Hallo,
wenn man ein medikament in die Vene gibt, dann geht es ja zum Herz und von dort über die Arterien in den ganzen Körper. Ist das der einzige Grund, warum man Medikamente immer in die Vene gibt, oder gibt es noch einen anderen Grund?
Warum wird einem gesagt, dass wenn man ausversehen eine Arterie getroffen hat, da kein Medikament rein gegeben werden darf?
Gute Frage, ich kann es mir nur so erklären:
kommt das Medikament in die Arterie, gibt es einige Risiken. Embolie, Absterben des Gewebes (osmotischer Druck) und vor allem ist der Wirkungsbereich eingeschränkt. Immerhin kommt nach der Arterie das Kapillarsystem, der Wirkstoff wäre dann wahrscheinlich größtenteils weg. Über die Vene wird der Wirkstoff aber gleichmäßiger im Körper verteilt. Zudem sind die Risiken nicht so groß. Außerdem stoppt die Blutung schneller.
Hoffe das reicht als erste Antwort.
Gruß
Dr.Grftjx
Die Medikamente die i.v gegeben werden gelamgen über den Blutkreislauf am schnellsten an dem ort , an dem sie wirken sollen, so wird z.B. Fuorese i.v. gegeben wenn die gefahr der wassereinlagrung in der Lunge besteht, die Extremitäten schon voll Wasser sind. Eine Tablette hat nicht die gleich hohe Dosis wie Inejktionen und es dauert länger bis es wirkt da es über den Magen und die Leber geht, bei i. V. geht es direkt in die Nieren dort ist die henlensche Schleife und dort wirkt Fourese. Bei Antibiotikum ist es ebenso , die Dosierung ist höher und gelangt schneller an den Ort wo es wirken soll
Hallo,
hier gibt es mehrere Antworten.
Der Venenweg wird oft bevorzugt, weil man hier trotz akuter und konsumierender Erkrankung sicher ein Medikament verabreichen kann. Man ist auch sicher, dass exakt die Menge an Wirkstoff im Körper ankommt die man braucht. Bei oralen Gaben und der Darmpassage und Leberpassage gibt es unzählige Unwägbarkeiten (vor allem bei akuten Erkrankungen). Der Wikrstoffspiegel kann hier schwieriger vorrausgesehen werden. Hier gibt es aber von Wirkstoff und Galenik der Medikamente auch diverse Unterschiede.
Arteriell kann man natürlich Medikamente verabreichen. Dies ist aber mit massiven Risiken behaftet. Grund: arterielles Blut geht zunächst zu einem Wirkort (z.B. die Hand oder den Daumen. Somit flutet das Medikament in der Hand in extrem hoher Konzentration an, was je nach Wirkstoff zu massiven Problemen führen kann (wie Nekrosen, Schmerzen, Durchblutungsstörungen, Nervenschäden, etc.). Grundsätzlich ist aber eine intraarterielle Gabe auch möglich.
Hoffe es hat Ihnen geholfen.
Gruß, Dr. F.
Hallo Yaketyak,
ja, eigentlich ist das der wichtigste Grund! Kein System des Körpers arbeitet schneller als das Blutsystem, was die Verteilung von Stoffen - also auch von medikamente -angeht.
Das Herz pumpt pro Schlag - beim gesunden - mind. 70 ml - das heißt bei einem Ruhepuls von 70 Schlägen pro Minute 4900 ml in der Minute… und bei einem Gesamtblutvolumen von 5-6 Litern …da sieht man, wie schnell das geht.
Überall anders - wenn es eben nicht schnell gehen muss - gibt man Medis ja auch woanders hin - in den Darm - (Tabletten), inhalieren, Fettgewebe (Insulinspritzen) etc. .
Ein weiterer Vorteil ist, dass wenn man eine Tablette nimmt wird diese im Darm aufgenommen und muss dann zunächst über den Blutweg in die Leber, wo Medikamente bereits abgebaut werden. Das heißt, es kommen nicht 100 Prozent im Körper an die er nutzen könnte. Gibt man es hingegen in die Armvene…wird die Leber umgangen und es steht mehr zur Verfügung.
Warum nun nicht in eine Arterie:
Auch hier ein plausibler Grund: Das Zeug was man spritzt enthält Moleküle…kleine Teilchen. NAch den Arterien kommen die Kapilaren - winzige Blutgefäße mit einem Durchmesser von 7 Mikrometern. Spritzt man das ganze also direkt dort hin…ohne das es sich großartig verdünnen kann (wie in der Vene) - so verstopfen diese kleinen Gefäße - die Durchblutung der betreffenden Stelle wird gestört und schlimmsten Fall stirbt das Gebiet ab.
Hoffe ich konnte helfen!
lg
Stiftel
Warum nun
Hallo Yaketayk,
das ist ja nicht immer der Fall, dass man Medikamente nur intravenös gibt…aber es ist eben die sicherste Methode dass das Medikament auf dem schnellsten Weg an die Bestimmungsstelle kommt, wenn der Patient schnelle Hilfe brauch bei Schmerzen… In diesem Fall wird der Magen-Darmtrakt umgangen und somit die Wirksamkeit des Medikamentes erhöht und beschleunigt. Jedes Medikament das erst mal durch den Magen und Darm muss gelangt erst ins Blut wenn es über den Darm den Wirkstoff ans Blut abgibt und sein Ziel gefunden hat. Ein Medikament das sofort ins Blut geht wird auch sofort an Ort und Stelle sein, weil es ja nicht den langen Weg über den Verdauungstrakt nehmen muss. Außerdem gibt es wirklich Situationen wo der MDT geschont werden muss. siehe nach Operationen Bauchspeicheldrüsenentzündungen und Leberentzündungen, SHT = Schädelhirntraumen und Bewusstlosigkeit und vielen anderen Krankheiten die keine Medikamentenaufnahme Oral… (Mund/Magen/Darm erlauben. Das waren es nur ein paar kleine Beispiele.
Die Arterien sind nicht für Medikamente gemacht, das würden die Innenwände der Arterien zu sehr reizen, außerdem ist es wirklich schonender es ins *alte nicht gereinigte Blut, also Venen zu spritzen… Bei manchen Medikamenten können die Arterien regelrecht zu Grunde gehen, die Innenwände der Arterien haben ein anderes Endothel… Haut/Schleimhaut und deshalb ist es nicht erlaubt etwas in eine Arterie zu spritzen…
aber da die Arterien relativ tief liegen im Gegensatz zu den Venen, kommt das Gott sei Dank nicht so häufig vor. Geschultes Personal und ÄrztInnen, würden so was nicht tun weil sie um die Folgen wissen.
So ich hoffe ich konnte ein wenig Klarheit verschaffen… … Liebe Grüße mathelo