es gab ja noch bis zur ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Rachitis - nicht nur theoretisch, nicht nur irgendwo in einem Armenviertel, sondern hier in Deutschland.
Soviel ich weiß, gibt es inzwischen aber keine Rachitis mehr. Warum nicht? Liegt das an den ärztlichen Untersuchungen der Kinder? An Aufklärung der Bevöllkerung? An Vitaminzusätzen in industriell hergestellter Nahrung? Oder gibt es nach wie vor Fälle von Rachitis, und ich weiß es nur nicht?
Rachitis kommt durch Vitamin-D-Mangel im Kindesalter zustande. Dadurch können übernatürlich „verbogene“ Knochen und nicht intakte Epiphysenfugen entstehen. Im Erwachsenenalter wird der Vit-D-Mangel als Osteomalazie, oder auf Deutsch ausgedrückt als Knochenerweichung bezeichnet.
Ursache dafür ist ein mangelnde Sonnenexposition, aber auch ein Mangel an beispielweise Ca, P oder was sonst noch der Organismus für den Aufbau der Knochen benötigt. Früher, zur Zeit der industriellen Revolution gab es zur Häufe Kinderarbeiten. Die Kinder arbeiteten in Kohlebergwerken und Fabriken unter schweren Bedingungen. Diese sahen mitunter sehr selten Sonnenlicht und vermutlich litten sie auch noch unter allgemeinem Vitaminmangel. Die mangelnde UV-Exposition führte demnach zu einer verminderten Vitamin-D-Bildung (Vitamin D wird zwar als Vitamin bezeichnet, es gehört eher zu den Hormonen), was die Erkrankung der Knochen verursacht. Wenn man in Unterlagen und Daten aus der damaligen Zeit stöbert findet man, zumindest in der westlichen Welt auch noch solche pathologischen „Relikte“ wie Osteophyten und Harris-Linien, die auf schwerste körperliche Arbeit bei Kindern in der Wachstumsphase deuten.
Im Erwachsenenalter dagegen kann Osteomalazie öfters auftreten, auch in unseren Breitengraden, besonders bei Frauen nach dem Klimakterium. Die Ursache hierfür ist der Wandel des Hormonspiegels.
Die Gründe für das Verschwinden der Rachitis heutzutage sind:
1.Zum einen keine Kinderarbeit, wie zur Zeit der Industrialisiserung
2.Besserer Ernährungszustand, Mineralstoff- und Vitaminbilanz
In 3.Weltländer können Kinder mit Rachitis dennoch vorkommen.
Ursache dafür ist ein mangelnde Sonnenexposition, aber auch
ein Mangel an beispielweise Ca, P oder was sonst noch der
Organismus für den Aufbau der Knochen benötigt.
Ja. Aber wie ist heute sichergestellt, dass das nicht mehr vorkommt? Eine Mangelernährung lässt sich auch mit Fast Food erreichen, und ob man keine Sonne abbekommt, weil man arbeiten muss, oder weil man seine Zeit vor dem Fernseher verbringt, bleibt sich gleich.
Eigentlich müsste es immer noch Rachitis geben. Zumindest in den „bildungsferneren Schichten“, wie man das nennt.
Im Erwachsenenalter dagegen kann Osteomalazie öfters
auftreten, auch in unseren Breitengraden, besonders bei Frauen
nach dem Klimakterium. Die Ursache hierfür ist der Wandel des
Hormonspiegels.
Uh-oh. Hab gleich mal nach den Symptomen gegoogelt.
Die heutigen Lebensmittel enthalten oft extra zugesetztes Ca und weitere Mineralstoffe, sowie Vitamine.
Mit dem Fastfood bekommt man trotzdem noch um einiges mehr Vitamine und Nährstoffe als von Haferbrei, was die Kinder zu der Zeit bekommen haben.
Auch der Brennwert des Fast-Foods ist viel höher als der von dem Brei.
Die Sonnenexpostion bezieht sich nicht direkt auf das Bräunen der Haut in der prallen Sonne, so darf man sich das nicht vorstellen.
Auch wenn man in einem hinter dem Fenster sitzenden Raum sitzt oder bei bewölktem Himmel raus geht bekommt man UV-Strahlung ab.
Die Kinder zu der Zeit haben kaum bis gar keine Sonne abbekommen und die sehr nährstoff- und brennwertarme Nahrung zusammen war zudem keine sehr gute Kombination.
Babys bekommen i.d.R. D-Fluoretten mind. für das erste Lebensjahr. Meist werden sie länger gegeben - dadurch ist Vitamin D abgedeckt. zumindest zu dem Zeitpunkt.
Sehr umfassend - bis auf die Aussage, dass die Höchstgrenze für Erwachsene bei 2.000 IE liegt - darüber würde es gefährlich. Das ist nachgewiesen falsch. Gerade, wenn ein Mange nachgewiesen wurde, muss mit hohen Dosen aufgesättigt werden. Dies aber meist nicht länger als 2-3 Woche.
Das Robert-Koch-Institut hat in einer Studie festgestellt, dass über 60 % der Kinder und Erwachsenen einen Vitamin D Mangel haben - mit entsprechenden, möglichen gesundheitlichen (Spät-) Folgen.
eigentlich wurde bereits fast alles gesagt. Man bekommt immer mal wieder irgendwo etwas UV-Strahlung ab.
In den skandinavischen Ländern beispielsweise, wo zu bestimmten Zeiten außerordentlich wenig Sonnenlicht gibt, betreibt man Prävention durch die Art der Ernährung: viel Fisch sorgt für viel Vitamin D; ganz besonder Lebetran.
Es kommt aber dennoch zu einen gewissen Prozentsatz durch. Frag mich aber nicht wieviel, das hängt vom Glas ab und ich kenne die Eigenschaften der Extinktion der UV-Strahlen nicht.
Es gibt sogar Studien, dass Kinder, deren Mütter in der Schwangerschaft zu wenig Vitamin-D im Körper haben, ein höheres Risiko an Diabetes mellitus Typ1 zu erkranken als Kinder von Müttern mit normalem Vitamin-D-Hasuhalt.
In den skandinavischen Ländern haben viele Haushalte sogar eine UV-Lampe, womit sich die Bürger dieser Länder bestrahlen lassen.
Schließlich wirkt sich das UV-Licht nich nur im Vitamin-D-Haushalt aus, sondern auch im psychischen Wohlbefinden.
Auch die Art der Strahlung ist hier wichtig: Normales Fensterglas, lässt UV-A durch, UV-B und C nicht. Da man zur Vitamin-D Bildung UV-B braucht, bekommt man also hinter dem Fenster nichts dafür ab.