Hallo Wissende,
nehemn wir an, ein Patient kommt wg. Schmerzen durch Abnützungen der Lendenwirbel in die Kur. Wie kann dem Patienten geholfen werden, nachdem am Krankheitsherd dirkt nichts verändert wird (ich nehme an, die Abnützungen sind nach der Kur immer noch vorhanden, es kann also nur an den Symptomen kuriert werden).
Ist der Kurerfolg von Dauer?
Danke für Eure Auskünfte.
Wolfgang D.
Hallo Wolfgang
Du sprichst damit ein grundsätzliches Problem an. In den meisten Fällen kann man von einer Kur nicht mehr erwarten als von eine ambulanten Behandlung am Heimatort. Zuweilen mag es sinnvoll sein, den Patienten aus seiner (vertrauten? krankmachenden?) Umebung mal für einige Wochen heraus zu nehmen. Aber auch da helfen „halbe“ Sachen wie 4 Wochen Kur nicht viel, sondern man müsste 8 bis 10 Wochen kuren.
Es grüßt dich
Branden
Hi
Ist der Kurerfolg von Dauer?
Kommt darauf an. Ich denke der Hauptgrund warum eine Kur helfen kann, ist, daß man aus der gewohnten Umgebung und dem gewohnten Trott rausgeholt wird und neue Erfahrungen macht. Man lernt was gut tut und was nicht. Auch der Austausch mit anderen Kurteilnehmern kann sehr viel bringen.
Für die Psyche bringt eine Kur sehr viel und die Psyche kann dann so einiges bewirken. Ok, ein kaputtes Gelenk wird nicht wieder heil, aber wenn man mit den Schmerzen/Einschränkungen umgehen kann, dann ist das Leben wieder sehr viel schöner.
Zumindestens sind das meine Erfahrungen mit Kuraufenthalten.
Gruß
Edith
Hallo,
ich denke, man kann die Kur nur als Anfang nehmen. Z.B. um in den drei bis fünf Wochen Dinge kennen zu lernen, die einem helfen und/oder einfach nur gut tun. Eine neue Sportart, eine neue Therapie oder einfach nur die Erkenntnis, dass das Regelmässige ausschlaggebend ist. Fortführen muss man es allein.
Die ganzen Maßnahmen bekommt man auch zu Hause. Aber nie so geballt wie in einer Reha und man hat zu Hause wohl seltenst den Kopf so frei um alles so hinzubekommen.
Abhängig von der Einrichtung und den dort tätigen Ärzten kommen auch entscheidende Tipps oder Anregungen für den weiteren Werdegang in punkto Medizin. Z.B. eine Umstellung in den Medikamenten, eine Arztempfehlung. Auch von den Austausch mit anderen Patienten kann man gewinnen.
Es ist halt nur ein möglicher Anfang…
Letztendlich habe ich immer davon profitiert, auch wenn es vielleicht nicht immer den gehofften Erfolg gebracht hat. Und ich würde jede angebotene Reha oder Anschlußheilbehandlung auch mitnehmen.
VG
Monroe
nehemn wir an, ein Patient kommt wg. Schmerzen durch
Abnützungen der Lendenwirbel in die Kur. Wie kann dem
Patienten geholfen werden, nachdem am Krankheitsherd dirkt
nichts verändert wird (ich nehme an, die Abnützungen sind nach
der Kur immer noch vorhanden, es kann also nur an den
Symptomen kuriert werden).
Hallo Wolfgang,
in diesem speziellen Fall ginge es in der Kur wohl darum mit intensiven muskelaufbauenden Training
die stützende Muskulatur um die Lendenwirbel herum so zu stärken, daß sie stabilisierend wirkt und es dadurch zu einer Reduktion der Schmerzen kommt.
Durch die vorherige schmerzbedingte Schonhaltung ist diese Muskulatur nämlich verkümmert und kann ihre stützende und stabilisierende Funktion nicht mehr erfüllen, was dann zu einer Zunahme der Schmerzen führt.
Natürlich könnte man diese Maßnahmen auch zuhause durchführen, aber in einer Kur (Anschlußheilbehandlung) ist durch die intensivere Anleitung und durch den motivierenden Gruppeneffekt die Mitarbeit des Patienten besser, und dadurch der Erfolg der Behandlung größer.
Viele Grüße nashorn