Ich weiß, dass diese Frage ein wenig komisch ist, aber irgendwie ist sie mir in den Kopf gekommen.
Warum heißt es „NACHdenken“, wenn man schon vor einer Handlung überlegt, also „NACHdenkt“, ob und wie man etwas machen wird. Man sagt doch auch immer „Denk doch mal vorher nach, bevor Du so einen Mist machst“.
Ist das „nach“ nicht auf das Zeitliche bezogen? Worauf dann? Es gibt ja auch andere Wörter mit „nach“ wie beispielsweise nach etw. streben oder nach etw. schauen, bei denen es sich nicht auf die Zeit bezieht.
Hierbei handelt es sich um ein vorgezogenes „Nach“, man denkt im voraus die Folgen der Handlung, man denkt der Handlung also nach, wie wenn man jemandem nach-läuft, nur metaphorisch. Insofern kann dieses Nachdenken auch vor der physischen Ausführung der Handlung liegen.
NACHdenken vor einer Handlung heißt für mich, den ersten, womöglich spontanen, Impuls ein zweites Mal zu bedenken, um die Gefahr einer Fehlleistung zu verringern.
Sich NACH einer Handlung Gedanken über deren Folgen zu machen, ist eine andere Sache, etwa eine „Bestandsaufnahme“.
Warum heißt es „NACHdenken“, wenn man schon vor einer Handlung
überlegt, also „NACHdenkt“, ob und wie man etwas machen wird.
Man sagt doch auch immer „Denk doch mal vorher nach, bevor Du
so einen Mist machst“.
Hallo!
Den Begriff „nachdenken“ verstehe ich rein zeitlich. Man sieht sich z.B. einen Film an und macht sich anschließend Gedanken über ihn, d.h. man macht sich diese Gedanken nach dem Sehen dieses Films; also denkt man über ihn „nach“. Oder man wird mit einer Sache oder einem Problem konfrontiert. Anschließend macht man sich über dieses Problem Gedanken, was soviel heißt: man denkt „nach“. Bei künftigen Ereignissen ist es genauso: Du hättest einmal vorher „nachdenken“ sollen, heißt so viel wie: du hättest dieses künftige Ereignis, z.B. einen Verkehrsunfall, schon vorher einkalkulieren, es gewissermaßen antizipieren müssen und als vernünftiger Mensch anschließend darüber reflektieren, als „nachdenken“ müssen. Wer alle möglichen künftigen Ereignisse schon vorher erwägt, kann sich - als „nachdenklicher“ Mensch - besser schützen als der gedankenlose Mensch. (Er ist dann aber sicher auch ängstlicher als der Gedankenlose!)
Beste Grüße
Kica
(Wiederholung / Berichtigung:smile:Hallo!
Den Begriff „nachdenken“ verstehe ich rein zeitlich. Man sieht sich z.B. einen Film an und macht sich anschließend Gedanken über ihn, d.h. man macht sich diese Gedanken nach dem Sehen dieses Films; also denkt man über ihn „nach“. Oder man wird mit einer Sache oder einem Problem konfrontiert. Anschließend macht man sich über dieses Problem Gedanken, was soviel heißt: man denkt „nach“. Bei künftigen Ereignissen ist es genauso: Du hättest einmal vorher „nachdenken“ sollen, heißt so viel wie: du hättest dieses künftige Ereignis, z.B. einen Verkehrsunfall, schon vorher einkalkulieren, es gewissermaßen antizipieren müssen und als vernünftiger Mensch anschließend darüber reflektieren, also „nachdenken“ müssen. Wer alle möglichen künftigen Ereignisse schon vorher erwägt, kann sich - als „nachdenklicher“ Mensch - besser schützen als der gedankenlose Mensch. (Er ist dann aber auch ängstlicher als der Gedankenlose!)