das jüdische Fest der Wochen, bzw. das Fest der Ernte.
Dieses Fest wird 50 Tage nach dem 16. Nissan gefeiert. Daher der Namen, der 50 bedeutet. Am 16. Nissan war auch die Wiederauferstehung Jesu.
Als dieses Fest 50 Tage nach der Wiederauferstehung Jesu in Jerusalem gefeiert wurde, saßen dort auch 120 seiner Jünger in einem Obergemach und waren ziemlich ratlos wie es weitergehen sollte. Zu diesem Zeitpunkt fiel Heiliger Geist über die Jünger.
Zu diesem Fest waren Menschen aus vielen unterschiedlichen Ländern in der Stadt. Die Jünger fingen an zu prophezeihen und den Menschen in Jerusalem zu predigen. wegen des heiligen Geistes beherrschten sie alle Sprachen. Viele Menschen begannen an Jesus Christus zu glauben und wurden getauft.
Gruß
Carlos
Also, ich bin mir nicht so sicher, dass Pfingsten den Abschluss der Osterzeit darstellt. Denn zumindest in der katholischen Kirche wird noch das Fronleichnamsfest zehn Tage nach Pfingsten gefeiert. Dieses ist somit ebenfalls von der Terminierung des Osterfestes abhängig. Ob es allerdings rein theologisch gesehen noch zur Osterzeit gehört, weiß ich nicht.
Gruß
Christoph
Hallo Christoph!
Das mit dem „Abschluss der Osterzeit“ galt in der Liturgie der ersten Jahrhunderte und jetzt wieder seit dem Konzil, sichtbar besonders dadurch, dass die Osterkerze nach Pfingsten von ihrem „Ehrenplatz“ weggenommen wird. Die „fünfzig Tage“ (7x7+1) galten/gelten als eine einzige Festzeit, und das hat sicher einen guten Sinn, denn Ostern-Himmelfahrt-Pfingsten sind ja eigentlich drei Aspekte desselben Glaubensgeheimnisses.
Im Mittelalter sah man Pfingsten mehr als ein eigenes Fest und verlängerte es (wie alle Hochfeste) um eine Oktav (8 Tage) bis zum darauffolgenden (Dreifaltigkeits-)Sonntag. Fronleichnam (als außerhalb der Fastenzeit „nachgeholten Gründonnerstag“) legte man auf den ersten Donnerstag nach Osterzeit+Pfingstoktav. Insofern hast du recht, dass der Termin immer vom Ostertermin abhängt - aber sozusagen „negativ“: er sollte gerade nicht in die Osterzeit selbst fallen.
Gruß,
Q
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Danke, Q! Ich bin jetzt wieder etwas schlauer.
Gruß
Christoph