Der Artikel ist wohl eher der Kategorie Unterhaltung als einer
wissenschaftlichen Analyse von Beziehungen zwischen Mann und
Frau zu sehen.
Hat er denn den Anspruch erhoben eine wissenschaftliche Analyse zu sein? Das habe ich nirgendwo herausgelesen.
Mal abgesehen davon dass selbst eine wissenschaftliche Basis auf wackligen Beinen steht, denn der beste Wissenschaftler kann nicht erklären warum es zwischen 2 Menschen funkt und zwischen 2 anderen nicht…
Insofern ist ein lockeres Herangehen, um einfach mal Alltagsbeobachtungen auf den Punkt zu bringen, neben dem Amüsement, diesen Text zu lesen, durchaus nichts Schlechtes.
Gerade wenn es um Liebe und Partnerschaft geht nützen dröge Sachaussagen eines Wissenschaftlers wenig, sondern da zählt das Auftreten der Menschen weit mehr. Menschen funktionieren hier teilweise sehr irrational und der Text zeigt durchaus eine Wahrnehmung, die jeder in einer gewissen Weise erkennt, ob von sich selber oder aus der Beobachtung anderer.
Der Text könnte aus der Feder eines Mario Barth
stammen. Ingesamt betrachtet also ganz witzig, mit einem
Fünkchen Wahrheit, aber nicht wirklich ernst zu nehmen.
Wie man’s nimmt. 
Ich denke dass der Text durchaus manchem Milchbrötchen zeigt, was es bei Frauen falsch macht. „Bester Freund“ zu sein ist die Höchstrafe, und es gibt genügend Typen, die sich das aber geben weil sie nicht kapieren dass man so keinen Blumentopf gewinnt.
Im Text wurde oft nett mit langweilig gleichgesetzt. Und das
ist der springende Punkt: Nicht alle netten Männer sind
langweilige Stubenhocker und nicht alle Machos sind aufregende
Marlboro-Männer. Ich würde jede Wette eingehen, dass Männer,
die nett, charmant und hilfsbereit sind von der Mehrheit der
Frauen gegenüber vorlauten, sprücheklopfenden, cholerisch
besserwissenden Großmäulern bevorzugt werden.
Ja - die Frage ist nur, wofür. Wer nur Freundschaft will kommt natürlich mit der „netter Kerl“-Masche sehr weit. Wer anbaggern will muss aber mehr bieten, da reicht „nett sein“ nicht weil Frauen wollen auch einen Mann, einen echten Kerl. Selbstbewußtsein, im Leben stehen, etwas bieten können, eine Prise Macho, gehören dann mit dazu.
Zwar bestreiten das viele Frauen, aber in der Realität reagieren sie eben doch mehr auf die Mischung aus Macho und Charmeur als auf einen nur netten Langweiler.
Denn: Wir Männer denken doch genau so: Ich will auch kein
liebes Mauerblümchen, das duckmäuserisch alles gut und toll
findet was ich sage, keine eigene Meinung hat und ohne Witz
und Ironie einfach nur nett ist. Aber ich will auch keine
übermäßig selbtbewusste Amazonin, die unfreundlich und
arrogant mit mir und Ihren Mitmenschen umspringt und sich für
ein Meisterwerk Gottes hält.
Mal abgesehen davon dass Männer und Frauen andere Suchschemen und Vorlieben haben: Mauerblümchen sind, wie du richtig sagst, nicht wirklich interessant. das von dir beschriebene Gegenbeispiel zwar auch nicht, aber das hast du jetzt auch bewußt negativ hingestellt. Das Pendant zum Mauerblümchen kann ja auch eine attraktive, flotte Schnitte mit umwerfenden Aussehen und einer Art, auf die Männer einfach reagieren, sein. Und dann wird’s nämlich durchaus interessant.
In diesem Fall hier: wenn für dich Macho=Arschloch ist hast du Recht, das will niemand. Aber so ist es auch nicht gemeint. Macho steht hier mehr für jemanden, der weiß was er will, seine Meinungen vertritt und als echter Mann, nicht als Weichei, auftritt. Wenn das gepaart ist mit Charme und Freundlichkeit, kommt das durchaus besser als wenn jemand „nur nett“ ist und seiner Traumfrau wie ein armes Würstchen hinterher dackelt.
Gruß,
MecFleih